Portalhilfe und Benutzerleitfaden
CENARYX Benutzerdokumentation
Umfassende Dokumentation aus dem CENARYX Help-System.
Inhaltsverzeichnis
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Benutzerhandbuch4
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Erste Schritte4
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Konfigurationseditoren6
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Globale Konfiguration7
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Simulationen ausführen8
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Portfolios10
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Marktdaten12
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Quoting-Konfiguration14
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Analytics-Konfiguration15
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Validation Dashboard16
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Systemübersicht20
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Systemstatistiken25
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Workflow Queue28
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Operations31
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AI Insights33
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AI Insights Konfiguration33
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Methodology37
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Discounted Cashflow Bewertung37
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Sensitivitäten und PV0139
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VaR und Expected Shortfall41
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Stress Testing43
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Risikokennzahlen und VaR-Modelle45
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Volatilitäts- und Korrelationsmodelle50
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Fixed-Income-Risikomodelle53
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Optionsbewertung und Greeks56
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Kredit- und operationelle Risikomodelle59
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Modellrisiko und Validierung63
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Risikokonfiguration67
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Machine-Learning-Risikomodelle76
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FRTB SBA79
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IRRBB87
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QLNet Beispielrechnungen96
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Instruments98
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Bonds und Swaps98
Inhaltsverzeichnis
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Instruments99
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Implementierte Instrumenttypen99
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Non-Maturity Deposits122
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Optionen und Volatilität126
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Inflationsprodukte127
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Reporting129
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Report Framework129
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VaR Models Dashboard135
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Limit Exceptions Dashboard137
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Sensitivities Dashboard143
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Provisions145
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Audit und Änderungshistorie150
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Validation153
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Readiness Status153
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Evidenzen und Toleranzen154
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Model Validation155
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Data Quality159
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Marktdatenvollständigkeit159
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Instrument-Stammdaten160
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Gegenparteien161
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Kalender162
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Bewertungsgruppen163
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Trade Filters171
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Data Quality Findings177
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Zinskurven184
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Yield Curve Setup and Capabilities184
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Release Notes189
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Aktueller Release189
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Bekannte Einschränkungen191
Benutzerhandbuch
Erste Schritte
Einstieg in das Portal
Zweck
Das Portal unterstützt tägliche Arbeitsabläufe für Bewertung, Risiko und Validierung. Anwender können Portfolios auswählen, Marktdaten prüfen, Simulationen starten, Ergebnisse analysieren und Validierungsevidenzen lesen, ohne die aktuelle Fachansicht zu verlassen.
Typischer Arbeitsablauf
- Wählen Sie den passenden Bereich in der linken Navigation.
- Setzen Sie Portfolio, Bewertungsdatum und Berechnungstyp.
- Verwenden Sie Filter, bevor Sie einen Lauf starten oder Ergebnisse prüfen.
- Öffnen Sie Details, um Aggregate, Positionsergebnisse und Fehler zu analysieren.
- Verwenden Sie diese Hilfe, wenn Felder, Statuswerte oder Ergebnisse unklar sind.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Bewertungsdatum | Geschäftstag für Positionen, Kurven, Quotes und Fixings. |
| Portfolio | Ausgewählte Positionsmenge oder Hierarchieebene. |
| Laufstatus | Aktueller Verarbeitungszustand einer Simulation oder Validierung. |
| Ergebnislevel | Aggregationsebene, zum Beispiel Portfolio, Desk, Book oder Position. |
| Filter | Kriterien zur Einschränkung von Tabellen und Diagrammen. |
Ergebnisinterpretation
Beginnen Sie mit den Summary Cards und öffnen Sie danach Tabellen oder Detailansichten. Ein Ergebnis kann vollständig sein, obwohl Warnungen angezeigt werden. Warnungen bedeuten meist, dass die Berechnung abgeschlossen wurde, aber Daten-, Modell- oder Validierungseinschränkungen geprüft werden sollten.
Benutzerhandbuch
Erste Schritte
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Leere Tabelle | Kein Ergebnis passt zu den aktuellen Filtern oder zur Ebene. | Filter zurücksetzen und Bewertungsdatum sowie Portfolio prüfen. |
| Fehlende Details | Für den gewählten Lauf gibt es keine Detaildaten in dieser Ansicht. | Prüfen, ob der Lauftyp die gewünschte Detailtiefe unterstützt. |
| Unerwartete Sprache | Die Sprache wurde in einer Komponente noch nicht aktualisiert. | Sprache erneut wechseln oder Seite neu laden. |
Empfohlene Praxis
Halten Sie das Bewertungsdatum sichtbar, während Sie Ergebnisse prüfen. Beim Vergleich von Läufen sollten Portfolio, Marktdatenset und Aggregationsebene identisch sein.
Benutzerhandbuch
Konfigurationseditoren
Grid, Detaileditor, Status und Deep-Link-Verhalten
Zweck
Konfigurationseditoren sind die Stammdatenmasken für Instrumente, Marktdatenobjekte, Mappings, Schedules und Profile. Sie folgen demselben Aufbau: unten eine pageable Grid-Tabelle und nach Auswahl einer Zeile ein Detaileditor darüber.
Arbeit mit dem Grid
Mit + legen Sie einen neuen Datensatz an. Das Zeilenmenü öffnet Editieren, Löschen und Favoriten. Spaltenfilter werden serverseitig angewendet, sofern die Ziel-API das Feld unterstützt.
Die Spalte State zeigt, ob ein Datensatz unverändert, neu, geändert oder gelöscht ist. Save schreibt offene Änderungen über den Zielservice. Cancel verwirft ungespeicherte Änderungen am ausgewählten Objekt.
Detaileditor
Der Detailbereich enthält Tabs für das ausgewählte Objekt. Der Haupttab enthält meist direkte Felder; weitere Tabs zeigen Child-Collections oder Mappings. Child-Zeilen gehören zum ausgewählten Aggregate und werden, sofern vom Service unterstützt, gemeinsam mit dem Parent gespeichert.
Deep Links
Einige Editoren unterstützen den Query-Parameter id. Eine URL wie ...?id=<guid> öffnet den passenden Datensatz direkt nach dem Laden der Daten. Das ist hilfreich für Links aus verwandten Entitäten, Audit Views und Supportnotizen.
Praktische Prüfungen
Vor dem Speichern sollten Name, fachlicher Typ, Aktivstatus und Mappings geprüft werden. Änderungen an gemeinsam genutzten Objekten können viele Bewertungen, Simulationen und Reports beeinflussen.
Benutzerhandbuch
Globale Konfiguration
Globale Einstellungen, Notification Provider und Empfänger-Routing
Zweck
Die globale Konfiguration enthält anwendungsweite Einstellungen, die von Services zur Laufzeit gelesen werden. Änderungen sollten wie Produktionskonfiguration behandelt werden: Speichern Sie nur geprüfte Werte und laden Sie betroffene Workflows neu, wenn das Verhalten sofort geändert werden muss.
Globale Einstellungen
Verwenden Sie Global Settings für gemeinsame Defaults wie Geschäftskalender und Berichtswährung. Der Kalender steuert Datumslogik für Workflows mit gemeinsamer Business-Day-Konvention. Die Berichtswährung ist die Standardanzeige- oder Aggregationswährung, wenn keine spezifischere Einstellung vorhanden ist.
Notifications
Verwenden Sie Notifications, um ausgehende Workflow-Nachrichten zu steuern. Das oberste Aktivierungsflag schaltet die Benachrichtigungsfunktion insgesamt, das Email-Flag steuert die E-Mail-Zustellung.
E-Mails können über SMTP oder Azure Communication Services versendet werden. SMTP verwendet Host, Port, SSL, Benutzername, verschlüsseltes Passwort, Sender und Standardempfänger. Azure Communication Services verwendet eine verschlüsselte Connection String und Senderadresse.
Default Recipient Groups werden verwendet, wenn ein Ereignis keine spezifischere Zuordnung hat. Recipient Groups ordnen einen Gruppennamen einer oder mehreren E-Mail-Adressen zu. Event Groups routen Workflow-Ereignisse nach Event Type, Workflow Type, Workflow Name und Model auf eine oder mehrere Recipient Groups.
Speichern
Save schreibt den ausgewählten Abschnitt in den globalen Konfigurationsspeicher. Reload verwirft lokale Änderungen und liest die persistierte Konfiguration erneut.
Benutzerhandbuch
Simulationen ausführen
Bewertung, Sensitivitäten und VaR-Läufe starten und überwachen
Zweck
Simulationen berechnen Bewertungen, Sensitivitäten, Cashflows, VaR oder Szenarioergebnisse für ausgewählte Positionen. Das Portal unterstützt das Starten, Überwachen und Prüfen erfolgreicher oder fehlgeschlagener Elemente.
Typischer Arbeitsablauf
- Wählen Sie ein Portfolio oder eine Hierarchieebene.
- Setzen Sie das Bewertungsdatum.
- Wählen Sie die Berechnung oder das Szenariopaket.
- Starten Sie den Lauf und beobachten Sie den Status.
- Prüfen Sie zuerst Aggregate und danach fehlgeschlagene Positionen oder Batches.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Portfolio | Positionsmenge, die in den Lauf einbezogen wird. |
| Bewertungsdatum | Datum für Marktdaten, Fixings und Positionsgültigkeit. |
| Marktdaten | Kurven, Quotes, FX-Kurse, Volatilitäten und Fixings. |
| Szenario | Schock, historisches Szenario oder Modellscenario der Berechnung. |
| Run ID | Eindeutige Kennung des Laufs, hilfreich bei Rückfragen. |
Ergebnisinterpretation
Statuswerte zeigen den Verarbeitungsfortschritt:
Benutzerhandbuch
Simulationen ausführen
| Status | Bedeutung |
|---|
| Created | Der Lauf wurde angenommen, aber noch nicht verarbeitet. |
| Running | Worker oder Services verarbeiten den Lauf. |
| Completed | Die Verarbeitung ist beendet. Warnungen und fehlgeschlagene Instrumente sollten geprüft werden. |
| Failed | Ein kritischer Fehler hat den Lauf oder einen erforderlichen Batch gestoppt. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Missing Market Data | Benötigte Quotes, Kurven, Volatilitäten oder Fixings fehlen. | Marktdaten für Bewertungsdatum und Instrumenttyp prüfen. |
| No Positions Found | Portfolio und Datum liefern keine gültigen Positionen. | Portfoliozuordnung und Positionsgültigkeit prüfen. |
| Pricing Failed | Mindestens ein Instrument konnte nicht bewertet werden. | Fehlgeschlagene Instrumente öffnen und Modell, Marktdaten sowie Stammdaten prüfen. |
Empfohlene Praxis
Bewerten Sie Aggregate erst, wenn Ebene und Filter klar sind. Bei fehlgeschlagenen Läufen sollten Run ID und Instrumentkennungen für die Analyse sichtbar bleiben.
Benutzerhandbuch
Portfolios
Portfolios auswählen, prüfen und interpretieren
Zweck
Portfolioansichten helfen bei der Auswahl der Positionen für Bewertung, Risiko und Reporting. Ein Portfolio kann eine rechtliche Einheit, einen Desk, ein Book oder eine fachliche Positionsmenge abbilden.
Typischer Arbeitsablauf
- Wählen Sie das Bewertungsdatum.
- Setzen Sie Portfolio-, Desk-, Book- oder Positionsfilter.
- Prüfen Sie Positionsanzahl und Instrumenttypen.
- Öffnen Sie Positionsdetails vor großen Berechnungsläufen.
- Vergleichen Sie die gewählte Hierarchie mit dem gewünschten Reporting-Scope.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Portfolio | Oberste Gruppierung der Positionen. |
| Desk | Fachlicher Eigentümer oder Risikomanagement-Desk. |
| Book | Handels- oder Accounting-Book. |
| Position ID | Eindeutige Positionsreferenz für Detailergebnisse. |
| Instrumenttyp | Produktklassifikation für Modellwahl und Validierung. |
Ergebnisinterpretation
Positionszahlen müssen immer zusammen mit den aktiven Filtern betrachtet werden. Eine niedrige Anzahl ist nicht automatisch falsch, wenn Desk-, Book- oder Instrumentfilter aktiv sind. Prüfen Sie die Instrumenttyp-Verteilung, wenn unerwartete Modell- oder Marktdatenfehler auftreten.
Häufige Probleme
Benutzerhandbuch
Portfolios
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Leeres Portfolio | Keine aktive Position passt zu Datum und Filtern. | Datum, Hierarchie und Positionsstatus prüfen. |
| Fehlender Instrumenttyp | Stammdaten sind unvollständig oder nicht gemappt. | Positionsdetail und Data-Quality-Hinweise prüfen. |
| Unerwartete Aggregation | Ergebnisse werden auf einer anderen Hierarchieebene angezeigt. | Dashboard-Ebene auf Portfolio, Desk, Book oder Position setzen. |
Empfohlene Praxis
Prüfen Sie vor großen Simulationen, ob das Portfolio die erwarteten Books und Instrumenttypen enthält. So vermeiden Sie, leere oder teilweise Ergebnisse als Berechnungsfehler zu interpretieren.
Benutzerhandbuch
Marktdaten
Kurven, FX-Kurse, Volatilitäten und Fixings prüfen
Zweck
Marktdatenansichten zeigen, ob Bewertungsinputs für das gewählte Bewertungsdatum vollständig und plausibel sind. Fehlende oder inkonsistente Marktdaten gehören zu den häufigsten Ursachen für fehlerhafte oder unzuverlässige Ergebnisse.
Typischer Arbeitsablauf
- Wählen Sie das Bewertungsdatum.
- Prüfen Sie Kurven, FX-Kurse, Volatilitätsflächen und Fixings.
- Vergleichen Sie die Datenvollständigkeit mit den Instrumenten im Portfolio.
- Klären Sie fehlende, veraltete oder unplausible Quotes vor einem erneuten Lauf.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Kurve | Discount-, Projection-, Spread- oder Inflationskurve für Bewertungsmodelle. |
| FX-Kurs | Umrechnungskurs für Ergebnisse in Reporting-Währung. |
| Volatilität | Optionsinput, meist nach Laufzeit, Tenor, Strike oder Moneyness. |
| Fixing | Historische Indexbeobachtung für Coupons oder inflationsgebundene Auszahlungen. |
| Datendatum | Datum, für das die Marktdatenbeobachtung gültig ist. |
Ergebnisinterpretation
Ein Kurvenname allein reicht nicht aus. Die Kurve muss die benötigten Stützstellen, Daten und Konventionen für das Instrument enthalten. Bei Optionen und Inflationsprodukten sollten relevante Volatilitäten oder Indexfixings für das Beobachtungsdatum geprüft werden.
Häufige Probleme
Benutzerhandbuch
Marktdaten
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Fehlende Kurve | Das Instrument kann eine benötigte Kurve nicht auflösen. | Kurvenmapping sowie Währungs- und Indexkonventionen prüfen. |
| Fehlendes Fixing | Coupon oder Indexzahlung benötigt eine fehlende historische Beobachtung. | Fixing-Kalender und Beobachtungsverzug prüfen. |
| Ungültige Volatilität | Eine Volatilität fehlt, ist negativ oder verletzt Konventionen. | Volatilitätsfläche und Produktkonvention prüfen. |
| Veralteter Quote | Der verfügbare Quote ist älter als erwartet. | Klären, ob stale Daten für den Lauf zulässig sind. |
Empfohlene Praxis
Wenn ein Ergebnis auffällig wirkt, vergleichen Sie zuerst die Instrumentanforderungen mit den verfügbaren Marktdaten. Das ist besonders wichtig für Inflation, Volatilität und Cross-Currency-Produkte.
Benutzerhandbuch
Quoting-Konfiguration
Price Sources, Proxies, Quote Links, Distributors und Price-Finding-Regeln
Zweck
Die Quoting-Konfiguration steuert, wie externe und interne Preise bezogen, normalisiert, verteilt und mit Verbrauchern verknüpft werden. Dazu gehören Price Sources, Proxies, Quote Links, Distributors und Price-Finding Rule Sets.
Wichtige Objekte
| Objekt | Verwendung |
|---|
| Price Source | Herkunft eines Quotes oder Price Feeds. |
| Proxy | Fallback- oder Ableitungslogik, wenn direkte Quotes fehlen. |
| Quote Link | Verbindung von Preisen zu Instrumenten, Kurven oder Verbrauchern. |
| Distributor | Ziel, an das Preise oder Quotes publiziert werden. |
| Price Finding Rule Set | Geordnete Matching-Regeln für Quote-Auswahl. |
Operatives Verhalten
Die Reihenfolge von Regeln ist wichtig. Die erste passende Regel kann entscheiden, welcher Preis verwendet wird. Breite Fallback-Regeln sollten daher nach spezifischen Regeln stehen. Proxies müssen so nachvollziehbar sein, dass Support und Fachbereich erklären können, warum ein Quote verwendet wurde.
Data-Quality-Prüfungen
Prüfen Sie Quote-Identifier, Instrument-Symbole, Währungen und Gültigkeitsfenster gegen das Zielobjekt. Veraltete oder mehrdeutige Quote Links können plausibel wirkende, aber falsche Bewertungen erzeugen.
Benutzerhandbuch
Analytics-Konfiguration
Datenquellen, Data-Quality-Profile und AI-Profile
Zweck
Analytics-Konfiguration definiert Datenquellen, Data-Quality-Profile und AI-Profile für Dashboards, Reports, Erklärungen und automatisierte Kontrollen.
Datenquellen
Datenquellen bündeln KPIs, Aggregationsdefinitionen und Result-Set-Referenzen. Namen und Provider-Metadaten sollten stabil sein, weil Dashboards und Reports darauf aufbauen.
Data-Quality-Profile
Data-Quality-Profile definieren Checks, Toleranzen und Ausnahmebehandlung. Profilnamen sollten dem kontrollierten Prozess entsprechen, zum Beispiel Marktdatenvollständigkeit, Bewertungsbereitschaft oder Reportfreigabe.
AI-Konfiguration
AI Provider beschreiben den technischen Zugriff auf Modellanbieter. AI Profile definieren fachliche Rolle und Leitplanken für generierte Insights. AI Directions steuern Stil, Fokus und Einsatzzweck der generierten Kommentare.
Governance
Behandeln Sie diese Datensätze als Produktionskontrollen. Kleine Änderungen können Reportinterpretation, Exception Routing oder generierte Management-Kommentare verändern.
Benutzerhandbuch
Validation Dashboard
Validation Runs, Toleranzen und Evidenzen auswerten
Zweck
Das Validation Dashboard zeigt, ob Modelle, Instrumente oder Methoden für einen definierten Scope bereit sind. Es bündelt Status, Toleranzen, Evidenzreferenzen und bekannte Einschränkungen.
Typischer Arbeitsablauf
- Öffnen Sie das Dashboard, das zur Fragestellung passt.
- Prüfen Sie Summary Cards für Passed, Warning, Failed und Unknown.
- Öffnen Sie Matrixzeilen oder Zellen mit Amber, Red oder Unknown.
- Lesen Sie Evidenz, Toleranz und Einschränkungen in der Detailansicht.
- Folgen Sie Data-Quality-Links, wenn Inputdaten ein fehlendes, instabiles oder fehlgeschlagenes Ergebnis erklären könnten.
- Nutzen Sie Report-Abschnitte für die fachliche Zusammenfassung.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Validation Run | Generiertes Evidenzpaket zu einem bestimmten Zeitpunkt. |
| Status | Green, Amber, Red oder Unknown als Readiness-Signal. |
| Toleranz | Zulässige numerische Abweichung zwischen Erwartung und Ergebnis. |
| Evidenzreferenz | Link oder Dateireferenz auf generierte Detailnachweise. |
| DQ-Referenz | Link auf Data-Quality-Prüfungen oder Findings, die mit dem Validierungseintrag verbunden sind. |
| Einschränkung | Bekannte Begrenzung bei Interpretation oder Nutzung. |
Ergebnisinterpretation
Benutzerhandbuch
Validation Dashboard
Green bedeutet, dass die dokumentierten Prüfungen für den genannten Scope bestanden wurden. Amber steht meist für teilweise, toy-only oder eingeschränkte Evidenz. Red zeigt eine fehlgeschlagene kritische Prüfung. Unknown bedeutet, dass keine ausführbare Evidenz vorhanden ist oder der Eintrag nur inventarisiert wurde.
Data Quality kann zusätzlich Accepted zeigen, wenn ein Finding durch eine aktive Exception Rule abgedeckt ist. Accepted DQ Findings sind dokumentierte Ausnahmen, keine sauberen Passes. Behandeln Sie sie als Teil der Limitation-Prüfung bei der Interpretation von Model- oder Instrument-Readiness.
Wenn mehrere Exception Rules auf dasselbe DQ Finding passen, wird die Regel mit der niedrigsten Priority-Zahl angewendet. Die angewendete Regel ist im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule sichtbar, inklusive Owner, Reason und Gültigkeitsdaten.
Data-Quality-Links
Instrument Validation und Model Validation können Links auf zugehörige Data-Quality-Evidenz anzeigen. Diese Links helfen zu unterscheiden, ob ein auffälliges Validierungsergebnis durch die Berechnungsmethode selbst oder durch fehlende, veraltete, inkonsistente oder unvollständige Inputdaten verursacht wurde.
Veröffentlichte Evidenz
Validierungsevidenz wird als kompaktes Evidenzpaket veröffentlicht, damit das Dashboard große Instrumenten- und Modellpacks effizient laden kann. Das Dashboard zeigt den zuletzt veröffentlichten Run je Pack und behält eine Version für Vergleichszwecke. Ältere generierte Versionen können aus dem Help-/Demo-Evidenzspeicher entfernt werden und sind kein dauerhaftes Archiv.
Nutzen Sie den DQ-Link, wenn:
- eine Validierungszelle Amber, Red oder Unknown ist;
- ein Ergebnis fehlt, obwohl Instrument oder Modell vorhanden sind;
- ein Ergebnis nach Markt- oder Portfoliodatenänderungen unerwartet abweicht;
- die Evidenz fehlende Quotes, fehlende Curve Mappings, stale Data, ungültige Stammdaten oder unvollständige Szenarioinputs erwähnt.
Der Link ist kontextabhängig:
Benutzerhandbuch
Validation Dashboard
| Bereich | Was der DQ-Link typischerweise prüft |
|---|
| Instrument Validation | Instrumentstammdaten, Marktdaten-Mappings, erforderliche Quotes, capability-spezifische Inputs und bekannte Produkteinschränkungen. |
| Model Validation | Inputs des Modellpacks, Szenariovektoren, Benchmark-Datasets, modellspezifische Annahmen und packbezogene DQ-Prüfungen. |
Data-Quality-Evidenz ersetzt keine Modell- oder Instrumentenvalidierung. Sie erklärt, ob der Inputzustand zuverlässig genug ist, um die Validierungsevidenz zu interpretieren. Ein Modell kann methodisch korrekt sein und dennoch Amber oder Red sein, wenn die Validierungsinputdaten unvollständig sind.
Analyseablauf
Wenn ein Validierungsergebnis auffällig ist, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:
- Status und Limitation lesen.
- Evidenzreferenz öffnen und Expected, Actual und Toleranz vergleichen.
- DQ-Referenz öffnen und zuerst Critical Findings prüfen.
- Datenprobleme von Berechnungsproblemen trennen.
- Validierung erst erneut laufen lassen oder neu veröffentlichen, nachdem die Daten- oder Modellursache korrigiert wurde.
Hilfreiche Interpretation:
Benutzerhandbuch
Validation Dashboard
| Beobachtung | Wahrscheinliche Bedeutung | Nächster Schritt |
|---|
| Red Validation und Critical DQ Finding | Das Ergebnis kann durch ungültige oder fehlende Inputdaten verursacht sein. | Zuerst DQ-Problem beheben, danach Validierung neu erzeugen. |
| Red Validation ohne DQ Finding | Berechnung, Benchmark, Toleranz oder Modelllogik muss geprüft werden. | Evidenz und Modellannahmen prüfen. |
| Amber Validation und Warning DQ Finding | Ergebnis kann nur unter dokumentierten Einschränkungen nutzbar sein. | Limitationen vor Nutzung lesen. |
| Green Validation und Accepted DQ Finding | Berechnungsevidenz hat bestanden, aber eine Input-Quality-Exception wurde angewendet. | Owner, Reason und Gültigkeitszeitraum prüfen, bevor das Ergebnis genutzt wird. |
| Unknown Validation und fehlende DQ-Evidenz | Modell oder Instrument kann für diesen Scope nur inventarisiert sein. | Als nicht validiert behandeln, bis Evidenz existiert. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Warning-Status | Evidenz ist vorhanden, aber eingeschränkt. | Details öffnen und Einschränkung vor Nutzung lesen. |
| Fehlgeschlagene Validierung | Erwartung und Ergebnis liegen außerhalb der Toleranz oder eine kritische Prüfung ist fehlgeschlagen. | Evidenz prüfen und erst nach Daten- oder Modellkorrektur erneut laufen lassen. |
| Fehlende Evidenz | Das Evidenzpaket enthält keinen Nachweis für den Eintrag. | Eintrag für den aktuellen Scope als nicht validiert behandeln. |
| DQ-Link zeigt Critical Findings | Inputs sind für eine belastbare Interpretation nicht sicher genug. | Datenproblem beheben, bevor das Validierungsergebnis verwendet wird. |
| DQ-Link zeigt Accepted Findings | Eine Exception Rule hat ein bekanntes Finding akzeptiert. | Rule Name, Owner, Reason und Ablaufdatum prüfen. |
Empfohlene Praxis
Interpretieren Sie einen Dashboard-Status nie ohne Scope und Einschränkungen. Validierungsevidenz gilt für ein bestimmtes Modell, Instrument, Dataset und Datum; sie ist keine pauschale Freigabe.
Benutzerhandbuch
Systemübersicht
Live Worker, Broker Queues, Heartbeats und PushNotifier-Verbindung verstehen
Zweck
Die Systemübersicht ist die Live-Operations-Seite für Worker- und Message-Broker-Gesundheit. Nutze sie, um zu prüfen, ob Services verbunden sind, Worker leben und RabbitMQ Queues verarbeitet werden.
Die Seite wird von PushNotifier gespeist und aktualisiert sich normalerweise alle paar Sekunden. Wenn die Push-Verbindung getrennt ist, kann die Anzeige veraltete Daten zeigen, obwohl das Backend weiterläuft.
Kopfbereich
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Workers | Anzahl der Worker, die PushNotifier aktuell kennt. |
| Idle | Worker, die leben und keine Nachricht verarbeiten. |
| Busy | Worker, die aktive Arbeit melden. |
| Broker | Erreichbarkeit des RabbitMQ Management Endpoints. |
| Connected | SignalR-Verbindungsstatus zwischen Portal und PushNotifier. |
Broker-Verfügbarkeit und Worker-Verfügbarkeit sind nicht dasselbe. Ein Worker-Heartbeat kann noch sichtbar sein, während Broker-Statistiken nicht gelesen werden können.
Message Broker
Die Message-Broker-Tabelle zeigt RabbitMQ Queues. Sie ist nicht dieselbe Queue wie die Workflow-Queue-Admission-Seite.
Benutzerhandbuch
Systemübersicht
| Spalte | Bedeutung |
|---|
| Queue | RabbitMQ Queue-Name. |
| Owner | Service-Bereich, dem die Queue gehört. |
| Health | Portal-Einschätzung des Queue-Zustands. |
| State | Broker-Zustand der Queue. |
| Ready | Nachrichten, die auf Verarbeitung warten. |
| Unacked | Nachrichten, die an einen Consumer geliefert, aber noch nicht bestätigt wurden. |
| Total | Gesamte Nachrichtenanzahl laut Broker. |
| Rates/s | Publish- und Acknowledge-Rate. |
| Last Minute | Verlauf der Queue-Größe der letzten Minute. |
| Consumers | Anzahl aktiver Consumer. |
| Actions | Inspect, Peek oder Purge für wartende Nachrichten. |
Queue-Muster lesen
Benutzerhandbuch
Systemübersicht
| Muster | Interpretation |
|---|
| Ready wächst und Consumers ist null | Der Zielservice oder Worker konsumiert nicht. |
| Ready wächst, obwohl Consumers existieren | Consumer sind langsamer als Producer oder blockiert. |
| Unacked bleibt hoch | Ein Consumer hat Arbeit erhalten, aber nicht bestätigt. Logs dieses Services prüfen. |
| Total steigt kurz und fällt wieder | Ein Last-Burst wurde normal verarbeitet. |
| Queue fehlt | Queue wurde nicht deklariert oder Monitoring kann sie nicht lesen. |
Purge nur für Nachrichten verwenden, die sicher stale oder aufgegeben sind. Purge entfernt normalerweise wartende Nachrichten, nicht bereits ausgelieferte unacknowledged Arbeit.
Worker State
Worker senden Heartbeat Events über den Priority/Control Channel.
Benutzerhandbuch
Systemübersicht
| Spalte | Bedeutung |
|---|
| State | Idle, Busy oder Stale. |
| Core Load | Single-Core-äquivalente CPU-Last des Worker-Prozesses. |
| Memory | Vom Worker-Prozess gemeldeter Speicher. |
| Service | Service- oder Queue-Name des Workers. |
| Build | Kurze Build-ID des Worker-Prozesses. |
| Machine | Container- oder Hostname. |
| Process | Betriebssystem-Prozess-ID. |
| Current Work | Aktuelle Aktivität, z. B. Pricing oder Cashflow Extraction. |
| Last Seen | Zeitpunkt des letzten Heartbeats bei PushNotifier. |
Stale bedeutet, dass kein aktueller Heartbeat empfangen wurde. Forget stale workers entfernt nur stale Einträge aus der In-Memory-Übersicht. Es startet oder stoppt keinen Worker.
Core Load
Core Load ist bewusst worker-lokal. Ein Worker verarbeitet eine Nachricht zur Zeit; 100% bedeutet, dass der Verarbeitungsthread des Workers nahezu ausgelastet ist, auch wenn die Host-CPU auf einem Multi-Core-System niedrig wirkt.
Praktische Nutzung
Benutzerhandbuch
Systemübersicht
| Symptom | Zuerst prüfen |
|---|
| Neue Arbeit startet nicht | Broker Consumers und Ready Counts. |
| Ein Workflow wirkt blockiert | Unacked Queue und Logs des zuständigen Consumers. |
| Worker verschwinden | Worker State und Service-/Container-Gesundheit. |
| UI aktualisiert nicht mehr | Push-Verbindung und Last-Update-Zeitpunkt. |
Benutzerhandbuch
Systemstatistiken
Workflow-Run-Historie, Laufzeit, Simulation-IDs und Größenindikatoren auswerten
Zweck
Statistiken zeigen historische Workflow-Run-Metadaten aus PushNotifier. Nutze die Seite, um aktuelle Runs zu vergleichen, eine Simulation-ID zu finden und zu verstehen, ob ein Run durch Instrumente, Szenarien, Dimensionen oder geschätzte Observations groß wurde.
Diese Seite ist historisch. Für live blockierte Arbeit zuerst Systemübersicht und Workflow Queue verwenden.
Kopfbereich und Filter
Der Modellfilter grenzt die Tabelle auf ein Modell ein, z. B. VaR95, StressScenario, Sensitivity oder Valuation. Refresh lädt die neuesten Workflow-Run-Statistiken.
Zusammenfassung
| Karte | Bedeutung |
|---|
| Runs | Anzahl sichtbarer Workflow-Runs nach Filter. |
| Completed | Sichtbare Runs mit abgeschlossenem Status. |
| Largest Instrument Set | Maximale Instrumentenanzahl in den sichtbaren Runs. |
| Max Estimated Observations | Größte geschätzte Anzahl von Valuation Observations. |
Tabelle
Benutzerhandbuch
Systemstatistiken
| Spalte | Bedeutung |
|---|
| Started | Startzeit des Workflows. |
| Model | Modell- oder Workflow-Modellbezeichnung. |
| Date | Referenzdatum / COB. |
| Status | Aktueller oder finaler Workflow-Status. |
| Duration | Laufzeit, lesbar formatiert. |
| Instruments | Anzahl der Instrumente im Run. |
| Scenarios | Anzahl der Scenario States. |
| Dimensions | Anzahl der Shock-Analytics-Dimensionen. |
| Estimated Observations | Ungefähre Größe der Valuation Observations. |
Details
Die Detailansicht zeigt Simulation-ID, Currency, Portfolio Count, Aggregation Flag, Measure Type, Finish-Zeit, kompakte Statistiken und Raw-JSON.
Die Simulation-ID ist der wichtigste Schlüssel für Korrelation mit Analyzer-, Pricer-, PushNotifier-, Redis- oder Datenbanklogs.
Operative Interpretation
Benutzerhandbuch
Systemstatistiken
| Frage | Nutzung |
|---|
| Ist der letzte Run fertig? | Status und Started-Spalten. |
| Warum war der Run größer als üblich? | Instruments, Scenarios, Dimensions und Estimated Observations. |
| Welche ID soll ich in Logs suchen? | Simulation-ID im Detailpanel. |
| Wurde Aggregation angefordert? | Aggregation Flag im Detailpanel. |
Benutzerhandbuch
Workflow Queue
Admission Queue, blockierte Batches und Unblock-Aktionen verstehen
Zweck
Workflow Queue zeigt die PushNotifier Admission Queue. Sie steuert, welcher Workflow-Batch laufen darf und welche Batches warten müssen. Sie ist getrennt von den RabbitMQ Broker Queues in der Systemübersicht.
Die Admission Queue verhindert unkontrolliert überlappende Workflow-Batches. Ein queued oder running Batch kann spätere Batches blockieren, bis er terminal ist.
Zusammenfassung
| Karte | Bedeutung |
|---|
| Active Schedules | Aktivierte Workflow-Schedules. |
| Queued | Batches, die auf Admission warten. |
| Running | Aktuell zugelassene/laufende Batches. |
| Failed | Fehlgeschlagene oder teilweise fehlgeschlagene Batches. |
Admission Queue
Benutzerhandbuch
Workflow Queue
| Spalte | Bedeutung |
|---|
| Status | Batch-Zustand, z. B. Queued, Running, Completed, Failed, PartiallyFailed oder Cancelled. |
| Queued | Zeitpunkt, zu dem der Batch in die Admission Queue kam. |
| Started | Zeitpunkt, zu dem Dispatch gestartet wurde. |
| Batch | Kurze Batch-ID und interne Row-ID. |
| COB | Referenzdatum. |
| Currency | Reporting Currency. |
| Models | Angeforderte Modelle aus dem Batch Payload. |
| Workflows | Dispatchte Workflows im Verhältnis zu angeforderten Workflows. |
| Last Progress | Letzter Progress-Zeitpunkt des Batches. |
| Actions | Child Workflows anzeigen oder Queue unblocken. |
Beim Öffnen eines Batches werden Child Workflows mit Workflow-Typ, Modell, Referenzdatum, Start-/Finish-Zeit, Status und Workflow-ID angezeigt.
Unblock Queue
Unblock ist eine Operator-Aktion für aufgegebene Admission-Batches.
| Aktueller Zustand | Ergebnis |
|---|
| Queued | Batch wird als Cancelled markiert. |
| Running | Batch wird als Failed markiert. |
Nicht-terminale Child Workflows werden als failed markiert, und der Admission Service versucht, den nächsten queued Batch zu starten.
Benutzerhandbuch
Workflow Queue
Unblock nur verwenden, wenn der Batch sicher aufgegeben ist. Die Aktion ändert persistierten Workflow-Zustand.
Diagnose
| Symptom | Prüfen |
|---|
| Neue Workflows starten nicht | Blockiert ein queued oder running Batch davor? |
| Running Batch hat alten Last Progress | Service-Logs und Broker-Unacked-Nachrichten prüfen. |
| RabbitMQ ist leer, UI zeigt aber running | Admission State ist noch nicht terminal. |
| Mehrere Batches warten | Zuerst den ältesten blockierenden Batch lösen oder unblocken. |
Benutzerhandbuch
Operations
Workflow-Schedules konfigurieren, manuell starten und Schedule-Historie prüfen
Zweck
Operations enthält konfigurierte Workflow-Schedules und deren Run-Historie. Nutze die Seite, um Workflow-Automation zu prüfen, einen Schedule manuell zu starten und geplante Ausführung zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Workflow Schedules
Jeder Schedule definiert, wann und wie ein Workflow-Batch ausgelöst wird.
| Spalte | Bedeutung |
|---|
| Actions | Run now, Activate oder Deactivate für den Schedule. |
| Name | Schedule-Name. |
| IsActive | Ob der Schedule automatisch ausgeführt werden darf. |
| Cron | Cron-Ausdruck des Schedulers. |
| Mode | Reference-Date-Modus für den Run. |
| LastRunUtc | Letzter Trigger-Zeitpunkt. |
| LastSuccessUtc | Letzter erfolgreicher Run. |
| Duration | Dauer des letzten abgeschlossenen Runs, falls verfügbar. |
Aktionen
Benutzerhandbuch
Operations
| Aktion | Wirkung |
|---|
| Run now | Startet den ausgewählten Schedule sofort. |
| Activate | Aktiviert zukünftige geplante Ausführung. |
| Deactivate | Deaktiviert geplante Ausführung, ohne den Schedule zu löschen. |
Manuelle Runs erzeugen normale Workflow-Batches und können durch die Workflow Queue Admission verzögert werden.
Runs Tab
Der Runs Tab zeigt schedule-getriggerte Ausführungen mit Trigger-Zeit, Trigger-Quelle, Referenzdatum, Status und Fehlertext.
Damit lässt sich prüfen, ob Automation ausgelöst wurde, ob der letzte Run fehlgeschlagen ist und welches Referenzdatum eingereicht wurde.
Workflow States Tab
Workflow States zeigt die Child Workflow States der Schedule Runs. Das hilft, wenn ein Schedule erfolgreich gestartet ist, aber ein Modell oder Workflow im Batch fehlgeschlagen oder running geblieben ist.
Operative Hinweise
Operations konfiguriert und startet Schedules. Workflow Queue steuert Admission. Systemübersicht zeigt Broker- und Worker-Gesundheit. Bei Automation-Problemen alle drei Sichten zusammen verwenden.
AI Insights
AI Insights Konfiguration
AI Provider, Directions, Profile, Skills und Insight Bindings konfigurieren
Zweck
Die AI-Insights-Konfiguration steuert, wie das Portal erklärende Texte aus konfigurierten Analytics-Daten erzeugt. Der Aufbau trennt technischen Modellzugriff, fachliche Anweisungen und den Gültigkeitsbereich der Insights.
Verwenden Sie diese Konfiguration, wenn Modell, Endpoint, Prompt-Verhalten, verfügbare Insight-Fähigkeiten oder deren Anwendung in Analyzer-Workflows geändert werden müssen.
Konfigurationsmodell
Ein AI-Insight-Lauf wird aus diesen Datensätzen zusammengesetzt:
- AI Provider definiert Endpoint, Modell, Token-Limit, Temperatur und Secret-Referenz.
- AI Direction definiert wiederverwendbare Anweisungen und Versionierung für Prompts.
- AI Profile verbindet genau einen Provider mit einer Direction.
- AI Skill gehört zu einem Profil und beschreibt eine konkrete Prompt-Fähigkeit, zum Beispiel Ergebnis erklären, Exceptions zusammenfassen oder Kommentar entwerfen.
- AI Insight Binding gehört zu einem Profil und ordnet einen Skill einem Analytics-Scope zu, etwa Aggregation Set, Modell, Dimension oder Scope Pattern.
Halten Sie technische Schlüssel stabil. ProviderKey, DirectionKey und SkillKey sind Integrationskennungen; Name ist die Anzeige im Editor.
AI Provider
Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Providers.
Felder:
- Active aktiviert den Provider für Profile.
- Temperature steuert die Variabilität der Ausgabe. Niedrige Werte sind deterministischer und für regulierte Erklärungen vorzuziehen.
- MaxTokens begrenzt die Antwortlänge.
- ApiKeySecretRef verweist auf das Secret mit dem API-Key. Tragen Sie hier keine Roh-Credentials ein.
- Endpoint ist der API-Endpunkt der Integration, zum Beispiel der OpenAI Responses API Endpoint.
- Model ist die exakte Modellkennung.
- Name ist der Anzeigename.
- ProviderKey ist der stabile technische Provider-Schlüssel, zum Beispiel OpenAI.
AI Insights
AI Insights Konfiguration
Legen Sie bei Modellfamilien- oder Endpoint-Wechseln einen neuen Provider an. Alte Provider sollten eher deaktiviert als gelöscht werden, wenn Profile, Historie oder erzeugte Inhalte darauf verweisen.
AI Directions
Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Directions.
Felder:
- Active aktiviert die Direction.
- DirectionKey ist der stabile technische Schlüssel.
- InstructionTemplate enthält die wiederverwendbare Anweisung für Ton, Grenzen und Struktur.
- Name ist der Anzeigename.
- VersionTag kennzeichnet die Anweisungsversion.
Direction Templates sollten Aufgabe, Zielgruppe, Evidenzanforderungen und Grenzen beschreiben. Für Risikoerklärungen sollte die Anweisung festlegen, dass nur konfigurierte Daten verwendet werden, fehlende Inputs markiert werden und numerische Aussagen an sichtbare Ergebnisse gebunden bleiben.
AI Profiles
Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Profiles.
Felder:
- Active aktiviert das Profil.
- Name ist der Profilname für Analyzer-Workflows.
- DirectionConfig wählt die Anweisungs-Direction.
- ProviderConfig wählt Provider und Modell.
Profile trennen fachliche Anwendungsfälle. Ein Validierungsprofil kann strengere Anweisungen und eine niedrigere Temperatur nutzen als ein exploratives Analytics-Profil.
Skills
Skills werden im Profil auf dem Tab Skills gepflegt.
AI Insights
AI Insights Konfiguration
Felder:
- Active aktiviert den Skill.
- Name ist der Anzeigename.
- PromptTemplate ist der skill-spezifische Prompt.
- SkillKey ist der stabile Schlüssel für Bindings und Workflows.
- VersionTag kennzeichnet die Prompt-Version.
- AIInsightsProfile verknüpft den Skill mit dem Profil.
Verwenden Sie einen Skill pro klar abgegrenzter Fähigkeit. Ändert sich das Verhalten wesentlich, aktualisieren Sie VersionTag.
Insight Bindings
Insight Bindings werden im Profil auf dem Tab Insight Bindings gepflegt.
Felder:
- Active aktiviert das Binding.
- AggregationSet begrenzt das Binding auf ein Aggregation Set.
- DimensionKey begrenzt es auf eine Dimension oder Ergebnisachse.
- Models begrenzt es auf konfigurierte Modellnamen.
- Name ist der Anzeigename.
- ScopePattern begrenzt den Gültigkeitsbereich über ein Pattern.
- SkillKey wählt den anzuwendenden Skill.
- AIInsightsProfile verknüpft das Binding mit dem Profil.
Bindings verhindern, dass ein Skill zu breit verwendet wird. Nutzen Sie die engste sinnvolle Kombination aus Aggregation Set, Modell, Dimension und Scope Pattern.
Empfohlener Ablauf
AI Insights
AI Insights Konfiguration
- AI Provider anlegen oder prüfen: Endpoint, Modell, Token-Limit und Secret-Referenz.
- AI Direction mit klarer Instruction und VersionTag anlegen.
- AI Profile anlegen und Provider sowie Direction auswählen.
- Skills zum Profil hinzufügen.
- Insight Bindings für die vorgesehenen Analytics-Scopes anlegen.
- Aktivierung von außen nach innen: Provider und Direction, dann Profil, danach Skills und Bindings.
- Generierte Ausgaben nach Prompt- oder Modelländerungen prüfen.
Governance und Audit
AI-Konfigurationsdatensätze enthalten State, Version, Timestamp und Änderungshistorie. Nutzen Sie Info und History, um technische IDs und Änderungen zu prüfen.
Behandeln Sie Prompt Templates und Instruction Templates als Modell-Governance-Artefakte. Dokumentieren Sie die Wahl von Temperature, MaxTokens, Modell und Endpoint. Secrets werden nur im Secret Store gehalten und über ApiKeySecretRef referenziert.
Fehlerbehebung
Wenn ein Insight nicht verfügbar ist, prüfen Sie, ob Profil, Provider, Direction, Skill und Binding aktiv sind. Prüfen Sie anschließend, ob Aggregation Set, Modell, Dimension und Scope zum Binding passen.
Bei Modellfehlern prüfen Sie Endpoint, Modellkennung und ApiKeySecretRef. Ist die Ausgabe zu variabel, senken Sie Temperature. Ist die Ausgabe zu kurz, erhöhen Sie MaxTokens oder präzisieren Sie den Prompt.
Methodology
Discounted Cashflow Bewertung
Wie deterministische Cashflows in Barwerte überführt werden
Zweck
Discounted Cashflow Bewertung überführt erwartete Zahlungen in einen Barwert. Dafür werden Discount Factors aus der relevanten Kurve verwendet.
Typischer Arbeitsablauf
- Alle zukünftigen Cashflows nach dem Bewertungsdatum bestimmen.
- Discount Curve und Währung auflösen.
- Day Count, Settlement und Business-Day-Konventionen anwenden.
- Jeden Cashflow auf das Bewertungsdatum diskontieren.
- Diskontierte Cashflows summieren und Clean/Dirty Price ausweisen.
Beispielrechnung
| Schritt | Beispiel |
|---|
| Cashflow | EUR 1.000.000 in einem Jahr |
| Discount Factor | 0,970873786 |
| Barwert | \(1{.}000{.}000 \times 0{,}970873786 = \text{EUR }970{.}873{,}79\) |
Formel
$$ PV = \sum_i CF_i \cdot DF(t_i) $$
$$ DirtyPrice = \frac{PV}{Notional} \cdot 100 $$
$$ CleanPrice = DirtyPrice - AccruedInterest $$
Wichtige Felder
Methodology
Discounted Cashflow Bewertung
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Discount Curve | Kurve zur Diskontierung zukünftiger Cashflows. |
| Accrued Interest | Aufgelaufener, aber noch nicht gezahlter Couponzins. |
| Dirty Price | Clean Price plus Accrued Interest. |
| Settlement Date | Datum der wirtschaftlichen Abwicklung. |
Empfohlene Praxis
Wenn der Barwert auffällig ist, prüfen Sie zuerst Cashflow-Daten, danach Kurvenmapping, Discount Factors, Accrued Interest und Vorzeichen des Nominals.
Methodology
Sensitivitäten und PV01
Wie Kurvenbumps und finite Differenzen gelesen werden
Zweck
Sensitivitäten zeigen, wie sich ein Ergebnis bei einer Änderung eines Marktdateninputs verhält. PV01 ist die Barwertänderung für eine Bewegung der Kurve um einen Basispunkt.
Typischer Arbeitsablauf
- Base PV berechnen.
- Relevante Kurve um die konfigurierte Bump Size nach oben und unten verschieben.
- Barwert für beide verschobenen Kurven neu berechnen.
- Finite-Difference-Ergebnis mit dem berichteten PV01 vergleichen.
Beispielrechnung
| Position | Wert |
|---|
| Base PV | 1.000.000,00 |
| PV nach +1 bp | 999.200,00 |
| PV nach -1 bp | 1.000.800,00 |
| Central-Difference PV01 | \(\frac{1{.}000{.}800 - 999{.}200}{2} = 800{,}00\) |
Formel
$$ PV01 = \frac{PV_{down} - PV_{up}}{2} $$
$$ CentralDelta = \frac{PV_{up} - PV_{down}}{2 \cdot bump} $$
Das angezeigte Vorzeichen hängt von der Reporting-Konvention ab. Einige Reports zeigen die Wertänderung bei einem Rate Increase, andere die Risikoposition für einen Basispunkt.
Ergebnisinterpretation
Methodology
Sensitivitäten und PV01
Ein positiver PV01 bedeutet häufig, dass der Wert steigt, wenn Zinsen fallen. Prüfen Sie immer die Sign Convention im Ergebnisdetail.
Für Non-Maturity Deposits ist zusätzlich zu unterscheiden, ob die Sensitivität aus der Kurve oder aus der optionalen Floor-Komponente stammt.
| Sensitivität | NMD-Interpretation |
|---|
| IR Delta / PV01 | Reaktion des Runoff-Barwerts auf die Diskontkurve und die modellierte Behavioral Duration. |
| IrVega | Reaktion des Zero-Floor-Werts auf die gemappte Normal-Volatilitätsfläche. |
| Null-Vega | Nur unauffällig, wenn der Floor deaktiviert ist oder keine relevante Optionsexponierung besteht. Bei aktivem Floor Surface Mapping und FloorStrike prüfen. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Falsches Vorzeichen | Bump- oder Reporting-Konvention unterscheidet sich. | Sign Convention und Payer/Receiver-Richtung vergleichen. |
| Keine Sensitivität | Verschobene Kurve oder Bewertungsmodell fehlt. | Kurvenmapping und Instrumentunterstützung prüfen. |
| Sehr große Sensitivität | Quantity, Notional oder Kurvenbucket kann falsch sein. | Positionsgröße und Risk-Factor-Mapping prüfen. |
| NMD-Vega fehlt | Normal-Volatilitätsfläche oder Strike-Mapping passt nicht zur Floor-Bewertung. | IncludeFloorValue, Surface Mapping, Surface Nodes und FloorStrike prüfen. |
Methodology
VaR und Expected Shortfall
Wie historische Tail-Kennzahlen interpretiert werden
Zweck
VaR und Expected Shortfall beschreiben Tail-Verluste aus einer Szenario-PnL-Verteilung. Es sind Risikokennzahlen, keine Bewertungskennzahlen.
Typischer Arbeitsablauf
- Szenario-PnL-Werte erzeugen oder laden.
- Verluste gemäß Sign Convention sortieren.
- Quantil für VaR auswählen.
- Tail für Expected Shortfall mitteln.
- Aggregationsebene und Portfoliofilter prüfen.
Beispielrechnung
| Position | Beispiel |
|---|
| Sortierte Verluste | 10, 20, 35, 50, 80 |
| Konfidenzniveau | 80% |
| VaR | 50 bei Nearest-Rank-Auswahl |
| ES | Durchschnitt des Tails, abhängig von der Konvention |
Formel
$$ VaR_{\alpha} = Q_{\alpha}(L) $$
$$ ES_{\alpha} = \mathbb{E}\left[L \mid L \ge VaR_{\alpha}\right] $$
Bei PnL-Vektoren muss die Sign Convention zuerst PnL in Verluste überführen. Negative PnL ist in der Regel ein positiver Verlust.
Ergebnisinterpretation
Methodology
VaR und Expected Shortfall
VaR beantwortet die Frage, wie groß ein Verlust bei einem Konfidenzniveau sein kann. ES beschreibt den durchschnittlichen Verlust im Tail. Vergleichen Sie Ergebnisse nur bei gleichem Konfidenzniveau, Horizont, Vorzeichen und Aggregationslevel.
Empfohlene Praxis
Wenn das Dashboard keine VaR-Daten zeigt, prüfen Sie Aggregationsebene, Run-Datum, Portfolio und ob der Lauf für das relevante Szenariopaket abgeschlossen wurde.
Methodology
Stress Testing
Stressszenario-Familien, Macro-Szenarien und Dashboard-Interpretation
Zweck des Dashboards
Das Stress-Testing-Dashboard zeigt Szenario-PnL nach Szenariofamilie, Aggregationsebene und Instrument. Es dient dem Vergleich deterministischer Schocks, nicht der Schätzung statistischer Tail-Wahrscheinlichkeiten.
Szenariofamilien
| Szenariofamilie | Was passiert | Charakter | Typische Interpretation |
|---|
| Basic | Einzelne oder einfache kombinierte Risikofaktor-Schocks werden angewendet. | Mechanischer Sensitivitätsstress. | Gut zur Erklärung, welches Portfolio, Desk oder Instrument von einem Treiber abhängt. |
| EBA | Aufsichtliche Schocks werden konsistent über konfigurierte Marktrisikotreiber angewendet. | Regulatorischer Benchmark-Stress. | Gut für Vergleiche unter einem standardisierten severe-but-plausible Setup. |
| Macro | Historische oder narrative Krisenvorlagen bewegen mehrere Assetklassen gemeinsam. | Multi-Faktor-Krisenszenario. | Gut zur Analyse von Cross-Asset-Verlusten und Diversifikationsbruch. |
Szenariokatalog
| Szenarioset | Enthaltene Szenarien | Charakter |
|---|
| Basic | Relative Schocks für EqDelta, FxDelta und CmDelta: -50%, -20%, -15%, -10%, -5%, -2.5%, +2.5%, +5%, +10%, +15%, +20%, +50%. | Einzelfaktor-Preisstress als Ladder. |
| Basic | Absolute Schocks für IrDelta und CsDelta: -200 bp, -100 bp, -50 bp, -20 bp, -10 bp, -5 bp, +5 bp, +10 bp, +20 bp, +50 bp, +100 bp, +200 bp. | Einzelfaktor-Kurven- oder Spreadstress als Ladder. |
| EBA | EBA2025/Adverse. | EZB-Szenario für den EU-weiten EBA-Stresstest 2025; Schocks werden aus dem EBA-Workbook für Equity, Commodity, Funds, Rates, FX, Sovereign Credit und Corporate Credit gelesen. |
Macro-Szenariokatalog
Jeder Macro-Eintrag ist eine Cross-Asset-Vorlage. Die Varianten teilen die gleiche Krisenlogik, nutzen aber eigene Szenario-Keys und unterschiedliche Severity-Skalierung.
Methodology
Stress Testing
| Familie | Charakter | Varianten |
|---|
| GFC | Kredit- und Liquiditätsfreeze nach Vorbild der globalen Finanzkrise 2007-09. | LehmanSevere, MortgageCreditCrash, BankFundingFreeze, InterbankTrustBreak, SecuritizationCollapse, GlobalDeleveraging, CounterpartyPanic, CreditMarketShutdown, SystemicBankStress, GfcReplayExtreme |
| COVID | Pandemieartiger Sudden Stop und Liquiditätsstress. | SuddenStop, LockdownShock, LiquidityDash, OilDemandCollapse, TravelShutdown, SupplyChainFreeze, EmergencyCuts, CreditDrawdown, PandemicSecondWave, CovidReplayExtreme |
| Dotcom | Growth-Equity-Crash und Investitionsrückgang. | TechCrash, GrowthMultipleReset, IPOFreeze, TelecomDebtStress, ProfitlessTechUnwind, NasdaqStyleDrawdown, VentureFundingStop, SoftwareDerating, EquityVolSpike, DotcomReplayExtreme |
| EuroSov | Euro-Staatsschulden- und Bank-Sovereign-Feedback-Stress. | PeripheryCrisis, SovereignBankLoop, EuroBreakupFear, ItalianSpreadShock, SpanishSpreadShock, BankRecapitalization, CollateralHaircutShock, BundFlightToQuality, EuroFundingStress, EuroSovReplayExtreme |
| UkraineEnergy | Energieangebotsschock, Inflationsimpuls und Europe Risk-off. | GasSupplyShock, OilEmbargo, SanctionsEscalation, EuropeTermsOfTrade, EnergyMarginCalls, WinterShortage, IndustrialCurtailment, FoodEnergyInflation, PipelineDisruption, UkraineReplayExtreme |
| OilStagflation | Ölgetriebene Inflation bei schwachem Wachstum und Risk-Asset-Repricing. | OilEmbargo, WagePriceSpiral, PersistentInflation, RealRateShock, CommoditySupplyShock, StagflationRecession, CentralBankBehindCurve, EnergyRationing, InflationRiskPremium, SeventiesReplayExtreme |
| BlackMonday | Abrupter Equity-Gap und Volatilitätsschock. | EquityGap, VolatilityExplosion, PortfolioInsuranceUnwind, IndexLiquidityGap, CrossAssetVaRShock, RiskParityUnwind, MarginCallCascade, EquityCircuitBreak, VolControlSelling, BlackMondayReplayExtreme |
| LTCM | Leveraged Relative-Value-Unwind und EM-Contagion. | RussiaDefault, RelativeValueUnwind, EMContagion, SwapSpreadBlowout, LiquidityPremiumShock, HedgeFundDeleveraging, BasisTradeUnwind, FlightToTreasuries, FundingMarketStress, LtcmReplayExtreme |
| TaperTantrum | Abrupte globale Rates-Neubewertung und USD-Unterstützung. | RatesSelloff, TermPremiumJump, UsdRatesReprice, EMOutflow, MortgageConvexity, CurveBearSteepener, BondFundOutflow, DurationShock, CarryUnwind, TaperReplayExtreme |
| UKGilt | GBP-Kurvenschock und Collateral-/Liquiditätsstress. | GiltCurveShock, LdiCollateralCall, SterlingCrisis, PensionDeleveraging, LongEndRatesGap, FiscalCredibilityShock, GbpFundingStress, LiabilityHedgeUnwind, GiltLiquidityGap, GiltReplayExtreme |
Widgets lesen
| Widget | Interpretation |
|---|
| KPI Strip | Zeigt Gesamtverlust und Haupttreiber für das gewählte Szenarioset. |
| Diverging Bar Chart | Vergleicht positive und negative Szenarioeffekte zwischen Gruppen. |
| Scenario Exposure Table | Bricht Szenario-PnL nach Group, Book, Desk oder Portfolio herunter. |
| Instrument Table | Zeigt instrumentbezogene Treiber für die ausgewählte Zeile. |
Vergleichen Sie Stress-Ergebnisse nur bei gleichem Referenzdatum, gleicher Währung, gleichem Szenarioset und gleicher Aggregationsebene.
Methodology
Risikokennzahlen und VaR-Modelle
VaR, ES, historische, hybride, Delta-Normal- und Monte-Carlo-Modelle
Zweck
Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Marktrisikokennzahlen in der Model Validation: VaR, Expected Shortfall, historische Simulation, hybride historische Simulation, Delta-Normal-VaR und Monte-Carlo-Simulation. Die Inhalte orientieren sich an den Konzepten aus FRM Notes v0.37 und an der Portal-Konvention, dass Evidenzen die Verlust- oder PnL-Richtung ausdrücklich dokumentieren müssen.
Verlust- und PnL-Konvention
Viele Risikotexte definieren VaR auf einer Verlustvariable \(L\). Das Portal speichert Szenarioergebnisse häufig als PnL \(P\). Der Zusammenhang ist:
$$ L = -P $$
Für eine Verlustverteilung mit Verteilungsfunktion \(F_L\) lautet der VaR zum Konfidenzniveau \(\alpha\):
$$ VaR_\alpha = F_L^{-1}(\alpha) $$
Wenn das Portal VaR auf einem PnL-Vektor zeigt, kann der Wert als ungünstiges Lower-Tail-PnL dargestellt werden. Deshalb gehört die Vorzeichenkonvention in die Evidenz und darf nicht aus dem Modellnamen abgeleitet werden.
Expected Shortfall
Expected Shortfall ist der durchschnittliche Verlust jenseits der VaR-Schwelle:
$$ ES_\alpha = E[L \mid L \ge VaR_\alpha] $$
Für eine stetige Verteilung:
$$ ES_\alpha = \frac{1}{1-\alpha}\int_\alpha^1 F_L^{-1}(u)\,du $$
In einem historischen Simulationspack wird ES aus den ausgewählten Tail-Szenarien berechnet. Die Evidenz sollte Konfidenzniveau, Tail-Größe, Szenarioanzahl und Vorzeichenkonvention zeigen.
Historische Simulation
Die historische Simulation bewertet das Portfolio unter historischen Marktschocks und verwendet den resultierenden Szenario-PnL-Vektor direkt. Sie setzt keine Normalverteilung voraus.
Typischer Ablauf:
Methodology
Risikokennzahlen und VaR-Modelle
| Schritt | Bedeutung |
|---|
| Schocks erzeugen | Marktbewegungen werden aus historischen Marktdaten erstellt. |
| Positionen bewerten | Jede Position wird unter jedem Schock bewertet. |
| Szenariovektoren bilden | Positions-PnL wird nach Assetklasse und Total Loss aggregiert. |
| Tail-Kennzahl berechnen | VaR, ES, Best Case und Worst Case werden aus dem sortierten Vektor gelesen. |
Für einen sortierten Verlustvektor \(L_{(1)} \le \ldots \le L_{(n)}\) kann ein einfacher empirischer Quantilwert so geschrieben werden:
$$ VaR_\alpha = L_{(\lceil \alpha n \rceil)} $$
Produktionssysteme verwenden unterschiedliche Interpolations- und Indexkonventionen. Deshalb dokumentiert die Validierung den exakten Aggregator oder die Benchmark-Konvention.
Hybride historische Simulation
Die hybride historische Simulation gewichtet historische Beobachtungen nach Alter. Jüngere Szenarien erhalten typischerweise ein höheres Gewicht.
Mit Decay-Faktor \(\lambda\) lautet eine normalisierte Konvention:
$$ w_i = \frac{(1-\lambda)\lambda^{n-i}}{\sum_{j=1}^{n}(1-\lambda)\lambda^{n-j}} $$
wobei ein größeres \(i\) eine neuere Beobachtung bezeichnet. Der gewichtete VaR wird bestimmt, indem Szenarien nach Verlust- oder PnL-Konvention sortiert und Gewichte bis zur Ziel-Tail-Wahrscheinlichkeit kumuliert werden:
$$ \sum_{i \in \text{Tail}} w_i \ge 1-\alpha $$
Im Portal zeigt die hybride TL-Ansicht den gewichteten Tail-Beitrag für den Total-Loss-Vektor, weil dort die kumulative Gewichtung am besten prüfbar ist.
Delta-Normal-VaR
Delta-Normal-VaR approximiert Portfoliowertänderungen mit linearen Sensitivitäten und einer Kovarianzmatrix. Für Exposure-Vektor \(x\) und Kovarianzmatrix \(\Sigma\):
Methodology
Risikokennzahlen und VaR-Modelle
$$ \sigma_P^2 = x^\top \Sigma x $$
Bei normalverteilten Renditen kann der Verlust-VaR geschrieben werden als:
$$ VaR_\alpha = \mu_P + z_\alpha \sigma_P $$
Eine übliche Zeit-Skalierung ist:
$$ VaR_{h} \approx VaR_{1d}\sqrt{h} $$
Diese Wurzel-Zeit-Regel ist nur sinnvoll, wenn Renditeprozess und Unabhängigkeitsannahmen zum Anwendungsfall passen.
Optionsapproximation
Für Optionen und nichtlineare Produkte lautet eine Delta-Approximation erster Ordnung:
$$ \Delta V \approx \Delta \cdot \Delta S $$
Eine Delta-Gamma-Approximation zweiter Ordnung lautet:
$$ \Delta V \approx \Delta \cdot \Delta S + \frac{1}{2}\Gamma(\Delta S)^2 $$
Historische Vollbewertung ist für Validierungspacks vorzuziehen, wenn die Produktionsengine denselben Pricing-Pfad ausführen kann.
Monte-Carlo-VaR
Monte Carlo VaR erzeugt simulierte Marktszenarien aus einem stochastischen Modell, bewertet das Portfolio neu und liest die Risikokennzahl aus dem simulierten PnL-Vektor.
Methodology
Risikokennzahlen und VaR-Modelle
| Kontrolle | Warum sie wichtig ist |
|---|
| Zufallsseed | Macht die Validierung reproduzierbar. |
| Verteilungsannahme | Bestimmt Tail-Verhalten und Stress-Schwere. |
| Korrelationsmodell | Steuert Diversifikation und Konzentration. |
| Anzahl der Pfade | Steuert Stichprobenfehler. |
| Bewertungsmodell | Muss zum validierten Modell passen. |
Ergebnisinterpretation
| Ergebnis | Interpretation |
|---|
| Worst Case | Ungünstigstes Szenario im publizierten Vektor. |
| VaR95 / VaR99 | Tail-Perzentil unter der gewählten Konvention. |
| ES95 / ES99 | Durchschnitt der Tail-Szenarien jenseits des VaR. |
| Best Case | Günstigstes Szenario im publizierten Vektor. |
| Hybrid VaR/ES | Tail-Kennzahl mit altersgewichteten Szenarien. |
Häufige Probleme
Methodology
Risikokennzahlen und VaR-Modelle
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Unerwartetes Vorzeichen | Verlust- und PnL-Konventionen werden gemischt. | Evidenzkonvention prüfen. |
| Zu wenige Szenarien | Tail-Kennzahlen sind instabil. | Szenariofenster und Beobachtungsanzahl prüfen. |
| Hybrid-Ergebnis weicht stark ab | Jüngere Beobachtungen sind anders gewichtet. | Decay-Faktor und kumulative Gewichte prüfen. |
| Options-VaR zu klein | Volatilitäts- oder nichtlineare Schocks fehlen. | IR-, Equity- und Volatilitätsschocks prüfen. |
Empfohlene Praxis
Zuerst die Schocktabelle prüfen, danach Szenariovektor, Portfolioaggregation und Ergebnistabelle. Eine VaR-Zahl ohne zugrunde liegenden Vektor ist keine ausreichende Validierungsevidenz.
Methodology
Volatilitäts- und Korrelationsmodelle
Renditekonventionen, EWMA, GARCH, Korrelationen und Kovarianzaggregation
Zweck
Volatilitäts- und Korrelationsmodelle überführen Marktbeobachtungen in Risikoinputs. Sie werden in parametrischem VaR, Optionsbewertung, Volatilitätsflächenvalidierung und Stressdesign verwendet. Dieser Artikel fasst zentrale Formeln aus FRM Notes v0.37 zusammen und erklärt ihre Interpretation im Portal.
Renditen
Für einen Marktpreis oder Indexstand \(S_t\) ist die stetig kompoundierte Rendite:
$$ u_t = \ln\left(\frac{S_t}{S_{t-1}}\right) $$
Bei kleinen Bewegungen sind Logrenditen und einfache Prozentänderungen ähnlich, aber nicht identisch. Die Validierung sollte die verwendete Renditekonvention dokumentieren.
Stichprobenvolatilität
Für tägliche Renditen \(u_t\) ist die Stichprobenvarianz:
$$ s^2 = \frac{1}{n-1}\sum_{t=1}^{n}(u_t-\bar{u})^2 $$
Tägliche Volatilität wird annualisiert mit:
$$ \sigma_{\text{Jahr}} = \sigma_{\text{Tag}}\sqrt{252} $$
Der Faktor 252 ist eine Handelstage-Konvention und sollte nicht stillschweigend auf wöchentliche, monatliche oder unregelmäßige Daten angewandt werden.
EWMA-Volatilität
Exponentially Weighted Moving Average gewichtet jüngere Renditen stärker:
$$ \sigma_t^2 = \lambda\sigma_{t-1}^2 + (1-\lambda)u_{t-1}^2 $$
Ein hohes \(\lambda\) reagiert langsam, ein niedriges \(\lambda\) reagiert schnell.
EWMA-Kovarianz verwendet dieselbe Logik:
$$ cov_t(x,y)=\lambda cov_{t-1}(x,y)+(1-\lambda)x_{t-1}y_{t-1} $$
GARCH(1,1)
Methodology
Volatilitäts- und Korrelationsmodelle
Ein GARCH(1,1)-Modell kombiniert Langfristkomponente, letzte quadrierte Rendite und vorherige Varianz:
$$ \sigma_t^2 = \omega + \alpha u_{t-1}^2 + \beta\sigma_{t-1}^2 $$
Die langfristige Varianz ist:
$$ V_L = \frac{\omega}{1-\alpha-\beta} $$
Eine übliche Stabilitätsbedingung ist:
$$ \alpha + \beta < 1 $$
Wenn diese Bedingung verletzt ist, kann das Modell instabiles Langfristverhalten zeigen.
Korrelation
Für zwei Renditereihen \(x\) und \(y\):
$$ \rho_{xy}=\frac{cov(x,y)}{\sigma_x\sigma_y} $$
Korrelation garantiert in Stressphasen keine Diversifikation. Validierung sollte prüfen, ob Korrelation und Volatilität aus demselben Fenster und derselben Konvention stammen.
Portfoliovarianz
Für Exposures \(x\) und Kovarianzmatrix \(\Sigma\):
$$ \sigma_P^2 = x^\top \Sigma x $$
Für zwei Assets:
$$ \sigma_P^2 = x_1^2\sigma_1^2 + x_2^2\sigma_2^2 + 2x_1x_2\rho_{12}\sigma_1\sigma_2 $$
Dieselbe Struktur erscheint in Delta-Normal-VaR und Sensitivitätsaggregation.
Interpretation im Portal
Methodology
Volatilitäts- und Korrelationsmodelle
| Bereich | Was zu prüfen ist |
|---|
| Volatilitätsflächen | Exakter Grid-Lookup, Interpolation, negative Volatilitäten und fehlende Quotes. |
| Hybrid VaR | Decay-Faktor, kumulative Gewichte und Beobachtungsreihenfolge. |
| Parametrische Ergebnisse | Renditekonvention, Annualisierung und Kovarianzmatrix. |
| Optionsvalidierung | Ob implizite Volatilitätsschocks für den Underlying vorhanden sind. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Volatilität springt unerwartet | Beobachtungsfenster oder Decay-Faktor geändert. | Marktdaten und Modellparameter vergleichen. |
| Korrelationsmatrix ungültig | Matrix ist möglicherweise nicht positiv semidefinit. | Datenqualität und Reparaturmethode prüfen. |
| Annualisierung falsch | Tages-, Wochen- oder Monatsdaten gemischt. | Frequenz und Skalierung prüfen. |
| Vol-Schock fehlt | Options-Szenario-PnL ist unvollständig. | Volatilitätsschocks und Surface-Mapping prüfen. |
Empfohlene Praxis
Volatilität und Korrelation sind Modellinputs, keine passiven Daten. Ein Validierungspack sollte Beobachtungsfenster, Renditekonvention, Gewichtungsmethode und Reparatur- oder Interpolationsschritte offenlegen.
Methodology
Fixed-Income-Risikomodelle
Diskontierung, Duration, DV01, KR01 und Konvexität für Rates-Produkte
Zweck
Fixed-Income-Modelle erklären, wie Cashflows, Diskontkurven und Zinsänderungen Bewertung und Sensitivität beeinflussen. Dieser Artikel fasst Bond Pricing, Duration, DV01, KR01 und Konvexität aus FRM Notes v0.37 zusammen und verbindet sie mit den Portal-Validierungsansichten.
Diskontierung
Bei stetiger Verzinsung \(r\) ist der Diskontfaktor für Zeit \(t\):
$$ DF(t)=e^{-rt} $$
Bei nominalem Zinssatz \(r\), Kompoundierungsfrequenz \(m\) und Laufzeit \(n\):
$$ DF(n)=\left(1+\frac{r}{m}\right)^{-mn} $$
Der Barwert deterministischer Cashflows ist:
$$ PV = \sum_{i=1}^{N} CF_i \cdot DF(t_i) $$
Im DCF-Validierungspack sollte die Evidenz Cashflowplan, Diskontinputs und PV-Aggregation zeigen.
Yield und Bondpreis
Für einen einfachen Fixed-Rate Bond mit Yield \(y\):
$$ P = \sum_{i=1}^{N}\frac{CF_i}{(1+y)^{t_i}} $$
In der Produktionsbewertung verwendet das Portal normalerweise Kurvendiskontierung statt eines einzelnen Yields. Yield-Formeln bleiben für Benchmark-Checks und Sensitivitätsintuition hilfreich.
Duration
Macaulay Duration ist die cashflowgewichtete durchschnittliche Zahlungszeit:
$$ D = \sum_i t_i \frac{CF_i e^{-yt_i}}{P} $$
Modified Duration passt Macaulay Duration an die Kompoundierung an:
$$ D_{\text{mod}} = \frac{D}{1+y/m} $$
Die Approximation erster Ordnung lautet:
Methodology
Fixed-Income-Risikomodelle
$$ \frac{\Delta P}{P} \approx -D_{\text{mod}}\Delta y $$
Duration ist vor allem für kleine parallele Yield-Änderungen zuverlässig.
DV01 und PV01
DV01 ist die Preisänderung für einen Basispunkt Yield-Bewegung:
$$ DV01 \approx \frac{D_{\text{mod}}P}{10{,}000} $$
Finite-Difference-PV01 wird häufig durch Kurvenbumps berechnet:
$$ PV01 \approx \frac{PV(y-\Delta y)-PV(y+\Delta y)}{2} $$
Manche Systeme teilen zusätzlich durch die Bumpgröße, andere berichten direkt den Ein-Basispunkt-Wert. Evidenz muss Vorzeichen und Skalierung nennen.
Key-Rate-Risiko
Key-Rate-Sensitivität misst Exposure zu einem bestimmten Kurventenor:
$$ KR01_k \approx \frac{PV_k^- - PV_k^+}{2} $$
wobei \(PV_k^-\) und \(PV_k^+\) Werte nach Down- und Up-Shift am Key Rate \(k\) sind. Key-Rate-Vektoren sind informativer als ein einzelner Parallel-DV01, wenn die Kurvenform relevant ist.
Konvexität
Konvexität verbessert die Approximation bei größeren Zinsbewegungen:
$$ \frac{\Delta P}{P} \approx -D\Delta y + \frac{1}{2}C(\Delta y)^2 $$
Effective Convexity kann gemessen werden mit:
$$ C_{\text{eff}}=\frac{P^-+P^+-2P_0}{P_0(\Delta y)^2} $$
Callable Bonds und Produkte mit Optionalität können sich deutlich anders verhalten als einfache Fixed-Rate Bonds.
Interpretation im Portal
Methodology
Fixed-Income-Risikomodelle
| Ansicht | Was sie belegt |
|---|
| Cashflows | Das Instrument wurde in den erwarteten Zahlungsplan zerlegt. |
| DCF-Evidenz | Diskontierung und PV-Aggregation sind reproduzierbar. |
| Sensitivitäts-Shifts | Up/Down-Szenariowerte sind vorhanden und Vorzeichen sind explizit. |
| Model Validation Row | Das Modell verknüpft Bewertungsevidenz, Sensitivitätsevidenz und Limitationen. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| PV ist null | Instrument-Mapping oder Bewertungspfad hat kein Bewertungsinstrument erzeugt. | Instrumentunterstützung und Marktdaten prüfen. |
| PV01-Vorzeichen weicht ab | Konventionen für Preisänderung und Risikoverlust unterscheiden sich. | Evidenzmetriken vor Zahlenvergleich prüfen. |
| Cashflows fehlen | Schedule-Konstruktion ist fehlgeschlagen oder Produkt wird nicht unterstützt. | Stammdaten, Kalender, Day Count und Coupon prüfen. |
| KR01 unvollständig | Kurventenor-Mapping fehlt. | Kurvenseed und Schockkonstruktion prüfen. |
Empfohlene Praxis
Bei Fixed-Income-Validierung zuerst die Cashflowtabelle prüfen. Ein korrekter PV ist nur aussagekräftig, wenn Schedule, Diskontkurve und Bewertungsdatum sichtbar und konsistent sind.
Methodology
Optionsbewertung und Greeks
Binomialbäume, Black-Scholes-Merton, Greeks und Options-Szenariovalidierung
Zweck
Optionsmodelle überführen Underlying-Preis, Strike, Zeit, Zinsen und Volatilität in Wert und Sensitivitäten. Dieser Artikel fasst Binomialbäume, Black-Scholes-Merton und Greeks aus FRM Notes v0.37 zusammen und erklärt die Interpretation von Optionsevidenz.
Payoff
Für einen europäischen Call:
$$ C_T=\max(S_T-K,0) $$
Für einen europäischen Put:
$$ P_T=\max(K-S_T,0) $$
Das Pricing-Modell schätzt den diskontierten Erwartungswert des Payoffs unter den Modellannahmen.
Binomialbaum
Ein einstufiger Binomialbaum verwendet einen Up- und Down-Faktor:
$$ u=e^{\sigma\sqrt{\Delta t}}, \qquad d=e^{-\sigma\sqrt{\Delta t}} $$
Die risikoneutrale Wahrscheinlichkeit mit Dividendenrendite oder ausländischem Zinssatz \(q\) ist:
$$ p=\frac{e^{(r-q)\Delta t}-d}{u-d} $$
Der Optionswert wird durch Rückwärtsinduktion berechnet:
$$ V=e^{-r\Delta t}\left(pV_u+(1-p)V_d\right) $$
Bäume sind hilfreich bei Produkten mit Early Exercise oder Pfadabhängigkeit.
Black-Scholes-Merton
Für einen europäischen Call mit kontinuierlicher Dividendenrendite \(q\):
$$ c=S_0e^{-qT}N(d_1)-Ke^{-rT}N(d_2) $$
Für einen europäischen Put:
$$ p=Ke^{-rT}N(-d_2)-S_0e^{-qT}N(-d_1) $$
Methodology
Optionsbewertung und Greeks
wobei:
$$ d_1=\frac{\ln(S_0/K)+(r-q+\frac{1}{2}\sigma^2)T}{\sigma\sqrt{T}} $$
$$ d_2=d_1-\sigma\sqrt{T} $$
Bei FX-Optionen wird \(q\) häufig als ausländischer Zinssatz und \(r\) als inländischer Zinssatz interpretiert.
Greeks
Greeks messen die Sensitivität einer Option gegenüber Inputs.
| Greek | Definition | Interpretation |
|---|
| Delta | \(\Delta=\frac{\partial V}{\partial S}\) | Sensitivität gegenüber Underlying-Preis. |
| Gamma | \(\Gamma=\frac{\partial^2 V}{\partial S^2}\) | Krümmung des Delta. |
| Vega | \(\nu=\frac{\partial V}{\partial \sigma}\) | Sensitivität gegenüber Volatilität. |
| Theta | \(\Theta=\frac{\partial V}{\partial t}\) | Zeitwertverfall. |
| Rho | \(\rho=\frac{\partial V}{\partial r}\) | Sensitivität gegenüber Zinsen. |
Unter einfachen Black-Scholes-Merton-Annahmen ohne Dividenden:
$$ \Delta_{\text{Call}}=N(d_1), \qquad \Delta_{\text{Put}}=N(d_1)-1 $$
$$ \Gamma=\frac{N'(d_1)}{S_0\sigma\sqrt{T}} $$
$$ \nu=S_0N'(d_1)\sqrt{T} $$
Szenariovalidierung
Options-Szenario-PnL benötigt meist mehrere Schockarten:
Methodology
Optionsbewertung und Greeks
| Schockart | Warum sie wichtig ist |
|---|
| Equity- oder Underlying-Schock | Treibt Delta- und Gamma-Effekte. |
| Zins-Schock | Verändert Diskontierung und Forwards. |
| Volatilitäts-Schock | Treibt Vega und modellimpliziten Wert. |
| FX-Schock | Erforderlich bei abweichender Payoff-, Underlying- oder Reporting-Währung. |
Wenn Volatilitätsschocks fehlen, können VaR und ES für Optionen deutlich zu niedrig sein.
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Optionswert bleibt in Szenarien flach | Underlying- oder Volatilitätsschocks sind nicht verbunden. | Schocktabelle nach Risikofaktor prüfen. |
| Vega fehlt | Vol Surface Mapping fehlt oder Produkt ist nicht mit Vol-Modell verbunden. | Surface-Id und Underlying-Mapping prüfen. |
| Delta-only-VaR ist zu niedrig | Gamma- und Vega-Effekte werden ignoriert. | Vollbewertungsvalidierung bevorzugen. |
| FX-Option passt nicht | Inländischer und ausländischer Zinssatz könnten vertauscht sein. | Währungs- und Kurvenkonvention prüfen. |
Empfohlene Praxis
Bei Optionsvalidierung Preis, Greeks und Szenario-PnL gemeinsam prüfen. Ein korrekter Closed-Form-Preis beweist nicht, dass VaR korrekt ist, wenn Schocks nicht auf alle relevanten Risikofaktoren wirken.
Methodology
Kredit- und operationelle Risikomodelle
Expected Loss, Unexpected Loss, Ratings, operationelle Verluste und Stresstests
Zweck
Kredit- und operationelle Risikomodelle schätzen Verluste aus Ausfall, Downgrade, Recovery-Unsicherheit, Prozessfehlern und externen Ereignissen. Dieser Artikel fasst zentrale Modellkonzepte aus FRM Notes v0.37 zusammen, die für Portal-Methodik und Validierungsdokumentation relevant sind.
Erwarteter Kreditverlust
Die Standardformel für erwarteten Verlust lautet:
$$ EL = PD \times LGD \times EAD $$
| Term | Bedeutung |
|---|
| \(PD\) | Ausfallwahrscheinlichkeit. |
| \(LGD\) | Verlustquote bei Ausfall. |
| \(EAD\) | Exposure zum Ausfallzeitpunkt. |
Die Formel ist einfach, aber jeder Input ist ein Modelloutput oder eine kalibrierte Schätzung. Validierung sollte daher Inputquelle, Beobachtungsfenster, Segmentierung und Overrides dokumentieren.
Unerwarteter Verlust
Unexpected Loss beschreibt die Verluststreuung um den erwarteten Verlust. Vereinfacht:
$$ UL = \sqrt{Var(L)} $$
In einem Kreditportfolio hängt unerwarteter Verlust von Konzentration, Ausfallkorrelation, Exposuregröße und Recovery-Unsicherheit ab. Er wird nicht durch einen EL-Check allein validiert.
Ratings und Score-Modelle
Ratingmodelle überführen Kreditnehmer- oder Exposure-Informationen in Risikoklassen. Wichtige Kontrollen sind:
Methodology
Kredit- und operationelle Risikomodelle
| Kontrolle | Validierungsfrage |
|---|
| Kalibrierung | Stimmen beobachtete Ausfälle mit Klassen-PDs überein? |
| Diskriminierung | Ordnet das Modell riskantere Fälle korrekt höher ein? |
| Stabilität | Sind Ratingmigrationen erklärbar? |
| Override Governance | Sind manuelle Änderungen begründet? |
| Datenqualität | Sind Finanzdaten, Land, Sektor und Sicherheiten vollständig? |
Länder- und Konzentrationsrisiko
Länderrisikomodelle betrachten Sovereign-Bedingungen, Transferrisiko, politisches Risiko und makroökonomischen Stress. Konzentrationsrisiko entsteht bei Exposure gegenüber wenigen Namen, Sektoren, Regionen oder Währungen.
Ein konzentrationssensitives Modell sollte offenlegen:
| Input | Warum er wichtig ist |
|---|
| Gruppenexposure | Erkennt verbundene Namen. |
| Sektor und Land | Erkennt korrelierte Ausfalltreiber. |
| Sicherheiten und Garantien | Beeinflussen Recovery und Transferierbarkeit. |
| Laufzeit | Beeinflusst Exposure-Horizont. |
Operationelle Verlustschwere
Operationelle Verlustmodelle verwenden oft schiefe Verteilungen, weil seltene Ereignisse den Verlust dominieren können. Typische Kandidaten sind Exponential-, Weibull-, Lognormal- und Extreme-Value- oder Peaks-over-Threshold-Modelle.
Methodology
Kredit- und operationelle Risikomodelle
Für ein Exponentialmodell mit Rate \(\lambda\):
$$ F(x)=1-e^{-\lambda x} $$
Das Verlustquantil ist:
$$ x_\alpha=-\frac{1}{\lambda}\ln(1-\alpha) $$
Extreme-Tail-Modelle benötigen sorgfältige Schwellenwertwahl und Sensitivitätsanalyse.
Stresstests
Stresstests ergänzen statistische Modelle, indem sie schwere, aber plausible Ereignisse prüfen. Sie sind besonders wichtig, wenn historische Daten das relevante Szenario nicht enthalten.
| Stresstyp | Beispiel |
|---|
| Sensitivitätsstress | Einzelner Risikotreiber wird geschockt. |
| Szenariostress | Mehrere Treiber bewegen sich konsistent. |
| Reverse Stress | Szenario suchen, das ein Limit oder Solvenzschwelle bricht. |
| Narrativer Stress | Makro- oder Ereignisgeschichte wird in Risikofaktoren übersetzt. |
Interpretation im Portal
Kredit- und operationelle Risikoartikel sind Methodikreferenzen für zukünftige Modellpacks. Wenn ein Dashboard-Modell inventory-only oder Unknown ist, ist noch keine ausführbare Validierungsevidenz angebunden.
Häufige Probleme
Methodology
Kredit- und operationelle Risikomodelle
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| EL wirkt korrekt, Tail ist falsch | Erwarteter Verlust validiert keinen unerwarteten Verlust. | Verteilung, Korrelation und Konzentration prüfen. |
| Ratingklasse hat keine Ausfälle | Kalibrierungsstichprobe ist möglicherweise dünn. | Konservative Behandlung und Unsicherheit dokumentieren. |
| Operational VaR instabil | Tail-Verteilung oder Schwelle ist sensitiv. | Schwelle, Stichprobe und Stress Overlays prüfen. |
| DQ Findings ignoriert | Fehlende Stammdaten können Rating oder Exposure verzerren. | Kritische DQ Findings vor Ergebnisnutzung lösen. |
Empfohlene Praxis
Expected-Loss-Validierung und Tail-Loss-Validierung trennen. Ein Modell kann für Monitoring nützlich sein und dennoch für Kapital-, Limit- oder Stresstestzwecke eingeschränkt bleiben.
Methodology
Modellrisiko und Validierung
Modellrisiko, Toleranzen, Evidenztypen, Limitationen und DQ-Links
Zweck
Model Validation beantwortet, ob ein Modell für seinen angegebenen Zweck geeignet ist, nicht ob es universell richtig ist. Dieser Artikel erklärt Annahmen, Limitationen, Benchmark-Evidenz und Data-Quality-Links im Portal.
Modellrisiko
Modellrisiko entsteht, wenn ein Modell falsch ist, falsch genutzt wird oder mit ungeeigneten Daten arbeitet. Praktisch lässt es sich als Checkliste zerlegen:
$$ \text{Modellfehler} \approx \text{Datenfehler} + \text{Methodenfehler} + \text{Implementierungsfehler} + \text{Nutzungsfehler} $$
Das ist keine formale Bilanzgleichung, sondern ein Review-Raster.
Evidenztypen
| Evidenztyp | Was er zeigt |
|---|
| Closed-form Benchmark | Ergebnis passt zu einer unabhängigen Formel. |
| Frozen Baseline | Ergebnis bleibt stabil gegen akzeptierten Referenzoutput. |
| Toy Benchmark | Mechanik funktioniert auf kleinem deterministischem Datensatz. |
| Regression Evidence | Aktueller Output passt zu früher validiertem Verhalten. |
| Data Quality Evidence | Inputs erfüllen Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfungen. |
| Inventory-only | Modell ist katalogisiert, aber ausführbare Evidenz ist nicht angebunden. |
Toleranz
Toleranz definiert die akzeptable numerische Abweichung:
$$ \Delta = |Actual - Expected| $$
Für absolute Toleranz:
Methodology
Modellrisiko und Validierung
$$ \Delta \le \epsilon $$
Für relative Toleranz:
$$ \frac{|Actual - Expected|}{\max(|Expected|,\epsilon_0)} \le \epsilon_r $$
Die Evidenz sollte die Konvention nennen. Bei kleinen Werten ist absolute Toleranz oft robuster, weil relative Fehler nahe null instabil werden.
Readiness-Status
| Status | Bedeutung |
|---|
| Green | Ausführbare Evidenz hat für den angegebenen Scope bestanden. |
| Amber | Evidenz ist teilweise, toy-only oder wesentlich eingeschränkt. |
| Red | Kritischer Validierungscheck ist fehlgeschlagen. |
| Unknown | Keine ausführbare Evidenz oder nur Inventareintrag. |
Green bedeutet keine regulatorische Freigabe. Es bedeutet nur, dass das Modell den publizierten Evidenzscope bestanden hat.
Annahmen und Limitationen
Jede Model-Validation-Zeile sollte diese Punkte sichtbar machen:
Methodology
Modellrisiko und Validierung
| Feld | Review-Frage |
|---|
| Zweck | Welches Ergebnis soll das Modell liefern? |
| Inputs | Sind alle benötigten Markt- und Stammdaten vorhanden? |
| Outputs | Sind die Outputs für den Business Use Case sinnvoll? |
| Benchmark | Gibt es eine unabhängige oder deterministische Referenz? |
| Limitationen | Wo darf das Modell nicht verwendet werden? |
| DQ-Link | Sind Inputqualitätschecks bestanden oder offen? |
Data-Quality-Link
Das Model Validation Dashboard verknüpft Modellevidenz mit Data Quality Findings. Das ist wichtig, weil ein mathematisch korrektes Modell bei falschen Inputs trotzdem falsche Ergebnisse erzeugt.
Typische Beispiele:
| DQ Finding | Auswirkung auf das Modell |
|---|
| Fehlendes Curve Mapping | Bewertung und Sensitivität sind nicht belastbar. |
| Fehlendes Fixing | Inflation- oder Floating-Rate-Cashflows können falsch sein. |
| Fehlender Volatilitätsquote | Optionsbewertung und Vega-VaR können unvollständig sein. |
| Ungültige Maturity oder Coupon | Cashflowmodell kann falschen Schedule erzeugen. |
Validierungsablauf
Methodology
Modellrisiko und Validierung
- Modellzweck und Modellfamilie prüfen.
- Validierungsportfolio und Marktdaten prüfen.
- Evidenztabelle des relevanten Modells öffnen.
- Expected, Actual und Tolerance vergleichen.
- Limitationen und DQ Findings prüfen.
- Bestätigen, ob der Readiness-Status zur Evidenz passt.
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Green mit Limitation | Modell hat nur innerhalb eines angegebenen Scopes bestanden. | Limitation vor Ergebnisnutzung lesen. |
| Unknown-Modell | Inventar existiert, Evidenz ist nicht angebunden. | Nicht als validiert verwenden. |
| Benchmark-Abweichung | Expected und Actual liegen außerhalb Toleranz. | Daten, Konvention und Implementierungspfad prüfen. |
| DQ-Link ist rot | Inputs sind nicht sauber genug. | DQ Issue vor Abnahme lösen. |
Empfohlene Praxis
Model Validation als Evidenzspur nutzen. Entscheidend ist nicht, ob ein Modell im Katalog steht, sondern ob die publizierte Evidenz genau das Ergebnis unterstützt, auf das man sich verlassen möchte.
Methodology
Risikokonfiguration
Risk Sources, Factor Groups, Modellabhängigkeiten und Konfigurationsprüfungen
Zweck
Die Risikokonfiguration beschreibt, welche Risikofaktoren existieren, wie sie fachlich gruppiert werden und welche Modelle daraus Szenarien, Sensitivitäten, Curvature-Resultate oder historische Simulationen erzeugen. Sie verbindet Marktdaten, Szenariologik, Modellabhängigkeiten und Reporting-Dimensionen.
Die wichtigsten Objekte sind:
| Objekt | Aufgabe |
|---|
| Risk Source | Herkunft oder Datenfamilie von Risikoinformationen, zum Beispiel Marktdaten, Stressdefinitionen oder FRTB-Metadaten. |
| Risk Factor Group | Fachliche Gruppe von Risikofaktoren mit einem FactorType, optionaler Währung und Metadaten. |
| Risk Factor | Einzelner schockbarer oder auswertbarer Faktor innerhalb einer Gruppe. |
| Risk Model | Modellkonfiguration, die Zeitraum, Measure Type, Scenario Count, Shift Types, Shifts und Abhängigkeiten bündelt. |
| Shift Type Map | Zuordnung, wie ein FactorType in einem Modell geschockt wird. |
| Shift | Konkreter Schock für einen Faktor, eine Faktorgruppe oder einen gefilterten Scope. |
Risk Sources
Risk Sources beschreiben die Herkunft der Risikoinformation. Sie sind bewusst generisch gehalten, weil unterschiedliche Modellfamilien verschiedene Informationen benötigen. Der wichtigste fachliche Inhalt steckt häufig in MetadataJson.
Typische Inhalte sind:
Methodology
Risikokonfiguration
| Inhalt | Bedeutung |
|---|
| FRTB-Position-Metadaten | Securitisation, Credit Quality, DRC Type, LGD-Notional-Logik oder Asset Class. |
| Marktdatenquelle | Herkunft von Kurven, Volatilitäten, Credit Spreads oder Equity-Daten. |
| Szenarioquelle | Herkunft historischer oder synthetischer Szenarien. |
| Modellkontext | Hinweise, für welche Modellfamilie die Source gedacht ist. |
Wichtig: Eine Risk Source ist nicht automatisch ein aktiver Faktor. Sie ist Kontext. Der schockbare Faktor entsteht über Risk Factor Groups und Risk Factors.
Risk Factor Groups
Risk Factor Groups bilden fachliche Buckets wie Rates, FX, Equity, Credit Spread, Commodity, Volatility oder Theta. Die Gruppe trägt den FactorType, optional eine Currency und Metadaten.
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Fachlicher Gruppenname. Er sollte stabil und in Ergebnissen lesbar sein. |
| IsActive | Steuert, ob die Gruppe für Auswahl, Modellaufbau und Checks berücksichtigt werden soll. |
| FactorType | Technische und fachliche Risikofaktorart. Sie muss zu Shifts und Ergebnissen passen. |
| Currency | Währungskontext, relevant vor allem für IR, FX, Credit und Reporting. |
| MetadataJson | Zusatzinformationen, insbesondere FRTB/SBA/IMA-Klassifikationen. |
FactorType
FactorType bestimmt, welche Ergebnisspalten, Shift-Logik und Dashboards den Faktor erwarten.
Methodology
Risikokonfiguration
| FactorType | Typische Bedeutung |
|---|
| EqDelta | Equity-Preis- oder Index-Delta. |
| FxDelta | FX-Spot- oder FX-Kurvenrisiko. |
| IrDelta | Zinskurven-Delta, inklusive Tenorstruktur. |
| CmDelta | Commodity-Delta. |
| CsDelta | Credit-Spread-Delta. |
| EqVega | Equity-Volatilitätsrisiko. |
| FxVega | FX-Volatilitätsrisiko. |
| CmVega | Commodity-Volatilitätsrisiko. |
| IrVega | Zinsvolatilitätsrisiko, zum Beispiel Caps/Floors/Swaptions. |
| CsVega | Credit-Spread-Volatilitätsrisiko. |
| Theta | Zeitablauf- oder Bewertungszeitrisiko. |
| Epsilon | Residual-, Cross- oder modellinterner Faktor, nur verwenden wenn die Modelllogik ihn explizit erwartet. |
| None | Nicht produktiv für echte Risikofaktoren. |
Stolperstelle: FactorType muss konsistent über Risk Factor Group, Shift Type Map, Shift und Ergebnisverarbeitung sein. Ein IrDelta-Faktor mit einem EqDelta-Shift wird in der Regel nicht so verarbeitet, wie fachlich erwartet.
Risk Factors
Ein Risk Factor ist der konkrete Faktor innerhalb einer Gruppe. Er wird in Shifts referenziert und erscheint in Resultaten, Aggregationen oder FRTB-NMRF-Analysen.
Methodology
Risikokonfiguration
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Anzeigename und häufig auch Ergebnisdimension. |
| Key | Stabiler technischer Schlüssel. |
| MarketKey | Bezug zum Marktdatenobjekt, zum Beispiel Kurve, Index, Quote oder Surface. |
| InternalKey | Interner Schlüssel für Modell- oder Engine-spezifische Zuordnung. |
| Bucket | Fachlicher Bucket, z. B. Tenor, Sector, Currency Pair oder Rating Bucket. |
| RiskFactorKind | Beschreibt, welche Art von Faktor oder Schockanwendung vorliegt. |
| MetadataJson | Zusätzliche Klassifikation, z. B. FRTB-SBA/IMA-Attribute. |
RiskFactorKind
| RiskFactorKind | Verwendung |
|---|
| Quote | Faktor wird direkt aus einem Quote oder Marktdatenpunkt abgeleitet. Geeignet für einfache Preis-, FX- oder Spread-Faktoren. |
| Shift | Faktor ist primär ein Schockziel. Geeignet für Szenariodefinitionen, wenn die Marktdatenauflösung über Filter oder Engine-Logik erfolgt. |
| Spread | Faktor repräsentiert Spread-Risiko, z. B. Credit Spread oder Basis Spread. |
| Volatility | Faktor repräsentiert Volatilitätsrisiko oder Surface-Punkte. |
Stolperstelle: RiskFactorKind ist nicht dasselbe wie FactorType. FactorType sagt, welche Risikoklasse betroffen ist; RiskFactorKind sagt, wie der Faktor fachlich/technisch angewendet wird.
Risk Models
Risk Models definieren, wie Resultate erzeugt werden. Ein Modell kann historische Simulation, Stress, Sensitivitäten oder Curvature berechnen. Es enthält globale Parameter und mehrere Detailtabs.
Methodology
Risikokonfiguration
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Modellname, der in Workflows, Resultaten und Reports sichtbar ist. |
| IsActive | Nur aktive Modelle sollten in produktiven Workflows verwendet werden. |
| Reference | Optionaler Referenzname für Modellfamilie oder Methodik. |
| MeasureType | Hauptart der Berechnung. |
| SimulationPassMode | Steuert spezielle Pass-Logik, z. B. FRTB-IMA-Liquidity-Horizon. |
| PeriodStart | Startpunkt für historische Fenster oder periodische Modelle. |
| FixedPeriod | Feste Länge des Beobachtungszeitraums, falls das Modell sie nutzt. |
| HoldingPeriod | Haltedauer für VaR/ES oder Szenarioskalierung. |
| ScenarioCount | Anzahl der generierten oder gelesenen Szenarien. |
| ScenarioPopulation | Grundgesamtheit, aus der Szenarien gezogen oder gefiltert werden. |
| IgnoreFilters | Modell ignoriert bestimmte Selektionsfilter; nur einsetzen, wenn fachlich gewollt. |
MeasureType
| MeasureType | Bedeutung |
|---|
| HistSim | Historische Simulation, typischerweise für VaR/ES oder historische Szenarioverteilung. |
| StressSim | Stresssimulation mit expliziten Stressszenarien oder Szenariosets. |
| Sensitivity | Einzel- oder Mehrfaktor-Sensitivitäten, z. B. PV01, Delta, Vega. |
| Curvature | Up/Down-Schocks und nichtlineare Risikobeiträge, z. B. FRTB Curvature. |
SimulationPassMode
Methodology
Risikokonfiguration
| SimulationPassMode | Bedeutung |
|---|
| Default | Normale Modellberechnung ohne spezielle Pass-Aufteilung. |
| FrtbImaLiquidityHorizon | Spezielle Pass-Logik für FRTB IMA Liquidity Horizons. Ergebnisse können nach Horizon oder Pass aggregiert werden. |
Shift Type Maps
Shift Type Maps definieren, wie ein FactorType im Modell geschockt wird.
| ShiftType | Bedeutung |
|---|
| None | Kein produktiver Schocktyp; nur für Platzhalter oder deaktivierte Konfiguration geeignet. |
| Absolute | Additiver Schock, z. B. +1 bp, +0.01 oder absoluter Spread-Schock. |
| Relative | Multiplikativer/prozentualer Schock, z. B. +1% auf einen Quote. |
| Compressed | Komprimierter Vektor oder serialisierte Szenariodarstellung. Häufig für große historische Szenariosets. |
| Log | Logarithmischer Return- oder Log-Shift, typisch für Preis- oder FX-Zeitreihen. |
Die Map ist modellweit. Wenn ein Modell IrDelta als Absolute definiert, sollten die konkreten IR-Shifts denselben fachlichen Ansatz verwenden.
Shifts
Shifts sind die konkreten Szenario- oder Sensitivitätsdefinitionen. Sie können an einen bestimmten Risk Factor gebunden sein oder über Filter mehrere Faktoren treffen.
Methodology
Risikokonfiguration
| Feld | Bedeutung |
|---|
| ScenarioSet | Gruppiert Shifts in ein Szenario oder eine Szenariofamilie. |
| Name | Lesbarer Name des Schocks. |
| FactorType | Risikoklasse des Schocks. |
| Abs | Absoluter Schockwert. |
| Rel | Relativer Schockwert. |
| Scale | Skalierungsfaktor, häufig für Horizon-, Volatilitäts- oder Periodenanpassung. |
| RiskFactor | Explizit betroffener Faktor. Fehlt er, kann der Shift über Filter oder auf alle Faktoren wirken. |
| FilterBody | Filterausdruck für faktor- oder instrumentbezogene Auswahl. |
Abs, Rel und Scale
Abs und Rel sollten nicht beliebig kombiniert werden. In vielen Modellen ist genau einer der Werte fachlich führend. Scale ist ein Multiplikator und sollte dokumentiert sein, weil er Shocks still vergrößern oder verkleinern kann.
Beispiele:
| Fall | Typische Konfiguration |
|---|
| PV01 für Zinskurven | FactorType = IrDelta, ShiftType = Absolute, kleiner absoluter bp-Schock. |
| Equity-Preis-Schock | FactorType = EqDelta, ShiftType = Relative, relativer Prozent-Schock. |
| FX-Historical Simulation | FactorType = FxDelta, ShiftType = Log oder Compressed, abhängig vom Vektorformat. |
| Vega-Sensitivität | Vega-FactorType, meist absoluter Volatilitätsschock. |
| FRTB Curvature | Up/Down-Shifts, MeasureType = Curvature, konsistente FactorType-Auswahl. |
Methodology
Risikokonfiguration
Modellabhängigkeiten
Im Tab Dependencies kann ein Risk Model andere Modelle referenzieren. Das ist wichtig, wenn ein Modell Vorresultate benötigt, z. B. Preise vor Sensitivitäten, Simulation vor Aggregation oder Basis-Szenarien vor Curvature.
Abhängigkeiten sollten zyklusfrei sein. Eine zirkuläre Abhängigkeit kann Workflows blockieren oder zu unklarer Reihenfolge führen.
FRTB- und Metadaten-Besonderheiten
MetadataJson kann FRTB/SBA/IMA-Informationen tragen:
| Bereich | Typische Attribute |
|---|
| GIRR | Interest-rate category, Currency, Basis Reference Currency. |
| Equity | Sector, Economy, Size. |
| Commodity | Commodity Sector. |
| FX | Currency Pair oder Other Currency Pair. |
| Credit Spread | Sector, Credit Quality, Region, Tranche, Securitisation Asset Class. |
| IMA | Liquidity Horizon. |
| DRC | DRC Type, LGD-to-Notional-Verhalten. |
Diese Metadaten beeinflussen Bucketing, Kapitalformeln, NMRF-Analysen und Reporting. Fehlende oder ungenaue Metadaten können fachlich korrekte Sensitivitätswerte in falsche regulatorische Buckets einsortieren.
Häufige Fehler
Methodology
Risikokonfiguration
| Fehler | Auswirkung |
|---|
| Risk Factor Group inaktiv, Risk Factors aktiv | Faktoren erscheinen eventuell nicht in Auswahl oder Modellaufbau. |
| FactorType passt nicht zum Shift Type Map | Shifts werden falsch interpretiert oder nicht angewendet. |
| Doppelte Factor Keys | Aggregation und Ergebniszuordnung werden mehrdeutig. |
| Fehlender RiskFactor bei spezifischem Shift | Shift wirkt zu breit oder nur über FilterBody. |
| IgnoreFilters aktiv ohne Begründung | Workflows können Positionen oder Faktoren einbeziehen, die der Benutzer nicht erwartet. |
| FRTB-Metadaten fehlen | SBA/IMA/NMRF-Reports können falsche Buckets oder unvollständige Ergebnisse zeigen. |
Empfohlene Pflege
Ändern Sie Risikomodelle versioniert und mit klarer fachlicher Begründung. Prüfen Sie nach Änderungen mindestens:
- Sind Risk Factor Groups aktiv und FactorTypes korrekt?
- Haben alle produktiven Risk Factors stabile Keys?
- Stimmen Shift Type Maps mit den Shifts überein?
- Sind Szenariosets, Abs/Rel/Scale und Holding Period konsistent?
- Sind Modellabhängigkeiten vollständig und zyklusfrei?
- Sind FRTB- und IMA-Metadaten gepflegt, wenn regulatorische Reports betroffen sind?
Methodology
Machine-Learning-Risikomodelle
Scaling, Regularisierung, Klassifikation, Validierung und Drift-Kontrollen
Zweck
Machine-Learning-Modelle können Klassifikation, Prognose, Anomalieerkennung und Segmentierung in Risikoprozessen unterstützen. FRM Notes v0.37 behandelt typische überwachte und unüberwachte Methoden. Dieser Artikel erklärt die Validierungsaspekte, die für Risikomodelle wichtig sind.
Feature Scaling
Standardisierung transformiert ein Feature \(x\) in einen z-Score:
$$ z=\frac{x-\mu}{\sigma} $$
Min-Max-Normalisierung bildet Werte in einen festen Bereich ab:
$$ x'=\frac{x-\min(x)}{\max(x)-\min(x)} $$
Scaling muss auf Trainingsdaten gefittet und danach konsistent auf Validierungs- und Produktionsdaten angewandt werden.
Regularisierung in Regressionen
Ridge Regression bestraft große Koeffizienten:
$$ \min_\beta \left( \sum_i (y_i - x_i^\top\beta)^2 + \lambda \sum_j \beta_j^2 \right) $$
LASSO verwendet eine Absolutwertstrafe und kann Koeffizienten auf null setzen:
$$ \min_\beta \left( \sum_i (y_i - x_i^\top\beta)^2 + \lambda \sum_j |\beta_j| \right) $$
Elastic Net kombiniert beide:
$$ \lambda\left(\alpha\sum_j|\beta_j|+(1-\alpha)\sum_j\beta_j^2\right) $$
Logistische Modelle
Für binäre Zielgrößen bildet logistische Regression einen Score auf eine Wahrscheinlichkeit ab:
$$ p=\frac{1}{1+e^{-z}} $$
wobei:
$$ z=\beta_0+\beta_1x_1+\ldots+\beta_kx_k $$
Methodology
Machine-Learning-Risikomodelle
In Risikoanwendungen muss die ausgegebene Wahrscheinlichkeit kalibriert und überwacht werden.
Bäume und Klassifikation
Decision Trees teilen Daten in Gruppen. Typische Split-Kriterien sind Gini Impurity:
$$ Gini = 1-\sum_k p_k^2 $$
und Entropie:
$$ H = -\sum_k p_k\ln(p_k) $$
Baummodelle sind lokal gut prüfbar, können aber ohne Tiefe-, Blattgrößen- oder Ensemble-Kontrollen überfitten.
Distanzbasierte Modelle
Für Beobachtungen \(x\) und \(y\) ist die euklidische Distanz:
$$ d(x,y)=\sqrt{\sum_i(x_i-y_i)^2} $$
Manhattan-Distanz lautet:
$$ d(x,y)=\sum_i |x_i-y_i| $$
Distanzbasierte Modelle sind empfindlich gegenüber Feature Scaling und fehlenden Daten.
Validierungskontrollen
Methodology
Machine-Learning-Risikomodelle
| Kontrolle | Warum sie wichtig ist |
|---|
| Train/Validation Split | Verhindert Testen auf denselben Daten, die fürs Fitten genutzt wurden. |
| K-fold Cross Validation | Prüft Stabilität über Stichproben. |
| Kalibrierung | Stellt sicher, dass Wahrscheinlichkeiten beobachteten Häufigkeiten entsprechen. |
| Drift Monitoring | Erkennt Änderungen der Input- oder Zielverteilung. |
| Explainability | Unterstützt Review, Challenge und fachliche Nutzung. |
| DQ Checks | Verhindert, dass fehlende oder unplausible Features falsche Vorhersagen treiben. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Hohe Trainingsgenauigkeit, schwache Validierung | Overfitting. | Modell vereinfachen oder Regularisierung erhöhen. |
| Wahrscheinlichkeitsklassen falsch kalibriert | Scores ranken Risiko, schätzen aber Wahrscheinlichkeit falsch. | Rekalibrieren und erneut testen. |
| Feature Drift | Produktionsdaten unterscheiden sich von Trainingsdaten. | Population Stability und Retrain-Policy prüfen. |
| Unerklärte Entscheidung | Modell ist schwer challengable. | Explainability und Override Review ergänzen. |
Empfohlene Praxis
Für Risikoanwendungen sollte ML-Validierung statistische Performance, Stabilität, Erklärbarkeit und Datenqualität kombinieren. Ein Modell sollte nicht nur wegen einer guten Headline Accuracy produktiv genutzt werden.
Methodology
FRTB SBA
Sensitivities-based Approach im Basel Standardised Approach für Marktrisiko
Quelle und Scope
Dieser Artikel fasst den Sensitivities-based Approach aus dem Basel-Standardised-Approach für Marktrisiko zusammen. Grundlage sind die lokale PDF resources/d457.pdf und die BIS-Veröffentlichung:
<https://www.bis.org/bcbs/publ/d457.htm>
Der Fokus liegt ausschließlich auf SBA/SBM: Delta, Vega und Curvature. IMA, P&L Attribution, Backtesting, Default Risk Charge und Residual Risk Add-on werden hier nicht zusammengefasst.
Terminologie
| Begriff | Bedeutung |
|---|
| FRTB SBA | Gebräuchliche Kurzform für den sensitivitätsbasierten Ansatz im Standardised Approach. |
| SBM | Sensitivities-based Method; Begriff im Basel-Text. |
| Risk Class | GIRR, CSR, Equity, Commodity oder FX. |
| Bucket | Regulatorische Gruppierung innerhalb einer Risk Class. |
| Weighted Sensitivity | Netto-Sensitivität multipliziert mit regulatorischem Risk Weight. |
Berechnungsstruktur
Für jede Risk Class werden drei Komponenten berechnet:
Methodology
FRTB SBA
| Komponente | Gilt für | Wichtigster Input |
|---|
| Delta | Lineare Exponierung gegenüber vorgeschriebenen Risk Factors | Netto-Sensitivitäten |
| Vega | Optionalität gegenüber impliziter Volatilität | Vega-Sensitivitäten |
| Curvature | Nichtlinearer Verlust über Delta hinaus | Up/Down-Shock-Revaluations |
Die gesamte SBA Charge wird unter Medium-, High- und Low-Correlation-Szenarien berechnet. Maßgeblich ist das größte Szenarioergebnis.
Kernformeln
Weighted Sensitivity:
$$ WS_k = RW_k \cdot s_k $$
Within-Bucket Aggregation:
$$ K_b = \sqrt{ \max\left( 0, \sum_k WS_k^2 + \sum_k \sum_{l \ne k} \rho_{kl} WS_k WS_l \right) } $$
Across-Bucket Aggregation:
$$ K = \sqrt{ \max\left( 0, \sum_b K_b^2 + \sum_b \sum_{c \ne b} \gamma_{bc} S_b S_c \right) } $$
Correlation-Szenarien:
$$ \rho^{high}_{kl} = \min(1, 1.25 \rho_{kl}) $$
$$ \rho^{low}_{kl} = \max(2\rho_{kl} - 1,\; 0.75\rho_{kl}) $$
Die gleiche High/Low-Transformation gilt für Bucket-Korrelationen \( \gamma_{bc} \).
SBA Capital:
$$ K_{SBA} = \max_{scenario \in \{low, medium, high\}} \sum_{risk\ classes} (K_{\Delta} + K_{Vega} + K_{Curvature}) $$
Curvature-Formel
Methodology
FRTB SBA
Curvature misst den inkrementellen Verlust nach Abzug des Delta-Effekts. Für Risk Factor \(k\):
$$ CVR_k^+ = -\sum_i \left[ V_i(x_k^{+}) - V_i(x_k) - RW_k^{curv} \cdot s_{ik} \right] $$
$$ CVR_k^- = -\sum_i \left[ V_i(x_k^{-}) - V_i(x_k) + RW_k^{curv} \cdot s_{ik} \right] $$
Die Bucket Charge verwendet das größere Upward- oder Downward-Szenario nach regulatorischer Korrelationsaggregation.
GIRR
General Interest Rate Risk wird nach Währung gebucketed. Jede Währung ist ein eigener Bucket. Delta GIRR nutzt risikofreie Kurventenors sowie Inflation und Cross-Currency-Basis als zusätzliche Risk Factors.
GIRR Delta Shock Table
| Tenor | 0.25Y | 0.5Y | 1Y | 2Y | 3Y | 5Y | 10Y | 15Y | 20Y | 30Y |
|---|
| Risk Weight | 1.7% | 1.7% | 1.6% | 1.3% | 1.2% | 1.1% | 1.1% | 1.1% | 1.1% | 1.1% |
| GIRR Special Factor | Risk Weight |
|---|
| Inflation | 1.6% |
| Cross-currency basis | 1.6% |
Für spezifizierte Hauptwährungen kann die Basel-Square-Root-of-Two-Reduktion zulässig sein.
CSR Non-Securitisation
Credit Spread Risk Non-Securitisation wird nach Credit Quality und Sector gebucketed. Investment Grade, High Yield/Non-Rated und Index-Buckets erhalten unterschiedliche Risk Weights.
CSR Non-Securitisation Risk Weights
Methodology
FRTB SBA
| Bucket Range | Beschreibung | Risk Weights |
|---|
| 1-8 | Investment Grade Sectors und Covered Bonds | 0.5% bis 5.0% |
| 9-16 | High Yield, Non-Rated und Other Sector | 2.0% bis 12.0% |
| 17 | IG Indices | 1.5% |
| 18 | HY Indices | 5.0% |
Auffällig hohe Gewichte sind 12.0% für Financials in HY/Non-Rated und 12.0% für Other Sector.
Equity
Equity Risk wird nach Market Cap, Economy und Sector gebucketed. Der Standard unterscheidet Large versus Small Market Cap, Advanced versus Emerging Market und Index Buckets.
Equity Delta Shock Table
Methodology
FRTB SBA
| Bucket | Equity Spot Risk Weight | Equity Repo Risk Weight |
|---|
| 1 | 55% | 0.55% |
| 2 | 60% | 0.60% |
| 3 | 45% | 0.45% |
| 4 | 55% | 0.55% |
| 5 | 30% | 0.30% |
| 6 | 35% | 0.35% |
| 7 | 40% | 0.40% |
| 8 | 50% | 0.50% |
| 9 | 70% | 0.70% |
| 10 | 50% | 0.50% |
| 11 | 70% | 0.70% |
| 12 | 15% | 0.15% |
| 13 | 25% | 0.25% |
Equity Vega und Curvature betreffen optionale Exponierung. Equity Repo Rates werden nicht wie Equity-Spot-Optionalität behandelt.
Commodity
Commodity Risk wird in 11 Commodity Groups unterteilt. Die Unterscheidung ist wesentlich, weil Energy, Freight, Metals, Agriculture und Other Commodities sehr unterschiedliche Schocks haben.
Commodity Shock Table
Methodology
FRTB SBA
| Bucket | Commodity Group | Risk Weight |
|---|
| 1 | Energy - solid combustibles | 30% |
| 2 | Energy - liquid combustibles | 35% |
| 3 | Energy - electricity and carbon trading | 60% |
| 4 | Freight | 80% |
| 5 | Metals - non-precious | 40% |
| 6 | Gaseous combustibles | 45% |
| 7 | Precious metals including gold | 20% |
| 8 | Grains and oilseed | 35% |
| 9 | Livestock and dairy | 25% |
| 10 | Softs and other agriculturals | 35% |
| 11 | Other commodity | 50% |
Electricity und Freight werden gesondert betrachtet, weil Delivery Interval, Region, Route und Week das Risiko wesentlich verändern können.
FX
FX Risk verwendet einen Bucket je Wechselkurs zwischen Instrumentwährung und Reporting Currency.
| FX Item | Value |
|---|
| Delta FX Risk Weight | 15% |
| Across-Bucket Correlation | 60% |
Methodology
FRTB SBA
Spezifizierte Currency Pairs und First-Order Crosses können die Basel-Square-Root-of-Two-Reduktion verwenden, sofern zulässig.
Vega Risk
Vega nutzt dieselben Bucket-Definitionen wie Delta. Der wesentliche Unterschied ist der Liquidity Horizon je Risk Class.
Vega Liquidity Horizon and Risk Weight Table
| Risk Class | Liquidity Horizon | Vega Risk Weight |
|---|
| GIRR | 60 | 100% |
| CSR non-securitisation | 120 | 100% |
| CSR securitisation CTP | 120 | 100% |
| CSR securitisation non-CTP | 120 | 100% |
| Equity large cap and indices | 20 | 77.78% |
| Equity small cap and other sector | 60 | 100% |
| Commodity | 120 | 100% |
| FX | 40 | 100% |
Vega Risk Weight Formula:
$$ RW_k = \min\left( RW_{\sigma} \sqrt{\frac{LH_{risk\ class}}{10}}, 100\% \right) ,\quad RW_{\sigma}=55\% $$
Curvature Risk
Curvature Buckets replizieren grundsätzlich die Delta Buckets, sofern nichts anderes festgelegt ist. FX- und Equity-Curvature-Schocks sind relative Shifts in Höhe der jeweiligen Delta Risk Weights. Für GIRR, CSR und Commodity werden Schocks auf Kurven oder Risk Factors angewendet und der Delta-Anteil danach abgezogen.
Asset-Class Distinctions
Methodology
FRTB SBA
| Risk Class | Bucket Basis | Delta Distinction | Vega/Curvature Distinction |
|---|
| GIRR | Currency | Tenor, Curve, Inflation, Cross-Currency Basis | Keine Curvature für Inflation und Cross-Currency Basis |
| CSR | Credit Quality und Sector | Tenor und Issuer Spread | Separate Behandlung für Non-Sec, Securitisation CTP und Non-CTP |
| Equity | Market Cap, Economy, Sector | Spot und Repo Rates | Repo Rates nicht im Fokus von Vega/Curvature |
| Commodity | Commodity Group | Spot Risk by Commodity Bucket | Delivery, Route und Region können relevant sein |
| FX | Currency Pair | Exchange Rate zu Reporting/Base Currency | FX Options folgen FX Vega und Curvature Rules |
Interpretation für Anwender
SBA-Ergebnisse sind regulatorische Standardised Charges unter vorgeschriebenen Schocks und Korrelationen. Sie sind nicht identisch mit Desk VaR, Historical Simulation Loss, Model Approval oder einem internen Kapitalmodell.
Methodology
IRRBB
Zinsänderungsrisiko im Bankbuch: EVE, NII, Schocks und Standardised Framework
Quelle und Scope
Dieser Artikel fasst den Basel-Standard 2016 für Interest Rate Risk in the Banking Book zusammen. Grundlage sind die lokale PDF resources/d368.pdf und die BIS-Veröffentlichung:
<https://www.bis.org/bcbs/publ/d368.htm>
Der Fokus liegt auf der fachlichen Interpretation im Portal: EVE, NII, vorgeschriebene Zins-Schocks, Verhaltensannahmen und Standardised-Framework-Rechnung. Interne Modellgovernance und lokale Meldeformate werden hier nicht beschrieben.
Zweck
IRRBB misst, wie Bankbuch-Erträge und ökonomischer Wert auf Zinsänderungen reagieren. Es ist vom Marktrisiko des Handelsbuchs zu trennen. Entscheidend ist, ob Assets, Liabilities und Off-Balance-Sheet-Positionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, nach unterschiedlichen Konventionen oder mit eingebetteten Kundenoptionen repricen.
| Kennzahl | Bedeutung | Typische Verwendung |
|---|
| EVE | Economic Value of Equity; Barwertänderung der Bankbuch-Cashflows unter Zinsschocks. | Strukturelle Wert-Sensitivität und Outlier-Prüfung. |
| NII | Net Interest Income; Ergebniseffekt über einen Forward-Horizont. | Earnings-Sensitivität und Planung unter geschockten Zinsen. |
| Delta EVE | Differenz zwischen Base-EVE und Shocked-EVE, inklusive Options-Add-ons falls relevant. | Zentrale Wertkennzahl im Standardised Framework. |
| Delta NII | Differenz zwischen Base-NII und Shocked-NII. | Earnings-Kennzahl für vorgeschriebene Szenarien. |
Standardised-Framework-Stufen
Das Basel Standardised Framework lässt sich als fünfstufiger Ablauf lesen:
Methodology
IRRBB
| Stufe | Inhalt |
|---|
| 1 | Bankbuchpositionen als standardisierbar, eingeschränkt standardisierbar oder nicht standardisierbar klassifizieren. |
| 2 | Notional Repricing Cashflows in Laufzeit-Buckets einsortieren. |
| 3 | EVE-Änderungen je wesentlicher Währung für die vorgeschriebenen Schocks berechnen. |
| 4 | Wertänderungen automatischer Zinsoptionen ergänzen. |
| 5 | Die schlechteste aggregierte EVE-Reduktion über die vorgeschriebenen Szenarien verwenden. |
Repricing-Cashflows
Die standardisierte EVE-Rechnung verwendet Notional Repricing Cashflows. Fixed-Rate-Positionen werden typischerweise nach vertraglicher Fälligkeit einsortiert. Floating-Rate-Positionen werden typischerweise zum nächsten Reset- oder Repricing-Termin einsortiert.
Methodology
IRRBB
| Bucket | Mittelpunkt |
|---|
| Overnight | 0.0028Y |
| O/N bis 1M | 0.0417Y |
| 1M bis 3M | 0.1667Y |
| 3M bis 6M | 0.375Y |
| 6M bis 9M | 0.625Y |
| 9M bis 1Y | 0.875Y |
| 1Y bis 1.5Y | 1.25Y |
| 1.5Y bis 2Y | 1.75Y |
| 2Y bis 3Y | 2.5Y |
| 3Y bis 4Y | 3.5Y |
| 4Y bis 5Y | 4.5Y |
| 5Y bis 6Y | 5.5Y |
| 6Y bis 7Y | 6.5Y |
| 7Y bis 8Y | 7.5Y |
| 8Y bis 9Y | 8.5Y |
| 9Y bis 10Y | 9.5Y |
| 10Y bis 15Y | 12.5Y |
| 15Y bis 20Y | 17.5Y |
| Mehr als 20Y | 25Y |
Non-Maturity Deposits
Methodology
IRRBB
Non-Maturity Deposits werden in Retail und Wholesale unterteilt. Retail wird zusätzlich in transactional und non-transactional getrennt. Stabile Bestände können als Core Deposits behandelt werden, jedoch nur innerhalb regulatorischer Caps. Nicht-Core-Bestände werden overnight behandelt.
| Kategorie | Cap für Core Balance | Durchschnittliche Laufzeit-Cap |
|---|
| Retail transactional | 90% | 5.0Y |
| Retail non-transactional | 70% | 4.5Y |
| Wholesale | 50% | 4.0Y |
Im Portal werden NMDs als behavioral Rates-Instrument interpretiert. Das Runoff-Profil erzeugt die Cashflow-Verteilung für den stabilen Anteil; Segment-Cap und durchschnittliche Laufzeit begrenzen die zulässige Behavioral Maturity. Wenn ein Zero-Floor aktiv ist, kommt ein Normal-/Bachelier-Floor-Wert hinzu, der eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche benötigt.
| Ergebnis | NMD-spezifische Lesart |
|---|
| EVE | Wird stark von Core Balance, Runoff-Profil und durchschnittlicher Laufzeit beeinflusst. |
| NII | Hängt von Kundensatz, Pass-through und Repricing-Annahme ab. |
| PV01 | Misst Kurvenexposure aus Runoff-Duration und Diskontierung. |
| IrVega | Misst den Wertbeitrag der Normal-Volatilitätsfläche für die Floor-Komponente. |
Wenn NMD-Ergebnisse auffällig sind, zuerst Core-Balance-Cap, Runoff-WAL, IncludeFloorValue, FloorStrike und Surface Mapping prüfen.
Verhaltensoptionen
Verhaltensoptionen sind wesentlich, weil Kundenverhalten bei Zinsänderungen anders ausfallen kann. Das Standardised Framework gibt Szenario-Skalare für Kredit-Prepayments und Term-Deposit-Redemptions vor.
Prepayment Rate im Szenario \(i\), Portfolio \(p\), Währung \(c\):
Methodology
IRRBB
$$ CPR^p_{i,c} = \min\left(1,\gamma_i \cdot CPR^p_{0,c}\right) $$
| Szenario | Prepayment-Skalar \( \gamma_i \) |
|---|
| Parallel up | 0.8 |
| Parallel down | 1.2 |
| Steepener | 0.8 |
| Flattener | 1.2 |
| Short-rate up | 0.8 |
| Short-rate down | 1.2 |
Prepayment-adjustierter Cashflow:
$$ CF^p_{i,c}(k) = CF^S_{i,c}(k) + CPR^p_{i,c} \cdot N^p_{i,c}(k-1) $$
Term-Deposit-Redemption Rate:
$$ TDRR^p_{i,c} = \min\left(1,u_i \cdot TDRR^p_{0,c}\right) $$
| Szenario | Term-Deposit-Skalar \(u_i\) |
|---|
| Parallel up | 1.2 |
| Parallel down | 0.8 |
| Steepener | 0.8 |
| Flattener | 1.2 |
| Short-rate up | 1.2 |
| Short-rate down | 0.8 |
Methodology
IRRBB
Early-Redemption-Repricing-Cashflow:
$$ CF^p_{i,c}(1) = TD^p_{0,c} \cdot TDRR^p_{i,c} $$
EVE-Formeln
Discount Factor für Schockszenario \(i\), Währung \(c\), Bucket-Mittelpunkt \(t_k\):
$$ DF_{i,c}(t_k) = \exp\left(-R_{i,c}(t_k)t_k\right) $$
Net EVE im Szenario \(i\):
$$ EVE^{net}_{i,c} = \sum_{k=1}^{K} CF_{i,c}(k) \cdot DF_{i,c}(t_k) $$
EVE-Verlust im Szenario \(i\), inklusive Add-on für automatische Optionen \(KAO_{i,c}\):
$$ \Delta EVE_{i,c} = \sum_{k=1}^{K} CF_{0,c}(k)DF_{0,c}(t_k) - \sum_{k=1}^{K} CF_{i,c}(k)DF_{i,c}(t_k) + KAO_{i,c} $$
Die standardisierte EVE-Kennzahl verwendet den größten positiven aggregierten Verlust über die sechs Szenarien:
$$ \Delta EVE = \max_i \left( \max\left(0,\sum_c \Delta EVE_{i,c}\right) \right) $$
In der standardisierten Aggregation tragen nur Währungen mit positivem EVE-Verlust zur aggregierten Verlustkennzahl bei.
Vorgeschriebene EVE-Schocks
Die sechs EVE-Szenarien sind Parallel up, Parallel down, Steepener, Flattener, Short-rate up und Short-rate down.
Methodology
IRRBB
| Währung | Parallel-Schock | Short-rate-Schock | Long-rate-Schock |
|---|
| EUR | 200 bp | 250 bp | 100 bp |
| USD | 200 bp | 300 bp | 150 bp |
| GBP | 250 bp | 300 bp | 150 bp |
| CHF | 100 bp | 150 bp | 100 bp |
| JPY | 100 bp | 100 bp | 100 bp |
| AUD | 300 bp | 450 bp | 200 bp |
| CAD | 200 bp | 300 bp | 150 bp |
| SEK | 200 bp | 300 bp | 150 bp |
Parallel-Schock:
$$ \Delta R_{parallel,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{parallel,c} $$
Short-rate-Schock, mit \(x=4\):
$$ S_{short}(t_k) = e^{-t_k/x} $$
$$ \Delta R_{short,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{short,c}S_{short}(t_k) $$
Long-rate-Schock:
$$ S_{long}(t_k) = 1 - S_{short}(t_k) $$
$$ \Delta R_{long,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{long,c}S_{long}(t_k) $$
Steepener:
$$ \Delta R_{steepener,c}(t_k) = -0.65\left|\Delta R_{short,c}(t_k)\right| +
- 9\left|\Delta R_{long,c}(t_k)\right|
$$
Methodology
IRRBB
Flattener:
$$ \Delta R_{flattener,c}(t_k) = +0.8\left|\Delta R_{short,c}(t_k)\right| -
- 6\left|\Delta R_{long,c}(t_k)\right|
$$
Aufseher können Floors für Post-Shock-Zinsen definieren. Der Basel-Text begrenzt diese Floors so, dass sie nicht größer als null sein dürfen.
Portfolio- und Asset-Unterscheidungen
| Bereich | Interpretation |
|---|
| Fixed-Rate-Loans und Bonds | Hauptrisiko sind Maturity Mismatch und Discount-Curve-Schock. |
| Floating-Rate-Instrumente | Hauptrisiko sind Reset-Zeitpunkt und Basis zwischen Funding- und Asset-Kurven. |
| Non-Maturity Deposits | Behavioural-Maturity-Annahmen können EVE dominieren. |
| Prepayable Loans | Niedrigere Zinsen können Prepayments erhöhen und Asset Duration verkürzen. |
| Term Deposits | Höhere Zinsen können Early Redemption verstärken. |
| Automatische Optionen | Optionsbewertung muss Shocked Curve und vorgeschriebenen Volatilitätsstress berücksichtigen. |
Outlier- und Disclosure-Kontext
Der Basel-Standard vergleicht das maximale \( \Delta EVE \) einer Bank mit Tier-1-Kapital. Die Outlier-Schwelle in d368 beträgt 15% des Tier-1-Kapitals. Banken legen außerdem EVE- und NII-Änderungen unter den vorgeschriebenen Schocks offen.
Das ist keine Aussage über lokale regulatorische Genehmigung. Portal-Ergebnisse sind als Modell-, Daten- und Szenarioevidenz im jeweils angezeigten Scope zu lesen.
Empfohlene Prüfung
Methodology
IRRBB
Prüfe Kurvenwährung, Repricing-Buckets, NMD-Annahmen, Inputs für Verhaltensoptionen und Sign Convention, bevor ein IRRBB-Ergebnis interpretiert wird. Bei großen Bewegungen zuerst Base- und Shocked-Cashflow-Buckets vergleichen; danach prüfen, ob die Bewegung aus echter Duration, Kundenoptionsannahmen oder fehlenden Marktdaten stammt.
Methodology
QLNet Beispielrechnungen
Kleine Beispielrechnungen für Kurven, Bonds, Swaps und Optionen
Zweck
Diese Beispiele zeigen kleine Rechnungen, mit denen Bewertungsmechanik validiert werden kann. Sie sind vereinfacht und dienen der Interpretation, nicht der Reproduktion produktiver Läufe.
Bond DCF Beispiel
| Input | Wert |
|---|
| Notional | 1.000.000 |
| Jährlicher Coupon | 3,00% |
| Discount Factor zum Coupondatum | 0,9800 |
| Discount Factor zur Endfälligkeit | 0,9400 |
Cashflows werden einzeln diskontiert. Ein finaler Coupon von 30.000 und die Rückzahlung von 1.000.000 zur Endfälligkeit tragen bei:
$$ 1{.}030{.}000 \times 0{,}9400 $$
Swap Par-Rate Beispiel
| Leg | Interpretation |
|---|
| Floating Leg | Projizierte Index-Coupons, diskontiert auf heute. |
| Fixed Leg | Fixe Coupons, diskontiert auf heute. |
| Fair Rate | Fester Zinssatz, bei dem beide Legs denselben Barwert haben. |
Option Black-Style Beispiel
Methodology
QLNet Beispielrechnungen
| Input | Bedeutung |
|---|
| Forward | Erwarteter Underlying-Level unter dem Bewertungsmaß. |
| Strike | Ausübungslevel. |
| Volatilität | Annualisierter Unsicherheitsinput. |
| Expiry | Zeit bis zur Optionsausübung. |
Höhere Volatilität erhöht üblicherweise den Optionswert, besonders bei Optionen nahe am Strike.
Kurvenbeispiel
Eine Kurve wandelt Marktquotes in Discount oder Projection Factors um. Ein einjähriger Zero Rate von 3% mit jährlicher Verzinsung impliziert ungefähr:
$$ \frac{1}{1{,}03} = 0{,}970873786 $$
$$ DF(t) = \frac{1}{(1+r)^t} $$
$$ ForwardRate(t_1,t_2) = \frac{\frac{DF(t_1)}{DF(t_2)} - 1}{yearFraction(t_1,t_2)} $$
Empfohlene Praxis
Nutzen Sie diese Beispiele zur Prüfung von Richtung und Größenordnung. Produktive Ergebnisse hängen zusätzlich von Kalendern, Day Counts, Interpolation, Settlement, Fixings und Modellkonventionen ab.
Instruments
Bonds und Swaps
Wichtige Felder und Ergebnisse für Rates-Instrumente
Zweck
Bonds und Swaps sind Rates-Instrumente. Ihre Ergebnisse werden vor allem durch Cashflows, Discount Curves und Projection Curves bestimmt.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Notional | Kapitalbetrag für Coupons und Rückzahlung. |
| Coupon oder Fixed Rate | Zinssatz auf das Notional. |
| Payment Schedule | Daten, an denen Cashflows entstehen. |
| Curve Mapping | Discount- und Projection-Kurven für die Bewertung. |
Ergebnisinterpretation
Bei Bonds vergleichen Sie Clean Price, Dirty Price, Accrued Interest und Present Value. Bei Swaps vergleichen Sie Leg NPVs, Gesamt-NPV, Fair Rate und Sensitivitäten.
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| PV ist null | Instrument ist abgelaufen, Quantity ist null oder Bewertungsobjekt fehlt. | Maturity, Positionsgröße und Instrumentunterstützung prüfen. |
| Accrued wirkt falsch | Day Count oder Settlement-Konvention unterscheidet sich. | Coupon Schedule und Settlement Date prüfen. |
| Kurve fehlt | Curve Mapping ist unvollständig. | Marktdaten und Instrument-Stammdaten prüfen. |
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
Voraussetzungen und Beispielkonfigurationen nach Assetklasse
Zweck
Dieser Artikel erklärt die Instrumenttypen, die aktuell in den Portal-Validation-Packs und produktionsnahen Validierungssamples vertreten sind. Die Instrumente sind nach Assetklasse gruppiert. Jede Gruppe nennt Voraussetzungen, wichtige Konfigurationsfelder und Beispielkonfigurationen.
Die Beispiele sind bewusst kompakt. Produktive Positionen benötigen zusätzlich Portfolio-, Book-, Legal-Entity-, Counterparty- und Source-System-Metadaten.
Gemeinsame Voraussetzungen
Jedes Instrument benötigt genug Stammdaten, Marktdaten und Model Mapping, damit der richtige Bewertungs- und Simulationspfad gewählt werden kann.
| Voraussetzung | Bedeutung |
|---|
| Instrument type | Kanonischer Typ wie FixedRateBond, InterestRateSwap, EuropeanVanillaOption oder HICPYYCap. |
| Trade id / name | Stabile ID und lesbarer Name für Evidenz und Dashboards. |
| Asset class | Rates, Equity, FX, Commodity, Inflation oder Hybrid. |
| Currency | Bewertungs- oder Reportingwährung. |
| Notional oder Quantity | Ökonomische Größe. Große Quantities können PV und Szenario-PnL dominieren. |
| Issue / start date | Schedule-Start oder Trade-Start. |
| Maturity | Endfälligkeit, Expiry oder Lieferdatum. |
| Day count | Accrual-Konvention, falls relevant. |
| Business day convention | Datumsanpassung, falls relevant. |
| Market-data mapping | Kurven, Quotes, Volatilitätsflächen, Fixings oder Indexstände. |
| Model mapping | Produktiver Builder-/Modellpfad für Bewertung und Simulation. |
Validierungskapazitäten
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
Instrument-Validation-Packs prüfen typischerweise diese Fähigkeiten, soweit verfügbar:
| Capability | Bedeutung |
|---|
| Pricing | Basisbewertung / PV / Preis. |
| Cashflows | Extrahierter Schedule oder Zahlungsansicht. |
| Sensis | Shifted Valuation und finite-difference Sensitivität. |
| Scenarios | Deterministische Szenariobewertung. |
| VaR | Historischer Simulationsvektor und Tail-Kennzahl. |
| DQ | Data-Quality-Prüfungen auf Stammdaten und Marktdaten. |
Nicht jedes Instrument hat dieselbe Abdeckung. Nicht unterstützte oder teilweise angebundene Instrumente müssen Amber, Red oder Unknown zeigen, nicht Green.
Rates: Bonds
Implementierte bond-ähnliche Instrumente:
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| FixedRateBond | Vanilla Fixed-Coupon Bond. | Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
| FloatingRateBond | Floating Rate Note. | Basic Bond Portfolio Coverage und Readiness. |
| ZeroBond | Zero-Coupon Bond. | Basic Bond Portfolio Coverage und Readiness. |
| CallableBond | Bond mit Issuer Call Optionalität. | Readiness Section; Coverage Gaps dokumentiert. |
| ConvertibleBond | Bond mit Equity Conversion Feature. | Hybrid/Readiness Section; Coverage Gaps dokumentiert. |
Instrumentbeschreibungen
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| FixedRateBond | Ein Fixed-Rate Bond zahlt einen bekannten Couponplan und Tilgung bei Fälligkeit. Damit adressiert man deterministische Rates-Bewertung, Accrued Interest, Cashflow-Validierung, Kurvendiskontierung und Bond-PV01/VaR. |
| FloatingRateBond | Ein Floating-Rate Bond bindet Coupons an einen Referenzindex oder eine Forwardkurve. Damit adressiert man Projection Curve Setup, Reset/Fixing-Behandlung und Floating-Cashflow-Readiness. |
| ZeroBond | Ein Zero-Coupon Bond hat keine laufenden Coupons und wird im Wesentlichen über Diskontierung bis Maturity bewertet. Damit adressiert man reine Discount-Factor-Validierung und einfache Kurvensensitivität. |
| CallableBond | Ein Callable Bond gibt dem Emittenten das Recht, vor Endfälligkeit zurückzuzahlen. Damit adressiert man Optionalität in Rates-Produkten, benötigt aber Call Schedule und Optionality-Model-Evidenz für uneingeschränkte Nutzung. |
| ConvertibleBond | Ein Convertible Bond kombiniert Bond-Cashflows mit einem Equity Conversion Feature. Damit adressiert man hybrides Rates/Equity-Risiko und benötigt sowohl Bond-Inputs als auch equity-option-ähnliche Inputs. |
Voraussetzungen
| Daten | Benötigt für |
|---|
| Discount curve | Pricing, PV01, Szenariobewertung und VaR. |
| Cashflow schedule fields | Coupon Dates, Maturity, Day Count und Frequency. |
| Settlement convention | Clean/dirty Price und Accrued Interest. |
| Credit/spread curve | Wenn Spread Discounting oder Credit Valuation aktiv ist. |
| Optionality data | Callable und Convertible Features. |
| Equity data | Convertible Conversion Feature. |
Fixed-rate bond Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-BOND-FIXED-001 |
| Instrument | FixedRateBond |
| Assetklasse | Rates |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Coupon | 3,00% |
| Issue date | 2026-01-01 |
| Maturity | 2031-01-01 |
| Coupon frequency | Annual |
| Day count | Actual360 |
| Business day convention | ModifiedFollowing |
| Model hint | QLNet FixedRateBond + DiscountingBondEngine |
Data Quality
Typische Bond-DQ-Prüfungen sind positive Notional, Maturity nach Issue Date, gültiger Coupon, Discount-Curve-Mapping und benötigte Marktdatenreferenzen.
Rates: Interest Rate Swaps
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| InterestRateSwap | Vanilla fixed-vs-floating IRS. | Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
| NonMaturingDeposit | Einlage ohne vertragliche Endfälligkeit. | IRRBB, Pricing, Cashflows, Sensis, VaR, DQ mit Verhaltensannahmen. |
Instrumentbeschreibung
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| InterestRateSwap | Ein Interest Rate Swap tauscht feste und variable Zinscashflows. Damit adressiert man Hedge-Bewertung, Fixed/Floating Curve Setup, Swap-PV01, Key-Rate-Sensitivität und IR Historical Simulation. |
| NonMaturingDeposit | Ein Non-Maturity Deposit modelliert stabile und nicht stabile Einlagenbestände ohne vertragliche Fälligkeit. Damit adressiert man IRRBB-EVE, Behavioral Maturity, Core-Balance-Caps, Runoff-Cashflows und optionalen Zero-Floor-Vega. Details stehen im Artikel Non-Maturity Deposits. |
Voraussetzungen
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Daten | Benötigt für |
|---|
| Discount curve | Diskontierung beider Legs. |
| Forward curve | Floating Leg Projection. |
| Fixed leg frequency | Fixed Coupon Schedule. |
| Floating leg frequency | Reset- und Payment-Schedule. |
| Fixed rate und spread | Coupon Economics. |
| Swap direction | Payer- oder Receiver-Interpretation. |
| NMD segment und runoff profile | Für NMDs: Segment-Cap, Core Balance, gewichtete Laufzeit und Cashflow-Verteilung. |
| Normal-volatility surface | Für NMDs mit aktivem Floor: gemappte Normal-Volatilitätsfläche, kein instrument-lokaler Ersatz. |
IRS Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-IRS-PAYER-ANNUAL-001 |
| Trade name | IRS/EUR/PAYER/5Y/ANN-3M |
| Instrument | InterestRateSwap |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Swap type | Payer |
| Fixed frequency | Annual |
| Floating frequency | Quarterly |
| Fixed rate | 2,25% |
| Spread | 0,10% |
| Issue date | 2026-02-15 |
| Maturity | 2031-01-15 |
| Day count | 30E/360 fixed; Actual/360 floating |
Rates: Caps, Floors und Collars
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| VanillaCapFloor | Zins-Cap oder Floor. | Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
| VanillaCollar | Collar-Struktur. | Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
Instrumentbeschreibungen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| VanillaCapFloor | Ein Cap oder Floor ist ein Strip von Optionlets auf einen variablen Zinsindex. Damit adressiert man Zinsoptionalität, Optionlet-Volatilität, vega-sensitive Bewertung und nichtlineares IR-Szenariorisiko. |
| VanillaCollar | Ein Collar kombiniert Cap und Floor, um Floating-Rate-Exposure in einem Korridor zu begrenzen. Damit adressiert man Hedging-Strukturen, in denen Aufwärts- und Abwärtsbewegungen durch zwei Strikes begrenzt sind. |
Voraussetzungen
| Daten | Benötigt für |
|---|
| Discount curve | PV-Diskontierung. |
| Forward curve | Floating Index Projection. |
| Cap/floor volatility | Optionlet-Bewertung. |
| Strike | Cap/Floor Strike. |
| Floating frequency | Optionlet Schedule. |
| Low/high barrier | Collar-Unter- und Obergrenze. |
Cap Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-CAP-3Y-ATM-001 |
| Trade name | CAP/EUR/3Y/ATM |
| Instrument | VanillaCapFloor |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Cap/floor type | Cap |
| Strike | 2,00% |
| Floating frequency | Quarterly |
| Issue date | 2026-02-15 |
| Maturity | 2029-02-15 |
| Day count | Actual360 |
| Volatility | 25,00% |
Rates: Bond Futures
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| BondFuture | Rates Future mit Deliverable Basket. | CTD Basket, Pricing, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
Instrumentbeschreibung
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| BondFuture | Ein Bond Future ist ein standardisierter Futures-Kontrakt mit lieferbarem Anleihekorb. Damit adressiert man Futures Pricing, Cheapest-to-Deliver Auswahl, Conversion Factors und Rates-Szenarioexposure. |
Bond Future Beispielfelder
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-FUT-BUND-SEP26-001 |
| Trade name | FUT/BOND/BUND/202609 |
| Instrument | BondFuture |
| Währung | EUR |
| Notional | 100.000 |
| Futures price | 112,50 |
| Strike/reference price | 112,50 |
| Maturity | 2026-09-18 |
| Model hint | CTD basket bond future validation model |
Equity: Stocks, Indices, Options und Futures
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| Stock | Listed Equity Position. | Quote Pricing und Scenario Readiness. |
| EquityIndex | Equity Index Exposure. | Quote Pricing und Scenario Readiness. |
| EuropeanVanillaOption | Europäische Calls/Puts. | Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
| EquityFuture | Cost-of-carry Equity Future. | Pricing, Sensis, Scenarios, VaR, DQ. |
Instrumentbeschreibungen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| Stock | Eine Stock-Position ist direktes Exposure auf einen Equity-Spotpreis. Damit adressiert man einfache Quote-Bewertung, Quantity Scaling, Equity-Schocks und Equity-PnL-Vektoren. |
| EquityIndex | Eine Equity-Index-Position referenziert einen Indexstand statt eines einzelnen Emittenten. Damit adressiert man Index-Quote-Bewertung, breite Marktschocks und indexbasiertes Szenarioexposure. |
| EuropeanVanillaOption | Eine europäische Vanilla Option gibt das Recht, den Underlying bei Fälligkeit zu kaufen oder zu verkaufen. Damit adressiert man Option Pricing, Delta/Gamma/Vega-Risiko, Vol-Surface-Mapping und nichtlineare Szenariobewertung. |
| EquityFuture | Ein Equity Future ist ein forward-ähnliches Exposure auf einen Equity-Underlying mit standardisierter Fälligkeit. Damit adressiert man Cost-of-Carry Pricing, Forward-Level-Checks und Equity-Szenario-PnL. |
Voraussetzungen
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Daten | Benötigt für |
|---|
| Underlying spot | Bewertung, Delta/Gamma-Risiko. |
| Strike und expiry | Payoff-Definition. |
| Volatility surface oder flat vol | Pricing und Vega-Risiko. |
| Risk-free curve | Diskontierung und Forward. |
| Dividend yield oder Forward Adjustment | Equity Option Forward. |
| Equity, IR und Vol Shocks | Vollständige Scenario/VaR-Abdeckung. |
European option Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-OPT-CALL-ATM-001 |
| Trade name | OPT/EUR/CALL/ATM |
| Instrument | EuropeanVanillaOption |
| Währung | EUR |
| Notional | 10.000 |
| Option type | Call |
| Moneyness | ATM |
| Spot | 100,00 |
| Strike | 100,00 |
| Volatility | 20,00% |
| Dividend yield | 0,00% |
| Risk-free rate | 2,00% |
| Maturity | 2027-01-15 |
Exotic Options
Readiness Coverage umfasst BarrierOption, DoubleBarrierOption, AsianOption, DigitalOption, FixedLookbackOption, LookbackOption, PartialFixedLookbackOption, PartialFloatingLookbackOption, HolderExtensibleOption, MagrabeOption, SimpleChooserOption und ComplexChooserOption.
Instrumentbeschreibungen
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| BarrierOption | Eine Barrier Option wird aktiviert oder gelöscht, wenn der Underlying eine Barriere erreicht. Damit adressiert man pfadabhängige Optionalität und Barrier-Level-Daten. |
| DoubleBarrierOption | Eine Double-Barrier Option hat untere und obere Barrier-Bedingungen. Damit adressiert man begrenzte pfadabhängige Payoffs und Sensitivität zur Barrier-Platzierung. |
| AsianOption | Eine Asian Option nutzt einen Durchschnittskurs statt nur den Terminalpreis. Damit adressiert man Averaging-Period-Konfiguration und geringere Abhängigkeit von einer einzelnen Endbeobachtung. |
| DigitalOption | Eine Digital Option zahlt einen festen Betrag, wenn eine Bedingung erfüllt ist. Damit adressiert man diskontinuierliches Payoff-Verhalten und hohe Sensitivität um den Strike. |
| FixedLookbackOption | Eine Fixed-Strike Lookback Option hängt vom besten oder schlechtesten beobachteten Underlying-Level ab. Damit adressiert man Observation-Window Setup und pfadabhängige Extrema. |
| LookbackOption | Eine Floating-Strike Lookback Option setzt den effektiven Strike aus den beobachteten Pfadextrema. Damit adressiert man Floating-Payoff-Definition und historische Pfaderfassung. |
| PartialFixedLookbackOption | Eine Partial Fixed Lookback beobachtet Extrema nur in einer definierten Teilperiode. Damit adressiert man Produkte, bei denen Pfadabhängigkeit vor Endfälligkeit beginnt oder endet. |
| PartialFloatingLookbackOption | Eine Partial Floating Lookback kombiniert Floating-Strike-Verhalten mit begrenztem Beobachtungsfenster. Damit adressiert man spezialisierte pfadabhängige Payoff-Validierung. |
| HolderExtensibleOption | Eine Holder Extensible Option erlaubt dem Holder, die Option unter definierten Bedingungen zu verlängern. Damit adressiert man Extension Rights und bedingtes Maturity-Verhalten. |
| MagrabeOption | Eine Margrabe Option tauscht ein Asset gegen ein anderes. Damit adressiert man Zwei-Underlying-Exposure, relative Volatilität und korrelationssensitives Payoff-Verhalten. |
| SimpleChooserOption | Eine Simple Chooser Option erlaubt die Wahl, ob das Produkt Call oder Put wird. Damit adressiert man Choice-Date-Konfiguration und kombinierte Call/Put-Optionalität. |
| ComplexChooserOption | Eine Complex Chooser Option erlaubt reichere Call/Put-Wahlbedingungen, etwa unterschiedliche Strikes oder Expiries. Damit adressiert man Multi-Parameter-Chooser-Payoff-Validierung. |
Exotic Options benötigen zusätzlich produktspezifische Felder wie Barrier Levels, Averaging Period, Observation Dates, Extension Terms oder zweiten Underlying. Wenn diese Felder nicht produktiv angebunden sind, muss die Validierung Einschränkungen zeigen.
Exotic Option Beispielkonfigurationen
Diese Exotic Option Types sind aktuell im Validation Portfolio vertreten.
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Trade id | Trade name | Instrument type | Option | Moneyness | Strike | Volatility | Was adressiert wird |
|---|
| VAL-EXOTIC-BARRIER-001 | OPT/EUR/BARRIER/DOWN-OUT-CALL | BarrierOption | Call | OTM | 110.0 | 0.24 | Single-Barrier Aktivierung oder Knock-out. |
| VAL-EXOTIC-DOUBLE-BARRIER-001 | OPT/EUR/DOUBLE-BARRIER/KNOCK-OUT-CALL | DoubleBarrierOption | Call | ATM | 100.0 | 0.24 | Untere und obere Barrier-Bedingung. |
| VAL-EXOTIC-ASIAN-001 | OPT/EUR/ASIAN/AVG-PRICE-CALL | AsianOption | Call | ATM | 100.0 | 0.22 | Average-Price Payoff und Averaging Period. |
| VAL-EXOTIC-DIGITAL-001 | OPT/EUR/DIGITAL/CASH-OR-NOTHING | DigitalOption | Call | ATM | 100.0 | 0.20 | Binärer Payoff um den Strike. |
| VAL-EXOTIC-LOOKBACK-FIXED-001 | OPT/EUR/LOOKBACK/FIXED-STRIKE | FixedLookbackOption | Call | ATM | 100.0 | 0.26 | Fixed-Strike Pfadextrema. |
| VAL-EXOTIC-LOOKBACK-FLOATING-001 | OPT/EUR/LOOKBACK/FLOATING-STRIKE | LookbackOption | Call | ATM | 100.0 | 0.26 | Floating-Strike Pfadextrema. |
| VAL-EXOTIC-LOOKBACK-PARTIAL-FIXED-001 | OPT/EUR/LOOKBACK/PARTIAL-FIXED | PartialFixedLookbackOption | Call | ATM | 100.0 | 0.27 | Fixed Lookback mit begrenztem Beobachtungsfenster. |
| VAL-EXOTIC-LOOKBACK-PARTIAL-FLOATING-001 | OPT/EUR/LOOKBACK/PARTIAL-FLOATING | PartialFloatingLookbackOption | Call | ATM | 100.0 | 0.27 | Floating Lookback mit begrenztem Beobachtungsfenster. |
| VAL-EXOTIC-HOLDER-EXTENSIBLE-001 | OPT/EUR/HOLDER-EXTENSIBLE/CALL | HolderExtensibleOption | Call | ATM | 100.0 | 0.23 | Verlängerungsrecht des Holders. |
| VAL-EXOTIC-MAGRABE-001 | OPT/EUR/MAGRABE/EXCHANGE | MagrabeOption | Call | ATM | 100.0 | 0.25 | Exchange Option auf zwei Assets. |
| VAL-EXOTIC-CHOOSER-SIMPLE-001 | OPT/EUR/CHOOSER/SIMPLE | SimpleChooserOption | Call | ATM | 100.0 | 0.21 | Wahl zwischen Call und Put am Decision Date. |
| VAL-EXOTIC-CHOOSER-COMPLEX-001 | OPT/EUR/CHOOSER/COMPLEX | ComplexChooserOption | Call | ATM | 100.0 | 0.21 | Erweiterte Chooser-Bedingungen mit mehreren Payoff-Parametern. |
Gemeinsame Konfigurationsfelder dieser Beispiele:
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Gemeinsamer Wert |
|---|
| Assetklasse | Equity |
| Währung | EUR |
| Notional | 10.000 |
| Spot | 100,00 |
| Risk-free rate | 2,00% |
| Dividend yield | 0,00% |
| Issue date | 2026-01-15 |
| Maturity | 2027-01-15 |
| Day count | Actual360 |
| Business day convention | ModifiedFollowing |
Produktspezifische Felder wie Barriers, Observation Windows, Averaging Dates, Extension Terms, zweiter Underlying und Chooser Decision Dates müssen in produktiven Stammdaten vorhanden sein, wenn das Produktionsmodell sie benötigt.
FX
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| CurrencyPair | Spot FX Quote Exposure. | Quote Pricing und Scenario Readiness. |
| FxForward | FX Forward. | Domestic/foreign Discounting, Scenarios, VaR. |
Instrumentbeschreibungen
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| CurrencyPair | Ein Currency Pair repräsentiert Spot-FX-Exposure zwischen zwei Währungen. Damit adressiert man FX-Quote-Validierung, Umrechnungskurse und FX-Schockwirkung. |
| FxForward | Ein FX Forward fixiert einen Wechselkurs für einen zukünftigen Settlement-Termin. Damit adressiert man Domestic/Foreign Discounting, Forward Points und FX-Szenarioexposure. |
FX Forward Beispielfelder
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-FWD-FX-EURUSD-6M-001 |
| Trade name | FWD/FX/EURUSD/6M |
| Instrument | FxForward |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Spot | 1,0825 |
| Forward/strike | 1,0900 |
| Domestic rate | 2,25% |
| Foreign rate | 4,75% |
| Maturity | 2026-09-18 |
Commodity
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Use case | Aktueller Validierungsfokus |
|---|
| Commodity | Commodity Quote Exposure, z. B. Brent. | Quote Pricing und Scenario Readiness. |
Instrumentbeschreibung
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| Commodity | Eine Commodity-Position referenziert einen Commodity Spot oder Marktquote, z. B. Brent. Damit adressiert man Commodity-Quote-Bewertung, Quantity Scaling und Commodity-Szenarioschocks. |
Commodity Beispielfelder
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-BASIC-CMDTY-BRENT-001 |
| Trade name | CMDTY/BRENT |
| Instrument | Commodity |
| Währung | USD |
| Quantity | 1.000 |
| Spot | 82,35 |
Inflation
Implementierte Inflationsinstrumente umfassen CPI, HICP Zero-Coupon und HICP Year-on-Year Produkte.
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Familie | Use case |
|---|
| CPIBond | CPI | CPI-linked Bond. |
| CPISwap | CPI | CPI Swap. |
| HICPZCBond | HICP Zero-Coupon | HICP Zero-Coupon Bond. |
| HICPZCCapFloor | HICP Zero-Coupon | Zero-Coupon Inflation Cap/Floor. |
| HICPYYBond | HICP Year-on-Year | Year-on-Year Inflation Bond-like Position. |
| HICPYYCap | HICP Year-on-Year | Year-on-Year Inflation Cap. |
| HICPYYFloor | HICP Year-on-Year | Year-on-Year Inflation Floor. |
Instrumentbeschreibungen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| CPIBond | Ein CPI Bond bindet Bond-Cashflows oder Principal an einen Verbraucherpreisindex. Damit adressiert man CPI-Fixing-Nutzung, Base-Index-Behandlung und inflationsgebundene Bond-Bewertung. |
| CPISwap | Ein CPI Swap tauscht feste oder nominale Zahlungen gegen CPI-gebundene Inflationszahlungen. Damit adressiert man Inflation-Swap-Kurven, Indexprojektion und CPI-Payoff-Validierung. |
| HICPZCBond | Ein HICP Zero-Coupon Bond nutzt kumulierte HICP-Inflation von Base Date bis Maturity. Damit adressiert man Zero-Inflation-Curve Construction und finalen Inflations-Uplift. |
| HICPZCCapFloor | Ein HICP Zero-Coupon Cap/Floor legt Optionalität auf kumulierte Inflation über die Laufzeit. Damit adressiert man Inflationsoptionalität, Zero-Coupon-Inflationsvolatilität und Strike-Validierung. |
| HICPYYBond | Eine HICP Year-on-Year bond-like Position referenziert jährliche Inflationsänderungen. Damit adressiert man YoY-Indexbehandlung und wiederkehrende inflation-linked Cashflows. |
| HICPYYCap | Ein HICP Year-on-Year Cap begrenzt jährliches Inflations-Exposure oberhalb eines Strikes. Damit adressiert man YoY-Inflationsoptionalität und caplet-artige Inflationsvolatilität. |
| HICPYYFloor | Ein HICP Year-on-Year Floor schützt gegen jährliche Inflation unterhalb eines Strikes. Damit adressiert man Downside-Inflationsoptionalität und floorlet-artige Payoff-Validierung. |
CPI vs Zero-Coupon vs Year-on-Year
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Familie | Indexinterpretation |
|---|
| CPI | Nutzt CPI Index Levels und Base CPI für index-linked Payments. |
| HICP Zero-Coupon | Nutzt kumulierte Inflationsratio zwischen Base und Maturity Observation. |
| HICP Year-on-Year | Nutzt jährliche Inflationsraten zwischen aufeinanderfolgenden Beobachtungsperioden. |
Zero-Coupon- und Year-on-Year-Inflationsindizes nicht mischen. Curve Construction, Fixings und Payoff-Konventionen unterscheiden sich.
Voraussetzungen
| Daten | Benötigt für |
|---|
| Inflation index id | Beispiel EUR_CPI oder EUR_HICPXT. |
| Base CPI | Start-Indexlevel. |
| Observation lag | Typischer Lag, z. B. drei Monate. |
| Inflation fixings | Historische Indexstände. |
| Zero inflation curve | Zero-Coupon-Produkte. |
| YoY inflation curve | Year-on-Year-Produkte. |
| Nominal discount curve | Diskontierung. |
| Inflation volatility | Inflation Cap/Floor Optionalität. |
HICP zero-coupon cap/floor Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-INF-HICPZC-CAPFLOOR-001 |
| Trade name | INF/HICPZC/CAPFLOOR/5Y |
| Instrument | HICPZCCapFloor |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Inflation index | EUR_HICPXT |
| Base CPI | 100,00 |
| Observation lag | 3 Monate |
| Cap/floor type | Cap |
| Strike | 2,00% |
| Issue date | 2026-02-15 |
| Maturity | 2031-02-15 |
| Day count | Actual365Fixed |
| Volatility | 1,00% |
HICP year-on-year cap Beispielfelder
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Feld | Wert |
|---|
| Trade id | VAL-INF-HICPYY-CAP-001 |
| Trade name | INF/HICPYY/CAP/5Y |
| Instrument | HICPYYCap |
| Währung | EUR |
| Notional | 1.000.000 |
| Inflation index | EUR_HICPXT |
| Base CPI | 100,00 |
| Observation lag | 3 Monate |
| Cap/floor type | Cap |
| Strike | 2,50% |
| Fixed frequency | Annual |
| Floating frequency | Annual |
| Maturity | 2031-02-15 |
Hybrid und Convertibles
| Instrument type | Asset class | Use case |
|---|
| ConvertibleBond | Hybrid | Bond mit Equity Conversion Feature. |
Instrumentbeschreibung
Instruments
Implementierte Instrumenttypen
| Instrument type | Beschreibung |
|---|
| ConvertibleBond | Ein Convertible Bond ist ein Schuldinstrument mit eingebettetem Recht zur Umwandlung in Equity. Damit adressiert man Credit/Rates-Cashflows und Equity-Optionalität in einem Produkt, daher müssen Bond- und Optiondaten valide sein. |
Convertible Bonds benötigen Rates-/Bond-Daten und Equity-Option-Daten. Dazu gehören Discount Curve, Bond Schedule, Conversion Ratio oder Strike, Underlying Equity, Volatility und optionale Call/Put Features. Aktuelle Validierung ist als Readiness Coverage zu lesen, sofern keine explizite ausführbare Evidenz gezeigt wird.
Empfohlene Praxis
Beim Anlegen oder Prüfen einer Position:
- Kanonischen Instrument Type bestätigen.
- Assetklasse gegen die Risikotreiber prüfen.
- Erforderliche Marktdaten-Mappings prüfen.
- DQ Findings vor Nutzung der Bewertung prüfen.
- Im Validation Dashboard prüfen, ob Evidenz für die benötigte Capability existiert.
- Readiness-only oder inventory-only Instrumente als eingeschränkt behandeln, bis Produktionsevidenz angebunden ist.
Instruments
Non-Maturity Deposits
NMD-Annahmen, Runoff, Floor-Volatilität, Sensitivitäten und Validierungschecks
Zweck
Non-Maturity Deposits (NMDs) modellieren Einlagen ohne vertragliche Endfälligkeit. Das Portal verwendet sie für IRRBB-nahe Bankbuchsicht, Sensitivitäten und historische Simulationen, wenn der wirtschaftliche Repricing-Zeitpunkt nicht aus einem vertraglichen Maturity Date abgeleitet werden kann.
NMDs sind keine normalen Term Deposits. Der Wert hängt von Verhaltensannahmen, Core-Balance-Caps, Runoff-Profil, Kundensatz, Marktzins und optionaler Zero-Floor-Komponente ab.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Segment | Kundensegment wie Retail Transactional, Retail Non-Transactional oder Wholesale. Steuert Core-Balance- und Laufzeit-Caps. |
| CurrentBalance | Aktueller Einlagenbestand. Das ist die ökonomische Ausgangsgröße. |
| StableBalanceRatio | Anteil des Bestands, der als stabil modelliert werden kann, bevor regulatorische Caps angewendet werden. |
| PassThroughRate | Anteil der Marktzinsbewegung, der an den Kundensatz weitergegeben wird. Niedriger Pass-through erhöht typischerweise die ökonomische Stabilität. |
| DepositRate | Aktueller Kundensatz der Einlage. |
| FloorStrike | Strike der optionalen Kundensatz-Floor-Komponente. Für Zero-Floor-NMDs ist der Strike typischerweise 0.0. |
| IncludeFloorValue | Aktiviert die optionale Floor-Bewertung. Dafür ist eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche erforderlich. |
| RunoffProfile | Zeitgewichtete Abflussannahmen für den stabilen Anteil. Daraus ergeben sich Cashflows und gewichtete durchschnittliche Laufzeit. |
Segment-Caps
Instruments
Non-Maturity Deposits
| Segment | Maximaler Core-Anteil | Maximale durchschnittliche Laufzeit |
|---|
| Retail transactional | 90% | 5.0Y |
| Retail non-transactional | 70% | 4.5Y |
| Wholesale | 50% | 4.0Y |
Die tatsächliche Core Balance ist der kleinere Wert aus angenommener stabiler Balance und Segment-Cap. Nicht-Core-Bestände werden ökonomisch kurzlaufend beziehungsweise overnight interpretiert.
Bewertungslogik
Die deterministic NMD-Komponente bewertet die modellierten Runoff-Cashflows über die relevante Diskontkurve. Optional wird eine Kundensatz-Floor-Komponente als Normal-/Bachelier-Option berücksichtigt.
| Komponente | Interpretation |
|---|
| Core runoff PV | Barwert der stabilen Einlagen-Cashflows entlang des Runoff-Profils. |
| Non-core treatment | Kurzfristiges oder overnight Repricing des nicht stabilen Anteils. |
| Floor value | Wert des eingebetteten Floors, wenn IncludeFloorValue aktiv ist. |
| Total PV | Summe aus deterministischer Einlagenkomponente und optionalem Floor-Beitrag gemäß Modellkonvention. |
Für die Floor-Komponente wird eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche verwendet. Ein lokaler Skalar im Instrument ersetzt diese Fläche nicht. Wenn IncludeFloorValue aktiv ist und keine passende Fläche vorhanden ist, ist das ein Data-Quality- oder Mapping-Problem und kein valider Null-Vega-Fall.
Marktdaten und Risikofaktoren
Instruments
Non-Maturity Deposits
| Marktdatum | Benötigt für |
|---|
| Discount curve | PV, IR-Sensitivität, IRRBB-EVE und historische Simulation. |
| Normal-volatility point surface | Floor-Wert, Vega, volatilitätsgetriebene VaR-Beiträge. |
| Surface node quotes | Historische Shock-Vektoren und Szenariobewertung. |
| Risk-factor mapping | Verbindung zwischen Oberfläche, Benchmarks und Sensitivitäts-/VaR-Faktoren. |
Für NMD-Floor-Vega sollte ein gemappter Volatilitätsfaktor wie EUR/IR/NORMALVOL.Shift.1Y erscheinen. Instrument-lokale synthetische Faktoren wie .../NMD_NORMAL_VOL... sind kein erwarteter Produktionspfad.
Sensitivitäten und VaR
| Ergebnis | Richtige Interpretation |
|---|
| PV01 / IR Delta | Wertänderung aus Diskontkurve und Repricing-Duration des Runoff-Profils. |
| IrVega | Wertänderung aus der Normal-Volatilitätsfläche für die Floor-Komponente. |
| VaR | Historische Revaluation über Kurven- und Volatilitätsfaktoren, wenn die Oberfläche in der Szenariohistorie vorhanden ist. |
| Zero Vega | Nur plausibel, wenn Floor deaktiviert ist, die Option wertlos ist oder das Exposure tatsächlich außerhalb der gemappten Surface-Nodes liegt. Bei aktivem Floor zuerst Surface Mapping prüfen. |
NMD-Vega verwendet den Floor Strike, nicht einen generischen ATM-Strike. Für Zero-Floor-NMDs ist das normalerweise 0.0. Wenn Sensitivität und Pricing unterschiedliche Strikes verwenden, kann das Ergebnis fälschlich null erscheinen.
Validierungschecks
Instruments
Non-Maturity Deposits
| Check | Bedeutung |
|---|
| Positive balance | Bestand muss positiv und wirtschaftlich sinnvoll sein. |
| Segment cap | Core Balance darf das Segment-Cap nicht überschreiten. |
| Average maturity cap | Runoff-Profil darf die zulässige durchschnittliche Laufzeit nicht überschreiten. |
| Runoff profile | Gewichte, Termine und Restbestand müssen konsistent sein. |
| Curve mapping | Währung und Diskontkurve müssen zur Position passen. |
| Vol surface mapping | Bei aktivem Floor muss eine Normal-Volatilitätsfläche vorhanden sein. |
| Scenario coverage | VaR und Sensitivitäten benötigen historische Werte für die verwendeten Risikofaktoren. |
Häufige Probleme
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Aktion |
|---|
| NMD fehlt in Instrument Validation | Instrumenttyp, Feature-Mapping oder Seed-Daten fehlen. | Instrumenttyp und Feature-Daten prüfen. |
| PV vorhanden, Vega null | Floor deaktiviert, fehlende Vol-Fläche oder falscher Strike im Risikofaktorpfad. | IncludeFloorValue, Surface Mapping und FloorStrike prüfen. |
| VaR bricht mit fehlendem Faktor ab | Oberfläche oder Risk-Factor-Group ist nicht konsistent gemappt. | Quotable Factor, Surface Name und Scenario History vergleichen. |
| EVE wird von NMD dominiert | Core-Anteil oder WAL ist hoch. | Segment-Cap, Stable Balance Ratio und Runoff-Profil prüfen. |
| Ergebnisse springen nach Marktdaten-Reload | Surface Nodes oder historische Quotes haben sich geändert. | verwendete Benchmarks und Valuation Date vergleichen. |
Instruments
Optionen und Volatilität
Wie Optionsergebnisse von Volatilität und Modellinputs abhängen
Zweck
Optionswerte hängen von Underlying-Level, Strike, Zeit bis Expiry, Zinsen, Dividenden oder Forwards und Volatilität ab.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Strike | Ausübungspreis oder Ausübungslevel. |
| Expiry | Datum der Ausübung oder Beobachtung. |
| Volatilität | Marktdateninput für das Optionsmodell. |
| Delta, Vega, Gamma | Sensitivitäten auf Underlying, Volatilität und Krümmung. |
Ergebnisinterpretation
Optionen nahe am Strike reagieren häufig besonders stark auf Volatilität und Underlying-Bewegungen. Deep-in-the-money Optionen können sich ähnlich wie das Underlying verhalten.
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Vol fehlt | Erforderlicher Expiry/Strike-Punkt fehlt. | Abdeckung der Volatilitätsfläche prüfen. |
| Sehr hohe Vega | Expiry, Quantity oder Vol-Konvention kann falsch sein. | Input-Einheiten und Positionsgröße prüfen. |
| Intrinsic Value wirkt falsch | Optionstyp oder Buy/Sell-Richtung kann falsch sein. | Call/Put und Richtung prüfen. |
Instruments
Inflationsprodukte
Konventionen für YoY- und Zero-Coupon-Inflationsprodukte
Zweck
Inflationsprodukte hängen von Indexkonventionen, Observation Lag, Fixings und Inflationskurven ab. YoY- und Zero-Coupon-Inflation dürfen nicht als identische Indexexponierung interpretiert werden.
YoY versus Zero-Coupon
| Produkttyp | Interpretation |
|---|
| Year-on-year Inflation | Coupon hängt von Inflation über eine einjährige Beobachtungsperiode ab. |
| Zero-coupon Inflation | Payoff hängt von kumulierter Inflation zwischen Base Date und Maturity ab. |
| Inflation Cap/Floor | Optionaler Payoff auf Inflationsrate oder Indexratio. |
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Index | CPI, HICP oder andere Inflationsindexfamilie. |
| Observation Lag | Verzögerung zwischen Valuation/Payment Date und beobachtetem Indexdatum. |
| Base CPI | Startwert für ratio-basierte Payoffs. |
| Fixings | Historisch beobachtete Indexwerte. |
Häufige Probleme
Instruments
Inflationsprodukte
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Falsche Größenordnung | YoY- und Zero-Coupon-Konvention können vermischt sein. | Produktfamilie und Indexkurve prüfen. |
| Fixing fehlt | Beobachtungsdatum hat keinen Indexwert. | Fixing-Kalender und Lag prüfen. |
| Options-PV ist null | Volatilität oder Modellinput für Inflation Optionality fehlt. | Inflation Vol und Kurvensetup prüfen. |
Reporting
Report Framework
Definitions, Sections, Exposure Selections, Subscriptions und Artifacts
Zweck
Das Report Framework fasst Portfolio-, Marktrisiko-, PnL-, Cashflow-, Sensitivitäts-, Limit- und Provision-Informationen in einem kontrollierten Fachreport zusammen. Es unterstützt tägliche Reviews, Sign-off-Vorbereitung und Verteilung an Desks, Books oder Portfolios. Der Report ersetzt keine Bewertungs- oder Risikoworkflows; er liest persistierte Ergebnisse und stellt sie in einer einheitlichen Reporting-Struktur dar.
Zentrale Konzepte
| Konzept | Bedeutung |
|---|
| Report Definition | Wiederverwendbare Report-Vorlage, zum Beispiel Daily Market Risk Report. |
| Report Section | Benannter Block im Report, zum Beispiel PnL Summary, VaR Table, Sensitivities oder Provisions. |
| Exposure Selection | Gespeicherter Filter, der definiert, welche fachliche Scope oder Ergebnisquelle verwendet wird. |
| Report Artifact | Erzeugte Ausgabedatei, typischerweise ein PDF oder ein anderer gespeicherter Report-Artefakt. |
| Recipient Group | Gepflegte Empfängerliste für To, Cc und Bcc. |
| Subscription | Regel, die Report, Scope, Empfänger, Delivery Format und Schedule verbindet. |
| Comment | Fachlicher Kommentar zu einem erzeugten Report oder Review-Zyklus. |
Typischer Ablauf
- Report-Vorlage und benötigte Sections definieren.
- Fachlichen Scope konfigurieren: Group, Desk, Book, Portfolio oder Instrument.
- Reference Date, Reporting Currency und Model auswählen.
- Report View erzeugen oder öffnen.
- PnL Summary, VaR/ES-Ergebnisse, Sensitivitäten, Cashflow Buckets und Provisions prüfen.
- Kommentare für Erklärungen, Breaches, fehlende Daten oder manuelle Anpassungen ergänzen.
- Artifact speichern und über die konfigurierte Subscription verteilen, wenn der Report freigegeben ist.
Reporting
Report Framework
Report Definitions
Report Definitions beschreiben Identität und Standardverhalten eines Reports. Die Definition sollte stabil und fachlich lesbar sein. Typische Felder sind Display Name, Report Type, Default Currency, Active Flag und Description.
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Technischer Identifier zur Report-Anforderung. Stabil halten. |
| Display Name | Sichtbarer Report-Titel. |
| Report Type | Fachliche Familie, zum Beispiel MarketRisk. |
| Default Currency | Währung, falls keine Reporting Currency explizit gewählt ist. |
| Is Active | Steuert, ob die Definition operativ verwendet werden soll. |
| Description | Fachliche Erklärung von Scope und Zweck. |
Report Sections
Sections definieren, was im Report erscheint und in welcher Reihenfolge. Eine Section kann Tabelle, Summary, Chart, Textblock oder query-basierter Ergebnisblock sein. Sections sollten klein genug sein, um unabhängig geprüft werden zu können.
Reporting
Report Framework
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Key | Stabiler Section-Identifier innerhalb der Report Definition. |
| Title | Angezeigter Titel. |
| Sort Order | Reihenfolge im Report. |
| Section Type | Darstellungsart, zum Beispiel Table, Summary oder Text. |
| Query Target | Ergebnisquelle, die abgefragt wird. |
| Dimensions | Gruppierungsfelder wie Desk, Book, Portfolio oder Risk Factor Group. |
| Measures | Kennzahlen wie PnL, VaR, ES oder PV. |
| Filter Body | Optionaler Filterausdruck für die Section. |
| Having Body | Optionaler Filter nach Aggregation. |
| Display Options | JSON-basierte Anzeigehinweise wie Formatierung oder Tabellenoptionen. |
Häufige Report Sections
Reporting
Report Framework
| Section | Was geprüft werden sollte |
|---|
| Executive Summary | Gesamtstatus, Schlüsselzahlen und Kommentare. |
| PnL Summary | Gross PnL, MtD, YtD, Provision-Bewegungen und Net PnL after Provisions. |
| Value at Risk | VaR, ES sowie Worst/Best Scenario Measures nach Assetklasse und Total. |
| Sensitivities | Risk-Factor-Exposure, Tenor-Struktur, Veränderungen und Limit Usage. |
| Cashflow Buckets | Zukünftige Cashflows und Present Value nach Laufzeitbucket. |
| Provisions | Manuelle oder kontrollierte Adjustments und deren diskontierte Present Values. |
| Limit Utilization | Exposure gegen Limit, Usage Percentage und Breach Status. |
Exposure Selections
Exposure Selections machen Report-Filter wiederverwendbar und auditierbar. Sie sollten fachliche Absicht ausdrücken, nicht temporäre Screen-Filter. Eine Selection kann beispielsweise alle Positionen eines Desks, eine Produktfamilie, ein Reporting-Portfolio oder Ergebnisse aus einer bestimmten Data Source beschreiben.
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Stabiler Selection-Name. |
| Description | Warum die Selection existiert und wer sie verantwortet. |
| Filter Body | Filterlogik auf der Report-Quelle. |
| Applies To Data Sources | Data Sources, für die die Selection sinnvoll ist. |
| Is Active | Ob die Selection für neue Reports genutzt werden darf. |
Subscriptions und Recipients
Reporting
Report Framework
Subscriptions verbinden Reports mit Delivery-Verhalten. Recipient Groups sollten zentral gepflegt werden, damit dieselbe Gruppe über Desks und Books wiederverwendet werden kann. Direct Recipients sollten nur für Ausnahmen genutzt werden.
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Level | Scope Level, zum Beispiel Group, Desk oder Book. |
| Group / Desk / Book | Scope-Werte der Subscription. |
| Recipient Groups | Benannte Empfängergruppen für Distribution. |
| Direct Recipients | Zusätzliche direkte Empfänger. |
| Send When | Manuelles oder geplantes Senden. |
| Delivery Format | Link, Attachment oder anderes konfiguriertes Delivery-Format. |
| Attach PDF | Ob ein PDF Artifact angehängt wird, wenn es verfügbar ist. |
| Schedule Cron | Optionaler Schedule-Ausdruck für automatische Verteilung. |
Artifacts und Kommentare
Artifacts sind gespeicherte Report-Ausgaben. Ein Report Artifact ist eine Point-in-Time-Sicht auf Report Context, Reference Date und verfügbare Daten zum Erzeugungszeitpunkt. Kommentare sollten klarstellen, ob ein Effekt aus Marktbewegung, Datenproblem, Modelllimitation, operativer Ausnahme oder manueller Anpassung stammt.
Ergebnisinterpretation
Reports kombinieren Daten aus mehreren Workflow-Ergebnissen. Eine fehlende Section bedeutet meist, dass die zugrunde liegende Quelle für Reference Date, Model oder Scope nicht verfügbar war. Ein Nullwert ist nicht automatisch fehlende Datenqualität; prüfen Sie Section Status, Kommentare, DQ Findings und den Simulation State.
Häufige Probleme
Reporting
Report Framework
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Leere Report Section | Quelldaten fehlen für Scope oder Datum. | Workflow Completion und Model prüfen. |
| Unerwartete Währung | Reporting Currency weicht von Source Currency ab. | Currency-Auswahl und FX-Marktdaten prüfen. |
| PDF Artifact fehlt | Report View existiert, aber Rendering hat kein Artifact erzeugt. | Neu erzeugen oder Artifact Status prüfen. |
| Empfänger fehlt | Subscription nutzt Recipient Groups, nicht beliebige Screen-User. | Recipient Group prüfen. |
| Section-Reihenfolge falsch | Sort Order oder Active-Flag der Section ist falsch. | Report Sections in der Definition prüfen. |
| Zahlen weichen vom Dashboard ab | Dashboard und Report verwenden unterschiedliche Filter. | Reference Date, Level, Model und Currency vergleichen. |
Empfohlene Praxis
Report Definitions stabil halten und Änderungen über Description und Kommentare nachvollziehbar machen. Subscriptions für regelmäßige Verteilung nutzen, nicht für einmalige Reviews. Vor Distribution Reference Date, Scope, Model, Currency, Workflow Completion, Data Quality Findings und Provision Status prüfen.
Reporting
VaR Models Dashboard
Selektoren, KPI-Karten, Modelldiagnostik und Limit-Review fuer VaR und ES
Zweck
Das VaR Models Dashboard zeigt Value-at-Risk, Expected Shortfall, Market Risk Capital und Modelldiagnostik fuer den ausgewaehlten Stichtag, die Waehrung, das Modell und die Business-Ebene. Es dient zur taeglichen Pruefung von Risikobewegungen, Limitdruck und Modellqualitaet.
Selektoren
| Selektor | Bedeutung |
|---|
| Reference Date | Stichtag der angezeigten Ergebnisse. |
| Currency | Reporting-Waehrung der Werte. |
| Model | VaR- oder Stressed-VaR-Modell fuer KPIs, Charts und Tabellen. |
| Dashboard Level | Business-Hierarchie fuer Breakdowns, typischerweise Desk im Tagesreview. |
Wichtige Widgets
| Widget | Review-Fokus |
|---|
| VaR | Aktueller VaR und Bewegungen gegen Vorperioden. |
| ES | Expected Shortfall und Veraenderungen gegen Vorperioden. |
| MRC | Market Risk Capital, Multiplikator und VaR/SVaR-Kapitalanteile. |
| Backtesting | Best/Worst-Kalibrierung und Exception-Kontext. |
| Limit | Auslastung, Breaches und relevante Limitzeilen. |
| History | Year-to-date Verlauf von VaR und ES je Modell. |
| Szenario- und Portfolio-Tabellen | Konzentrationen, Ratios und Szenariotreiber auf der ausgewaehlten Ebene. |
Reporting
VaR Models Dashboard
Review-Ablauf
- Modell, Datum und Waehrung pruefen.
- KPI-Karten auf Richtung, Groessenordnung und Limitdruck pruefen.
- Desk fuer den Tagesreview nutzen und bei Auffaelligkeiten auf Book oder Portfolio wechseln.
- History, Best/Worst-Ratios und Szenariotabellen vergleichen, bevor eine Bewegung eskaliert wird.
Typische Probleme
| Problem | Moegliche Ursache | Aktion |
|---|
| Leere Widgets | Kein Aggregationsergebnis fuer Modell oder Datum. | Workflow-Abschluss und Modellauswahl pruefen. |
| Limitdaten fehlen | Limitresultat fehlt oder ist nicht auf die Hierarchie gemappt. | Limit-Workflow und Scope pruefen. |
| Unerwartete Modellunterschiede | Abweichendes Szenarioset, Konfidenzniveau, Haltedauer oder Stressfenster. | Modellkonfiguration und Selektoren vergleichen. |
| Grosse Bewegung | Portfolioaenderung, Marktdatenbewegung oder Szenarioverteilungswechsel. | Szenario-, Faktor- und Portfolio-Breakdowns pruefen. |
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
Limit-Exception-Review, Case Handling und Next-Gen-Limit-Konfiguration
Zweck
Das Limits Dashboard ist die taegliche Kontrollsicht fuer das neue Limit-Monitoring. Es zeigt offene und genehmigte Limit Exceptions, den Severity-Split, maximale Auslastung und Approvals mit Handlungsbedarf. Die Tabelle unter den KPIs ist die Arbeitsliste fuer Analyse, Acknowledgement, Eskalation, temporaere Genehmigung und Schliessung.
Das Dashboard nutzt generierte LimitObservation-Zeilen und aktive LimitBreach-Cases. Observations werden fuer Stichtag und Simulation Run berechnet. Breach Cases bleiben ueber mehrere Tage offen, bis sie geschlossen oder abgelehnt werden; der Manage Dialog zeigt deshalb den aktuellen Case-Status und die Observation-Historie.
Selektoren
| Selektor | Bedeutung |
|---|
| Reference Date | Business Date fuer Observations und Historie. |
| Currency | Observation-Waehrung, meist Limit-Waehrung oder Waehrung des Aggregationsergebnisses. |
| Dashboard Level | Business-Hierarchie: Group, Book, Desk oder Portfolio. |
| Status | Case-Status, zum Beispiel Open, Acknowledged, Escalated, Approved oder TemporarilyApproved. |
| Severity | Manuelle Case-Severity: Critical, High, Medium oder Low. |
| Category | Limit-Kategorie aus Definition und Source. |
| Source | Datenquelle oder Modell, zum Beispiel Sensitivity, VaR99, VaR95 oder StressScenario. |
| Owner | Zugewiesener Owner des Breach Case. |
KPI-Karten
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
| Karte | Bedeutung |
|---|
| Breaches | Group-Level Exception Count oberhalb der Linie, Book-, Desk- und Portfolio-Counts darunter. |
| Severity | Group-Level Critical Count oberhalb der Linie, High, Medium und Low darunter. |
| Max Utilization | Hoechste Auslastung im gefilterten Exception-Set, letzter Maximalwert, Durchschnitts-Maximum und Zeilen ueber 100%. |
| Approvals | Exceptions mit bald auslaufender temporaerer Genehmigung und Counts nach Approval-Ergebnis. |
Exception Handling
Eine Zeile oeffnet den Manage Dialog. Dort sieht man letzte Auslastung, first/last seen, Observation-Historie, Kommentare und Approvals.
| Aktion | Verwendung |
|---|
| Acknowledge | Risk Control hat die Exception gesehen und uebernimmt die Pruefung. |
| Escalate | Die Exception braucht Aufmerksamkeit von Management oder Model Owner. |
| Accept | Der Breach wird mit dokumentiertem Grund akzeptiert. |
| Temp Approve | Der Breach wird temporaer bis zu einem Valid-Until-Datum erlaubt. |
| Reject | Die beantragte Genehmigung wird abgelehnt. |
| Close | Der Case ist nicht mehr aktiv und wird mit Grund geschlossen. |
Kommentare koennen intern, Risk-Control- oder Report-Kommentare sein. Die Visibility steuert, ob ein Kommentar nur operativ sichtbar ist, an Management geht oder fuer Reporting gedacht ist.
Wie Limits bewertet werden
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
Der Evaluator laedt aktive LimitDefinition-Datensaetze fuer Datenquelle und Stichtag. SourceMode = Legacy wird ignoriert; New und Shadow werden bewertet. Die aktive LimitDefinitionVersion liefert Limitwert und Warning-/Breach-Schwellen fuer den Stichtag.
Fuer jedes Limit liest der Evaluator passende Aggregation Rows ueber:
| Feld | Anforderung |
|---|
| DataSource | Muss zum Modell oder zur Source des Workflows passen. |
| Aggregation | Waehlt den Measure-Namen aus den Aggregation Result Values. |
| AggregationProfile | Definiert Result Set und Dimension Key. |
| Reference Date | Muss dem Simulation-Stichtag entsprechen. |
| SimulationId | Muss der Analyzer Run Id entsprechen. |
Actual Values werden als Absolutwerte bewertet. Die Auslastung ist abs(actual) / limit value * 100. Unterhalb der Warning-Schwelle ist der Status Clean, ab WarningThresholdPercent Warning und ab BreachThresholdPercent Breach.
Limit konfigurieren
Die Pflege liegt unter Analyzer Configuration > Limit Definitions. Ein vollstaendiges Limit besteht aus einer Definition, mindestens einer aktiven Version und optionalen Constraints.
Definition
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
| Feld | Empfehlung |
|---|
| Name | Stabiler fachlicher Name. Sinnvoll sind Namen mit Measure, Scope und Level, zum Beispiel DeltaAbs/ALL/Default/Desk/STD. |
| DataSource | Source oder Modell des Workflows, zum Beispiel Sensitivity, VaR99, VaR95, SVaR99 oder StressScenario. |
| Aggregation | Measure aus den Aggregation Result Values, zum Beispiel LIMIT_NG_SENSI_ABS oder LIMIT_NG_VAR_IR. |
| AggregationProfile | Bestimmt Result Set und Dimensionen, zum Beispiel Desk-, Book-, Portfolio-, FactorType- oder Risk-Factor-Group-Profile. |
| LimitLevel | Reporting-Hierarchie fuer Dashboard-Filter und KPI-Counts. |
| LimitValue | Aktueller Headline-Wert. Mit der aktiven Version synchron halten. |
| WarningThresholdPercent | Typisch 80. Ab dieser Auslastung entsteht eine Warning Observation. |
| BreachThresholdPercent | Typisch 100. Ab dieser Auslastung entsteht oder aktualisiert sich ein Breach Case. |
| Unit und Currency | Anzeige- und Filterwerte, typischerweise EUR. |
| ValidFrom und ValidTo | Gueltigkeit der Definition. Der Evaluator laedt nur Definitionen, die am Stichtag gueltig sind. |
| IsActive | Muss fuer Bewertung aktiv sein. |
| SourceMode | New fuer produktive Next-Gen-Limits oder Shadow fuer migrierte/parallele Limits. Legacy wird uebersprungen. |
Versions
Versions enthalten die wirksamen Limitwerte. Lege eine neue Version an, wenn Betrag oder Schwellen geaendert werden. ValidFrom und ValidTo sollten so gesetzt sein, dass fuer einen Stichtag genau die gewuenschte Version aktiv ist. Wenn mehrere Versionen gueltig sind, wird die hoechste VersionNumber verwendet.
Definition Value und neueste Version sollten synchron bleiben. Fuer die Berechnung nutzt der Evaluator die aktive Version.
Constraints
Constraints begrenzen, welche Aggregation Rows bewertet werden.
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
| Rolle | Bedeutung |
|---|
| EvaluationScope | Schraenkt den fachlichen Scope ein, zum Beispiel Desk = STD. Der Scope hilft auch, Observations ueber Zeit zu einem Breach Case zu gruppieren. |
| PopulationFilter | Schraenkt die Population innerhalb des Scopes ein, zum Beispiel FactorType Contains Vega oder FactorType = IrDelta. |
Unterstuetzte Operatoren sind Equals, NotEquals, In, NotIn, Contains, GreaterThan, LessThan, GreaterOrEqual und LessOrEqual. Fuer In und NotIn koennen komma-separierte Werte in Value oder ein JSON-String-Array in ValueListJson verwendet werden.
Dimension Names muessen exakt zu den Dimensionen des Aggregation Profile passen, zum Beispiel Desk, Book, Portfolio, FactorType oder FactorGroup. Wenn keine Aggregation Row matched, erzeugt der Evaluator eine MissingData Observation mit Diagnostic Message.
Konfigurations-Checkliste
- Source oder Modell waehlen, das der Workflow berechnet.
- Aggregation Measure waehlen, das den Risikowert enthaelt.
- Aggregation Profile waehlen, dessen Dimensionen alle geplanten Constraints enthalten.
- Level, Currency, Unit, Active Flag und Source Mode setzen.
- Aktive Version mit Wert, Warning Threshold, Breach Threshold und Gueltigkeit anlegen.
- EvaluationScope Constraints fuer den fachlichen Scope anlegen.
- PopulationFilter Constraints fuer Faktor- oder Kategorie-Subsets anlegen.
- Workflow laufen lassen und im Limits Dashboard Clean, Warning, Breach, MissingData oder EvaluationError pruefen.
Typische Probleme
Reporting
Limit Exceptions Dashboard
| Problem | Moegliche Ursache | Aktion |
|---|
| Keine Exception sichtbar | Auslastung liegt unter Breach Threshold oder Filter fuer Status, Level, Currency oder Datum schliessen den Case aus. | Selektoren und Observation-Historie pruefen. |
| MissingData Observation | Keine Aggregation Row passt zu Source, Result Set, Dimension Key oder Constraints. | Aggregation Profile Dimensions und Constraint-Namen vergleichen. |
| EvaluationError Observation | Das konfigurierte Measure fehlt oder der Limitwert ist nicht positiv. | Aggregation Measure und aktive Version pruefen. |
| Breach erscheint auf spaeterem Datum | Breach Cases halten die neueste Observation, die Historie enthaelt fruehere Observations. | Zeile oeffnen und Development Tab pruefen. |
| Zeilen wirken doppelt | Scope oder Population Constraints unterscheiden sich; fachlich sind es andere Controls. | Constraints und Source-Aggregation-Dimensionen vergleichen. |
Reporting
Sensitivities Dashboard
Sensitivitaets-Exposure, Faktor-Breakdowns, Limits und instrumentbezogener Review
Zweck
Das Sensitivities Dashboard zeigt Marktrisiko-Sensitivitaeten nach Faktortyp, Portfolio, Instrumenttyp und Limitkontext. Es hilft zu erkennen, wo Delta-, Vega- und verwandte Exposures konzentriert sind, wie sie sich bewegen und ob Limits belastet werden.
Selektoren
| Selektor | Bedeutung |
|---|
| Reference Date | Stichtag der angezeigten Sensitivitaeten. |
| Currency | Reporting-Waehrung der Werte. |
| Dashboard Level | Business-Hierarchie fuer Breakdowns, typischerweise Desk im Tagesreview. |
Wichtige Widgets
| Widget | Review-Fokus |
|---|
| EQ, IR, FX, CS, CM | Net, Gross und kurzfristige Bewegung je Risikoart. |
| Group Limit | Wichtigste Sensitivitaets-Limitauslastungen und Breaches. |
| Sensitivities by Portfolio | Faktortyp-Verteilung ueber Portfolios. |
| Faktor- und Instrument-Breakdowns | Konzentrationen nach Faktorgruppe, Instrumenttyp, Rating und Valuation Group. |
| Instrument detail | Instrumentbezogene Sensitivitaetszeilen fuer Detailpruefung und Filterung. |
Review-Ablauf
Reporting
Sensitivities Dashboard
- KPI-Zeile pruefen und dominante Risikoart identifizieren.
- Portfolio- und Faktorcharts zur Konzentrationsanalyse nutzen.
- Limitauslastung pruefen, wenn eine Risikoart gross ist oder schnell steigt.
- Instrumentdetails nach groesstem Portfolio, Faktortyp oder Instrumenttyp filtern.
Typische Probleme
| Problem | Moegliche Ursache | Aktion |
|---|
| Leeres Dashboard | Sensitivitaets-Workflow hat fuer das Datum keine Ergebnisse erzeugt. | Workflow-Abschluss und Data Provider pruefen. |
| Limit-Widget leer | Limitresultate fehlen oder sind nicht auf das Sensitivitaetsmodell gemappt. | Limitkonfiguration und Ergebnisgenerierung pruefen. |
| Gross hoch, Net klein | Gegenlaeufige Positionen ueber Instrumente oder Portfolios. | Gross Exposure und Instrumentzeilen pruefen. |
| Unerwarteter Faktortyp | Instrumentmapping, Marktdatenkurve oder Valuation Group geaendert. | Instrumentsetup und Faktorzuordnung pruefen. |
Reporting
Provisions
Provision Lifecycle, Entries, Diskontierung, PnL-Wirkung und Review-Kontrollen
Zweck
Provisions sind kontrollierte fachliche Anpassungen, die in Reporting und PnL-Erklärungen einfließen. Sie können Reserven, Bewertungsanpassungen, operative Korrekturen, Releases oder andere dokumentierte Adjustments abbilden. Jede Provision sollte transparent, verantwortet, datiert und prüfbar sein.
Zentrale Konzepte
| Konzept | Bedeutung |
|---|
| Provision | Kopfsatz mit Scope, Type, Amount, Status, Owner und Reason. |
| Provision Entry | Zahlungsdatumsbezogene Zeile mit Future Value, Discount Factor und Present Value. |
| Scope Level | Fachliche Ebene: Group, Desk, Book, Portfolio oder Instrument. |
| Provision Type | Fachliche Klassifikation wie Valuation Adjustment, Reserve, Release oder Other. |
| Status | Lifecycle State wie Draft, Approved oder Released. |
| Discount Curve | Kurve zur Diskontierung zukünftiger Provision Entries. |
| Release Reason | Erklärung bei Release oder Reduktion einer Provision. |
Typischer Ablauf
- Fachlichen Grund für die Provision identifizieren.
- Reference Date und fachlichen Scope auswählen.
- Provision Type, Currency, Amount und Owner erfassen.
- Provision Entries anlegen, wenn der Betrag eine Payment-Date-Struktur hat.
- Discount Curve, Day Counter und Discount Point Type prüfen.
- Present Value und Day-to-Day Change prüfen.
- Provision gemäß Governance approven oder releasen.
- Im Report Framework prüfen, ob die Provision in PnL- und Provision-Sections sichtbar ist.
Reporting
Provisions
Provision Header
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Reference Date | Datum, für das die Provision im Reporting gilt. |
| Scope Level | Ebene, auf der die Provision gilt. |
| Group / Desk / Book / Portfolio / Instrument | Fachliche Schlüssel für den genauen Scope. |
| Currency | Währung des Provision Amount. |
| Provision Type | Fachliche Klassifikation. |
| Amount | Aktueller Provision-Betrag. |
| Previous Amount | Vorheriger Betrag für Change Analysis. |
| Change DtD | Day-to-Day-Bewegung. |
| Discount Curve | Kurve zur PV-Berechnung. |
| Day Counter | Day-Count-Konvention für Diskontierung. |
| Discount Point Type | Interpretation des Discount Points, zum Beispiel DiscountFactor. |
| Reason | Fachlicher Grund für die Provision. |
| Owner | Verantwortliche Person oder Team. |
| Effective From / To | Gültigkeitsfenster, falls relevant. |
| Status | Draft, Approved, Released oder anderer konfigurierter Status. |
| Comment | Zusätzliche Erklärung für Reviewer. |
Provision Entries
Provision Entries zerlegen die Provision in datierte Future Values. Dadurch kann der Report Laufzeit-Buckets und diskontierte Present Values zeigen, statt nur einen flachen Betrag.
Reporting
Provisions
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Payment Date | Datum des Provision-Cashflows oder Adjustments. |
| Future Value | Undiskontierter Betrag zum Payment Date. |
| Discount Factor | Discount Factor aus der gewählten Kurve. |
| Present Value | Diskontierter Wert im Reporting. |
| Comment | Erklärung auf Entry-Ebene. |
Die einfache Present-Value-Beziehung lautet:
$$ PV_i = FV_i \times DF(t_i) $$
Für eine Provision mit mehreren Entries:
$$ PV_{provision} = \sum_i FV_i \times DF(t_i) $$
PnL-Wirkung
Provision-Bewegungen werden getrennt von Gross PnL gezeigt, damit Reviewer Marktbewegungen von fachlichen Adjustments unterscheiden können. Typisch ist:
$$ NetPnL = GrossPnL + ProvisionIncrease - ProvisionRelease $$
Die genaue Sign Convention muss in der Report Section geprüft werden. Eine Provision Increase reduziert wirtschaftlich häufig das Ergebnis, während ein Release es verbessert; Reports können Increases und Releases aber als separate signed Columns darstellen.
Statusinterpretation
Reporting
Provisions
| Status | Bedeutung | Aktion |
|---|
| Draft | Erfasst, aber nicht für Reporting freigegeben. | Inputs und Reason prüfen. |
| Approved | Für Reference Date und Scope akzeptiert. | Sichtbarkeit im Report prüfen. |
| Released | Nicht mehr aktiv oder aus dokumentiertem Grund reduziert. | Release Reason und Release Date prüfen. |
| Rejected | Nicht für Reporting akzeptiert. | Korrigieren oder aus operativem Scope entfernen. |
Data-Quality-Prüfungen
| Check | Warum wichtig |
|---|
| Scope-Vollständigkeit | Fehlende Desk-, Book- oder Portfolio-Werte können den Report falsch zuordnen. |
| Currency-Konsistenz | Falsche Währung verzerrt Net PnL nach FX-Umrechnung. |
| Discount Curve Availability | Fehlende Kurvendaten verhindern zuverlässige PV-Berechnung. |
| Payment Date Validity | Vergangene oder inkonsistente Payment Dates erzeugen falsche Buckets. |
| Amount und Sign | Falsches Vorzeichen dreht Provision Increase/Release um. |
| Status Governance | Draft Provisions sollten nicht ungeprüft final berichtet werden. |
Häufige Probleme
Reporting
Provisions
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Provision fehlt im Report | Scope, Status oder Reference Date passt nicht zum Report Request. | Provision Keys mit Report Level und Datum vergleichen. |
| Present Value ist null | Keine Entries, Nullbetrag, fehlender Discount Factor oder Kurvensetup. | Entries und Marktdaten prüfen. |
| Unerwarteter DtD Change | Previous Amount weicht ab oder Release wurde angewendet. | Previous Amount, Change DtD und Release Details prüfen. |
| Falscher Bucket | Payment Dates oder Scope Keys sind falsch. | Entry Dates und Scope Level korrigieren. |
| Provision wirkt doppelt | Ähnliche Scope-Werte können unterschiedliche Type, Owner oder Reason haben. | Nur nach fachlichem Review konsolidieren. |
Empfohlene Praxis
Jede Provision braucht einen klaren Reason und Owner. Payment-Date Entries sollten zur erwarteten wirtschaftlichen Fälligkeit passen. Provisions dürfen fehlende Marktdaten oder fehlgeschlagene Valuation Workflows nicht verdecken; solche Fälle gehören in Data Quality oder Workflow-Diagnose. Vor Distribution Gross PnL, Provision Movements und Net PnL after Provisions abstimmen.
Reporting
Audit und Änderungshistorie
Konfigurationsänderungen, Felddifferenzen, Benutzer, Quellen und verknüpfte Entitäten nachvollziehen
Zweck
Audit- und Änderungshistorien helfen Anwendern zu verstehen, wer Fach- oder Konfigurationsdaten geändert hat, wann die Änderung passiert ist, welche Felder betroffen waren und ob die Änderung ein übergeordnetes Geschäftsobjekt wie Instrument, Trade, Portfolio, Kurve, Risikomodell oder Report Definition betrifft. Die Funktion unterstützt tägliche Prüfung, operativen Support, Modellgovernance und Ursachenanalyse.
Auditdaten ersetzen keinen Freigabeprozess. Sie liefern die Evidenz, wie der aktuelle Zustand entstanden ist und welche Änderungen Review, Neuberechnung oder Nachverfolgung benötigen können.
Was erfasst wird
Jeder Audit-Eintrag speichert die geänderte Entität, die Operation, den Akteur, den Zeitstempel und die Quelle der Änderung. Soweit verfügbar werden zusätzlich Felddifferenzen sowie Snapshots vor und nach der Änderung gespeichert.
| Bereich | Bedeutung |
|---|
| Geänderte Entität | Die Zeile, die direkt angelegt, geändert oder gelöscht wurde. |
| Root-Entität | Das übergeordnete Objekt für den fachlichen Review, zum Beispiel ein Instrument mit Legs oder Underlying Mappings. |
| Geänderte Felder | Alte und neue Werte auf Feldebene. |
| Benutzer | User Id oder Benutzername aus dem Command-Kontext. |
| Quelle | UI, API, Import, Batch, Migration oder System, soweit verfügbar. |
| Command | Command Handler oder Operation, die die Änderung erzeugt hat. |
| Materialität | Kennzeichen für Felder mit Relevanz für Bewertung, Risiko, Reporting oder operativen Review. |
History Tab
Konfigurationsseiten enthalten einen History Tab. Die obere Tabelle zeigt aktuelle Audit-Einträge für das ausgewählte Objekt und bei übergeordneten Objekten auch Änderungen an verknüpften Kindobjekten. Eine Instrumentenhistorie kann zum Beispiel Änderungen an Legs, Underlying Mappings oder anderen instrumentbezogenen Zeilen enthalten, wenn die Änderung das Instrument als Root-Entität trägt.
Reporting
Audit und Änderungshistorie
Wählen Sie eine Zeile aus, um die Felddetails unterhalb der Tabelle zu sehen. Die Detailtabelle zeigt Feldname, alten Wert, neuen Wert und Materialität. Nutzen Sie diese Ansicht, wenn ein Instrument, Trade, eine Kurve oder Report Definition vom erwarteten Zustand abweicht.
Audit Dashboard
Das Audit Dashboard fasst Änderungen über einen Datumsbereich zusammen. Im Filterpanel können Benutzer, Änderungsart, Quelle und Entitätstyp eingeschränkt werden. Das Dashboard zeigt Gesamtänderungen, materielle Änderungen, geänderte Entitäten, aktive Benutzer, Tagestrend, Buckets nach Entitätstyp, Änderungsart, Quelle und Benutzer, aktuelle Änderungen sowie die am häufigsten geänderten Entitäten.
Top Changed Entities werden nach Root-Entität gruppiert. Dadurch können Änderungen an Kindobjekten unter dem fachlich zugehörigen Objekt geprüft werden, während die Recent Changes Tabelle weiterhin die direkt geänderte Entität zeigt.
Eine Änderung untersuchen
- Starten Sie beim fachlichen Objekt, das auffällig ist, zum Beispiel Instrument oder Report Definition.
- Öffnen Sie History und prüfen Sie die neuesten Einträge.
- Wählen Sie einen Eintrag aus und lesen Sie alte und neue Werte auf Feldebene.
- Prüfen Sie Benutzer, Quelle, Command und Zeitstempel.
- Wenn die Änderung materiell ist, klären Sie, ob Bewertung, Sensitivitäten, PnL Explain, Reports oder Datenqualitätsprüfungen erneut laufen müssen.
- Nutzen Sie das Audit Dashboard für breitere Fragen wie "was wurde heute geändert" oder "welcher Benutzer hat viele Instrumente geändert".
Änderungen an verknüpften Entitäten
Das Auditmodell trennt direkte Änderung und Root-Kontext. Eine Leg-Änderung bleibt eine Leg-Änderung, kann aber für Historie und Dashboard-Gruppierung zum Instrument hochgerollt werden. So bleibt die technische Präzision erhalten und Fachanwender erhalten gleichzeitig die objektbezogene Sicht.
Wenn ein Kindobjekt nur ein anderes Kindobjekt referenziert und keine Top-Level-Id trägt, kann der Audit-Eintrag nur bis zum unmittelbaren Parent hochgerollt werden. Nutzen Sie dann die direkt geänderte Entität und den Command-Kontext für die Nachverfolgung.
Empfohlene Praxis
Reporting
Audit und Änderungshistorie
Prüfen Sie materielle Änderungen vor Reportverteilung oder Risiko-Sign-off. Bei bewertungsrelevanten Feldern sollten betroffene Workflows erneut ausgeführt werden, statt alte Ergebnisse weiterzuverwenden. Verwenden Sie klare Kommentare und Änderungsgründe, wenn Commands diese Informationen unterstützen, und bevorzugen Sie stabile Business Keys wie Trade Number, Instrument Code, ISIN oder Reportname.
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Keine Historie gefunden | Für die ausgewählte Entität oder den Root-Kontext existiert kein Audit-Eintrag. | Objekt-Id, Datumsbereich und Aktivierungszeitpunkt des Audits prüfen. |
| Kindänderung erscheint beim Parent | Die geänderte Zeile trägt Root-Kontext, zum Beispiel ein Leg unter einem Instrument. | Spalte der direkt geänderten Entität für die genaue Zeile prüfen. |
| Benutzer ist system | Änderung wurde durch Batch, Migration oder Command ohne Benutzerkontext erzeugt. | Quelle, Command Name und Zeitstempel prüfen. |
| Feldliste ist leer | Der Command hat ein Entity-Level Event ohne Felddifferenzen gespeichert. | Snapshots, Command Name und Quelle verwenden. |
| Dashboard-Zahl weicht von Entity History ab | Das Dashboard gruppiert Top Entities nach Root-Kontext und nutzt Datumsfilter. | Filter, Datumsbereich und Entitätstyp vergleichen. |
Validation
Readiness Status
Bedeutung von Green, Amber, Red und Unknown
Zweck
Readiness Status fasst zusammen, ob ein Modell, Instrument oder Validierungseintrag für den dokumentierten Scope nutzbar ist.
Statuswerte
| Status | Bedeutung |
|---|
| Green | Prüfungen für den dokumentierten Scope bestanden. |
| Amber | Evidenz ist vorhanden, aber teilweise, eingeschränkt oder mit wichtigen Limitationen. |
| Red | Eine kritische Prüfung ist fehlgeschlagen. |
| Unknown | Keine ausführbare Evidenz vorhanden oder nur Inventareintrag. |
Empfohlene Praxis
Lesen Sie Limitationen immer, bevor Sie Green- oder Amber-Ergebnisse verwenden. Status ersetzt nicht Scope, Evidenz und fachliche Modellprüfung.
Validation
Evidenzen und Toleranzen
Expected, Actual und Tolerance richtig lesen
Zweck
Evidenzen dokumentieren Expected Values, Actual Values, Toleranzen und Referenzen, die einen Validierungsstatus unterstützen.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Expected | Benchmark oder Referenzwert. |
| Actual | Vom System erzeugter Wert. |
| Tolerance | Maximal akzeptierte Abweichung. |
| Evidence Reference | Link oder Referenz auf Detailnachweise. |
| Dataset Reference | Eingabedaten für die Validierungsprüfung. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Abweichung innerhalb Toleranz | Ergebnis ist für diese Prüfung akzeptabel. | Scope und Limitation prüfen. |
| Abweichung außerhalb Toleranz | Validierung ist fehlgeschlagen oder braucht Analyse. | Inputdaten und Benchmark-Annahmen vergleichen. |
| Evidenz fehlt | Es wurde keine Prüfung generiert. | Readiness für diesen Scope als Unknown behandeln. |
Validation
Model Validation
Annahmen und Einschränkungen von Modellen dokumentieren
Zweck
Model Validation fokussiert auf die Methode, die ein Ergebnis erzeugt hat: Annahmen, Inputs, Outputs, Benchmarks, Evidenz und Limitationen.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Model ID | Stabile Kennung für Modell oder Methode. |
| Family | Gruppierung wie Pricing, VaR, ES, FRTB, Volatility oder Data Quality. |
| Validation Method | Wie das Modell geprüft wurde. |
| Benchmark Source | Referenz für den Vergleich mit Actual Results. |
| DQ Checks | Data-Quality-Prüfungen, die für das Modellpack oder seine Validierungsinputs gelten. |
| Limitation | Scope-Einschränkung, die auch bei bestandener Evidenz sichtbar bleibt. |
Verbindung zu Data Quality
Model Validation beantwortet, ob eine Methode für den dokumentierten Scope bereit ist. Data Quality beantwortet, ob die von dieser Methode verwendeten Inputs vollständig und zuverlässig genug sind, um die Evidenz zu interpretieren.
Das Model Validation Dashboard kann deshalb DQ-Links neben Pack-Aktionen wie Shocks, Scenario, Portfolio, Results und Status anzeigen. Diese Links sollten Teil des normalen Validierungsablaufs sein und nicht erst nach einem Fehler genutzt werden.
Beispiele:
Validation
Model Validation
| Modellpack | DQ-Evidenz kann erklären |
|---|
| VaR / ES | Fehlende Szenarioinputs, unvollständige Shock-Vektoren, stale Referenzdaten oder inkonsistente Portfolio-Szenariovektoren. |
| DCF / Pricing | Fehlende Cashflow-Inputs, Curve Mappings, Datums-Konventionen oder Stammdatenprobleme. |
| Sensitivities | Fehlende Base- oder Shifted-Prices, inkonsistentes Bump-Setup oder nicht verfügbare Risikofaktoren. |
| FRTB | Fehlende Sensitivity-Inputs, Bucket-Mappings, Risk-Class-Inputs oder unvollständige Testportfoliodaten. |
| Volatility | Fehlende Surface Nodes, ungültige Vol Quotes, nicht unterstützte Interpolationspunkte oder Konventionsabweichungen. |
NMD-Validierung
Non-Maturity Deposits verbinden Instrument Validation, IRRBB-Methodik, Sensitivitäten und Marktdatenvalidierung. Ein Green-Status ist nur aussagekräftig, wenn die Verhaltensannahmen und Marktdaten zum getesteten Scope passen.
| Prüffeld | Was zu lesen ist |
|---|
| Segment und Core Balance | Segment-Cap, Stable Balance Ratio und berechneter Core-Anteil müssen konsistent sein. |
| Runoff und WAL | Cashflow-Profil und gewichtete durchschnittliche Laufzeit müssen innerhalb der Cap liegen. |
| Floor-Komponente | Bei IncludeFloorValue muss die Normal-Volatilitätsfläche vorhanden und zum FloorStrike passend sein. |
| Sensitivitäten | PV01 kommt aus Kurvenexposure; IrVega kommt aus dem NMD-Floor und darf nicht mit IR Delta verwechselt werden. |
| VaR | Historische Szenarien benötigen dieselben gemappten Kurven- und Volatilitätsfaktoren wie die Bewertung. |
Typische Red- oder Amber-Ursachen sind fehlende Surface Nodes, fehlende historische Vol-Quotes, ein zu langes Runoff-Profil, ein überschrittenes Core-Balance-Cap oder ein Sensitivitätslauf, der einen anderen Strike als die Bewertung verwendet.
Nutzung des Links
Validation
Model Validation
- Modellpack auswählen.
- Die Action-Spalte öffnen, die fehlgeschlagen ist oder auffällig wirkt.
- DQ-Ansicht oder DQ-Referenz öffnen.
- Zuerst Critical Findings prüfen.
- Betroffenen Input mit der Modellevidenz vergleichen.
- Entscheiden, ob es ein Daten-Readiness-, Modell-Readiness- oder Benchmark-/Toleranzproblem ist.
Wenn DQ unvollständig oder für ein Pack nicht anwendbar ist, kann das Dashboard einen Platzhalter anzeigen. Daraus darf nicht abgeleitet werden, dass Data Quality bestanden wurde; es bedeutet nur, dass aktuell keine dedizierte DQ-Evidenz an dieses Pack angebunden ist.
Accepted DQ Exceptions
Einige Modellpacks können DQ-Ergebnisse mit Status Accepted zeigen. Das bedeutet, dass eine aktive Data-Quality-Exception-Rule auf das Finding gepasst hat. Der wichtigste aktuelle Fall ist RfValue: Fehlende Risk-Factor Values in nicht-null Sensitivity-Vector-Einträgen können akzeptiert werden, wenn die konfigurierte Regel auf Instrument- oder Risk-Factor-Fakten passt.
Accepted DQ ist als dokumentierte Ausnahme zu lesen:
| Reviewpunkt | Was zu prüfen ist |
|---|
| Rule Name | Beschreibt der Name die konkrete Ausnahme? |
| Priority | Wurde bei mehreren passenden Regeln die gewünschte Regel gezogen? Kleinere Priority-Werte werden zuerst angewendet. |
| Owner | Ist eine Person oder Gruppe verantwortlich? |
| Reason | Ist der fachliche oder modellvalidierungsbezogene Grund klar? |
| Gültigkeit | Ist ValidTo gesetzt, wenn die Exception auslaufen soll? |
| Scope | Sind die Bedingungen eng genug, damit keine unabhängigen DQ-Probleme verdeckt werden? |
Die angewendete Regel steht im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule. Accepted Findings werden getrennt von Pass und Fail gezählt; ein Green-Modell mit Accepted DQ muss deshalb weiterhin mit seinen Limitationen geprüft werden.
Validation
Model Validation
Empfohlene Praxis
Nutzen Sie Model Validation für die Frage, welche Methode ein Ergebnis erzeugt hat und wie sie geprüft wurde. Nutzen Sie Instrument Validation für die Frage, ob ein Instrument für eine Capability verwendet werden kann.
Dokumentieren Sie in Reviews sowohl den Modellstatus als auch den DQ-Status. Ein Green-Modell mit offenen Critical DQ Findings sollte nicht als uneingeschränkt bereit interpretiert werden.
Data Quality
Marktdatenvollständigkeit
Benötigte Kurven, Quotes, Volatilitäten und Fixings
Zweck
Marktdatenvollständigkeit prüft, ob die erforderlichen Inputs für einen Bewertungs- oder Risikolauf vorhanden sind.
Benötigte Daten
| Input | Typische Nutzung |
|---|
| Discount Curve | Barwert und Diskontierung von Cashflows. |
| Projection Curve | Floating Coupons und Forward Rates. |
| FX Rate | Umrechnung in Reporting-Währung. |
| Volatility Surface | Optionsbewertung und Vega. |
| Fixings | Historische indexgebundene Cashflows. |
Empfohlene Praxis
Prüfen Sie Vollständigkeit nach Bewertungsdatum und Produkttyp. Ein Lauf kann fehlschlagen, obwohl die meisten Marktdaten vorhanden sind, wenn genau ein benötigtes Fixing, ein Kurvenpunkt oder ein Vol-Punkt fehlt.
Data Quality
Instrument-Stammdaten
Felder, die Modellwahl und Bewertung steuern
Zweck
Instrument-Stammdaten bestimmen, welches Modell ausgewählt wird und welche Marktdaten benötigt werden.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Instrument Type | Produktklassifikation für Modellwahl. |
| Currency | Steuert Diskontierung und Reporting-Verhalten. |
| Index | Floating-Rate- oder Inflationsindexfamilie. |
| Maturity | Enddatum für Eligibility und Cashflow-Generierung. |
| Quantity | Positionsmenge, die auf Unit Valuation angewendet wird. |
Häufige Probleme
| Problem | Bedeutung | Mögliche Aktion |
|---|
| Maturity fehlt | Cashflows können nicht zuverlässig generiert werden. | Instrument-Stammdaten korrigieren. |
| Negative oder extreme Quantity | Ergebnisse können unplausibel groß wirken. | Positionsgröße und Vorzeichen bestätigen. |
| Curve Mapping fehlt | Modell kann benötigte Kurve nicht auflösen. | Marktdatenmapping aktualisieren. |
Data Quality
Gegenparteien
Party-Stammdaten, Typ, Country of Risk, Ratings und Exposure-Verwendung
Zweck
Gegenparteien, in der Konfiguration als Parties geführt, beschreiben juristische oder operative Einheiten für Trades, Positionen, Exposure Views und Reporting. Sie können Banken, Kunden, Emittenten, Clearingparteien oder interne Einheiten darstellen.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Stabiler fachlicher Name für Auswahl und Audit Trail. |
| Party Type | Klassifikation, zum Beispiel Counterparty, Issuer oder interne Partei. |
| Country of Risk | Jurisdiktion für Risikoreporting und Aggregation. |
| Ratings | Externe oder interne Bonitätsindikatoren. |
| Address | Rechtliche oder operative Adresse, sofern verfügbar. |
Verwendung
Trades können eine Partei direkt oder über verbundene Stammdaten referenzieren. Gegenparteidaten fließen in Exposure Views, Reporting-Dimensionen, Trade Filters und operative Kontrollen ein.
Data-Quality-Hinweise
Namen sollten stabil bleiben, Dubletten vermieden und Änderungen an Land oder Rating bewusst geprüft werden. Dubletten erschweren Exposure-Aggregation und Filterausdrücke.
Data Quality
Kalender
Geschäftstage, Feiertage, Fixing- und Zahlungsdatumslogik
Zweck
Kalender definieren Geschäftstage, Feiertage und den Kontext für Datumsanpassungen. Sie werden für Schedules, Fixings, Zahlungen und Settlement-Logik verwendet und können direkt über Instrumente oder indirekt über Bewertungsgruppen wirken.
Wichtige Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Stabiler Kalendername für Mappings und Audit Trail. |
| Calendar Type | Fachliche Kalenderart, zum Beispiel generisch, Fixing oder Payment. |
| Ex Coupon | Kennzeichnet Kalender für Ex-Coupon-Logik. |
| Fixing | Kennzeichnet Kalender für gültige Fixing-Beobachtungstage. |
| Payment | Kennzeichnet Kalender für Zahlungsdatumsanpassungen. |
| Holidays | Nicht-Geschäftstage im Detailbereich. |
Verwendung
Kalender beeinflussen Coupon Schedules, Settlement Dates, Fixing Dates, Payment Dates, Ex-Coupon-Fenster und Business-Day Adjustment. Ein fehlender oder unvollständiger Kalender kann Cashflow-Daten verändern, obwohl die Instrumentfelder korrekt aussehen.
Praktische Prüfungen
Prüfen Sie Währung und Marktkonvention, bevor ein Kalender einer Bewertungsgruppe zugeordnet wird. Feiertage sollten für Jahreswechsel, TARGET, lokale Bankfeiertage und produktspezifische Fixing-Kalender aktuell gehalten werden.
Data Quality
Bewertungsgruppen
Wie ValGroups Kurven, Kalender, Dividenden und Volatilitätsflächen routen
Zweck
Eine Bewertungsgruppe, in Konfigurationsmasken als ValGroup bezeichnet, ist das Marktdaten-Routingprofil eines Instruments. Sie wird für Bewertung, Sensitivitäten, Cashflow-Erzeugung und Szenariosimulation verwendet. Die Bewertungsgruppe enthält keine Quotes. Sie verknüpft ein Instrument mit den Kurven, Kalendern, Dividendenströmen und Volatilitätsflächen, die die Pricing Engine benötigt.
Das Instrument beschreibt den Vertrag. Die Bewertungsgruppe beschreibt die Marktdatenumgebung für diesen Vertrag. Dasselbe Instrument kann mit einer anderen Bewertungsgruppe andere Ergebnisse liefern, weil Diskontierung, Projektion, Inflation, Volatilität oder Kalenderauflösung anders sind.
Wo sie verwendet wird
Die Instrumentkonfiguration enthält die zugewiesene ValGroup. Bei der Bewertung einer Position löst die Engine zuerst das Instrument auf, liest dessen Bewertungsgruppe und verwendet dann die typisierten Mappings innerhalb dieser Gruppe.
Typische Verbraucher sind:
| Verbraucher | Warum die Bewertungsgruppe wichtig ist |
|---|
| Bewertung | Wählt Discount-, Projection-, Inflation-, Repo-, FX- und Volatilitätsinputs. |
| Sensitivitäten | Definiert, welche gemappten Kurven oder Flächen geschockt und berichtet werden. |
| VaR und Szenariobewertung | Bestimmt, welche Szenario-Risikofaktoren das Instrument beeinflussen können. |
| Cashflows | Liefert Kalender und Projektionskurven für Schedule- und Fixinglogik. |
| Data Quality | Prüft, ob die erforderlichen Mappings vorhanden sind, bevor Ergebnisse belastbar sind. |
Konfigurationsstruktur
Die Seite Val Groups besteht aus einem Parent Record und vier Mapping-Tabs.
Data Quality
Bewertungsgruppen
| Tab | Mapping-Ziel | Hauptzweck |
|---|
| Yield Curves | YieldCurve-Records | Diskontierung, Forward-Projektion, Money Market, FX, Repo, Dividend und Inflation Curves. |
| Dividends | DividendStream-Records | Dividendenannahmen für Equity-Produkte und Optionen. |
| Calendars | Calendar-Records | Business-Day Adjustment, Payment Dates, Fixing Dates und währungsspezifische Feiertage. |
| Vola Surfaces | VolaSurface-Records | Zins-, FX-, Equity- und Commodity-Volatilitätsinputs. |
Die Parent-ValGroup hat Name, Version und Historienmetadaten. Die fachliche Bedeutung entsteht durch die Child-Mappings. Eine Bewertungsgruppe ohne Mappings kann gespeichert werden, ist aber für produktive Bewertung nur nutzbar, wenn der Instrumenttyp wirklich keine Marktdaten benötigt.
Namenskonventionen
Verwenden Sie stabile, fachlich lesbare Namen. Gute Namen kodieren häufig Währung, Desk, Modellfamilie oder regulatorischen Zweck, zum Beispiel EUR-GIRR, EUR_VALIDATION, USD_OIS oder EQ_EUROPE.
Vermeiden Sie Namen, die temporäre Implementierungsdetails beschreiben. Eine spätere Umbenennung erschwert Support und Audit, weil ältere Ergebnisse, Logs und Evidenzen noch den alten Namen enthalten können.
Das Portal validiert Namen mit begrenzter Zeichenmenge und Länge. Namen sollten fachlich eindeutig bleiben, auch wenn die technische Identität über die Record Id läuft.
Yield-Curve-Mappings
Jedes Yield-Curve-Mapping verknüpft eine YieldCurve mit einer ValGroup und markiert die Rolle dieser Kurve. Ein einzelnes Mapping kann mehrere Rollen tragen, sollte das aber nur tun, wenn dieselbe Kurve bewusst für mehrere Zwecke verwendet wird.
Data Quality
Bewertungsgruppen
| Flag | Bedeutung | Typische Instrumente |
|---|
| DiscountCurve | Kurve zur Diskontierung zukünftiger Cashflows auf den Barwert. | Bonds, Swaps, Loans, Optionen, Forwards. |
| ForwardCurve | Kurve zur Projektion variabler Coupons oder Forward Rates. | Floating-Rate Bonds, Swaps, FRAs, Caps/Floors. |
| MoneyMarketCurve | Short-End- oder Cash-Kurve für Money-Market-Produkte. | Deposits, kurzlaufende Cash-Instrumente. |
| FxCurve | Kurve für FX-bezogene Bewertung oder Currency-Pair-Setup. | FX Forwards, FX Swaps, Cross-Currency Trades. |
| RepoCurve | Funding- oder Repo-Kurve für Securities-Financing-Logik. | Repos, Bond Forwards, Teile von Futures-Logik. |
| DividendCurve | Kurvenartige Dividendenannahme, wenn Dividenden als Yield Curve modelliert werden. | Equity-Derivate mit Dividend Yield Curve. |
| ZeroInflationCurve | Zero-Coupon-Inflationskurve. | CPI Bonds, Zero-Coupon Inflation Swaps, Inflation Caps/Floors. |
| YoYInflationCurve | Year-on-Year-Inflationskurve. | YoY Inflation Swaps und YoY Caps/Floors. |
Wichtige Besonderheiten bei Kurven
Discount und Forward sind getrennte Rollen. Manche einfache Instrumente verwenden dieselbe Kurve für beide Rollen, aber das muss eine bewusste Konfigurationsentscheidung sein. Wenn ein Floating-Produkt eine Forward Curve erwartet und keine gemappt ist, kann die Bewertung fehlschlagen oder unvollständige Sensitivitäten liefern.
Inflationskurven sind nicht austauschbar. Ein Zero-Coupon-Inflationsprodukt benötigt die Zero-Inflation-Rolle; ein Year-on-Year-Produkt benötigt die YoY-Rolle. Ein falscher Kurventyp kann so aussehen, als sei das Instrument konfiguriert, obwohl das Modell den richtigen Projektionsinput nicht findet.
Repo- und FX-Kurven sind spezialisierte Rollen. Markieren Sie eine generische Discount Curve nur dann als Repo oder FX, wenn genau das die gewünschte Modellkonvention ist. Sonst können Risk Factors und Szenarioattribution irreführend werden.
Wenn mehrere Kurven in derselben Bewertungsgruppe dieselbe Rolle tragen, wird die Auflösung mehrdeutig, sofern die nachgelagerte Instrumentlogik keine zusätzliche Auswahlregel besitzt. Halten Sie Rollen pro Gruppe möglichst eindeutig.
Dividend-Mappings
Dividend-Mappings verknüpfen einen DividendStream mit der Bewertungsgruppe. Sie sind vor allem für Equity-Produkte und Optionen auf Aktien oder Indizes relevant.
Data Quality
Bewertungsgruppen
IsGroupDefault markiert einen Dividendenstrom als Standard für die Gruppe. Nutzen Sie diese Einstellung, wenn das Produkt keine spezifischere Dividendenquelle vorgibt. Ein Default ist bequem, aber breit wirksam: Eine Änderung kann viele Produkte gleichzeitig beeinflussen.
Häufige Fehler:
| Fehler | Wirkung |
|---|
| Kein Dividend-Mapping für eine Equity Option | Optionswert und Greeks können die erwartete Dividendenannahme verfehlen. |
| Mehr als ein Default-Dividendenstrom | Die ausgewählte Quelle kann mehrdeutig oder implementationsabhängig werden. |
| Dividend Stream ist gemappt, aber enthält keine Punkte | Das Mapping existiert, aber die Bewertung hat weiterhin keine nutzbaren Marktdaten. |
| Breiter Gruppen-Default für einen einzelnen Issuer | Andere Instrumente in der Gruppe können eine ungeeignete Dividendenannahme erben. |
Kalender-Mappings
Kalender-Mappings verknüpfen einen Calendar mit einer Bewertungsgruppe und einer Currency. Kalender werden für Schedule Generation, Business-Day Adjustment, Fixing Dates, Settlement Dates und Payment Dates verwendet.
Die Währung im Mapping ist relevant. Ein Multi-Currency-Portfolio kann mehrere Kalender in derselben Bewertungsgruppe benötigen. Ein EUR-Cross-Currency-Trade mit USD-Cashflows kann zum Beispiel EUR- und USD-Kalender benötigen.
Kalender können je nach Kalenderrecord auch Spezialverhalten wie Fixing, Payment oder Ex-Coupon tragen. Das ValGroup-Mapping wählt den Kalender; der Kalenderrecord selbst definiert Feiertage und Zweck.
Häufige Fehler:
Data Quality
Bewertungsgruppen
| Fehler | Wirkung |
|---|
| Fehlender Kalender für die Instrumentwährung | Schedule Generation oder Date Adjustment kann fehlschlagen. |
| Falsche Währung im Mapping | Die Engine findet den beabsichtigten Kalender nicht, obwohl er existiert. |
| Kalender existiert, aber Feiertage sind unvollständig | Cashflow-Daten können falsch verschoben werden. |
| Generischer Kalender für produktspezifische Fixinglogik | Fixing- oder Settlementdaten können von der erwarteten Marktkonvention abweichen. |
Volatilitätsflächen-Mappings
Volatilitätsmappings verknüpfen eine VolaSurface mit der Bewertungsgruppe und markieren, für welche Volatilitätsfamilie sie verwendet wird.
| Flag | Bedeutung | Typische Instrumente |
|---|
| InterestrateVolatity | Zinsvolatilitätsfläche. Der Datenmodellname verwendet aktuell diese Schreibweise. | Caps, Floors, Swaptions, IR-Optionalität. |
| FxVolatility | FX-Volatilitätsfläche. | FX-Optionen und optionsartige FX-Produkte. |
| EquityVolatility | Equity-Volatilitätsfläche. | Aktienoptionen, Indexoptionen, strukturierte Equity-Produkte. |
| CommodityVolatility | Commodity-Volatilitätsfläche. | Commodity-Optionen und commoditygebundene Optionalität. |
| IsGroupDefault | Default-Fläche der Bewertungsgruppe, wenn keine spezifischere Auswahl greift. | Breiter Fallback für eine Volatilitätsfamilie. |
Besonderheiten bei Volatilität
Volatilitätstyp und Surface-Inhalt müssen passen. EquityVolatility macht eine Fläche nur für Equity-Volatilitätsauflösung zulässig; die Fläche benötigt weiterhin passende Expiry-, Tenor-, Strike- oder Moneyness-Punkte.
IsGroupDefault ist ein Fallback, keine präzise Produktzuordnung. Es ist nützlich für Validierungsportfolios und breite Produktfamilien, sollte aber fehlende produktspezifische Flächen nicht verdecken.
Data Quality
Bewertungsgruppen
Die Zinsvolatilitätsrolle heißt im Datenmodell aktuell InterestrateVolatity. Behandeln Sie sie fachlich als Interest-Rate-Volatility-Rolle, auch wenn die Schreibweise ungewöhnlich ist.
Vermeiden Sie es, dieselbe Fläche mehreren Volatilitätsfamilien zuzuordnen, außer das ist ausdrücklich beabsichtigt und getestet. FX-, Equity-, Commodity- und IR-Flächen haben meist unterschiedliche Achsen, Quoting-Konventionen und Szenariohistorien.
Defaults und Mehrdeutigkeit
Defaults reduzieren Setup-Aufwand, erhöhen aber den Wirkungsbereich. Ein Default-Dividendenstrom oder eine Default-Volatilitätsfläche kann jedes Instrument beeinflussen, das die Bewertungsgruppe verwendet. Vor einer Änderung sollte geprüft werden, welche Instrumente und Portfolios die Gruppe referenzieren.
Mehrdeutigkeit ist als Data-Quality-Problem zu behandeln. Mehrere Default-Dividendenströme, mehrere Default-Volatilitätsflächen oder mehrere Kurven mit derselben Rolle können zu implementationsabhängiger Auswahl führen. Pro Gruppe sollte es möglichst genau einen klaren Rolleninhaber geben.
Beziehung zu Instrumenten und Portfolios
Positionen erben das Bewertungsverhalten normalerweise aus der ValGroup ihres Instruments. Portfolios und Trade Filters wählen Positionen aus; sie überschreiben üblicherweise nicht das Marktdatenrouting im Instrument.
Diese Trennung ist wichtig:
| Objekt | Verantwortung |
|---|
| Portfolio | Gruppiert Positionen für Bewertung, Risiko oder Reporting. |
| Trade Filter | Selektiert eine Positionsmenge per Expression. |
| Instrument | Definiert Vertragsdaten und referenziert eine Bewertungsgruppe. |
| ValGroup | Löst die Marktdatenumgebung für das Instrument auf. |
Wenn ein Trade im richtigen Portfolio liegt, aber die Bewertung wegen fehlender Kurven, Kalender oder Volatilität fehlschlägt, liegt die Ursache meist im Instrument- oder ValGroup-Setup, nicht in der Portfolioauswahl.
Data-Quality-Interpretation
Data Quality
Bewertungsgruppen
Die DQ-Regel Val group mapping prüft, ob die erforderlichen Marktdatenrouten für das getestete Instrument und die getestete Capability vorhanden sind. Ein bestandener Check bedeutet, dass der getestete Setup für diesen Evidenzlauf die erwarteten Mappings hatte. Er beweist nicht, dass jedes Instrument mit derselben Gruppe korrekt konfiguriert ist.
Typische ValGroup-Findings bedeuten:
| Finding-Muster | Wahrscheinliche Ursache |
|---|
| Missing discount curve | Kein DiscountCurve-Mapping in der zugewiesenen Bewertungsgruppe. |
| Missing forward or projection curve | Floating-, Inflation- oder Forward-Produkt ohne erwartetes Rollenmapping. |
| Missing volatility surface | Optionalität ist aktiv, aber keine zulässige Volatilitätsfläche ist gemappt. |
| Missing calendar | Kalender-Mapping für die erforderliche Währung fehlt oder ist falsch geschlüsselt. |
| Scenario vector has no exposure | Mapping reicht für Bewertung, aber Risk-Factor-Historie oder Szenariomapping ist unvollständig. |
Change Management
ValGroup-Änderungen sind hochwirksame Konfigurationsänderungen. Behandeln Sie sie wie Modell- oder Marktdatenrouting-Änderungen, nicht wie reine Labeländerungen.
Vor einer Änderung:
- Prüfen, welche Instrumente die Gruppe verwenden.
- Prüfen, ob Produktionsportfolios, Validation Packs oder Reports betroffen sind.
- Für methodisch andere Setups bevorzugt eine neue ValGroup anlegen.
- Alte Gruppen verfügbar halten, solange historische Evidenzen und Reports sie benötigen.
- Nach Änderungen an Kurven, Kalendern, Dividenden oder Volatilitäten Bewertung, Sensitivitäten und DQ erneut laufen lassen.
Troubleshooting-Checkliste
Wenn Bewertung oder Risikoergebnisse falsch wirken, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:
Data Quality
Bewertungsgruppen
- Referenziert das Instrument die erwartete ValGroup?
- Enthält die Gruppe genau eine beabsichtigte DiscountCurve?
- Ist für Floating-Produkte eine ForwardCurve gemappt und mit Quotes befüllt?
- Ist für Inflationsprodukte die korrekte Zero- oder YoY-Inflationsrolle gemappt?
- Ist für Optionen die richtige Volatilitätsfamilie gemappt und enthält die Surface Punkte für Expiry und Strike-Konvention?
- Ist für Equity-Produkte die Dividendenannahme entsprechend der Modellkonvention über Dividend Stream oder Dividend Curve abgebildet?
- Gibt es Kalender-Mappings für alle benötigten Währungen?
- Haben die gemappten Kurven und Flächen Marktdaten für das Bewertungsdatum und Szenariohistorie für Risk Runs?
- Gibt es doppelte Rollen oder Defaults, die die Auswahl mehrdeutig machen?
- Hat eine aktuelle Default-Änderung mehr Instrumente betroffen als erwartet?
Data Quality
Trade Filters
Expression-Syntax, unterstützte Felder, Preview-Verhalten und Governance
Zweck
Trade Filters definieren wiederverwendbare Regeln zur Positionsauswahl. Sie können Trades nach Portfoliohierarchie, Instrumenteigenschaften, Gegenpartei, Bewertungsgruppe oder anderen filterbaren Feldern ein- oder ausschließen.
Ein Trade Filter ist kein Portfolio. Ein Portfolio ist eine gespeicherte fachliche Hierarchie. Ein Trade Filter ist eine Expression, die gegen Positionen ausgewertet wird. Häufig arbeiten beide zusammen: Das Portfolio bestimmt die Grundmenge, der Trade Filter schränkt sie weiter ein.
Filter-Records
Jeder Trade Filter hat:
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Fachlicher Name des Filters. Stabil halten, da Workflows darauf referenzieren können. |
| Active | Gibt an, ob der Filter nutzbar sein soll. Inaktive Filter können für Historie oder Entwurf erhalten bleiben. |
| Description | Fachliche Erklärung des Zwecks. |
| Expression | Ausführbare Filterlogik. |
Die Beschreibung sollte erklären, warum der Filter existiert, nicht nur die Syntax wiederholen. Nennen Sie zum Beispiel Report, Risk Run oder Desk-Kontrolle.
Filter Designer
Der Tab Filter Designer enthält Rule Builder, Expression Editor, Validierungsmeldung, verfügbare Felder, Operatoren und eine Result Preview.
Der Rule Builder hängt einfache Regeln an die Expression an. Er verhindert nicht jede fachliche Fehlinterpretation. Die Syntaxvalidierung prüft, ob die Expression geparst werden kann. Sie beweist nicht, dass die gewünschte fachliche Population selektiert wird.
Unterstützte Felder
Data Quality
Trade Filters
| Feld | Bedeutung |
|---|
| TradeName | Trade- oder Positionsname. Preview-Aliase: Trade oder Name. |
| Instrument | Instrumentname des Trades. |
| Party | Gegenpartei. |
| Portfolio | Portfolio-Knoten direkt an der Position. |
| Book | Book-Knoten in der Portfoliohierarchie. |
| Desk | Desk-Knoten in der Portfoliohierarchie. |
| Group | Root- oder Gruppen-Knoten. Preview-Aliase: Root oder RootPortfolio. |
| InstrumentType | Instrumenttyp-Enum, zum Beispiel CurrencyPair, Commodity, InterestRateSwap. |
| Currency | Instrumentwährung oder Trade-Währung, falls am Instrument keine Währung verfügbar ist. |
| Rating | Instrumentrating, sofern vorhanden. |
| ValGroup | Name der Bewertungsgruppe des Instruments. |
| TradeDate | Trade Date im Format yyyy-MM-dd. |
| Quantity | Trade Quantity als Zahlenstring. |
| MaturityDate | Maturity Date, wenn das Instrument Feature dieses Feld bereitstellt. |
| Issuer | Für Issuer-Filter vorgesehen. In der Preview leer, wenn das Modell Issuer nicht direkt bereitstellt. |
| Sector | Für Sector-Filter vorgesehen. In der Preview leer, wenn das Modell Sector nicht direkt bereitstellt. |
Die Preview unterstützt zusätzlich Path als Kombination aus Group/Desk/Book/Portfolio.
Operatoren
Data Quality
Trade Filters
| Operator | Bedeutung | Beispiel |
|---|
| = oder == | Exakter Match, case-insensitive. | Currency = EUR |
| != | Exakter Non-Match, case-insensitive. | Book != TEST |
| ~, LIKE, MATCHES | Wildcard Match mit * und ?. | Instrument ~ IRS/EUR/* |
| CONTAINS | Text enthält Wert. | Portfolio CONTAINS TRADING |
| STARTSWITH | Text beginnt mit Wert. | Desk STARTSWITH Rates |
| ENDSWITH | Text endet mit Wert. | Instrument ENDSWITH 5Y |
| IN | Exakter Match gegen Werteliste. | InstrumentType IN (CurrencyPair, Commodity) |
| NOT IN | Exakter Ausschluss gegen Werteliste. | Currency NOT IN (EUR, USD) |
| AND | Beide Bedingungen müssen gelten. | Currency = EUR AND Book = TRADING |
| OR | Mindestens eine Bedingung muss gelten. | Desk = Rates OR Desk = Credit |
| NOT | Negiert folgende Bedingung oder Gruppe. | NOT (Book = TEST) |
Operatoren und Feldnamen werden in der Preview case-insensitive ausgewertet. Ein konsistenter Uppercase-Stil ist lesbarer.
Werte und Quotes
Einfache Werte können ohne Quotes geschrieben werden, wenn sie Buchstaben, Ziffern, _, ., -, /, :, * oder ? enthalten.
Werte mit Leerzeichen sollten gequotet werden:
text Party = "Example Bank AG" Portfolio CONTAINS "Internal Trading"
Datumswerte verwenden yyyy-MM-dd:
text TradeDate = 2026-04-24 MaturityDate IN (2028-06-30, 2030-12-31)
Enum-Werte müssen den gespeicherten Enum-Namen entsprechen, nicht übersetzten UI-Labels.
Data Quality
Trade Filters
Priorität und Klammern
Die Auswertung erfolgt in dieser Reihenfolge:
Diese Expression:
text Portfolio = TRADING OR Group = BANKING AND Currency = EUR
wird interpretiert als:
text Portfolio = TRADING OR (Group = BANKING AND Currency = EUR)
Wenn etwas anderes gemeint ist, Klammern setzen:
text (Portfolio = TRADING OR Group = BANKING) AND Currency = EUR
Wildcards
Wildcard Matching ist mit ~, LIKE und MATCHES verfügbar.
| Wildcard | Bedeutung |
|---|
| * | Beliebig viele Zeichen. |
| ? | Genau ein Zeichen. |
Beispiele:
text Instrument ~ IRS/EUR/* TradeName LIKE *HEDGE* Book MATCHES RATES-?
Für reines Enthalten ist CONTAINS meist klarer als beidseitige *.
Data Quality
Trade Filters
Result Preview
Die Result Preview zeigt passende Positionen in einer pageable Tabelle und enthält die Felder, die auch für Filterlogik genutzt werden können.
| Verhalten | Bedeutung |
|---|
| Refresh | Lädt die Vorschau nach Expression- oder Datenänderungen neu. |
| Erste 1000 Positionen | Die Preview ist aus Performancegründen auf die ersten 1000 geladenen Trades begrenzt. |
| Clientseitige Auswertung | Die Preview wertet im Portal aus. Produktive Workflows können Backendlogik verwenden. |
| Leere Issuer/Sector-Felder | Diese Felder bleiben leer, wenn das Instrumentmodell sie nicht direkt bereitstellt. |
| Syntaxfehler | Tabelle wird geleert und Parserfehler wird angezeigt. |
Die Preview ist ein Designwerkzeug, keine vollständige Audit-Evidenz für große Bücher.
Beispiele
text Portfolio = TRADING Book = RATES AND Currency = EUR InstrumentType IN (InterestRateSwap, VanillaBond, CurrencyPair) NOT (Book CONTAINS TEST OR Book CONTAINS INACTIVE) Currency = EUR AND ValGroup = EUR-GIRR AND InstrumentType != Commodity Path LIKE BANKING/RATES/*
Häufige Fehler
Data Quality
Trade Filters
| Fehler | Wirkung | Lösung |
|---|
| Fehlende Klammern bei gemischtem AND/OR | Zu viele oder zu wenige Trades. | Fachliche Blöcke explizit klammern. |
| Übersetzte Enum-Labels | Kein Match. | Gespeicherte Enum-Namen verwenden. |
| = mit Teilwert | Kein Match außer bei exakt gleichem Wert. | CONTAINS oder Wildcards nutzen. |
| Issuer/Sector genutzt, bevor Daten verfügbar sind | Preview bleibt leer. | Prüfen, ob das Modell das Feld liefert. |
| Portfolio statt Book oder Desk gefiltert | Falscher Hierarchieausschnitt. | Portfolio, Book, Desk, Group oder Path bewusst wählen. |
| Unklare Filternamen | Fachlicher Zweck später nicht nachvollziehbar. | Klaren Namen und Description pflegen. |
Governance
Trade Filters können berichtete Populationen ändern. Behandeln Sie Änderungen als fachlich relevante Konfigurationsänderungen.
- Zielpopulation nach Portfolio, Desk, Book oder Produkt bestätigen.
- Mit Preview testen und False Positives/False Negatives prüfen.
- Bei gemischter Logik immer explizite Klammern setzen.
- Zweck in der Description dokumentieren.
- Alte Filter lieber deaktivieren als löschen, wenn sie für Audit oder Vergleich relevant bleiben.
Data Quality
Data Quality Findings
Severity und Handlungshinweise interpretieren
Zweck
Data Quality Findings erklären, warum eine Position, ein Instrument oder ein Marktdatenpunkt unsicher für eine Berechnung sein kann.
Severity
| Severity | Bedeutung |
|---|
| Info | Nützlicher Kontext, normalerweise nicht blockierend. |
| Warning | Berechnung kann laufen, sollte aber geprüft werden. |
| Critical | Berechnung ist nicht vertrauenswürdig oder kann fehlschlagen. |
Links aus Validierungsdashboards
Data Quality Findings können direkt aus Instrument Validation und Model Validation geöffnet werden. Der Link soll den Analyseweg verkürzen, wenn ein Validierungseintrag Amber, Red, Unknown oder unerwartet leer ist.
Nutzen Sie verlinkte DQ-Evidenz, um folgende Fragen zu beantworten:
- Waren die Stammdaten der Position vollständig?
- Waren alle benötigten Marktdateninputs verfügbar?
- Waren Curve-, Volatility-, FX- oder Szenarioreferenzen korrekt gemappt?
- War das Validierungsportfolio für das ausgewählte Modellpack vollständig?
- Betrifft ein DQ Finding nur ein Instrument, einen Modellinput oder das gesamte Validierungspack?
Instrumenten- und Modellkontext
Data Quality
Data Quality Findings
| Linkquelle | Typischer DQ-Scope |
|---|
| Instrument-Matrix-Zelle | Produktstammdaten, erforderliche Quotes, Curve Mappings und capability-spezifische Checks für Instrument und Capability. |
| Model-Matrix-Zeile | Modellpack-Inputs, Benchmark-Datasets, Szenariovektoren, Validierungsportfolio und modellspezifische Annahmen. |
| Evidenzdetail | Dataset oder Evidenzeintrag, der von einer bestimmten Validierungsprüfung verwendet wurde. |
Dieselbe Ursache kann an mehreren Stellen sichtbar werden. Ein fehlender Curve Quote kann zum Beispiel Bond Pricing, PV01, Szenarioerzeugung und VaR betreffen. In diesem Fall sollte die Datenursache einmal korrigiert und danach die betroffenen Validierungspacks neu erzeugt werden.
Häufige DQ-verknüpfte Situationen
| Finding | Auswirkung auf Validierung | Mögliche Aktion |
|---|
| Fehlender Market Quote | Pricing-, Sensitivity- oder Szenariovalidierung kann fehlen oder unzuverlässig sein. | Quote ergänzen oder korrigieren und Evidenz neu erzeugen. |
| Fehlendes Curve Mapping | Instrument existiert, kann aber nicht konsistent bewertet werden. | Curve-Zuordnung und Bewertungsdatum prüfen. |
| Stale Quote | Validierung kann mit veralteten Inputs laufen. | Prüfen, ob stale Data für den Testscope akzeptabel ist. |
| Ungültige Stammdaten | Instrumentenvalidierung kann fehlschlagen, bevor Modellevidenz sinnvoll ist. | Maturity, Coupon, Notional, Index, Currency oder Konvention korrigieren. |
| Unvollständiger Szenariovektor | VaR-, ES- oder Hybrid-Ergebnisse können fehlen oder nicht vergleichbar sein. | Szenarioinput-Abdeckung prüfen, bevor Quantile analysiert werden. |
Data Quality Profiles bearbeiten
Data Quality Profiles definieren, welche Checks für einen Modellscope aktiv sind und wie deren Ergebnisse persistiert werden. Ein Profil sollte normalerweise einen stabilen Betriebskontext abbilden, zum Beispiel ein Modell, eine Currency, ein Portfolio, ein Book oder eine Group. Das Profil wird dann von einem Data-Quality-Workflow verwendet und seine Checks werden für den passenden Run Context ausgeführt.
Öffnen Sie die Pflege unter Analyzer / Config / Data Quality Profiles. Wählen Sie ein bestehendes Profil oder erstellen Sie ein neues Profil. Danach pflegen Sie im Editor das Profil, die zugehörigen Checks und die Exception Rules.
Data Quality
Data Quality Findings
| Profilfeld | Bedeutung |
|---|
| Name | Stabiler Profilname für Operatoren und Workflow-Konfiguration. Kurz und spezifisch halten. |
| Active | Aktiviert das Profil für die Nutzung. Alte Profile besser deaktivieren als löschen, wenn historische Nachvollziehbarkeit wichtig ist. |
| Model | Haupt-Modellscope des Profils. Dies ist der primäre Selektor für Workflows, die DQ Checks für ein Modell ausführen. |
| Book / Portfolio / Group / Currency | Optionale Scope-Einschränkungen. Ein Feld nur leer lassen, wenn das Profil bewusst breiter als diese Dimension gelten soll. |
| Persist Passing Checks | Steuert, ob erfolgreiche Check-Zeilen gespeichert werden. Aktivieren, wenn Reviewer vollständige Evidenz inklusive Pass-Ergebnissen benötigen; deaktivieren, wenn nur Warnings, Failures und Accepted Findings persistiert werden sollen. |
Die am Profil hängenden Checks definieren den eigentlichen Kontrollsatz. Jeder Check hat CheckType, Active Flag, Severity Mapping und optionale Scope Overrides.
| Checkfeld | Bedeutung |
|---|
| CheckType | Art des DQ Controls, zum Beispiel Konfiguration, stale Data, Coverage oder Risk-Factor-Value Checks. |
| Active | Aktiviert oder deaktiviert einen einzelnen Check, ohne das gesamte Profil zu ändern. |
| FailureSeverity / WarningSeverity | Severity, die in DQ Results geschrieben wird, wenn der Check einen harten Fehler oder eine Warnung erkennt. |
| HistoryDays / StaleAfterDays | Lookback- und Staleness-Schwellen für Checks, die aktuelle Daten mit Historie oder Quote-Alter vergleichen. |
| RequireCobValue | Verlangt einen Close-of-Business Value, wenn der Check diese Unterscheidung unterstützt. |
| AllowBackfill | Erlaubt Backfilled Data als akzeptabel, wenn Backfill-Semantik vom Check unterstützt wird. |
| DetectOrphans | Aktiviert Checks auf Daten, die existieren, aber nicht mit dem erwarteten Modell-, Instrumenten- oder Hierarchiescope verbunden sind. |
| Persist Passing Checks Override | Überschreibt die Profilvorgabe zur Pass-Persistierung für diesen einzelnen Check. |
| Model / Book / Portfolio / Group / Currency Override | Verengt oder verschiebt den Run Scope nur für diesen Check. Overrides sparsam nutzen; ein breites Profil mit vielen versteckten Overrides ist schwer zu reviewen. |
Der praktische Ablauf ist:
Data Quality
Data Quality Findings
- Profil für den gewünschten Modell- und Business-Scope anlegen oder auswählen.
- Profil nur aktiv halten, wenn es für aktuelle Runs gültig ist.
- Pro DQ Control, das im Profil laufen soll, eine Check-Zeile anlegen.
- Severities nach operativer Auswirkung setzen. Critical für Findings verwenden, die Downstream-Ergebnisse unsicher machen.
- Overrides nur nutzen, wenn ein Check einen anderen Scope als die Profilvorgabe benötigt.
- Exception Rules erst anlegen, wenn das Check-Verhalten verstanden ist und der akzeptierte Fall Owner und Ablaufstrategie hat.
DQ Exception Rules
Data Quality Profiles enthalten jetzt einen Exceptions Tab für kontrollierte Exception Rules. Nutzen Sie diese Regeln für bekannte und dokumentierte Fälle, in denen ein DQ Finding fachlich verstanden und temporär akzeptiert ist, nicht zum Verstecken ungelöster Datenprobleme.
Öffnen Sie die Konfiguration unter Analyzer / Config / Data Quality Profiles oder /app/analyzer/config/dataqualityprofiles, wählen Sie das relevante Profil und öffnen Sie danach Exceptions.
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Name | Kurzer, eindeutiger Regelname innerhalb des Data Quality Profile. |
| CheckType | DQ Check, auf den sich die Exception bezieht. Der aktuelle operative Schwerpunkt ist RfValue. |
| Priority | Deterministische Auswertungsreihenfolge. Kleinere Werte werden zuerst geprüft; Standardwert ist 100. |
| IsActive | Aktiviert oder deaktiviert die Regel, ohne sie zu löschen. |
| Owner | Verantwortliche Person oder Gruppe. |
| Reason | Fachlicher oder modellvalidierungsbezogener Grund für die Akzeptanz. |
| Valid From / Valid To | Zeitraum, in dem die Exception gelten darf. Offene Regeln sollten nur bewusst dauerhaft verwendet werden. |
| Exception conditions | Strukturierte Match-Bedingungen gegen DQ-Fakten wie Instrument, Book, Portfolio, Currency, RiskFactor, FactorType, Tenor und Werte. Der Editor speichert diese Bedingungen als ConditionJson. |
Data Quality
Data Quality Findings
Für RfValue prüft der Check Sensitivitätsvektoren. Wenn ein Sensitivity-Eintrag einen nicht-null Value, aber einen leeren oder nullnahen RfValue hat, schlägt der Check normalerweise fehl. Wenn eine aktive und datumsvalide Exception Rule alle Bedingungen trifft, wird das Ergebnis als Accepted ausgewiesen.
Accepted bedeutet, dass das Finding dokumentiert und unter der Regel akzeptiert wurde. Es bedeutet nicht, dass die ursprünglichen Daten sauber sind.
Wenn mehrere aktive Regeln auf dasselbe Finding passen, wird die Regel mit der niedrigsten Priority angewendet. Bei gleicher Priorität nutzt das System Rule Name und Rule Id als deterministische Tie-Breaker. Die angewendete Regel wird im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule dokumentiert, inklusive Rule Id, Name, Owner, Reason, Priority und Gültigkeitsdaten.
Ein Accepted Result wird im DQ Run Summary weder als Pass noch als Fail gezählt. Es wird separat als akzeptierte Evidenz gezählt, damit Reviewer saubere Daten von dokumentierten Ausnahmen unterscheiden können.
Nutzen Sie den Condition Editor, um pro benötigter Bedingung eine Zeile anzulegen. Die Zeilen werden mit AND-Logik kombiniert: Jede Zeile muss passen, bevor die Exception das Finding akzeptiert. Beispiel: Eine Regel mit RiskFactor StartsWith EQU/QIA_FR/DIV.Shift. und FactorType Equals IrDelta gilt nur, wenn beide Aussagen wahr sind. Für eine alternative OR-Variante sollte eine zweite Exception Rule angelegt werden.
Conditions sollten auf Fakten matchen, die der fehlgeschlagene DQ Check tatsächlich produziert. Häufige Felder sind Instrument, Book, Portfolio, Group, Currency, RiskFactor, FactorType, Tenor, Value, RfValue, ExpectedValue, ActualValue und Message. Wo möglich stabile Identifier statt Display-Text verwenden.
Operatoren für Exception Conditions
Exception Conditions unterstützen einfache Field/Operator/Value-Prüfungen.
Data Quality
Data Quality Findings
| Operator | Typische Nutzung |
|---|
| Equals | Exaktes Instrument, Book, Currency, FactorType oder Tenor treffen. |
| NotEquals | Einen bekannten Wert ausschließen. |
| Contains | Teil eines Risk-Factor-Namens treffen. |
| StartsWith | Eine Risk-Factor-Familie treffen, zum Beispiel ein Dividend-Shift-Präfix. |
| Regex | Ein kontrolliertes Namensmuster treffen. |
| IsZero | Numerische Werte nahe null treffen. |
| IsNullOrEmpty | Fehlende Textfelder treffen. |
Beispiel für eine Regelabsicht:
| Regelteil | Beispiel |
|---|
| CheckType | RfValue |
| Owner | Model Validation |
| Reason | Bekannter Dividend-Shift Risk Factor trägt im aktuellen Sensitivitätsvektorformat keinen RF Value. |
| Conditions | RiskFactor beginnt mit EQU/QIA_FR/DIV.Shift. und FactorType ist IrDelta. |
| Erwartetes Ergebnis | Passende fehlende RF Values erscheinen als Accepted; nicht passende fehlende RF Values schlagen weiter fehl. |
Governance-Erwartungen
Data Quality
Data Quality Findings
| Praxis | Grund |
|---|
| Exception-Namen spezifisch halten. | Reviewer müssen verstehen, was akzeptiert wurde, ohne jedes Detail zu öffnen. |
| Möglichst ValidTo setzen. | Exceptions sollen auslaufen, wenn Daten, Model Mapping oder Vektorformat korrigiert sind. |
| Priority bewusst nutzen. | Normale Exceptions bei 100 belassen; kleinere Werte nur für engere oder fachlich vorrangige Regeln verwenden. |
| Bedingungen eng halten. | Breite Exceptions können unabhängige DQ-Probleme verdecken. |
| Accepted Findings zusammen mit Validierungsevidenz prüfen. | Accepted DQ kann Model- oder Instrument-Readiness weiterhin einschränken. |
| Exceptions nicht für fehlende Marktdaten verwenden, die vorhanden sein müssen. | Fehlende Quotes, Curves, Vols oder Fixings sollten normalerweise korrigiert und nicht akzeptiert werden. |
Empfohlene Praxis
Beginnen Sie mit Critical Findings und prüfen Sie danach wiederholte Warnings. Wenn ein Ergebnis fehlt, vergleichen Sie fehlgeschlagene Instrumente mit Data Quality Findings, bevor Sie erneut laufen lassen.
Behandeln Sie einen fehlenden DQ-Link nicht als Nachweis, dass Data Quality bestanden wurde. Es kann auch bedeuten, dass aktuell keine DQ-Evidenz an dieses Pack oder diesen Workflow angebunden ist.
Zinskurven
Yield Curve Setup and Capabilities
Base Curves, Pillars, Spread Maps, Attribute Spreads, Instrument Spreads und Shift Buckets konfigurieren
Zweck
Zinskurven definieren Discounting-, Projection-, Spread- und Inflationsinputs für Pricing- und Simulationsworkflows. Ein Kurvensetup ist nicht nur eine Liste von Marktkursen. Es legt auch Layering, Pillar-Instrumente, Spread-Auswahl und Shift Buckets für Sensitivitäten und Szenarien fest.
Verwenden Sie die Yield-Curves-Konfiguration, um Kurvendefinitionen zu pflegen, generierte Kurvenstände zu prüfen, Pillars mit Marktinstrumenten zu verbinden oder Spread Overlays zu kalibrieren.
Kernsetup
| Bereich | Bedeutung |
|---|
| Name | Stabiler Kurvenbezeichner. Scenario Risk Factors verwenden diesen Namen, z. B. EUR_SWAP_3M.Shift.5Y. |
| Curve Type | Bestimmt Benchmark-, Market-Spread-, Attribute-Spread- oder Instrument-Spread-Kurve. |
| Currency | Markt- und Berichtswährung der Kurve. |
| Base Curve | Optionale Basiskurve. Spread- und Layer-Kurven starten von dieser Kurve. |
| Calendar | Geschäftskalender für Settlement, Pillar-Daten und Zeitumrechnung. |
| Day Counter | Year-Fraction-Konvention für Discount Factors, Zero Rates und Spreads. |
| Compounding und Frequency | Rate-Konvention für Umrechnung zwischen Quote, Zero Rate und Discount. |
| Settlement Days | Spot Lag für Rate Helpers und Shift-Bucket-Konstruktion. |
Pillars
Pillars verbinden eine Kurve mit Instrumenten oder Helpers, die zu ihrer Konstruktion verwendet werden. Typische Pillars sind Deposits, FRAs, Swaps, Bonds, Inflation Helpers oder andere unterstützte Marktinstrumente.
Der Pillar-Satz bestimmt:
Zinskurven
Yield Curve Setup and Capabilities
- Welche Marktkurse für einen Valuation Date benötigt werden.
- Welche Laufzeitpunkte direkt durch beobachtbare Daten verankert sind.
- Wo Interpolation oder Extrapolation beginnt.
- Welche Quote-Fehler bei Kalibrierung oder Bootstrapping auftreten.
Eine Kurve kann konfiguriert, aber trotzdem nicht verwendbar sein, wenn Pillar Quotes fehlen, stale sind oder nicht zu den Konventionen passen.
Layering-Logik
Kurven können hierarchisch aufgebaut werden. Der Runtime Builder löst zuerst die Basiskurve auf und wendet danach den konfigurierten Layer an.
| Layer | Laufzeitverhalten |
|---|
| Benchmark curve | Baut eine Kurve aus eigenen Pillars. In Multi-Curve-Setups kann eine Base Curve genutzt werden. |
| Market spread curve | Addiert eine Market-Spread-Funktion zur Base Curve. |
| Attribute spread curve | Wählt einen Spread aus der Spread Map anhand eines Instrumentattributs oder nutzt Market Spread Nodes als Fallback. |
| Instrument spread curve | Wählt einen Spread anhand des Instrumentnamens oder nutzt Market Spread Nodes als Fallback. |
Spread Layers wirken auf das Discounting, indem der Spread über die Zeit angewendet wird. Bei flachen statischen Spreads entspricht das einem Base Discount Factor multipliziert mit einer exponentiellen Spread-Anpassung.
Spread Map
Der Tab Spread Map speichert statische Spread-Einträge für Spread-Kurven.
Zinskurven
Yield Curve Setup and Capabilities
| Feld | Bedeutung |
|---|
| Key | Lookup-Schlüssel. * ist der Fallback. |
| Spread | Flacher Spread als Dezimalrate; 0.0010 entspricht 10 Basispunkten. |
| MarketPrice | Beobachteter Preis bei impliziertem Instrument Spread. |
| ModelPrice | Modellpreis nach Anwendung des implizierten Spreads. |
| AbsoluteError | Absoluter Kalibrierungsfehler. |
| Converged | Ob die Spread-Implied-Kalibrierung konvergiert ist. |
| FailureReason | Diagnose bei Fehlschlag. |
Ist auf einer Attribute- oder Instrument-Spread-Kurve eine statische Spread Map vorhanden, verwendet die Runtime die Map statt Market Spread Nodes. Fehlt ein exakter Key, wird * verwendet. Fehlt auch der Fallback, ist der Spread 0.
Attribute Spreads
Attribute-Spread-Kurven wählen einen statischen Spread aus der Spread Map anhand eines Felds aus dem Instrumentkontext.
Lookup-Reihenfolge:
- Ist SpreadLookupField leer, wird das Instrument Rating verwendet.
- Bei SpreadLookupField = Rating wird das Instrument Rating verwendet.
- Bei SpreadLookupField = InstrumentName wird der Instrumentname verwendet.
- Andernfalls wird der Wert aus dem Attributdictionary des Instruments gelesen.
- Wenn kein Key aufgelöst oder kein Eintrag gefunden wird, wird * verwendet.
- Fehlt *, wird 0 verwendet.
Attribute Spreads eignen sich für gemeinsame Anpassungen nach Rating, Sektor, Land, Liquiditätsbucket oder kundenspezifischem Static-Data-Attribut.
Zinskurven
Yield Curve Setup and Capabilities
Instrument Spreads
Instrument-Spread-Kurven wählen einen statischen Spread direkt per Instrumentname. Sie sind der spezifischste Spread Layer und eignen sich für Bonds, Loans oder strukturierte Trades mit eigener Kalibrierung.
Typischer Aufbau:
- Instrument-Spread-Kurve mit passender Base Curve anlegen.
- Spread-Map-Einträge mit Key gleich Instrumentname pflegen.
- Optional einen *-Fallback pflegen.
- Spread-Imply-Lauf verwenden, um Spread, MarketPrice, ModelPrice, AbsoluteError, Converged und FailureReason zu befüllen.
Nutzen Sie Instrument Spreads für idiosynkratische Kredit-, Liquiditäts- oder Bewertungsanpassungen. Nutzen Sie Attribute Spreads, wenn die Anpassung für Gruppen gelten soll.
Shift Buckets
Shift Buckets definieren die Kurven-Risikofaktoren für Sensitivitäten, Szenariosimulationen und persistierte Shifted Results. Jeder Bucket hat Key, Name, Tenor, Currency und Settlement-Day-Konvention.
Zur Laufzeit wird daraus ein Risk-Factor-Name:
text <CurveName>.Shift.<BucketKey>
Beispiele:
text EUR_SWAP_3M.Shift.1Y EUR_SWAP_3M.Shift.5Y USD_OIS.Shift.6M
Der Tenor bestimmt den Punkt auf der Kurve, an dem der Shift verankert wird. Die Scenario Engine kann diesen Knoten nach oben oder unten bumpen und Instrumente gegen die verschobene Kurve bewerten. Ergebnisse werden je nach Workflow als PV01, KR01, Curvature oder Scenario PnL interpretiert.
Zu wenige Buckets verbergen Kurvenformrisiko. Zu viele Buckets erzeugen Rauschen und erhöhen Quote-Anforderungen. Verwenden Sie Buckets passend zum Zweck, z. B. Money-Market-Punkte, Swap-Tenors, regulatorische Buckets oder interne Risk-Tenor-Grids.
Fähigkeiten
Zinskurven
Yield Curve Setup and Capabilities
| Fähigkeit | Hinweise |
|---|
| Discount- und Projection-Kurven | Valuation Groups routen Instrumente auf Discount-, Money-Market-, Forward- und weitere Rollen. |
| Multi-Curve Dependencies | Kurven können eine Base Curve referenzieren und eigene Benchmark- oder Spread-Layer anwenden. |
| Market Spread Curves | Spread-Term-Strukturen können aus Market Spread Nodes gebaut werden. |
| Statische Attribute Spreads | Spread Map nach Rating, Instrumentname oder Custom Attributes. |
| Statische Instrument Spreads | Spread Map direkt nach Instrumentname. |
| Spread-Imply-Diagnostik | Persistiert Market Price, Model Price, Absolute Error und Convergence State. |
| Shift-Bucket-Risikofaktoren | Buckets erzeugen benannte Shift-Risikofaktoren für Sensitivitäts- und Szenarioworkflows. |
| Kurvenvisualisierung | Der Curve Tab zeigt generierte Kurvenwerte und Layer-Vergleiche. |
Empfohlene Praxis
Kurvennamen sollten stabil bleiben, weil Scenario Names und Risk Factor Names davon abhängen. Pflegen Sie einen *-Fallback in Spread Maps, wenn ein Nullspread irreführend wäre. Prüfen Sie Konvergenzdiagnosen nach Spread-Imply-Läufen, besonders nach Marktpreisänderungen oder Rebuilds der Base Curve. Halten Sie Shift-Bucket-Keys kurz und konsistent, z. B. 1M, 3M, 6M, 1Y, 2Y, 5Y, 10Y, 30Y.
Release Notes
Aktueller Release
Wichtigste Änderungen für Portal-Anwender
Highlights
| Bereich | Änderung |
|---|
| Help | In-Portal Hilfe mit bilingualem Drawer und geschütztem Markdown-Content. |
| Validation | Dashboard-orientierte Hinweise zu Evidenz und Readiness. |
| Data Quality | Zusätzliche Anwenderbeschreibungen für häufige Findings. |
| Instruments | Erste Produkthinweise für Rates, Optionen und Inflation. |
Aktuelle Änderungen
| Bereich | Änderung |
|---|
| Data Quality Exceptions | Data Quality Profiles enthalten jetzt einen Exceptions Tab. Exception Rules können passende Findings als Accepted markieren, inklusive Owner, Reason, Gültigkeitszeitraum und Condition-Konfiguration. |
| Exception Priority | DQ Exception Rules haben jetzt eine deterministische Priority. Kleinere Werte matchen zuerst; angewendete Regeln werden in AcceptedByExceptionRule dokumentiert. |
| Dashboard Queries | Analyzer-Dashboard-Paging nutzt jetzt eine deterministische Default-Sortierung, wenn die UI keine explizite Sort-Spalte sendet. |
| RfValue Check | Fehlende Risk-Factor Values in nicht-null Sensitivity-Vector-Einträgen werden vor einem Fail gegen Exception Rules geprüft. |
| Validation Dashboards | Die Hilfe unterscheidet jetzt Accepted DQ klar von sauberem Pass-Status und erklärt die Auswirkung auf Model- und Instrument-Readiness. |
| Model Validation | Die Model-Validation-Hilfe beschreibt DQ-Links, Accepted DQ Exceptions und Reviewpunkte für Exception Governance. |
| Instrumentendokumentation | Implementierte Instrumentbeispiele werden als zentrierte Field/Value-Tabellen statt als raw JSON angezeigt, inklusive Rates, Equity, FX, Commodity, Inflation und Exotic Options. |
| Help Layout | Markdown-Tabellen im Help Drawer werden, wo sinnvoll, als kompakte zentrierte Dokumentationstabellen dargestellt. |
Empfohlene Praxis
Release Notes
Aktueller Release
Nutzen Sie die Hilfe, während Sie auf der aktuellen Fachansicht bleiben. Die Inhalte sind bewusst kompakt und werden mit reiferen Workflows erweitert.
Release Notes
Bekannte Einschränkungen
Wichtige Limitationen und erwartetes Anwenderverhalten
Wichtige Einschränkungen
| Bereich | Limitation |
|---|
| Help Search | Suche läuft aktuell clientseitig über Artikel-Metadaten. |
| Methodology | Beispiele sind vereinfacht und ersetzen keine Modelldokumentation. |
| Validation | Status gilt nur für den Scope des generierten Evidenzpakets. |
| Inflation | YoY- und Zero-Coupon-Konventionen müssen explizit geprüft werden. |
Empfohlene Praxis
Behandeln Sie diese Hinweise als operative Orientierung. Für formale Modellfreigaben verwenden Sie Model-Validation-Evidenz und den Governance-Prozess.