CENARYXRisk Engine

Portalhilfe und Benutzerleitfaden

CENARYX Benutzerdokumentation

Umfassende Dokumentation aus dem CENARYX Help-System.

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Benutzerhandbuch4
    1. Erste Schritte4
    2. Konfigurationseditoren6
    3. Globale Konfiguration7
    4. Simulationen ausführen8
    5. Portfolios10
    6. Marktdaten12
    7. Quoting-Konfiguration14
    8. Analytics-Konfiguration15
    9. Validation Dashboard16
    10. Systemübersicht20
    11. Systemstatistiken25
    12. Workflow Queue28
    13. Operations31
  2. AI Insights33
    1. AI Insights Konfiguration33
  3. Methodology37
    1. Discounted Cashflow Bewertung37
    2. Sensitivitäten und PV0139
    3. VaR und Expected Shortfall41
    4. Stress Testing43
    5. Risikokennzahlen und VaR-Modelle45
    6. Volatilitäts- und Korrelationsmodelle50
    7. Fixed-Income-Risikomodelle53
    8. Optionsbewertung und Greeks56
    9. Kredit- und operationelle Risikomodelle59
    10. Modellrisiko und Validierung63
    11. Risikokonfiguration67
    12. Machine-Learning-Risikomodelle76
    13. FRTB SBA79
    14. IRRBB87
    15. QLNet Beispielrechnungen96
  4. Instruments98
    1. Bonds und Swaps98
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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Instruments99
    1. Implementierte Instrumenttypen99
    2. Non-Maturity Deposits122
    3. Optionen und Volatilität126
    4. Inflationsprodukte127
  2. Reporting129
    1. Report Framework129
    2. VaR Models Dashboard135
    3. Limit Exceptions Dashboard137
    4. Sensitivities Dashboard143
    5. Provisions145
    6. Audit und Änderungshistorie150
  3. Validation153
    1. Readiness Status153
    2. Evidenzen und Toleranzen154
    3. Model Validation155
  4. Data Quality159
    1. Marktdatenvollständigkeit159
    2. Instrument-Stammdaten160
    3. Gegenparteien161
    4. Kalender162
    5. Bewertungsgruppen163
    6. Trade Filters171
    7. Data Quality Findings177
  5. Zinskurven184
    1. Yield Curve Setup and Capabilities184
  6. Release Notes189
    1. Aktueller Release189
    2. Bekannte Einschränkungen191
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Benutzerhandbuch

Erste Schritte

Einstieg in das Portal

Zweck

Das Portal unterstützt tägliche Arbeitsabläufe für Bewertung, Risiko und Validierung. Anwender können Portfolios auswählen, Marktdaten prüfen, Simulationen starten, Ergebnisse analysieren und Validierungsevidenzen lesen, ohne die aktuelle Fachansicht zu verlassen.

Typischer Arbeitsablauf

  • Wählen Sie den passenden Bereich in der linken Navigation.
  • Setzen Sie Portfolio, Bewertungsdatum und Berechnungstyp.
  • Verwenden Sie Filter, bevor Sie einen Lauf starten oder Ergebnisse prüfen.
  • Öffnen Sie Details, um Aggregate, Positionsergebnisse und Fehler zu analysieren.
  • Verwenden Sie diese Hilfe, wenn Felder, Statuswerte oder Ergebnisse unklar sind.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
BewertungsdatumGeschäftstag für Positionen, Kurven, Quotes und Fixings.
PortfolioAusgewählte Positionsmenge oder Hierarchieebene.
LaufstatusAktueller Verarbeitungszustand einer Simulation oder Validierung.
ErgebnislevelAggregationsebene, zum Beispiel Portfolio, Desk, Book oder Position.
FilterKriterien zur Einschränkung von Tabellen und Diagrammen.

Ergebnisinterpretation

Beginnen Sie mit den Summary Cards und öffnen Sie danach Tabellen oder Detailansichten. Ein Ergebnis kann vollständig sein, obwohl Warnungen angezeigt werden. Warnungen bedeuten meist, dass die Berechnung abgeschlossen wurde, aber Daten-, Modell- oder Validierungseinschränkungen geprüft werden sollten.

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Benutzerhandbuch

Erste Schritte

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Leere TabelleKein Ergebnis passt zu den aktuellen Filtern oder zur Ebene.Filter zurücksetzen und Bewertungsdatum sowie Portfolio prüfen.
Fehlende DetailsFür den gewählten Lauf gibt es keine Detaildaten in dieser Ansicht.Prüfen, ob der Lauftyp die gewünschte Detailtiefe unterstützt.
Unerwartete SpracheDie Sprache wurde in einer Komponente noch nicht aktualisiert.Sprache erneut wechseln oder Seite neu laden.

Empfohlene Praxis

Halten Sie das Bewertungsdatum sichtbar, während Sie Ergebnisse prüfen. Beim Vergleich von Läufen sollten Portfolio, Marktdatenset und Aggregationsebene identisch sein.

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Benutzerhandbuch

Konfigurationseditoren

Grid, Detaileditor, Status und Deep-Link-Verhalten

Zweck

Konfigurationseditoren sind die Stammdatenmasken für Instrumente, Marktdatenobjekte, Mappings, Schedules und Profile. Sie folgen demselben Aufbau: unten eine pageable Grid-Tabelle und nach Auswahl einer Zeile ein Detaileditor darüber.

Arbeit mit dem Grid

Mit + legen Sie einen neuen Datensatz an. Das Zeilenmenü öffnet Editieren, Löschen und Favoriten. Spaltenfilter werden serverseitig angewendet, sofern die Ziel-API das Feld unterstützt.

Die Spalte State zeigt, ob ein Datensatz unverändert, neu, geändert oder gelöscht ist. Save schreibt offene Änderungen über den Zielservice. Cancel verwirft ungespeicherte Änderungen am ausgewählten Objekt.

Detaileditor

Der Detailbereich enthält Tabs für das ausgewählte Objekt. Der Haupttab enthält meist direkte Felder; weitere Tabs zeigen Child-Collections oder Mappings. Child-Zeilen gehören zum ausgewählten Aggregate und werden, sofern vom Service unterstützt, gemeinsam mit dem Parent gespeichert.

Deep Links

Einige Editoren unterstützen den Query-Parameter id. Eine URL wie ...?id=<guid> öffnet den passenden Datensatz direkt nach dem Laden der Daten. Das ist hilfreich für Links aus verwandten Entitäten, Audit Views und Supportnotizen.

Praktische Prüfungen

Vor dem Speichern sollten Name, fachlicher Typ, Aktivstatus und Mappings geprüft werden. Änderungen an gemeinsam genutzten Objekten können viele Bewertungen, Simulationen und Reports beeinflussen.

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Benutzerhandbuch

Globale Konfiguration

Globale Einstellungen, Notification Provider und Empfänger-Routing

Zweck

Die globale Konfiguration enthält anwendungsweite Einstellungen, die von Services zur Laufzeit gelesen werden. Änderungen sollten wie Produktionskonfiguration behandelt werden: Speichern Sie nur geprüfte Werte und laden Sie betroffene Workflows neu, wenn das Verhalten sofort geändert werden muss.

Globale Einstellungen

Verwenden Sie Global Settings für gemeinsame Defaults wie Geschäftskalender und Berichtswährung. Der Kalender steuert Datumslogik für Workflows mit gemeinsamer Business-Day-Konvention. Die Berichtswährung ist die Standardanzeige- oder Aggregationswährung, wenn keine spezifischere Einstellung vorhanden ist.

Notifications

Verwenden Sie Notifications, um ausgehende Workflow-Nachrichten zu steuern. Das oberste Aktivierungsflag schaltet die Benachrichtigungsfunktion insgesamt, das Email-Flag steuert die E-Mail-Zustellung.

E-Mails können über SMTP oder Azure Communication Services versendet werden. SMTP verwendet Host, Port, SSL, Benutzername, verschlüsseltes Passwort, Sender und Standardempfänger. Azure Communication Services verwendet eine verschlüsselte Connection String und Senderadresse.

Default Recipient Groups werden verwendet, wenn ein Ereignis keine spezifischere Zuordnung hat. Recipient Groups ordnen einen Gruppennamen einer oder mehreren E-Mail-Adressen zu. Event Groups routen Workflow-Ereignisse nach Event Type, Workflow Type, Workflow Name und Model auf eine oder mehrere Recipient Groups.

Speichern

Save schreibt den ausgewählten Abschnitt in den globalen Konfigurationsspeicher. Reload verwirft lokale Änderungen und liest die persistierte Konfiguration erneut.

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Benutzerhandbuch

Simulationen ausführen

Bewertung, Sensitivitäten und VaR-Läufe starten und überwachen

Zweck

Simulationen berechnen Bewertungen, Sensitivitäten, Cashflows, VaR oder Szenarioergebnisse für ausgewählte Positionen. Das Portal unterstützt das Starten, Überwachen und Prüfen erfolgreicher oder fehlgeschlagener Elemente.

Typischer Arbeitsablauf

  • Wählen Sie ein Portfolio oder eine Hierarchieebene.
  • Setzen Sie das Bewertungsdatum.
  • Wählen Sie die Berechnung oder das Szenariopaket.
  • Starten Sie den Lauf und beobachten Sie den Status.
  • Prüfen Sie zuerst Aggregate und danach fehlgeschlagene Positionen oder Batches.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
PortfolioPositionsmenge, die in den Lauf einbezogen wird.
BewertungsdatumDatum für Marktdaten, Fixings und Positionsgültigkeit.
MarktdatenKurven, Quotes, FX-Kurse, Volatilitäten und Fixings.
SzenarioSchock, historisches Szenario oder Modellscenario der Berechnung.
Run IDEindeutige Kennung des Laufs, hilfreich bei Rückfragen.

Ergebnisinterpretation

Statuswerte zeigen den Verarbeitungsfortschritt:

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Benutzerhandbuch

Simulationen ausführen

StatusBedeutung
CreatedDer Lauf wurde angenommen, aber noch nicht verarbeitet.
RunningWorker oder Services verarbeiten den Lauf.
CompletedDie Verarbeitung ist beendet. Warnungen und fehlgeschlagene Instrumente sollten geprüft werden.
FailedEin kritischer Fehler hat den Lauf oder einen erforderlichen Batch gestoppt.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Missing Market DataBenötigte Quotes, Kurven, Volatilitäten oder Fixings fehlen.Marktdaten für Bewertungsdatum und Instrumenttyp prüfen.
No Positions FoundPortfolio und Datum liefern keine gültigen Positionen.Portfoliozuordnung und Positionsgültigkeit prüfen.
Pricing FailedMindestens ein Instrument konnte nicht bewertet werden.Fehlgeschlagene Instrumente öffnen und Modell, Marktdaten sowie Stammdaten prüfen.

Empfohlene Praxis

Bewerten Sie Aggregate erst, wenn Ebene und Filter klar sind. Bei fehlgeschlagenen Läufen sollten Run ID und Instrumentkennungen für die Analyse sichtbar bleiben.

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Benutzerhandbuch

Portfolios

Portfolios auswählen, prüfen und interpretieren

Zweck

Portfolioansichten helfen bei der Auswahl der Positionen für Bewertung, Risiko und Reporting. Ein Portfolio kann eine rechtliche Einheit, einen Desk, ein Book oder eine fachliche Positionsmenge abbilden.

Typischer Arbeitsablauf

  • Wählen Sie das Bewertungsdatum.
  • Setzen Sie Portfolio-, Desk-, Book- oder Positionsfilter.
  • Prüfen Sie Positionsanzahl und Instrumenttypen.
  • Öffnen Sie Positionsdetails vor großen Berechnungsläufen.
  • Vergleichen Sie die gewählte Hierarchie mit dem gewünschten Reporting-Scope.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
PortfolioOberste Gruppierung der Positionen.
DeskFachlicher Eigentümer oder Risikomanagement-Desk.
BookHandels- oder Accounting-Book.
Position IDEindeutige Positionsreferenz für Detailergebnisse.
InstrumenttypProduktklassifikation für Modellwahl und Validierung.

Ergebnisinterpretation

Positionszahlen müssen immer zusammen mit den aktiven Filtern betrachtet werden. Eine niedrige Anzahl ist nicht automatisch falsch, wenn Desk-, Book- oder Instrumentfilter aktiv sind. Prüfen Sie die Instrumenttyp-Verteilung, wenn unerwartete Modell- oder Marktdatenfehler auftreten.

Häufige Probleme

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Benutzerhandbuch

Portfolios

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Leeres PortfolioKeine aktive Position passt zu Datum und Filtern.Datum, Hierarchie und Positionsstatus prüfen.
Fehlender InstrumenttypStammdaten sind unvollständig oder nicht gemappt.Positionsdetail und Data-Quality-Hinweise prüfen.
Unerwartete AggregationErgebnisse werden auf einer anderen Hierarchieebene angezeigt.Dashboard-Ebene auf Portfolio, Desk, Book oder Position setzen.

Empfohlene Praxis

Prüfen Sie vor großen Simulationen, ob das Portfolio die erwarteten Books und Instrumenttypen enthält. So vermeiden Sie, leere oder teilweise Ergebnisse als Berechnungsfehler zu interpretieren.

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Benutzerhandbuch

Marktdaten

Kurven, FX-Kurse, Volatilitäten und Fixings prüfen

Zweck

Marktdatenansichten zeigen, ob Bewertungsinputs für das gewählte Bewertungsdatum vollständig und plausibel sind. Fehlende oder inkonsistente Marktdaten gehören zu den häufigsten Ursachen für fehlerhafte oder unzuverlässige Ergebnisse.

Typischer Arbeitsablauf

  • Wählen Sie das Bewertungsdatum.
  • Prüfen Sie Kurven, FX-Kurse, Volatilitätsflächen und Fixings.
  • Vergleichen Sie die Datenvollständigkeit mit den Instrumenten im Portfolio.
  • Klären Sie fehlende, veraltete oder unplausible Quotes vor einem erneuten Lauf.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
KurveDiscount-, Projection-, Spread- oder Inflationskurve für Bewertungsmodelle.
FX-KursUmrechnungskurs für Ergebnisse in Reporting-Währung.
VolatilitätOptionsinput, meist nach Laufzeit, Tenor, Strike oder Moneyness.
FixingHistorische Indexbeobachtung für Coupons oder inflationsgebundene Auszahlungen.
DatendatumDatum, für das die Marktdatenbeobachtung gültig ist.

Ergebnisinterpretation

Ein Kurvenname allein reicht nicht aus. Die Kurve muss die benötigten Stützstellen, Daten und Konventionen für das Instrument enthalten. Bei Optionen und Inflationsprodukten sollten relevante Volatilitäten oder Indexfixings für das Beobachtungsdatum geprüft werden.

Häufige Probleme

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Benutzerhandbuch

Marktdaten

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Fehlende KurveDas Instrument kann eine benötigte Kurve nicht auflösen.Kurvenmapping sowie Währungs- und Indexkonventionen prüfen.
Fehlendes FixingCoupon oder Indexzahlung benötigt eine fehlende historische Beobachtung.Fixing-Kalender und Beobachtungsverzug prüfen.
Ungültige VolatilitätEine Volatilität fehlt, ist negativ oder verletzt Konventionen.Volatilitätsfläche und Produktkonvention prüfen.
Veralteter QuoteDer verfügbare Quote ist älter als erwartet.Klären, ob stale Daten für den Lauf zulässig sind.

Empfohlene Praxis

Wenn ein Ergebnis auffällig wirkt, vergleichen Sie zuerst die Instrumentanforderungen mit den verfügbaren Marktdaten. Das ist besonders wichtig für Inflation, Volatilität und Cross-Currency-Produkte.

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Quoting-Konfiguration

Price Sources, Proxies, Quote Links, Distributors und Price-Finding-Regeln

Zweck

Die Quoting-Konfiguration steuert, wie externe und interne Preise bezogen, normalisiert, verteilt und mit Verbrauchern verknüpft werden. Dazu gehören Price Sources, Proxies, Quote Links, Distributors und Price-Finding Rule Sets.

Wichtige Objekte

ObjektVerwendung
Price SourceHerkunft eines Quotes oder Price Feeds.
ProxyFallback- oder Ableitungslogik, wenn direkte Quotes fehlen.
Quote LinkVerbindung von Preisen zu Instrumenten, Kurven oder Verbrauchern.
DistributorZiel, an das Preise oder Quotes publiziert werden.
Price Finding Rule SetGeordnete Matching-Regeln für Quote-Auswahl.

Operatives Verhalten

Die Reihenfolge von Regeln ist wichtig. Die erste passende Regel kann entscheiden, welcher Preis verwendet wird. Breite Fallback-Regeln sollten daher nach spezifischen Regeln stehen. Proxies müssen so nachvollziehbar sein, dass Support und Fachbereich erklären können, warum ein Quote verwendet wurde.

Data-Quality-Prüfungen

Prüfen Sie Quote-Identifier, Instrument-Symbole, Währungen und Gültigkeitsfenster gegen das Zielobjekt. Veraltete oder mehrdeutige Quote Links können plausibel wirkende, aber falsche Bewertungen erzeugen.

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Analytics-Konfiguration

Datenquellen, Data-Quality-Profile und AI-Profile

Zweck

Analytics-Konfiguration definiert Datenquellen, Data-Quality-Profile und AI-Profile für Dashboards, Reports, Erklärungen und automatisierte Kontrollen.

Datenquellen

Datenquellen bündeln KPIs, Aggregationsdefinitionen und Result-Set-Referenzen. Namen und Provider-Metadaten sollten stabil sein, weil Dashboards und Reports darauf aufbauen.

Data-Quality-Profile

Data-Quality-Profile definieren Checks, Toleranzen und Ausnahmebehandlung. Profilnamen sollten dem kontrollierten Prozess entsprechen, zum Beispiel Marktdatenvollständigkeit, Bewertungsbereitschaft oder Reportfreigabe.

AI-Konfiguration

AI Provider beschreiben den technischen Zugriff auf Modellanbieter. AI Profile definieren fachliche Rolle und Leitplanken für generierte Insights. AI Directions steuern Stil, Fokus und Einsatzzweck der generierten Kommentare.

Governance

Behandeln Sie diese Datensätze als Produktionskontrollen. Kleine Änderungen können Reportinterpretation, Exception Routing oder generierte Management-Kommentare verändern.

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Validation Dashboard

Validation Runs, Toleranzen und Evidenzen auswerten

Zweck

Das Validation Dashboard zeigt, ob Modelle, Instrumente oder Methoden für einen definierten Scope bereit sind. Es bündelt Status, Toleranzen, Evidenzreferenzen und bekannte Einschränkungen.

Typischer Arbeitsablauf

  • Öffnen Sie das Dashboard, das zur Fragestellung passt.
  • Prüfen Sie Summary Cards für Passed, Warning, Failed und Unknown.
  • Öffnen Sie Matrixzeilen oder Zellen mit Amber, Red oder Unknown.
  • Lesen Sie Evidenz, Toleranz und Einschränkungen in der Detailansicht.
  • Folgen Sie Data-Quality-Links, wenn Inputdaten ein fehlendes, instabiles oder fehlgeschlagenes Ergebnis erklären könnten.
  • Nutzen Sie Report-Abschnitte für die fachliche Zusammenfassung.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
Validation RunGeneriertes Evidenzpaket zu einem bestimmten Zeitpunkt.
StatusGreen, Amber, Red oder Unknown als Readiness-Signal.
ToleranzZulässige numerische Abweichung zwischen Erwartung und Ergebnis.
EvidenzreferenzLink oder Dateireferenz auf generierte Detailnachweise.
DQ-ReferenzLink auf Data-Quality-Prüfungen oder Findings, die mit dem Validierungseintrag verbunden sind.
EinschränkungBekannte Begrenzung bei Interpretation oder Nutzung.

Ergebnisinterpretation

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Validation Dashboard

Green bedeutet, dass die dokumentierten Prüfungen für den genannten Scope bestanden wurden. Amber steht meist für teilweise, toy-only oder eingeschränkte Evidenz. Red zeigt eine fehlgeschlagene kritische Prüfung. Unknown bedeutet, dass keine ausführbare Evidenz vorhanden ist oder der Eintrag nur inventarisiert wurde.

Data Quality kann zusätzlich Accepted zeigen, wenn ein Finding durch eine aktive Exception Rule abgedeckt ist. Accepted DQ Findings sind dokumentierte Ausnahmen, keine sauberen Passes. Behandeln Sie sie als Teil der Limitation-Prüfung bei der Interpretation von Model- oder Instrument-Readiness.

Wenn mehrere Exception Rules auf dasselbe DQ Finding passen, wird die Regel mit der niedrigsten Priority-Zahl angewendet. Die angewendete Regel ist im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule sichtbar, inklusive Owner, Reason und Gültigkeitsdaten.

Data-Quality-Links

Instrument Validation und Model Validation können Links auf zugehörige Data-Quality-Evidenz anzeigen. Diese Links helfen zu unterscheiden, ob ein auffälliges Validierungsergebnis durch die Berechnungsmethode selbst oder durch fehlende, veraltete, inkonsistente oder unvollständige Inputdaten verursacht wurde.

Veröffentlichte Evidenz

Validierungsevidenz wird als kompaktes Evidenzpaket veröffentlicht, damit das Dashboard große Instrumenten- und Modellpacks effizient laden kann. Das Dashboard zeigt den zuletzt veröffentlichten Run je Pack und behält eine Version für Vergleichszwecke. Ältere generierte Versionen können aus dem Help-/Demo-Evidenzspeicher entfernt werden und sind kein dauerhaftes Archiv.

Nutzen Sie den DQ-Link, wenn:

  • eine Validierungszelle Amber, Red oder Unknown ist;
  • ein Ergebnis fehlt, obwohl Instrument oder Modell vorhanden sind;
  • ein Ergebnis nach Markt- oder Portfoliodatenänderungen unerwartet abweicht;
  • die Evidenz fehlende Quotes, fehlende Curve Mappings, stale Data, ungültige Stammdaten oder unvollständige Szenarioinputs erwähnt.

Der Link ist kontextabhängig:

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Validation Dashboard

BereichWas der DQ-Link typischerweise prüft
Instrument ValidationInstrumentstammdaten, Marktdaten-Mappings, erforderliche Quotes, capability-spezifische Inputs und bekannte Produkteinschränkungen.
Model ValidationInputs des Modellpacks, Szenariovektoren, Benchmark-Datasets, modellspezifische Annahmen und packbezogene DQ-Prüfungen.

Data-Quality-Evidenz ersetzt keine Modell- oder Instrumentenvalidierung. Sie erklärt, ob der Inputzustand zuverlässig genug ist, um die Validierungsevidenz zu interpretieren. Ein Modell kann methodisch korrekt sein und dennoch Amber oder Red sein, wenn die Validierungsinputdaten unvollständig sind.

Analyseablauf

Wenn ein Validierungsergebnis auffällig ist, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

  • Status und Limitation lesen.
  • Evidenzreferenz öffnen und Expected, Actual und Toleranz vergleichen.
  • DQ-Referenz öffnen und zuerst Critical Findings prüfen.
  • Datenprobleme von Berechnungsproblemen trennen.
  • Validierung erst erneut laufen lassen oder neu veröffentlichen, nachdem die Daten- oder Modellursache korrigiert wurde.

Hilfreiche Interpretation:

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Validation Dashboard

BeobachtungWahrscheinliche BedeutungNächster Schritt
Red Validation und Critical DQ FindingDas Ergebnis kann durch ungültige oder fehlende Inputdaten verursacht sein.Zuerst DQ-Problem beheben, danach Validierung neu erzeugen.
Red Validation ohne DQ FindingBerechnung, Benchmark, Toleranz oder Modelllogik muss geprüft werden.Evidenz und Modellannahmen prüfen.
Amber Validation und Warning DQ FindingErgebnis kann nur unter dokumentierten Einschränkungen nutzbar sein.Limitationen vor Nutzung lesen.
Green Validation und Accepted DQ FindingBerechnungsevidenz hat bestanden, aber eine Input-Quality-Exception wurde angewendet.Owner, Reason und Gültigkeitszeitraum prüfen, bevor das Ergebnis genutzt wird.
Unknown Validation und fehlende DQ-EvidenzModell oder Instrument kann für diesen Scope nur inventarisiert sein.Als nicht validiert behandeln, bis Evidenz existiert.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Warning-StatusEvidenz ist vorhanden, aber eingeschränkt.Details öffnen und Einschränkung vor Nutzung lesen.
Fehlgeschlagene ValidierungErwartung und Ergebnis liegen außerhalb der Toleranz oder eine kritische Prüfung ist fehlgeschlagen.Evidenz prüfen und erst nach Daten- oder Modellkorrektur erneut laufen lassen.
Fehlende EvidenzDas Evidenzpaket enthält keinen Nachweis für den Eintrag.Eintrag für den aktuellen Scope als nicht validiert behandeln.
DQ-Link zeigt Critical FindingsInputs sind für eine belastbare Interpretation nicht sicher genug.Datenproblem beheben, bevor das Validierungsergebnis verwendet wird.
DQ-Link zeigt Accepted FindingsEine Exception Rule hat ein bekanntes Finding akzeptiert.Rule Name, Owner, Reason und Ablaufdatum prüfen.

Empfohlene Praxis

Interpretieren Sie einen Dashboard-Status nie ohne Scope und Einschränkungen. Validierungsevidenz gilt für ein bestimmtes Modell, Instrument, Dataset und Datum; sie ist keine pauschale Freigabe.

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Systemübersicht

Live Worker, Broker Queues, Heartbeats und PushNotifier-Verbindung verstehen

Zweck

Die Systemübersicht ist die Live-Operations-Seite für Worker- und Message-Broker-Gesundheit. Nutze sie, um zu prüfen, ob Services verbunden sind, Worker leben und RabbitMQ Queues verarbeitet werden.

Die Seite wird von PushNotifier gespeist und aktualisiert sich normalerweise alle paar Sekunden. Wenn die Push-Verbindung getrennt ist, kann die Anzeige veraltete Daten zeigen, obwohl das Backend weiterläuft.

Kopfbereich

FeldBedeutung
WorkersAnzahl der Worker, die PushNotifier aktuell kennt.
IdleWorker, die leben und keine Nachricht verarbeiten.
BusyWorker, die aktive Arbeit melden.
BrokerErreichbarkeit des RabbitMQ Management Endpoints.
ConnectedSignalR-Verbindungsstatus zwischen Portal und PushNotifier.

Broker-Verfügbarkeit und Worker-Verfügbarkeit sind nicht dasselbe. Ein Worker-Heartbeat kann noch sichtbar sein, während Broker-Statistiken nicht gelesen werden können.

Message Broker

Die Message-Broker-Tabelle zeigt RabbitMQ Queues. Sie ist nicht dieselbe Queue wie die Workflow-Queue-Admission-Seite.

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Systemübersicht

SpalteBedeutung
QueueRabbitMQ Queue-Name.
OwnerService-Bereich, dem die Queue gehört.
HealthPortal-Einschätzung des Queue-Zustands.
StateBroker-Zustand der Queue.
ReadyNachrichten, die auf Verarbeitung warten.
UnackedNachrichten, die an einen Consumer geliefert, aber noch nicht bestätigt wurden.
TotalGesamte Nachrichtenanzahl laut Broker.
Rates/sPublish- und Acknowledge-Rate.
Last MinuteVerlauf der Queue-Größe der letzten Minute.
ConsumersAnzahl aktiver Consumer.
ActionsInspect, Peek oder Purge für wartende Nachrichten.

Queue-Muster lesen

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Systemübersicht

MusterInterpretation
Ready wächst und Consumers ist nullDer Zielservice oder Worker konsumiert nicht.
Ready wächst, obwohl Consumers existierenConsumer sind langsamer als Producer oder blockiert.
Unacked bleibt hochEin Consumer hat Arbeit erhalten, aber nicht bestätigt. Logs dieses Services prüfen.
Total steigt kurz und fällt wiederEin Last-Burst wurde normal verarbeitet.
Queue fehltQueue wurde nicht deklariert oder Monitoring kann sie nicht lesen.

Purge nur für Nachrichten verwenden, die sicher stale oder aufgegeben sind. Purge entfernt normalerweise wartende Nachrichten, nicht bereits ausgelieferte unacknowledged Arbeit.

Worker State

Worker senden Heartbeat Events über den Priority/Control Channel.

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Systemübersicht

SpalteBedeutung
StateIdle, Busy oder Stale.
Core LoadSingle-Core-äquivalente CPU-Last des Worker-Prozesses.
MemoryVom Worker-Prozess gemeldeter Speicher.
ServiceService- oder Queue-Name des Workers.
BuildKurze Build-ID des Worker-Prozesses.
MachineContainer- oder Hostname.
ProcessBetriebssystem-Prozess-ID.
Current WorkAktuelle Aktivität, z. B. Pricing oder Cashflow Extraction.
Last SeenZeitpunkt des letzten Heartbeats bei PushNotifier.

Stale bedeutet, dass kein aktueller Heartbeat empfangen wurde. Forget stale workers entfernt nur stale Einträge aus der In-Memory-Übersicht. Es startet oder stoppt keinen Worker.

Core Load

Core Load ist bewusst worker-lokal. Ein Worker verarbeitet eine Nachricht zur Zeit; 100% bedeutet, dass der Verarbeitungsthread des Workers nahezu ausgelastet ist, auch wenn die Host-CPU auf einem Multi-Core-System niedrig wirkt.

Praktische Nutzung

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Systemübersicht

SymptomZuerst prüfen
Neue Arbeit startet nichtBroker Consumers und Ready Counts.
Ein Workflow wirkt blockiertUnacked Queue und Logs des zuständigen Consumers.
Worker verschwindenWorker State und Service-/Container-Gesundheit.
UI aktualisiert nicht mehrPush-Verbindung und Last-Update-Zeitpunkt.
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Systemstatistiken

Workflow-Run-Historie, Laufzeit, Simulation-IDs und Größenindikatoren auswerten

Zweck

Statistiken zeigen historische Workflow-Run-Metadaten aus PushNotifier. Nutze die Seite, um aktuelle Runs zu vergleichen, eine Simulation-ID zu finden und zu verstehen, ob ein Run durch Instrumente, Szenarien, Dimensionen oder geschätzte Observations groß wurde.

Diese Seite ist historisch. Für live blockierte Arbeit zuerst Systemübersicht und Workflow Queue verwenden.

Kopfbereich und Filter

Der Modellfilter grenzt die Tabelle auf ein Modell ein, z. B. VaR95, StressScenario, Sensitivity oder Valuation. Refresh lädt die neuesten Workflow-Run-Statistiken.

Zusammenfassung

KarteBedeutung
RunsAnzahl sichtbarer Workflow-Runs nach Filter.
CompletedSichtbare Runs mit abgeschlossenem Status.
Largest Instrument SetMaximale Instrumentenanzahl in den sichtbaren Runs.
Max Estimated ObservationsGrößte geschätzte Anzahl von Valuation Observations.

Tabelle

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Systemstatistiken

SpalteBedeutung
StartedStartzeit des Workflows.
ModelModell- oder Workflow-Modellbezeichnung.
DateReferenzdatum / COB.
StatusAktueller oder finaler Workflow-Status.
DurationLaufzeit, lesbar formatiert.
InstrumentsAnzahl der Instrumente im Run.
ScenariosAnzahl der Scenario States.
DimensionsAnzahl der Shock-Analytics-Dimensionen.
Estimated ObservationsUngefähre Größe der Valuation Observations.

Details

Die Detailansicht zeigt Simulation-ID, Currency, Portfolio Count, Aggregation Flag, Measure Type, Finish-Zeit, kompakte Statistiken und Raw-JSON.

Die Simulation-ID ist der wichtigste Schlüssel für Korrelation mit Analyzer-, Pricer-, PushNotifier-, Redis- oder Datenbanklogs.

Operative Interpretation

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Systemstatistiken

FrageNutzung
Ist der letzte Run fertig?Status und Started-Spalten.
Warum war der Run größer als üblich?Instruments, Scenarios, Dimensions und Estimated Observations.
Welche ID soll ich in Logs suchen?Simulation-ID im Detailpanel.
Wurde Aggregation angefordert?Aggregation Flag im Detailpanel.
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Workflow Queue

Admission Queue, blockierte Batches und Unblock-Aktionen verstehen

Zweck

Workflow Queue zeigt die PushNotifier Admission Queue. Sie steuert, welcher Workflow-Batch laufen darf und welche Batches warten müssen. Sie ist getrennt von den RabbitMQ Broker Queues in der Systemübersicht.

Die Admission Queue verhindert unkontrolliert überlappende Workflow-Batches. Ein queued oder running Batch kann spätere Batches blockieren, bis er terminal ist.

Zusammenfassung

KarteBedeutung
Active SchedulesAktivierte Workflow-Schedules.
QueuedBatches, die auf Admission warten.
RunningAktuell zugelassene/laufende Batches.
FailedFehlgeschlagene oder teilweise fehlgeschlagene Batches.

Admission Queue

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Workflow Queue

SpalteBedeutung
StatusBatch-Zustand, z. B. Queued, Running, Completed, Failed, PartiallyFailed oder Cancelled.
QueuedZeitpunkt, zu dem der Batch in die Admission Queue kam.
StartedZeitpunkt, zu dem Dispatch gestartet wurde.
BatchKurze Batch-ID und interne Row-ID.
COBReferenzdatum.
CurrencyReporting Currency.
ModelsAngeforderte Modelle aus dem Batch Payload.
WorkflowsDispatchte Workflows im Verhältnis zu angeforderten Workflows.
Last ProgressLetzter Progress-Zeitpunkt des Batches.
ActionsChild Workflows anzeigen oder Queue unblocken.

Beim Öffnen eines Batches werden Child Workflows mit Workflow-Typ, Modell, Referenzdatum, Start-/Finish-Zeit, Status und Workflow-ID angezeigt.

Unblock Queue

Unblock ist eine Operator-Aktion für aufgegebene Admission-Batches.

Aktueller ZustandErgebnis
QueuedBatch wird als Cancelled markiert.
RunningBatch wird als Failed markiert.

Nicht-terminale Child Workflows werden als failed markiert, und der Admission Service versucht, den nächsten queued Batch zu starten.

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Workflow Queue

Unblock nur verwenden, wenn der Batch sicher aufgegeben ist. Die Aktion ändert persistierten Workflow-Zustand.

Diagnose

SymptomPrüfen
Neue Workflows starten nichtBlockiert ein queued oder running Batch davor?
Running Batch hat alten Last ProgressService-Logs und Broker-Unacked-Nachrichten prüfen.
RabbitMQ ist leer, UI zeigt aber runningAdmission State ist noch nicht terminal.
Mehrere Batches wartenZuerst den ältesten blockierenden Batch lösen oder unblocken.
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Benutzerhandbuch

Operations

Workflow-Schedules konfigurieren, manuell starten und Schedule-Historie prüfen

Zweck

Operations enthält konfigurierte Workflow-Schedules und deren Run-Historie. Nutze die Seite, um Workflow-Automation zu prüfen, einen Schedule manuell zu starten und geplante Ausführung zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Workflow Schedules

Jeder Schedule definiert, wann und wie ein Workflow-Batch ausgelöst wird.

SpalteBedeutung
ActionsRun now, Activate oder Deactivate für den Schedule.
NameSchedule-Name.
IsActiveOb der Schedule automatisch ausgeführt werden darf.
CronCron-Ausdruck des Schedulers.
ModeReference-Date-Modus für den Run.
LastRunUtcLetzter Trigger-Zeitpunkt.
LastSuccessUtcLetzter erfolgreicher Run.
DurationDauer des letzten abgeschlossenen Runs, falls verfügbar.

Aktionen

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Benutzerhandbuch

Operations

AktionWirkung
Run nowStartet den ausgewählten Schedule sofort.
ActivateAktiviert zukünftige geplante Ausführung.
DeactivateDeaktiviert geplante Ausführung, ohne den Schedule zu löschen.

Manuelle Runs erzeugen normale Workflow-Batches und können durch die Workflow Queue Admission verzögert werden.

Runs Tab

Der Runs Tab zeigt schedule-getriggerte Ausführungen mit Trigger-Zeit, Trigger-Quelle, Referenzdatum, Status und Fehlertext.

Damit lässt sich prüfen, ob Automation ausgelöst wurde, ob der letzte Run fehlgeschlagen ist und welches Referenzdatum eingereicht wurde.

Workflow States Tab

Workflow States zeigt die Child Workflow States der Schedule Runs. Das hilft, wenn ein Schedule erfolgreich gestartet ist, aber ein Modell oder Workflow im Batch fehlgeschlagen oder running geblieben ist.

Operative Hinweise

Operations konfiguriert und startet Schedules. Workflow Queue steuert Admission. Systemübersicht zeigt Broker- und Worker-Gesundheit. Bei Automation-Problemen alle drei Sichten zusammen verwenden.

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AI Insights

AI Insights Konfiguration

AI Provider, Directions, Profile, Skills und Insight Bindings konfigurieren

Zweck

Die AI-Insights-Konfiguration steuert, wie das Portal erklärende Texte aus konfigurierten Analytics-Daten erzeugt. Der Aufbau trennt technischen Modellzugriff, fachliche Anweisungen und den Gültigkeitsbereich der Insights.

Verwenden Sie diese Konfiguration, wenn Modell, Endpoint, Prompt-Verhalten, verfügbare Insight-Fähigkeiten oder deren Anwendung in Analyzer-Workflows geändert werden müssen.

Konfigurationsmodell

Ein AI-Insight-Lauf wird aus diesen Datensätzen zusammengesetzt:

  • AI Provider definiert Endpoint, Modell, Token-Limit, Temperatur und Secret-Referenz.
  • AI Direction definiert wiederverwendbare Anweisungen und Versionierung für Prompts.
  • AI Profile verbindet genau einen Provider mit einer Direction.
  • AI Skill gehört zu einem Profil und beschreibt eine konkrete Prompt-Fähigkeit, zum Beispiel Ergebnis erklären, Exceptions zusammenfassen oder Kommentar entwerfen.
  • AI Insight Binding gehört zu einem Profil und ordnet einen Skill einem Analytics-Scope zu, etwa Aggregation Set, Modell, Dimension oder Scope Pattern.

Halten Sie technische Schlüssel stabil. ProviderKey, DirectionKey und SkillKey sind Integrationskennungen; Name ist die Anzeige im Editor.

AI Provider

Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Providers.

Felder:

  • Active aktiviert den Provider für Profile.
  • Temperature steuert die Variabilität der Ausgabe. Niedrige Werte sind deterministischer und für regulierte Erklärungen vorzuziehen.
  • MaxTokens begrenzt die Antwortlänge.
  • ApiKeySecretRef verweist auf das Secret mit dem API-Key. Tragen Sie hier keine Roh-Credentials ein.
  • Endpoint ist der API-Endpunkt der Integration, zum Beispiel der OpenAI Responses API Endpoint.
  • Model ist die exakte Modellkennung.
  • Name ist der Anzeigename.
  • ProviderKey ist der stabile technische Provider-Schlüssel, zum Beispiel OpenAI.
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AI Insights

AI Insights Konfiguration

Legen Sie bei Modellfamilien- oder Endpoint-Wechseln einen neuen Provider an. Alte Provider sollten eher deaktiviert als gelöscht werden, wenn Profile, Historie oder erzeugte Inhalte darauf verweisen.

AI Directions

Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Directions.

Felder:

  • Active aktiviert die Direction.
  • DirectionKey ist der stabile technische Schlüssel.
  • InstructionTemplate enthält die wiederverwendbare Anweisung für Ton, Grenzen und Struktur.
  • Name ist der Anzeigename.
  • VersionTag kennzeichnet die Anweisungsversion.

Direction Templates sollten Aufgabe, Zielgruppe, Evidenzanforderungen und Grenzen beschreiben. Für Risikoerklärungen sollte die Anweisung festlegen, dass nur konfigurierte Daten verwendet werden, fehlende Inputs markiert werden und numerische Aussagen an sichtbare Ergebnisse gebunden bleiben.

AI Profiles

Öffnen Sie Analyzer / AI Insights / AI Profiles.

Felder:

  • Active aktiviert das Profil.
  • Name ist der Profilname für Analyzer-Workflows.
  • DirectionConfig wählt die Anweisungs-Direction.
  • ProviderConfig wählt Provider und Modell.

Profile trennen fachliche Anwendungsfälle. Ein Validierungsprofil kann strengere Anweisungen und eine niedrigere Temperatur nutzen als ein exploratives Analytics-Profil.

Skills

Skills werden im Profil auf dem Tab Skills gepflegt.

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AI Insights

AI Insights Konfiguration

Felder:

  • Active aktiviert den Skill.
  • Name ist der Anzeigename.
  • PromptTemplate ist der skill-spezifische Prompt.
  • SkillKey ist der stabile Schlüssel für Bindings und Workflows.
  • VersionTag kennzeichnet die Prompt-Version.
  • AIInsightsProfile verknüpft den Skill mit dem Profil.

Verwenden Sie einen Skill pro klar abgegrenzter Fähigkeit. Ändert sich das Verhalten wesentlich, aktualisieren Sie VersionTag.

Insight Bindings

Insight Bindings werden im Profil auf dem Tab Insight Bindings gepflegt.

Felder:

  • Active aktiviert das Binding.
  • AggregationSet begrenzt das Binding auf ein Aggregation Set.
  • DimensionKey begrenzt es auf eine Dimension oder Ergebnisachse.
  • Models begrenzt es auf konfigurierte Modellnamen.
  • Name ist der Anzeigename.
  • ScopePattern begrenzt den Gültigkeitsbereich über ein Pattern.
  • SkillKey wählt den anzuwendenden Skill.
  • AIInsightsProfile verknüpft das Binding mit dem Profil.

Bindings verhindern, dass ein Skill zu breit verwendet wird. Nutzen Sie die engste sinnvolle Kombination aus Aggregation Set, Modell, Dimension und Scope Pattern.

Empfohlener Ablauf

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AI Insights

AI Insights Konfiguration

  • AI Provider anlegen oder prüfen: Endpoint, Modell, Token-Limit und Secret-Referenz.
  • AI Direction mit klarer Instruction und VersionTag anlegen.
  • AI Profile anlegen und Provider sowie Direction auswählen.
  • Skills zum Profil hinzufügen.
  • Insight Bindings für die vorgesehenen Analytics-Scopes anlegen.
  • Aktivierung von außen nach innen: Provider und Direction, dann Profil, danach Skills und Bindings.
  • Generierte Ausgaben nach Prompt- oder Modelländerungen prüfen.

Governance und Audit

AI-Konfigurationsdatensätze enthalten State, Version, Timestamp und Änderungshistorie. Nutzen Sie Info und History, um technische IDs und Änderungen zu prüfen.

Behandeln Sie Prompt Templates und Instruction Templates als Modell-Governance-Artefakte. Dokumentieren Sie die Wahl von Temperature, MaxTokens, Modell und Endpoint. Secrets werden nur im Secret Store gehalten und über ApiKeySecretRef referenziert.

Fehlerbehebung

Wenn ein Insight nicht verfügbar ist, prüfen Sie, ob Profil, Provider, Direction, Skill und Binding aktiv sind. Prüfen Sie anschließend, ob Aggregation Set, Modell, Dimension und Scope zum Binding passen.

Bei Modellfehlern prüfen Sie Endpoint, Modellkennung und ApiKeySecretRef. Ist die Ausgabe zu variabel, senken Sie Temperature. Ist die Ausgabe zu kurz, erhöhen Sie MaxTokens oder präzisieren Sie den Prompt.

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Methodology

Discounted Cashflow Bewertung

Wie deterministische Cashflows in Barwerte überführt werden

Zweck

Discounted Cashflow Bewertung überführt erwartete Zahlungen in einen Barwert. Dafür werden Discount Factors aus der relevanten Kurve verwendet.

Typischer Arbeitsablauf

  • Alle zukünftigen Cashflows nach dem Bewertungsdatum bestimmen.
  • Discount Curve und Währung auflösen.
  • Day Count, Settlement und Business-Day-Konventionen anwenden.
  • Jeden Cashflow auf das Bewertungsdatum diskontieren.
  • Diskontierte Cashflows summieren und Clean/Dirty Price ausweisen.

Beispielrechnung

SchrittBeispiel
CashflowEUR 1.000.000 in einem Jahr
Discount Factor0,970873786
Barwert\(1{.}000{.}000 \times 0{,}970873786 = \text{EUR }970{.}873{,}79\)

Formel

$$ PV = \sum_i CF_i \cdot DF(t_i) $$

$$ DirtyPrice = \frac{PV}{Notional} \cdot 100 $$

$$ CleanPrice = DirtyPrice - AccruedInterest $$

Wichtige Felder

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Methodology

Discounted Cashflow Bewertung

FeldBedeutung
Discount CurveKurve zur Diskontierung zukünftiger Cashflows.
Accrued InterestAufgelaufener, aber noch nicht gezahlter Couponzins.
Dirty PriceClean Price plus Accrued Interest.
Settlement DateDatum der wirtschaftlichen Abwicklung.

Empfohlene Praxis

Wenn der Barwert auffällig ist, prüfen Sie zuerst Cashflow-Daten, danach Kurvenmapping, Discount Factors, Accrued Interest und Vorzeichen des Nominals.

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Methodology

Sensitivitäten und PV01

Wie Kurvenbumps und finite Differenzen gelesen werden

Zweck

Sensitivitäten zeigen, wie sich ein Ergebnis bei einer Änderung eines Marktdateninputs verhält. PV01 ist die Barwertänderung für eine Bewegung der Kurve um einen Basispunkt.

Typischer Arbeitsablauf

  • Base PV berechnen.
  • Relevante Kurve um die konfigurierte Bump Size nach oben und unten verschieben.
  • Barwert für beide verschobenen Kurven neu berechnen.
  • Finite-Difference-Ergebnis mit dem berichteten PV01 vergleichen.

Beispielrechnung

PositionWert
Base PV1.000.000,00
PV nach +1 bp999.200,00
PV nach -1 bp1.000.800,00
Central-Difference PV01\(\frac{1{.}000{.}800 - 999{.}200}{2} = 800{,}00\)

Formel

$$ PV01 = \frac{PV_{down} - PV_{up}}{2} $$

$$ CentralDelta = \frac{PV_{up} - PV_{down}}{2 \cdot bump} $$

Das angezeigte Vorzeichen hängt von der Reporting-Konvention ab. Einige Reports zeigen die Wertänderung bei einem Rate Increase, andere die Risikoposition für einen Basispunkt.

Ergebnisinterpretation

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Methodology

Sensitivitäten und PV01

Ein positiver PV01 bedeutet häufig, dass der Wert steigt, wenn Zinsen fallen. Prüfen Sie immer die Sign Convention im Ergebnisdetail.

Für Non-Maturity Deposits ist zusätzlich zu unterscheiden, ob die Sensitivität aus der Kurve oder aus der optionalen Floor-Komponente stammt.

SensitivitätNMD-Interpretation
IR Delta / PV01Reaktion des Runoff-Barwerts auf die Diskontkurve und die modellierte Behavioral Duration.
IrVegaReaktion des Zero-Floor-Werts auf die gemappte Normal-Volatilitätsfläche.
Null-VegaNur unauffällig, wenn der Floor deaktiviert ist oder keine relevante Optionsexponierung besteht. Bei aktivem Floor Surface Mapping und FloorStrike prüfen.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Falsches VorzeichenBump- oder Reporting-Konvention unterscheidet sich.Sign Convention und Payer/Receiver-Richtung vergleichen.
Keine SensitivitätVerschobene Kurve oder Bewertungsmodell fehlt.Kurvenmapping und Instrumentunterstützung prüfen.
Sehr große SensitivitätQuantity, Notional oder Kurvenbucket kann falsch sein.Positionsgröße und Risk-Factor-Mapping prüfen.
NMD-Vega fehltNormal-Volatilitätsfläche oder Strike-Mapping passt nicht zur Floor-Bewertung.IncludeFloorValue, Surface Mapping, Surface Nodes und FloorStrike prüfen.
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VaR und Expected Shortfall

Wie historische Tail-Kennzahlen interpretiert werden

Zweck

VaR und Expected Shortfall beschreiben Tail-Verluste aus einer Szenario-PnL-Verteilung. Es sind Risikokennzahlen, keine Bewertungskennzahlen.

Typischer Arbeitsablauf

  • Szenario-PnL-Werte erzeugen oder laden.
  • Verluste gemäß Sign Convention sortieren.
  • Quantil für VaR auswählen.
  • Tail für Expected Shortfall mitteln.
  • Aggregationsebene und Portfoliofilter prüfen.

Beispielrechnung

PositionBeispiel
Sortierte Verluste10, 20, 35, 50, 80
Konfidenzniveau80%
VaR50 bei Nearest-Rank-Auswahl
ESDurchschnitt des Tails, abhängig von der Konvention

Formel

$$ VaR_{\alpha} = Q_{\alpha}(L) $$

$$ ES_{\alpha} = \mathbb{E}\left[L \mid L \ge VaR_{\alpha}\right] $$

Bei PnL-Vektoren muss die Sign Convention zuerst PnL in Verluste überführen. Negative PnL ist in der Regel ein positiver Verlust.

Ergebnisinterpretation

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VaR und Expected Shortfall

VaR beantwortet die Frage, wie groß ein Verlust bei einem Konfidenzniveau sein kann. ES beschreibt den durchschnittlichen Verlust im Tail. Vergleichen Sie Ergebnisse nur bei gleichem Konfidenzniveau, Horizont, Vorzeichen und Aggregationslevel.

Empfohlene Praxis

Wenn das Dashboard keine VaR-Daten zeigt, prüfen Sie Aggregationsebene, Run-Datum, Portfolio und ob der Lauf für das relevante Szenariopaket abgeschlossen wurde.

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Stress Testing

Stressszenario-Familien, Macro-Szenarien und Dashboard-Interpretation

Zweck des Dashboards

Das Stress-Testing-Dashboard zeigt Szenario-PnL nach Szenariofamilie, Aggregationsebene und Instrument. Es dient dem Vergleich deterministischer Schocks, nicht der Schätzung statistischer Tail-Wahrscheinlichkeiten.

Szenariofamilien

SzenariofamilieWas passiertCharakterTypische Interpretation
BasicEinzelne oder einfache kombinierte Risikofaktor-Schocks werden angewendet.Mechanischer Sensitivitätsstress.Gut zur Erklärung, welches Portfolio, Desk oder Instrument von einem Treiber abhängt.
EBAAufsichtliche Schocks werden konsistent über konfigurierte Marktrisikotreiber angewendet.Regulatorischer Benchmark-Stress.Gut für Vergleiche unter einem standardisierten severe-but-plausible Setup.
MacroHistorische oder narrative Krisenvorlagen bewegen mehrere Assetklassen gemeinsam.Multi-Faktor-Krisenszenario.Gut zur Analyse von Cross-Asset-Verlusten und Diversifikationsbruch.

Szenariokatalog

SzenariosetEnthaltene SzenarienCharakter
BasicRelative Schocks für EqDelta, FxDelta und CmDelta: -50%, -20%, -15%, -10%, -5%, -2.5%, +2.5%, +5%, +10%, +15%, +20%, +50%.Einzelfaktor-Preisstress als Ladder.
BasicAbsolute Schocks für IrDelta und CsDelta: -200 bp, -100 bp, -50 bp, -20 bp, -10 bp, -5 bp, +5 bp, +10 bp, +20 bp, +50 bp, +100 bp, +200 bp.Einzelfaktor-Kurven- oder Spreadstress als Ladder.
EBAEBA2025/Adverse.EZB-Szenario für den EU-weiten EBA-Stresstest 2025; Schocks werden aus dem EBA-Workbook für Equity, Commodity, Funds, Rates, FX, Sovereign Credit und Corporate Credit gelesen.

Macro-Szenariokatalog

Jeder Macro-Eintrag ist eine Cross-Asset-Vorlage. Die Varianten teilen die gleiche Krisenlogik, nutzen aber eigene Szenario-Keys und unterschiedliche Severity-Skalierung.

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Methodology

Stress Testing

FamilieCharakterVarianten
GFCKredit- und Liquiditätsfreeze nach Vorbild der globalen Finanzkrise 2007-09.LehmanSevere, MortgageCreditCrash, BankFundingFreeze, InterbankTrustBreak, SecuritizationCollapse, GlobalDeleveraging, CounterpartyPanic, CreditMarketShutdown, SystemicBankStress, GfcReplayExtreme
COVIDPandemieartiger Sudden Stop und Liquiditätsstress.SuddenStop, LockdownShock, LiquidityDash, OilDemandCollapse, TravelShutdown, SupplyChainFreeze, EmergencyCuts, CreditDrawdown, PandemicSecondWave, CovidReplayExtreme
DotcomGrowth-Equity-Crash und Investitionsrückgang.TechCrash, GrowthMultipleReset, IPOFreeze, TelecomDebtStress, ProfitlessTechUnwind, NasdaqStyleDrawdown, VentureFundingStop, SoftwareDerating, EquityVolSpike, DotcomReplayExtreme
EuroSovEuro-Staatsschulden- und Bank-Sovereign-Feedback-Stress.PeripheryCrisis, SovereignBankLoop, EuroBreakupFear, ItalianSpreadShock, SpanishSpreadShock, BankRecapitalization, CollateralHaircutShock, BundFlightToQuality, EuroFundingStress, EuroSovReplayExtreme
UkraineEnergyEnergieangebotsschock, Inflationsimpuls und Europe Risk-off.GasSupplyShock, OilEmbargo, SanctionsEscalation, EuropeTermsOfTrade, EnergyMarginCalls, WinterShortage, IndustrialCurtailment, FoodEnergyInflation, PipelineDisruption, UkraineReplayExtreme
OilStagflationÖlgetriebene Inflation bei schwachem Wachstum und Risk-Asset-Repricing.OilEmbargo, WagePriceSpiral, PersistentInflation, RealRateShock, CommoditySupplyShock, StagflationRecession, CentralBankBehindCurve, EnergyRationing, InflationRiskPremium, SeventiesReplayExtreme
BlackMondayAbrupter Equity-Gap und Volatilitätsschock.EquityGap, VolatilityExplosion, PortfolioInsuranceUnwind, IndexLiquidityGap, CrossAssetVaRShock, RiskParityUnwind, MarginCallCascade, EquityCircuitBreak, VolControlSelling, BlackMondayReplayExtreme
LTCMLeveraged Relative-Value-Unwind und EM-Contagion.RussiaDefault, RelativeValueUnwind, EMContagion, SwapSpreadBlowout, LiquidityPremiumShock, HedgeFundDeleveraging, BasisTradeUnwind, FlightToTreasuries, FundingMarketStress, LtcmReplayExtreme
TaperTantrumAbrupte globale Rates-Neubewertung und USD-Unterstützung.RatesSelloff, TermPremiumJump, UsdRatesReprice, EMOutflow, MortgageConvexity, CurveBearSteepener, BondFundOutflow, DurationShock, CarryUnwind, TaperReplayExtreme
UKGiltGBP-Kurvenschock und Collateral-/Liquiditätsstress.GiltCurveShock, LdiCollateralCall, SterlingCrisis, PensionDeleveraging, LongEndRatesGap, FiscalCredibilityShock, GbpFundingStress, LiabilityHedgeUnwind, GiltLiquidityGap, GiltReplayExtreme

Widgets lesen

WidgetInterpretation
KPI StripZeigt Gesamtverlust und Haupttreiber für das gewählte Szenarioset.
Diverging Bar ChartVergleicht positive und negative Szenarioeffekte zwischen Gruppen.
Scenario Exposure TableBricht Szenario-PnL nach Group, Book, Desk oder Portfolio herunter.
Instrument TableZeigt instrumentbezogene Treiber für die ausgewählte Zeile.

Vergleichen Sie Stress-Ergebnisse nur bei gleichem Referenzdatum, gleicher Währung, gleichem Szenarioset und gleicher Aggregationsebene.

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Methodology

Risikokennzahlen und VaR-Modelle

VaR, ES, historische, hybride, Delta-Normal- und Monte-Carlo-Modelle

Zweck

Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Marktrisikokennzahlen in der Model Validation: VaR, Expected Shortfall, historische Simulation, hybride historische Simulation, Delta-Normal-VaR und Monte-Carlo-Simulation. Die Inhalte orientieren sich an den Konzepten aus FRM Notes v0.37 und an der Portal-Konvention, dass Evidenzen die Verlust- oder PnL-Richtung ausdrücklich dokumentieren müssen.

Verlust- und PnL-Konvention

Viele Risikotexte definieren VaR auf einer Verlustvariable \(L\). Das Portal speichert Szenarioergebnisse häufig als PnL \(P\). Der Zusammenhang ist:

$$ L = -P $$

Für eine Verlustverteilung mit Verteilungsfunktion \(F_L\) lautet der VaR zum Konfidenzniveau \(\alpha\):

$$ VaR_\alpha = F_L^{-1}(\alpha) $$

Wenn das Portal VaR auf einem PnL-Vektor zeigt, kann der Wert als ungünstiges Lower-Tail-PnL dargestellt werden. Deshalb gehört die Vorzeichenkonvention in die Evidenz und darf nicht aus dem Modellnamen abgeleitet werden.

Expected Shortfall

Expected Shortfall ist der durchschnittliche Verlust jenseits der VaR-Schwelle:

$$ ES_\alpha = E[L \mid L \ge VaR_\alpha] $$

Für eine stetige Verteilung:

$$ ES_\alpha = \frac{1}{1-\alpha}\int_\alpha^1 F_L^{-1}(u)\,du $$

In einem historischen Simulationspack wird ES aus den ausgewählten Tail-Szenarien berechnet. Die Evidenz sollte Konfidenzniveau, Tail-Größe, Szenarioanzahl und Vorzeichenkonvention zeigen.

Historische Simulation

Die historische Simulation bewertet das Portfolio unter historischen Marktschocks und verwendet den resultierenden Szenario-PnL-Vektor direkt. Sie setzt keine Normalverteilung voraus.

Typischer Ablauf:

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Risikokennzahlen und VaR-Modelle

SchrittBedeutung
Schocks erzeugenMarktbewegungen werden aus historischen Marktdaten erstellt.
Positionen bewertenJede Position wird unter jedem Schock bewertet.
Szenariovektoren bildenPositions-PnL wird nach Assetklasse und Total Loss aggregiert.
Tail-Kennzahl berechnenVaR, ES, Best Case und Worst Case werden aus dem sortierten Vektor gelesen.

Für einen sortierten Verlustvektor \(L_{(1)} \le \ldots \le L_{(n)}\) kann ein einfacher empirischer Quantilwert so geschrieben werden:

$$ VaR_\alpha = L_{(\lceil \alpha n \rceil)} $$

Produktionssysteme verwenden unterschiedliche Interpolations- und Indexkonventionen. Deshalb dokumentiert die Validierung den exakten Aggregator oder die Benchmark-Konvention.

Hybride historische Simulation

Die hybride historische Simulation gewichtet historische Beobachtungen nach Alter. Jüngere Szenarien erhalten typischerweise ein höheres Gewicht.

Mit Decay-Faktor \(\lambda\) lautet eine normalisierte Konvention:

$$ w_i = \frac{(1-\lambda)\lambda^{n-i}}{\sum_{j=1}^{n}(1-\lambda)\lambda^{n-j}} $$

wobei ein größeres \(i\) eine neuere Beobachtung bezeichnet. Der gewichtete VaR wird bestimmt, indem Szenarien nach Verlust- oder PnL-Konvention sortiert und Gewichte bis zur Ziel-Tail-Wahrscheinlichkeit kumuliert werden:

$$ \sum_{i \in \text{Tail}} w_i \ge 1-\alpha $$

Im Portal zeigt die hybride TL-Ansicht den gewichteten Tail-Beitrag für den Total-Loss-Vektor, weil dort die kumulative Gewichtung am besten prüfbar ist.

Delta-Normal-VaR

Delta-Normal-VaR approximiert Portfoliowertänderungen mit linearen Sensitivitäten und einer Kovarianzmatrix. Für Exposure-Vektor \(x\) und Kovarianzmatrix \(\Sigma\):

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Risikokennzahlen und VaR-Modelle

$$ \sigma_P^2 = x^\top \Sigma x $$

Bei normalverteilten Renditen kann der Verlust-VaR geschrieben werden als:

$$ VaR_\alpha = \mu_P + z_\alpha \sigma_P $$

Eine übliche Zeit-Skalierung ist:

$$ VaR_{h} \approx VaR_{1d}\sqrt{h} $$

Diese Wurzel-Zeit-Regel ist nur sinnvoll, wenn Renditeprozess und Unabhängigkeitsannahmen zum Anwendungsfall passen.

Optionsapproximation

Für Optionen und nichtlineare Produkte lautet eine Delta-Approximation erster Ordnung:

$$ \Delta V \approx \Delta \cdot \Delta S $$

Eine Delta-Gamma-Approximation zweiter Ordnung lautet:

$$ \Delta V \approx \Delta \cdot \Delta S + \frac{1}{2}\Gamma(\Delta S)^2 $$

Historische Vollbewertung ist für Validierungspacks vorzuziehen, wenn die Produktionsengine denselben Pricing-Pfad ausführen kann.

Monte-Carlo-VaR

Monte Carlo VaR erzeugt simulierte Marktszenarien aus einem stochastischen Modell, bewertet das Portfolio neu und liest die Risikokennzahl aus dem simulierten PnL-Vektor.

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Methodology

Risikokennzahlen und VaR-Modelle

KontrolleWarum sie wichtig ist
ZufallsseedMacht die Validierung reproduzierbar.
VerteilungsannahmeBestimmt Tail-Verhalten und Stress-Schwere.
KorrelationsmodellSteuert Diversifikation und Konzentration.
Anzahl der PfadeSteuert Stichprobenfehler.
BewertungsmodellMuss zum validierten Modell passen.

Ergebnisinterpretation

ErgebnisInterpretation
Worst CaseUngünstigstes Szenario im publizierten Vektor.
VaR95 / VaR99Tail-Perzentil unter der gewählten Konvention.
ES95 / ES99Durchschnitt der Tail-Szenarien jenseits des VaR.
Best CaseGünstigstes Szenario im publizierten Vektor.
Hybrid VaR/ESTail-Kennzahl mit altersgewichteten Szenarien.

Häufige Probleme

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Risikokennzahlen und VaR-Modelle

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Unerwartetes VorzeichenVerlust- und PnL-Konventionen werden gemischt.Evidenzkonvention prüfen.
Zu wenige SzenarienTail-Kennzahlen sind instabil.Szenariofenster und Beobachtungsanzahl prüfen.
Hybrid-Ergebnis weicht stark abJüngere Beobachtungen sind anders gewichtet.Decay-Faktor und kumulative Gewichte prüfen.
Options-VaR zu kleinVolatilitäts- oder nichtlineare Schocks fehlen.IR-, Equity- und Volatilitätsschocks prüfen.

Empfohlene Praxis

Zuerst die Schocktabelle prüfen, danach Szenariovektor, Portfolioaggregation und Ergebnistabelle. Eine VaR-Zahl ohne zugrunde liegenden Vektor ist keine ausreichende Validierungsevidenz.

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Volatilitäts- und Korrelationsmodelle

Renditekonventionen, EWMA, GARCH, Korrelationen und Kovarianzaggregation

Zweck

Volatilitäts- und Korrelationsmodelle überführen Marktbeobachtungen in Risikoinputs. Sie werden in parametrischem VaR, Optionsbewertung, Volatilitätsflächenvalidierung und Stressdesign verwendet. Dieser Artikel fasst zentrale Formeln aus FRM Notes v0.37 zusammen und erklärt ihre Interpretation im Portal.

Renditen

Für einen Marktpreis oder Indexstand \(S_t\) ist die stetig kompoundierte Rendite:

$$ u_t = \ln\left(\frac{S_t}{S_{t-1}}\right) $$

Bei kleinen Bewegungen sind Logrenditen und einfache Prozentänderungen ähnlich, aber nicht identisch. Die Validierung sollte die verwendete Renditekonvention dokumentieren.

Stichprobenvolatilität

Für tägliche Renditen \(u_t\) ist die Stichprobenvarianz:

$$ s^2 = \frac{1}{n-1}\sum_{t=1}^{n}(u_t-\bar{u})^2 $$

Tägliche Volatilität wird annualisiert mit:

$$ \sigma_{\text{Jahr}} = \sigma_{\text{Tag}}\sqrt{252} $$

Der Faktor 252 ist eine Handelstage-Konvention und sollte nicht stillschweigend auf wöchentliche, monatliche oder unregelmäßige Daten angewandt werden.

EWMA-Volatilität

Exponentially Weighted Moving Average gewichtet jüngere Renditen stärker:

$$ \sigma_t^2 = \lambda\sigma_{t-1}^2 + (1-\lambda)u_{t-1}^2 $$

Ein hohes \(\lambda\) reagiert langsam, ein niedriges \(\lambda\) reagiert schnell.

EWMA-Kovarianz verwendet dieselbe Logik:

$$ cov_t(x,y)=\lambda cov_{t-1}(x,y)+(1-\lambda)x_{t-1}y_{t-1} $$

GARCH(1,1)

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Volatilitäts- und Korrelationsmodelle

Ein GARCH(1,1)-Modell kombiniert Langfristkomponente, letzte quadrierte Rendite und vorherige Varianz:

$$ \sigma_t^2 = \omega + \alpha u_{t-1}^2 + \beta\sigma_{t-1}^2 $$

Die langfristige Varianz ist:

$$ V_L = \frac{\omega}{1-\alpha-\beta} $$

Eine übliche Stabilitätsbedingung ist:

$$ \alpha + \beta < 1 $$

Wenn diese Bedingung verletzt ist, kann das Modell instabiles Langfristverhalten zeigen.

Korrelation

Für zwei Renditereihen \(x\) und \(y\):

$$ \rho_{xy}=\frac{cov(x,y)}{\sigma_x\sigma_y} $$

Korrelation garantiert in Stressphasen keine Diversifikation. Validierung sollte prüfen, ob Korrelation und Volatilität aus demselben Fenster und derselben Konvention stammen.

Portfoliovarianz

Für Exposures \(x\) und Kovarianzmatrix \(\Sigma\):

$$ \sigma_P^2 = x^\top \Sigma x $$

Für zwei Assets:

$$ \sigma_P^2 = x_1^2\sigma_1^2 + x_2^2\sigma_2^2 + 2x_1x_2\rho_{12}\sigma_1\sigma_2 $$

Dieselbe Struktur erscheint in Delta-Normal-VaR und Sensitivitätsaggregation.

Interpretation im Portal

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Methodology

Volatilitäts- und Korrelationsmodelle

BereichWas zu prüfen ist
VolatilitätsflächenExakter Grid-Lookup, Interpolation, negative Volatilitäten und fehlende Quotes.
Hybrid VaRDecay-Faktor, kumulative Gewichte und Beobachtungsreihenfolge.
Parametrische ErgebnisseRenditekonvention, Annualisierung und Kovarianzmatrix.
OptionsvalidierungOb implizite Volatilitätsschocks für den Underlying vorhanden sind.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Volatilität springt unerwartetBeobachtungsfenster oder Decay-Faktor geändert.Marktdaten und Modellparameter vergleichen.
Korrelationsmatrix ungültigMatrix ist möglicherweise nicht positiv semidefinit.Datenqualität und Reparaturmethode prüfen.
Annualisierung falschTages-, Wochen- oder Monatsdaten gemischt.Frequenz und Skalierung prüfen.
Vol-Schock fehltOptions-Szenario-PnL ist unvollständig.Volatilitätsschocks und Surface-Mapping prüfen.

Empfohlene Praxis

Volatilität und Korrelation sind Modellinputs, keine passiven Daten. Ein Validierungspack sollte Beobachtungsfenster, Renditekonvention, Gewichtungsmethode und Reparatur- oder Interpolationsschritte offenlegen.

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Methodology

Fixed-Income-Risikomodelle

Diskontierung, Duration, DV01, KR01 und Konvexität für Rates-Produkte

Zweck

Fixed-Income-Modelle erklären, wie Cashflows, Diskontkurven und Zinsänderungen Bewertung und Sensitivität beeinflussen. Dieser Artikel fasst Bond Pricing, Duration, DV01, KR01 und Konvexität aus FRM Notes v0.37 zusammen und verbindet sie mit den Portal-Validierungsansichten.

Diskontierung

Bei stetiger Verzinsung \(r\) ist der Diskontfaktor für Zeit \(t\):

$$ DF(t)=e^{-rt} $$

Bei nominalem Zinssatz \(r\), Kompoundierungsfrequenz \(m\) und Laufzeit \(n\):

$$ DF(n)=\left(1+\frac{r}{m}\right)^{-mn} $$

Der Barwert deterministischer Cashflows ist:

$$ PV = \sum_{i=1}^{N} CF_i \cdot DF(t_i) $$

Im DCF-Validierungspack sollte die Evidenz Cashflowplan, Diskontinputs und PV-Aggregation zeigen.

Yield und Bondpreis

Für einen einfachen Fixed-Rate Bond mit Yield \(y\):

$$ P = \sum_{i=1}^{N}\frac{CF_i}{(1+y)^{t_i}} $$

In der Produktionsbewertung verwendet das Portal normalerweise Kurvendiskontierung statt eines einzelnen Yields. Yield-Formeln bleiben für Benchmark-Checks und Sensitivitätsintuition hilfreich.

Duration

Macaulay Duration ist die cashflowgewichtete durchschnittliche Zahlungszeit:

$$ D = \sum_i t_i \frac{CF_i e^{-yt_i}}{P} $$

Modified Duration passt Macaulay Duration an die Kompoundierung an:

$$ D_{\text{mod}} = \frac{D}{1+y/m} $$

Die Approximation erster Ordnung lautet:

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Fixed-Income-Risikomodelle

$$ \frac{\Delta P}{P} \approx -D_{\text{mod}}\Delta y $$

Duration ist vor allem für kleine parallele Yield-Änderungen zuverlässig.

DV01 und PV01

DV01 ist die Preisänderung für einen Basispunkt Yield-Bewegung:

$$ DV01 \approx \frac{D_{\text{mod}}P}{10{,}000} $$

Finite-Difference-PV01 wird häufig durch Kurvenbumps berechnet:

$$ PV01 \approx \frac{PV(y-\Delta y)-PV(y+\Delta y)}{2} $$

Manche Systeme teilen zusätzlich durch die Bumpgröße, andere berichten direkt den Ein-Basispunkt-Wert. Evidenz muss Vorzeichen und Skalierung nennen.

Key-Rate-Risiko

Key-Rate-Sensitivität misst Exposure zu einem bestimmten Kurventenor:

$$ KR01_k \approx \frac{PV_k^- - PV_k^+}{2} $$

wobei \(PV_k^-\) und \(PV_k^+\) Werte nach Down- und Up-Shift am Key Rate \(k\) sind. Key-Rate-Vektoren sind informativer als ein einzelner Parallel-DV01, wenn die Kurvenform relevant ist.

Konvexität

Konvexität verbessert die Approximation bei größeren Zinsbewegungen:

$$ \frac{\Delta P}{P} \approx -D\Delta y + \frac{1}{2}C(\Delta y)^2 $$

Effective Convexity kann gemessen werden mit:

$$ C_{\text{eff}}=\frac{P^-+P^+-2P_0}{P_0(\Delta y)^2} $$

Callable Bonds und Produkte mit Optionalität können sich deutlich anders verhalten als einfache Fixed-Rate Bonds.

Interpretation im Portal

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Fixed-Income-Risikomodelle

AnsichtWas sie belegt
CashflowsDas Instrument wurde in den erwarteten Zahlungsplan zerlegt.
DCF-EvidenzDiskontierung und PV-Aggregation sind reproduzierbar.
Sensitivitäts-ShiftsUp/Down-Szenariowerte sind vorhanden und Vorzeichen sind explizit.
Model Validation RowDas Modell verknüpft Bewertungsevidenz, Sensitivitätsevidenz und Limitationen.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
PV ist nullInstrument-Mapping oder Bewertungspfad hat kein Bewertungsinstrument erzeugt.Instrumentunterstützung und Marktdaten prüfen.
PV01-Vorzeichen weicht abKonventionen für Preisänderung und Risikoverlust unterscheiden sich.Evidenzmetriken vor Zahlenvergleich prüfen.
Cashflows fehlenSchedule-Konstruktion ist fehlgeschlagen oder Produkt wird nicht unterstützt.Stammdaten, Kalender, Day Count und Coupon prüfen.
KR01 unvollständigKurventenor-Mapping fehlt.Kurvenseed und Schockkonstruktion prüfen.

Empfohlene Praxis

Bei Fixed-Income-Validierung zuerst die Cashflowtabelle prüfen. Ein korrekter PV ist nur aussagekräftig, wenn Schedule, Diskontkurve und Bewertungsdatum sichtbar und konsistent sind.

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Methodology

Optionsbewertung und Greeks

Binomialbäume, Black-Scholes-Merton, Greeks und Options-Szenariovalidierung

Zweck

Optionsmodelle überführen Underlying-Preis, Strike, Zeit, Zinsen und Volatilität in Wert und Sensitivitäten. Dieser Artikel fasst Binomialbäume, Black-Scholes-Merton und Greeks aus FRM Notes v0.37 zusammen und erklärt die Interpretation von Optionsevidenz.

Payoff

Für einen europäischen Call:

$$ C_T=\max(S_T-K,0) $$

Für einen europäischen Put:

$$ P_T=\max(K-S_T,0) $$

Das Pricing-Modell schätzt den diskontierten Erwartungswert des Payoffs unter den Modellannahmen.

Binomialbaum

Ein einstufiger Binomialbaum verwendet einen Up- und Down-Faktor:

$$ u=e^{\sigma\sqrt{\Delta t}}, \qquad d=e^{-\sigma\sqrt{\Delta t}} $$

Die risikoneutrale Wahrscheinlichkeit mit Dividendenrendite oder ausländischem Zinssatz \(q\) ist:

$$ p=\frac{e^{(r-q)\Delta t}-d}{u-d} $$

Der Optionswert wird durch Rückwärtsinduktion berechnet:

$$ V=e^{-r\Delta t}\left(pV_u+(1-p)V_d\right) $$

Bäume sind hilfreich bei Produkten mit Early Exercise oder Pfadabhängigkeit.

Black-Scholes-Merton

Für einen europäischen Call mit kontinuierlicher Dividendenrendite \(q\):

$$ c=S_0e^{-qT}N(d_1)-Ke^{-rT}N(d_2) $$

Für einen europäischen Put:

$$ p=Ke^{-rT}N(-d_2)-S_0e^{-qT}N(-d_1) $$

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Optionsbewertung und Greeks

wobei:

$$ d_1=\frac{\ln(S_0/K)+(r-q+\frac{1}{2}\sigma^2)T}{\sigma\sqrt{T}} $$

$$ d_2=d_1-\sigma\sqrt{T} $$

Bei FX-Optionen wird \(q\) häufig als ausländischer Zinssatz und \(r\) als inländischer Zinssatz interpretiert.

Greeks

Greeks messen die Sensitivität einer Option gegenüber Inputs.

GreekDefinitionInterpretation
Delta\(\Delta=\frac{\partial V}{\partial S}\)Sensitivität gegenüber Underlying-Preis.
Gamma\(\Gamma=\frac{\partial^2 V}{\partial S^2}\)Krümmung des Delta.
Vega\(\nu=\frac{\partial V}{\partial \sigma}\)Sensitivität gegenüber Volatilität.
Theta\(\Theta=\frac{\partial V}{\partial t}\)Zeitwertverfall.
Rho\(\rho=\frac{\partial V}{\partial r}\)Sensitivität gegenüber Zinsen.

Unter einfachen Black-Scholes-Merton-Annahmen ohne Dividenden:

$$ \Delta_{\text{Call}}=N(d_1), \qquad \Delta_{\text{Put}}=N(d_1)-1 $$

$$ \Gamma=\frac{N'(d_1)}{S_0\sigma\sqrt{T}} $$

$$ \nu=S_0N'(d_1)\sqrt{T} $$

Szenariovalidierung

Options-Szenario-PnL benötigt meist mehrere Schockarten:

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Optionsbewertung und Greeks

SchockartWarum sie wichtig ist
Equity- oder Underlying-SchockTreibt Delta- und Gamma-Effekte.
Zins-SchockVerändert Diskontierung und Forwards.
Volatilitäts-SchockTreibt Vega und modellimpliziten Wert.
FX-SchockErforderlich bei abweichender Payoff-, Underlying- oder Reporting-Währung.

Wenn Volatilitätsschocks fehlen, können VaR und ES für Optionen deutlich zu niedrig sein.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Optionswert bleibt in Szenarien flachUnderlying- oder Volatilitätsschocks sind nicht verbunden.Schocktabelle nach Risikofaktor prüfen.
Vega fehltVol Surface Mapping fehlt oder Produkt ist nicht mit Vol-Modell verbunden.Surface-Id und Underlying-Mapping prüfen.
Delta-only-VaR ist zu niedrigGamma- und Vega-Effekte werden ignoriert.Vollbewertungsvalidierung bevorzugen.
FX-Option passt nichtInländischer und ausländischer Zinssatz könnten vertauscht sein.Währungs- und Kurvenkonvention prüfen.

Empfohlene Praxis

Bei Optionsvalidierung Preis, Greeks und Szenario-PnL gemeinsam prüfen. Ein korrekter Closed-Form-Preis beweist nicht, dass VaR korrekt ist, wenn Schocks nicht auf alle relevanten Risikofaktoren wirken.

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Kredit- und operationelle Risikomodelle

Expected Loss, Unexpected Loss, Ratings, operationelle Verluste und Stresstests

Zweck

Kredit- und operationelle Risikomodelle schätzen Verluste aus Ausfall, Downgrade, Recovery-Unsicherheit, Prozessfehlern und externen Ereignissen. Dieser Artikel fasst zentrale Modellkonzepte aus FRM Notes v0.37 zusammen, die für Portal-Methodik und Validierungsdokumentation relevant sind.

Erwarteter Kreditverlust

Die Standardformel für erwarteten Verlust lautet:

$$ EL = PD \times LGD \times EAD $$

TermBedeutung
\(PD\)Ausfallwahrscheinlichkeit.
\(LGD\)Verlustquote bei Ausfall.
\(EAD\)Exposure zum Ausfallzeitpunkt.

Die Formel ist einfach, aber jeder Input ist ein Modelloutput oder eine kalibrierte Schätzung. Validierung sollte daher Inputquelle, Beobachtungsfenster, Segmentierung und Overrides dokumentieren.

Unerwarteter Verlust

Unexpected Loss beschreibt die Verluststreuung um den erwarteten Verlust. Vereinfacht:

$$ UL = \sqrt{Var(L)} $$

In einem Kreditportfolio hängt unerwarteter Verlust von Konzentration, Ausfallkorrelation, Exposuregröße und Recovery-Unsicherheit ab. Er wird nicht durch einen EL-Check allein validiert.

Ratings und Score-Modelle

Ratingmodelle überführen Kreditnehmer- oder Exposure-Informationen in Risikoklassen. Wichtige Kontrollen sind:

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Kredit- und operationelle Risikomodelle

KontrolleValidierungsfrage
KalibrierungStimmen beobachtete Ausfälle mit Klassen-PDs überein?
DiskriminierungOrdnet das Modell riskantere Fälle korrekt höher ein?
StabilitätSind Ratingmigrationen erklärbar?
Override GovernanceSind manuelle Änderungen begründet?
DatenqualitätSind Finanzdaten, Land, Sektor und Sicherheiten vollständig?

Länder- und Konzentrationsrisiko

Länderrisikomodelle betrachten Sovereign-Bedingungen, Transferrisiko, politisches Risiko und makroökonomischen Stress. Konzentrationsrisiko entsteht bei Exposure gegenüber wenigen Namen, Sektoren, Regionen oder Währungen.

Ein konzentrationssensitives Modell sollte offenlegen:

InputWarum er wichtig ist
GruppenexposureErkennt verbundene Namen.
Sektor und LandErkennt korrelierte Ausfalltreiber.
Sicherheiten und GarantienBeeinflussen Recovery und Transferierbarkeit.
LaufzeitBeeinflusst Exposure-Horizont.

Operationelle Verlustschwere

Operationelle Verlustmodelle verwenden oft schiefe Verteilungen, weil seltene Ereignisse den Verlust dominieren können. Typische Kandidaten sind Exponential-, Weibull-, Lognormal- und Extreme-Value- oder Peaks-over-Threshold-Modelle.

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Methodology

Kredit- und operationelle Risikomodelle

Für ein Exponentialmodell mit Rate \(\lambda\):

$$ F(x)=1-e^{-\lambda x} $$

Das Verlustquantil ist:

$$ x_\alpha=-\frac{1}{\lambda}\ln(1-\alpha) $$

Extreme-Tail-Modelle benötigen sorgfältige Schwellenwertwahl und Sensitivitätsanalyse.

Stresstests

Stresstests ergänzen statistische Modelle, indem sie schwere, aber plausible Ereignisse prüfen. Sie sind besonders wichtig, wenn historische Daten das relevante Szenario nicht enthalten.

StresstypBeispiel
SensitivitätsstressEinzelner Risikotreiber wird geschockt.
SzenariostressMehrere Treiber bewegen sich konsistent.
Reverse StressSzenario suchen, das ein Limit oder Solvenzschwelle bricht.
Narrativer StressMakro- oder Ereignisgeschichte wird in Risikofaktoren übersetzt.

Interpretation im Portal

Kredit- und operationelle Risikoartikel sind Methodikreferenzen für zukünftige Modellpacks. Wenn ein Dashboard-Modell inventory-only oder Unknown ist, ist noch keine ausführbare Validierungsevidenz angebunden.

Häufige Probleme

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Kredit- und operationelle Risikomodelle

ProblemBedeutungMögliche Aktion
EL wirkt korrekt, Tail ist falschErwarteter Verlust validiert keinen unerwarteten Verlust.Verteilung, Korrelation und Konzentration prüfen.
Ratingklasse hat keine AusfälleKalibrierungsstichprobe ist möglicherweise dünn.Konservative Behandlung und Unsicherheit dokumentieren.
Operational VaR instabilTail-Verteilung oder Schwelle ist sensitiv.Schwelle, Stichprobe und Stress Overlays prüfen.
DQ Findings ignoriertFehlende Stammdaten können Rating oder Exposure verzerren.Kritische DQ Findings vor Ergebnisnutzung lösen.

Empfohlene Praxis

Expected-Loss-Validierung und Tail-Loss-Validierung trennen. Ein Modell kann für Monitoring nützlich sein und dennoch für Kapital-, Limit- oder Stresstestzwecke eingeschränkt bleiben.

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Modellrisiko und Validierung

Modellrisiko, Toleranzen, Evidenztypen, Limitationen und DQ-Links

Zweck

Model Validation beantwortet, ob ein Modell für seinen angegebenen Zweck geeignet ist, nicht ob es universell richtig ist. Dieser Artikel erklärt Annahmen, Limitationen, Benchmark-Evidenz und Data-Quality-Links im Portal.

Modellrisiko

Modellrisiko entsteht, wenn ein Modell falsch ist, falsch genutzt wird oder mit ungeeigneten Daten arbeitet. Praktisch lässt es sich als Checkliste zerlegen:

$$ \text{Modellfehler} \approx \text{Datenfehler} + \text{Methodenfehler} + \text{Implementierungsfehler} + \text{Nutzungsfehler} $$

Das ist keine formale Bilanzgleichung, sondern ein Review-Raster.

Evidenztypen

EvidenztypWas er zeigt
Closed-form BenchmarkErgebnis passt zu einer unabhängigen Formel.
Frozen BaselineErgebnis bleibt stabil gegen akzeptierten Referenzoutput.
Toy BenchmarkMechanik funktioniert auf kleinem deterministischem Datensatz.
Regression EvidenceAktueller Output passt zu früher validiertem Verhalten.
Data Quality EvidenceInputs erfüllen Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfungen.
Inventory-onlyModell ist katalogisiert, aber ausführbare Evidenz ist nicht angebunden.

Toleranz

Toleranz definiert die akzeptable numerische Abweichung:

$$ \Delta = |Actual - Expected| $$

Für absolute Toleranz:

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Modellrisiko und Validierung

$$ \Delta \le \epsilon $$

Für relative Toleranz:

$$ \frac{|Actual - Expected|}{\max(|Expected|,\epsilon_0)} \le \epsilon_r $$

Die Evidenz sollte die Konvention nennen. Bei kleinen Werten ist absolute Toleranz oft robuster, weil relative Fehler nahe null instabil werden.

Readiness-Status

StatusBedeutung
GreenAusführbare Evidenz hat für den angegebenen Scope bestanden.
AmberEvidenz ist teilweise, toy-only oder wesentlich eingeschränkt.
RedKritischer Validierungscheck ist fehlgeschlagen.
UnknownKeine ausführbare Evidenz oder nur Inventareintrag.

Green bedeutet keine regulatorische Freigabe. Es bedeutet nur, dass das Modell den publizierten Evidenzscope bestanden hat.

Annahmen und Limitationen

Jede Model-Validation-Zeile sollte diese Punkte sichtbar machen:

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Modellrisiko und Validierung

FeldReview-Frage
ZweckWelches Ergebnis soll das Modell liefern?
InputsSind alle benötigten Markt- und Stammdaten vorhanden?
OutputsSind die Outputs für den Business Use Case sinnvoll?
BenchmarkGibt es eine unabhängige oder deterministische Referenz?
LimitationenWo darf das Modell nicht verwendet werden?
DQ-LinkSind Inputqualitätschecks bestanden oder offen?

Data-Quality-Link

Das Model Validation Dashboard verknüpft Modellevidenz mit Data Quality Findings. Das ist wichtig, weil ein mathematisch korrektes Modell bei falschen Inputs trotzdem falsche Ergebnisse erzeugt.

Typische Beispiele:

DQ FindingAuswirkung auf das Modell
Fehlendes Curve MappingBewertung und Sensitivität sind nicht belastbar.
Fehlendes FixingInflation- oder Floating-Rate-Cashflows können falsch sein.
Fehlender VolatilitätsquoteOptionsbewertung und Vega-VaR können unvollständig sein.
Ungültige Maturity oder CouponCashflowmodell kann falschen Schedule erzeugen.

Validierungsablauf

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Modellrisiko und Validierung

  • Modellzweck und Modellfamilie prüfen.
  • Validierungsportfolio und Marktdaten prüfen.
  • Evidenztabelle des relevanten Modells öffnen.
  • Expected, Actual und Tolerance vergleichen.
  • Limitationen und DQ Findings prüfen.
  • Bestätigen, ob der Readiness-Status zur Evidenz passt.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Green mit LimitationModell hat nur innerhalb eines angegebenen Scopes bestanden.Limitation vor Ergebnisnutzung lesen.
Unknown-ModellInventar existiert, Evidenz ist nicht angebunden.Nicht als validiert verwenden.
Benchmark-AbweichungExpected und Actual liegen außerhalb Toleranz.Daten, Konvention und Implementierungspfad prüfen.
DQ-Link ist rotInputs sind nicht sauber genug.DQ Issue vor Abnahme lösen.

Empfohlene Praxis

Model Validation als Evidenzspur nutzen. Entscheidend ist nicht, ob ein Modell im Katalog steht, sondern ob die publizierte Evidenz genau das Ergebnis unterstützt, auf das man sich verlassen möchte.

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Risikokonfiguration

Risk Sources, Factor Groups, Modellabhängigkeiten und Konfigurationsprüfungen

Zweck

Die Risikokonfiguration beschreibt, welche Risikofaktoren existieren, wie sie fachlich gruppiert werden und welche Modelle daraus Szenarien, Sensitivitäten, Curvature-Resultate oder historische Simulationen erzeugen. Sie verbindet Marktdaten, Szenariologik, Modellabhängigkeiten und Reporting-Dimensionen.

Die wichtigsten Objekte sind:

ObjektAufgabe
Risk SourceHerkunft oder Datenfamilie von Risikoinformationen, zum Beispiel Marktdaten, Stressdefinitionen oder FRTB-Metadaten.
Risk Factor GroupFachliche Gruppe von Risikofaktoren mit einem FactorType, optionaler Währung und Metadaten.
Risk FactorEinzelner schockbarer oder auswertbarer Faktor innerhalb einer Gruppe.
Risk ModelModellkonfiguration, die Zeitraum, Measure Type, Scenario Count, Shift Types, Shifts und Abhängigkeiten bündelt.
Shift Type MapZuordnung, wie ein FactorType in einem Modell geschockt wird.
ShiftKonkreter Schock für einen Faktor, eine Faktorgruppe oder einen gefilterten Scope.

Risk Sources

Risk Sources beschreiben die Herkunft der Risikoinformation. Sie sind bewusst generisch gehalten, weil unterschiedliche Modellfamilien verschiedene Informationen benötigen. Der wichtigste fachliche Inhalt steckt häufig in MetadataJson.

Typische Inhalte sind:

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Risikokonfiguration

InhaltBedeutung
FRTB-Position-MetadatenSecuritisation, Credit Quality, DRC Type, LGD-Notional-Logik oder Asset Class.
MarktdatenquelleHerkunft von Kurven, Volatilitäten, Credit Spreads oder Equity-Daten.
SzenarioquelleHerkunft historischer oder synthetischer Szenarien.
ModellkontextHinweise, für welche Modellfamilie die Source gedacht ist.

Wichtig: Eine Risk Source ist nicht automatisch ein aktiver Faktor. Sie ist Kontext. Der schockbare Faktor entsteht über Risk Factor Groups und Risk Factors.

Risk Factor Groups

Risk Factor Groups bilden fachliche Buckets wie Rates, FX, Equity, Credit Spread, Commodity, Volatility oder Theta. Die Gruppe trägt den FactorType, optional eine Currency und Metadaten.

FeldBedeutung
NameFachlicher Gruppenname. Er sollte stabil und in Ergebnissen lesbar sein.
IsActiveSteuert, ob die Gruppe für Auswahl, Modellaufbau und Checks berücksichtigt werden soll.
FactorTypeTechnische und fachliche Risikofaktorart. Sie muss zu Shifts und Ergebnissen passen.
CurrencyWährungskontext, relevant vor allem für IR, FX, Credit und Reporting.
MetadataJsonZusatzinformationen, insbesondere FRTB/SBA/IMA-Klassifikationen.

FactorType

FactorType bestimmt, welche Ergebnisspalten, Shift-Logik und Dashboards den Faktor erwarten.

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Risikokonfiguration

FactorTypeTypische Bedeutung
EqDeltaEquity-Preis- oder Index-Delta.
FxDeltaFX-Spot- oder FX-Kurvenrisiko.
IrDeltaZinskurven-Delta, inklusive Tenorstruktur.
CmDeltaCommodity-Delta.
CsDeltaCredit-Spread-Delta.
EqVegaEquity-Volatilitätsrisiko.
FxVegaFX-Volatilitätsrisiko.
CmVegaCommodity-Volatilitätsrisiko.
IrVegaZinsvolatilitätsrisiko, zum Beispiel Caps/Floors/Swaptions.
CsVegaCredit-Spread-Volatilitätsrisiko.
ThetaZeitablauf- oder Bewertungszeitrisiko.
EpsilonResidual-, Cross- oder modellinterner Faktor, nur verwenden wenn die Modelllogik ihn explizit erwartet.
NoneNicht produktiv für echte Risikofaktoren.

Stolperstelle: FactorType muss konsistent über Risk Factor Group, Shift Type Map, Shift und Ergebnisverarbeitung sein. Ein IrDelta-Faktor mit einem EqDelta-Shift wird in der Regel nicht so verarbeitet, wie fachlich erwartet.

Risk Factors

Ein Risk Factor ist der konkrete Faktor innerhalb einer Gruppe. Er wird in Shifts referenziert und erscheint in Resultaten, Aggregationen oder FRTB-NMRF-Analysen.

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Risikokonfiguration

FeldBedeutung
NameAnzeigename und häufig auch Ergebnisdimension.
KeyStabiler technischer Schlüssel.
MarketKeyBezug zum Marktdatenobjekt, zum Beispiel Kurve, Index, Quote oder Surface.
InternalKeyInterner Schlüssel für Modell- oder Engine-spezifische Zuordnung.
BucketFachlicher Bucket, z. B. Tenor, Sector, Currency Pair oder Rating Bucket.
RiskFactorKindBeschreibt, welche Art von Faktor oder Schockanwendung vorliegt.
MetadataJsonZusätzliche Klassifikation, z. B. FRTB-SBA/IMA-Attribute.

RiskFactorKind

RiskFactorKindVerwendung
QuoteFaktor wird direkt aus einem Quote oder Marktdatenpunkt abgeleitet. Geeignet für einfache Preis-, FX- oder Spread-Faktoren.
ShiftFaktor ist primär ein Schockziel. Geeignet für Szenariodefinitionen, wenn die Marktdatenauflösung über Filter oder Engine-Logik erfolgt.
SpreadFaktor repräsentiert Spread-Risiko, z. B. Credit Spread oder Basis Spread.
VolatilityFaktor repräsentiert Volatilitätsrisiko oder Surface-Punkte.

Stolperstelle: RiskFactorKind ist nicht dasselbe wie FactorType. FactorType sagt, welche Risikoklasse betroffen ist; RiskFactorKind sagt, wie der Faktor fachlich/technisch angewendet wird.

Risk Models

Risk Models definieren, wie Resultate erzeugt werden. Ein Modell kann historische Simulation, Stress, Sensitivitäten oder Curvature berechnen. Es enthält globale Parameter und mehrere Detailtabs.

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Risikokonfiguration

FeldBedeutung
NameModellname, der in Workflows, Resultaten und Reports sichtbar ist.
IsActiveNur aktive Modelle sollten in produktiven Workflows verwendet werden.
ReferenceOptionaler Referenzname für Modellfamilie oder Methodik.
MeasureTypeHauptart der Berechnung.
SimulationPassModeSteuert spezielle Pass-Logik, z. B. FRTB-IMA-Liquidity-Horizon.
PeriodStartStartpunkt für historische Fenster oder periodische Modelle.
FixedPeriodFeste Länge des Beobachtungszeitraums, falls das Modell sie nutzt.
HoldingPeriodHaltedauer für VaR/ES oder Szenarioskalierung.
ScenarioCountAnzahl der generierten oder gelesenen Szenarien.
ScenarioPopulationGrundgesamtheit, aus der Szenarien gezogen oder gefiltert werden.
IgnoreFiltersModell ignoriert bestimmte Selektionsfilter; nur einsetzen, wenn fachlich gewollt.

MeasureType

MeasureTypeBedeutung
HistSimHistorische Simulation, typischerweise für VaR/ES oder historische Szenarioverteilung.
StressSimStresssimulation mit expliziten Stressszenarien oder Szenariosets.
SensitivityEinzel- oder Mehrfaktor-Sensitivitäten, z. B. PV01, Delta, Vega.
CurvatureUp/Down-Schocks und nichtlineare Risikobeiträge, z. B. FRTB Curvature.

SimulationPassMode

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Risikokonfiguration

SimulationPassModeBedeutung
DefaultNormale Modellberechnung ohne spezielle Pass-Aufteilung.
FrtbImaLiquidityHorizonSpezielle Pass-Logik für FRTB IMA Liquidity Horizons. Ergebnisse können nach Horizon oder Pass aggregiert werden.

Shift Type Maps

Shift Type Maps definieren, wie ein FactorType im Modell geschockt wird.

ShiftTypeBedeutung
NoneKein produktiver Schocktyp; nur für Platzhalter oder deaktivierte Konfiguration geeignet.
AbsoluteAdditiver Schock, z. B. +1 bp, +0.01 oder absoluter Spread-Schock.
RelativeMultiplikativer/prozentualer Schock, z. B. +1% auf einen Quote.
CompressedKomprimierter Vektor oder serialisierte Szenariodarstellung. Häufig für große historische Szenariosets.
LogLogarithmischer Return- oder Log-Shift, typisch für Preis- oder FX-Zeitreihen.

Die Map ist modellweit. Wenn ein Modell IrDelta als Absolute definiert, sollten die konkreten IR-Shifts denselben fachlichen Ansatz verwenden.

Shifts

Shifts sind die konkreten Szenario- oder Sensitivitätsdefinitionen. Sie können an einen bestimmten Risk Factor gebunden sein oder über Filter mehrere Faktoren treffen.

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Risikokonfiguration

FeldBedeutung
ScenarioSetGruppiert Shifts in ein Szenario oder eine Szenariofamilie.
NameLesbarer Name des Schocks.
FactorTypeRisikoklasse des Schocks.
AbsAbsoluter Schockwert.
RelRelativer Schockwert.
ScaleSkalierungsfaktor, häufig für Horizon-, Volatilitäts- oder Periodenanpassung.
RiskFactorExplizit betroffener Faktor. Fehlt er, kann der Shift über Filter oder auf alle Faktoren wirken.
FilterBodyFilterausdruck für faktor- oder instrumentbezogene Auswahl.

Abs, Rel und Scale

Abs und Rel sollten nicht beliebig kombiniert werden. In vielen Modellen ist genau einer der Werte fachlich führend. Scale ist ein Multiplikator und sollte dokumentiert sein, weil er Shocks still vergrößern oder verkleinern kann.

Beispiele:

FallTypische Konfiguration
PV01 für ZinskurvenFactorType = IrDelta, ShiftType = Absolute, kleiner absoluter bp-Schock.
Equity-Preis-SchockFactorType = EqDelta, ShiftType = Relative, relativer Prozent-Schock.
FX-Historical SimulationFactorType = FxDelta, ShiftType = Log oder Compressed, abhängig vom Vektorformat.
Vega-SensitivitätVega-FactorType, meist absoluter Volatilitätsschock.
FRTB CurvatureUp/Down-Shifts, MeasureType = Curvature, konsistente FactorType-Auswahl.
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Risikokonfiguration

Modellabhängigkeiten

Im Tab Dependencies kann ein Risk Model andere Modelle referenzieren. Das ist wichtig, wenn ein Modell Vorresultate benötigt, z. B. Preise vor Sensitivitäten, Simulation vor Aggregation oder Basis-Szenarien vor Curvature.

Abhängigkeiten sollten zyklusfrei sein. Eine zirkuläre Abhängigkeit kann Workflows blockieren oder zu unklarer Reihenfolge führen.

FRTB- und Metadaten-Besonderheiten

MetadataJson kann FRTB/SBA/IMA-Informationen tragen:

BereichTypische Attribute
GIRRInterest-rate category, Currency, Basis Reference Currency.
EquitySector, Economy, Size.
CommodityCommodity Sector.
FXCurrency Pair oder Other Currency Pair.
Credit SpreadSector, Credit Quality, Region, Tranche, Securitisation Asset Class.
IMALiquidity Horizon.
DRCDRC Type, LGD-to-Notional-Verhalten.

Diese Metadaten beeinflussen Bucketing, Kapitalformeln, NMRF-Analysen und Reporting. Fehlende oder ungenaue Metadaten können fachlich korrekte Sensitivitätswerte in falsche regulatorische Buckets einsortieren.

Häufige Fehler

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Risikokonfiguration

FehlerAuswirkung
Risk Factor Group inaktiv, Risk Factors aktivFaktoren erscheinen eventuell nicht in Auswahl oder Modellaufbau.
FactorType passt nicht zum Shift Type MapShifts werden falsch interpretiert oder nicht angewendet.
Doppelte Factor KeysAggregation und Ergebniszuordnung werden mehrdeutig.
Fehlender RiskFactor bei spezifischem ShiftShift wirkt zu breit oder nur über FilterBody.
IgnoreFilters aktiv ohne BegründungWorkflows können Positionen oder Faktoren einbeziehen, die der Benutzer nicht erwartet.
FRTB-Metadaten fehlenSBA/IMA/NMRF-Reports können falsche Buckets oder unvollständige Ergebnisse zeigen.

Empfohlene Pflege

Ändern Sie Risikomodelle versioniert und mit klarer fachlicher Begründung. Prüfen Sie nach Änderungen mindestens:

  • Sind Risk Factor Groups aktiv und FactorTypes korrekt?
  • Haben alle produktiven Risk Factors stabile Keys?
  • Stimmen Shift Type Maps mit den Shifts überein?
  • Sind Szenariosets, Abs/Rel/Scale und Holding Period konsistent?
  • Sind Modellabhängigkeiten vollständig und zyklusfrei?
  • Sind FRTB- und IMA-Metadaten gepflegt, wenn regulatorische Reports betroffen sind?
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Machine-Learning-Risikomodelle

Scaling, Regularisierung, Klassifikation, Validierung und Drift-Kontrollen

Zweck

Machine-Learning-Modelle können Klassifikation, Prognose, Anomalieerkennung und Segmentierung in Risikoprozessen unterstützen. FRM Notes v0.37 behandelt typische überwachte und unüberwachte Methoden. Dieser Artikel erklärt die Validierungsaspekte, die für Risikomodelle wichtig sind.

Feature Scaling

Standardisierung transformiert ein Feature \(x\) in einen z-Score:

$$ z=\frac{x-\mu}{\sigma} $$

Min-Max-Normalisierung bildet Werte in einen festen Bereich ab:

$$ x'=\frac{x-\min(x)}{\max(x)-\min(x)} $$

Scaling muss auf Trainingsdaten gefittet und danach konsistent auf Validierungs- und Produktionsdaten angewandt werden.

Regularisierung in Regressionen

Ridge Regression bestraft große Koeffizienten:

$$ \min_\beta \left( \sum_i (y_i - x_i^\top\beta)^2 + \lambda \sum_j \beta_j^2 \right) $$

LASSO verwendet eine Absolutwertstrafe und kann Koeffizienten auf null setzen:

$$ \min_\beta \left( \sum_i (y_i - x_i^\top\beta)^2 + \lambda \sum_j |\beta_j| \right) $$

Elastic Net kombiniert beide:

$$ \lambda\left(\alpha\sum_j|\beta_j|+(1-\alpha)\sum_j\beta_j^2\right) $$

Logistische Modelle

Für binäre Zielgrößen bildet logistische Regression einen Score auf eine Wahrscheinlichkeit ab:

$$ p=\frac{1}{1+e^{-z}} $$

wobei:

$$ z=\beta_0+\beta_1x_1+\ldots+\beta_kx_k $$

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Machine-Learning-Risikomodelle

In Risikoanwendungen muss die ausgegebene Wahrscheinlichkeit kalibriert und überwacht werden.

Bäume und Klassifikation

Decision Trees teilen Daten in Gruppen. Typische Split-Kriterien sind Gini Impurity:

$$ Gini = 1-\sum_k p_k^2 $$

und Entropie:

$$ H = -\sum_k p_k\ln(p_k) $$

Baummodelle sind lokal gut prüfbar, können aber ohne Tiefe-, Blattgrößen- oder Ensemble-Kontrollen überfitten.

Distanzbasierte Modelle

Für Beobachtungen \(x\) und \(y\) ist die euklidische Distanz:

$$ d(x,y)=\sqrt{\sum_i(x_i-y_i)^2} $$

Manhattan-Distanz lautet:

$$ d(x,y)=\sum_i |x_i-y_i| $$

Distanzbasierte Modelle sind empfindlich gegenüber Feature Scaling und fehlenden Daten.

Validierungskontrollen

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Methodology

Machine-Learning-Risikomodelle

KontrolleWarum sie wichtig ist
Train/Validation SplitVerhindert Testen auf denselben Daten, die fürs Fitten genutzt wurden.
K-fold Cross ValidationPrüft Stabilität über Stichproben.
KalibrierungStellt sicher, dass Wahrscheinlichkeiten beobachteten Häufigkeiten entsprechen.
Drift MonitoringErkennt Änderungen der Input- oder Zielverteilung.
ExplainabilityUnterstützt Review, Challenge und fachliche Nutzung.
DQ ChecksVerhindert, dass fehlende oder unplausible Features falsche Vorhersagen treiben.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Hohe Trainingsgenauigkeit, schwache ValidierungOverfitting.Modell vereinfachen oder Regularisierung erhöhen.
Wahrscheinlichkeitsklassen falsch kalibriertScores ranken Risiko, schätzen aber Wahrscheinlichkeit falsch.Rekalibrieren und erneut testen.
Feature DriftProduktionsdaten unterscheiden sich von Trainingsdaten.Population Stability und Retrain-Policy prüfen.
Unerklärte EntscheidungModell ist schwer challengable.Explainability und Override Review ergänzen.

Empfohlene Praxis

Für Risikoanwendungen sollte ML-Validierung statistische Performance, Stabilität, Erklärbarkeit und Datenqualität kombinieren. Ein Modell sollte nicht nur wegen einer guten Headline Accuracy produktiv genutzt werden.

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FRTB SBA

Sensitivities-based Approach im Basel Standardised Approach für Marktrisiko

Quelle und Scope

Dieser Artikel fasst den Sensitivities-based Approach aus dem Basel-Standardised-Approach für Marktrisiko zusammen. Grundlage sind die lokale PDF resources/d457.pdf und die BIS-Veröffentlichung:

<https://www.bis.org/bcbs/publ/d457.htm>

Der Fokus liegt ausschließlich auf SBA/SBM: Delta, Vega und Curvature. IMA, P&L Attribution, Backtesting, Default Risk Charge und Residual Risk Add-on werden hier nicht zusammengefasst.

Terminologie

BegriffBedeutung
FRTB SBAGebräuchliche Kurzform für den sensitivitätsbasierten Ansatz im Standardised Approach.
SBMSensitivities-based Method; Begriff im Basel-Text.
Risk ClassGIRR, CSR, Equity, Commodity oder FX.
BucketRegulatorische Gruppierung innerhalb einer Risk Class.
Weighted SensitivityNetto-Sensitivität multipliziert mit regulatorischem Risk Weight.

Berechnungsstruktur

Für jede Risk Class werden drei Komponenten berechnet:

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KomponenteGilt fürWichtigster Input
DeltaLineare Exponierung gegenüber vorgeschriebenen Risk FactorsNetto-Sensitivitäten
VegaOptionalität gegenüber impliziter VolatilitätVega-Sensitivitäten
CurvatureNichtlinearer Verlust über Delta hinausUp/Down-Shock-Revaluations

Die gesamte SBA Charge wird unter Medium-, High- und Low-Correlation-Szenarien berechnet. Maßgeblich ist das größte Szenarioergebnis.

Kernformeln

Weighted Sensitivity:

$$ WS_k = RW_k \cdot s_k $$

Within-Bucket Aggregation:

$$ K_b = \sqrt{ \max\left( 0, \sum_k WS_k^2 + \sum_k \sum_{l \ne k} \rho_{kl} WS_k WS_l \right) } $$

Across-Bucket Aggregation:

$$ K = \sqrt{ \max\left( 0, \sum_b K_b^2 + \sum_b \sum_{c \ne b} \gamma_{bc} S_b S_c \right) } $$

Correlation-Szenarien:

$$ \rho^{high}_{kl} = \min(1, 1.25 \rho_{kl}) $$

$$ \rho^{low}_{kl} = \max(2\rho_{kl} - 1,\; 0.75\rho_{kl}) $$

Die gleiche High/Low-Transformation gilt für Bucket-Korrelationen \( \gamma_{bc} \).

SBA Capital:

$$ K_{SBA} = \max_{scenario \in \{low, medium, high\}} \sum_{risk\ classes} (K_{\Delta} + K_{Vega} + K_{Curvature}) $$

Curvature-Formel

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FRTB SBA

Curvature misst den inkrementellen Verlust nach Abzug des Delta-Effekts. Für Risk Factor \(k\):

$$ CVR_k^+ = -\sum_i \left[ V_i(x_k^{+}) - V_i(x_k) - RW_k^{curv} \cdot s_{ik} \right] $$

$$ CVR_k^- = -\sum_i \left[ V_i(x_k^{-}) - V_i(x_k) + RW_k^{curv} \cdot s_{ik} \right] $$

Die Bucket Charge verwendet das größere Upward- oder Downward-Szenario nach regulatorischer Korrelationsaggregation.

GIRR

General Interest Rate Risk wird nach Währung gebucketed. Jede Währung ist ein eigener Bucket. Delta GIRR nutzt risikofreie Kurventenors sowie Inflation und Cross-Currency-Basis als zusätzliche Risk Factors.

GIRR Delta Shock Table

Tenor0.25Y0.5Y1Y2Y3Y5Y10Y15Y20Y30Y
Risk Weight1.7%1.7%1.6%1.3%1.2%1.1%1.1%1.1%1.1%1.1%
GIRR Special FactorRisk Weight
Inflation1.6%
Cross-currency basis1.6%

Für spezifizierte Hauptwährungen kann die Basel-Square-Root-of-Two-Reduktion zulässig sein.

CSR Non-Securitisation

Credit Spread Risk Non-Securitisation wird nach Credit Quality und Sector gebucketed. Investment Grade, High Yield/Non-Rated und Index-Buckets erhalten unterschiedliche Risk Weights.

CSR Non-Securitisation Risk Weights

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Bucket RangeBeschreibungRisk Weights
1-8Investment Grade Sectors und Covered Bonds0.5% bis 5.0%
9-16High Yield, Non-Rated und Other Sector2.0% bis 12.0%
17IG Indices1.5%
18HY Indices5.0%

Auffällig hohe Gewichte sind 12.0% für Financials in HY/Non-Rated und 12.0% für Other Sector.

Equity

Equity Risk wird nach Market Cap, Economy und Sector gebucketed. Der Standard unterscheidet Large versus Small Market Cap, Advanced versus Emerging Market und Index Buckets.

Equity Delta Shock Table

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BucketEquity Spot Risk WeightEquity Repo Risk Weight
155%0.55%
260%0.60%
345%0.45%
455%0.55%
530%0.30%
635%0.35%
740%0.40%
850%0.50%
970%0.70%
1050%0.50%
1170%0.70%
1215%0.15%
1325%0.25%

Equity Vega und Curvature betreffen optionale Exponierung. Equity Repo Rates werden nicht wie Equity-Spot-Optionalität behandelt.

Commodity

Commodity Risk wird in 11 Commodity Groups unterteilt. Die Unterscheidung ist wesentlich, weil Energy, Freight, Metals, Agriculture und Other Commodities sehr unterschiedliche Schocks haben.

Commodity Shock Table

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BucketCommodity GroupRisk Weight
1Energy - solid combustibles30%
2Energy - liquid combustibles35%
3Energy - electricity and carbon trading60%
4Freight80%
5Metals - non-precious40%
6Gaseous combustibles45%
7Precious metals including gold20%
8Grains and oilseed35%
9Livestock and dairy25%
10Softs and other agriculturals35%
11Other commodity50%

Electricity und Freight werden gesondert betrachtet, weil Delivery Interval, Region, Route und Week das Risiko wesentlich verändern können.

FX

FX Risk verwendet einen Bucket je Wechselkurs zwischen Instrumentwährung und Reporting Currency.

FX ItemValue
Delta FX Risk Weight15%
Across-Bucket Correlation60%
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FRTB SBA

Spezifizierte Currency Pairs und First-Order Crosses können die Basel-Square-Root-of-Two-Reduktion verwenden, sofern zulässig.

Vega Risk

Vega nutzt dieselben Bucket-Definitionen wie Delta. Der wesentliche Unterschied ist der Liquidity Horizon je Risk Class.

Vega Liquidity Horizon and Risk Weight Table

Risk ClassLiquidity HorizonVega Risk Weight
GIRR60100%
CSR non-securitisation120100%
CSR securitisation CTP120100%
CSR securitisation non-CTP120100%
Equity large cap and indices2077.78%
Equity small cap and other sector60100%
Commodity120100%
FX40100%

Vega Risk Weight Formula:

$$ RW_k = \min\left( RW_{\sigma} \sqrt{\frac{LH_{risk\ class}}{10}}, 100\% \right) ,\quad RW_{\sigma}=55\% $$

Curvature Risk

Curvature Buckets replizieren grundsätzlich die Delta Buckets, sofern nichts anderes festgelegt ist. FX- und Equity-Curvature-Schocks sind relative Shifts in Höhe der jeweiligen Delta Risk Weights. Für GIRR, CSR und Commodity werden Schocks auf Kurven oder Risk Factors angewendet und der Delta-Anteil danach abgezogen.

Asset-Class Distinctions

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Risk ClassBucket BasisDelta DistinctionVega/Curvature Distinction
GIRRCurrencyTenor, Curve, Inflation, Cross-Currency BasisKeine Curvature für Inflation und Cross-Currency Basis
CSRCredit Quality und SectorTenor und Issuer SpreadSeparate Behandlung für Non-Sec, Securitisation CTP und Non-CTP
EquityMarket Cap, Economy, SectorSpot und Repo RatesRepo Rates nicht im Fokus von Vega/Curvature
CommodityCommodity GroupSpot Risk by Commodity BucketDelivery, Route und Region können relevant sein
FXCurrency PairExchange Rate zu Reporting/Base CurrencyFX Options folgen FX Vega und Curvature Rules

Interpretation für Anwender

SBA-Ergebnisse sind regulatorische Standardised Charges unter vorgeschriebenen Schocks und Korrelationen. Sie sind nicht identisch mit Desk VaR, Historical Simulation Loss, Model Approval oder einem internen Kapitalmodell.

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IRRBB

Zinsänderungsrisiko im Bankbuch: EVE, NII, Schocks und Standardised Framework

Quelle und Scope

Dieser Artikel fasst den Basel-Standard 2016 für Interest Rate Risk in the Banking Book zusammen. Grundlage sind die lokale PDF resources/d368.pdf und die BIS-Veröffentlichung:

<https://www.bis.org/bcbs/publ/d368.htm>

Der Fokus liegt auf der fachlichen Interpretation im Portal: EVE, NII, vorgeschriebene Zins-Schocks, Verhaltensannahmen und Standardised-Framework-Rechnung. Interne Modellgovernance und lokale Meldeformate werden hier nicht beschrieben.

Zweck

IRRBB misst, wie Bankbuch-Erträge und ökonomischer Wert auf Zinsänderungen reagieren. Es ist vom Marktrisiko des Handelsbuchs zu trennen. Entscheidend ist, ob Assets, Liabilities und Off-Balance-Sheet-Positionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, nach unterschiedlichen Konventionen oder mit eingebetteten Kundenoptionen repricen.

KennzahlBedeutungTypische Verwendung
EVEEconomic Value of Equity; Barwertänderung der Bankbuch-Cashflows unter Zinsschocks.Strukturelle Wert-Sensitivität und Outlier-Prüfung.
NIINet Interest Income; Ergebniseffekt über einen Forward-Horizont.Earnings-Sensitivität und Planung unter geschockten Zinsen.
Delta EVEDifferenz zwischen Base-EVE und Shocked-EVE, inklusive Options-Add-ons falls relevant.Zentrale Wertkennzahl im Standardised Framework.
Delta NIIDifferenz zwischen Base-NII und Shocked-NII.Earnings-Kennzahl für vorgeschriebene Szenarien.

Standardised-Framework-Stufen

Das Basel Standardised Framework lässt sich als fünfstufiger Ablauf lesen:

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IRRBB

StufeInhalt
1Bankbuchpositionen als standardisierbar, eingeschränkt standardisierbar oder nicht standardisierbar klassifizieren.
2Notional Repricing Cashflows in Laufzeit-Buckets einsortieren.
3EVE-Änderungen je wesentlicher Währung für die vorgeschriebenen Schocks berechnen.
4Wertänderungen automatischer Zinsoptionen ergänzen.
5Die schlechteste aggregierte EVE-Reduktion über die vorgeschriebenen Szenarien verwenden.

Repricing-Cashflows

Die standardisierte EVE-Rechnung verwendet Notional Repricing Cashflows. Fixed-Rate-Positionen werden typischerweise nach vertraglicher Fälligkeit einsortiert. Floating-Rate-Positionen werden typischerweise zum nächsten Reset- oder Repricing-Termin einsortiert.

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IRRBB

BucketMittelpunkt
Overnight0.0028Y
O/N bis 1M0.0417Y
1M bis 3M0.1667Y
3M bis 6M0.375Y
6M bis 9M0.625Y
9M bis 1Y0.875Y
1Y bis 1.5Y1.25Y
1.5Y bis 2Y1.75Y
2Y bis 3Y2.5Y
3Y bis 4Y3.5Y
4Y bis 5Y4.5Y
5Y bis 6Y5.5Y
6Y bis 7Y6.5Y
7Y bis 8Y7.5Y
8Y bis 9Y8.5Y
9Y bis 10Y9.5Y
10Y bis 15Y12.5Y
15Y bis 20Y17.5Y
Mehr als 20Y25Y

Non-Maturity Deposits

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IRRBB

Non-Maturity Deposits werden in Retail und Wholesale unterteilt. Retail wird zusätzlich in transactional und non-transactional getrennt. Stabile Bestände können als Core Deposits behandelt werden, jedoch nur innerhalb regulatorischer Caps. Nicht-Core-Bestände werden overnight behandelt.

KategorieCap für Core BalanceDurchschnittliche Laufzeit-Cap
Retail transactional90%5.0Y
Retail non-transactional70%4.5Y
Wholesale50%4.0Y

Im Portal werden NMDs als behavioral Rates-Instrument interpretiert. Das Runoff-Profil erzeugt die Cashflow-Verteilung für den stabilen Anteil; Segment-Cap und durchschnittliche Laufzeit begrenzen die zulässige Behavioral Maturity. Wenn ein Zero-Floor aktiv ist, kommt ein Normal-/Bachelier-Floor-Wert hinzu, der eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche benötigt.

ErgebnisNMD-spezifische Lesart
EVEWird stark von Core Balance, Runoff-Profil und durchschnittlicher Laufzeit beeinflusst.
NIIHängt von Kundensatz, Pass-through und Repricing-Annahme ab.
PV01Misst Kurvenexposure aus Runoff-Duration und Diskontierung.
IrVegaMisst den Wertbeitrag der Normal-Volatilitätsfläche für die Floor-Komponente.

Wenn NMD-Ergebnisse auffällig sind, zuerst Core-Balance-Cap, Runoff-WAL, IncludeFloorValue, FloorStrike und Surface Mapping prüfen.

Verhaltensoptionen

Verhaltensoptionen sind wesentlich, weil Kundenverhalten bei Zinsänderungen anders ausfallen kann. Das Standardised Framework gibt Szenario-Skalare für Kredit-Prepayments und Term-Deposit-Redemptions vor.

Prepayment Rate im Szenario \(i\), Portfolio \(p\), Währung \(c\):

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IRRBB

$$ CPR^p_{i,c} = \min\left(1,\gamma_i \cdot CPR^p_{0,c}\right) $$

SzenarioPrepayment-Skalar \( \gamma_i \)
Parallel up0.8
Parallel down1.2
Steepener0.8
Flattener1.2
Short-rate up0.8
Short-rate down1.2

Prepayment-adjustierter Cashflow:

$$ CF^p_{i,c}(k) = CF^S_{i,c}(k) + CPR^p_{i,c} \cdot N^p_{i,c}(k-1) $$

Term-Deposit-Redemption Rate:

$$ TDRR^p_{i,c} = \min\left(1,u_i \cdot TDRR^p_{0,c}\right) $$

SzenarioTerm-Deposit-Skalar \(u_i\)
Parallel up1.2
Parallel down0.8
Steepener0.8
Flattener1.2
Short-rate up1.2
Short-rate down0.8
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IRRBB

Early-Redemption-Repricing-Cashflow:

$$ CF^p_{i,c}(1) = TD^p_{0,c} \cdot TDRR^p_{i,c} $$

EVE-Formeln

Discount Factor für Schockszenario \(i\), Währung \(c\), Bucket-Mittelpunkt \(t_k\):

$$ DF_{i,c}(t_k) = \exp\left(-R_{i,c}(t_k)t_k\right) $$

Net EVE im Szenario \(i\):

$$ EVE^{net}_{i,c} = \sum_{k=1}^{K} CF_{i,c}(k) \cdot DF_{i,c}(t_k) $$

EVE-Verlust im Szenario \(i\), inklusive Add-on für automatische Optionen \(KAO_{i,c}\):

$$ \Delta EVE_{i,c} = \sum_{k=1}^{K} CF_{0,c}(k)DF_{0,c}(t_k) - \sum_{k=1}^{K} CF_{i,c}(k)DF_{i,c}(t_k) + KAO_{i,c} $$

Die standardisierte EVE-Kennzahl verwendet den größten positiven aggregierten Verlust über die sechs Szenarien:

$$ \Delta EVE = \max_i \left( \max\left(0,\sum_c \Delta EVE_{i,c}\right) \right) $$

In der standardisierten Aggregation tragen nur Währungen mit positivem EVE-Verlust zur aggregierten Verlustkennzahl bei.

Vorgeschriebene EVE-Schocks

Die sechs EVE-Szenarien sind Parallel up, Parallel down, Steepener, Flattener, Short-rate up und Short-rate down.

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IRRBB

WährungParallel-SchockShort-rate-SchockLong-rate-Schock
EUR200 bp250 bp100 bp
USD200 bp300 bp150 bp
GBP250 bp300 bp150 bp
CHF100 bp150 bp100 bp
JPY100 bp100 bp100 bp
AUD300 bp450 bp200 bp
CAD200 bp300 bp150 bp
SEK200 bp300 bp150 bp

Parallel-Schock:

$$ \Delta R_{parallel,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{parallel,c} $$

Short-rate-Schock, mit \(x=4\):

$$ S_{short}(t_k) = e^{-t_k/x} $$

$$ \Delta R_{short,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{short,c}S_{short}(t_k) $$

Long-rate-Schock:

$$ S_{long}(t_k) = 1 - S_{short}(t_k) $$

$$ \Delta R_{long,c}(t_k) = \pm \bar{R}_{long,c}S_{long}(t_k) $$

Steepener:

$$ \Delta R_{steepener,c}(t_k) = -0.65\left|\Delta R_{short,c}(t_k)\right| +

  • 9\left|\Delta R_{long,c}(t_k)\right|

$$

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IRRBB

Flattener:

$$ \Delta R_{flattener,c}(t_k) = +0.8\left|\Delta R_{short,c}(t_k)\right| -

  • 6\left|\Delta R_{long,c}(t_k)\right|

$$

Aufseher können Floors für Post-Shock-Zinsen definieren. Der Basel-Text begrenzt diese Floors so, dass sie nicht größer als null sein dürfen.

Portfolio- und Asset-Unterscheidungen

BereichInterpretation
Fixed-Rate-Loans und BondsHauptrisiko sind Maturity Mismatch und Discount-Curve-Schock.
Floating-Rate-InstrumenteHauptrisiko sind Reset-Zeitpunkt und Basis zwischen Funding- und Asset-Kurven.
Non-Maturity DepositsBehavioural-Maturity-Annahmen können EVE dominieren.
Prepayable LoansNiedrigere Zinsen können Prepayments erhöhen und Asset Duration verkürzen.
Term DepositsHöhere Zinsen können Early Redemption verstärken.
Automatische OptionenOptionsbewertung muss Shocked Curve und vorgeschriebenen Volatilitätsstress berücksichtigen.

Outlier- und Disclosure-Kontext

Der Basel-Standard vergleicht das maximale \( \Delta EVE \) einer Bank mit Tier-1-Kapital. Die Outlier-Schwelle in d368 beträgt 15% des Tier-1-Kapitals. Banken legen außerdem EVE- und NII-Änderungen unter den vorgeschriebenen Schocks offen.

Das ist keine Aussage über lokale regulatorische Genehmigung. Portal-Ergebnisse sind als Modell-, Daten- und Szenarioevidenz im jeweils angezeigten Scope zu lesen.

Empfohlene Prüfung

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IRRBB

Prüfe Kurvenwährung, Repricing-Buckets, NMD-Annahmen, Inputs für Verhaltensoptionen und Sign Convention, bevor ein IRRBB-Ergebnis interpretiert wird. Bei großen Bewegungen zuerst Base- und Shocked-Cashflow-Buckets vergleichen; danach prüfen, ob die Bewegung aus echter Duration, Kundenoptionsannahmen oder fehlenden Marktdaten stammt.

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QLNet Beispielrechnungen

Kleine Beispielrechnungen für Kurven, Bonds, Swaps und Optionen

Zweck

Diese Beispiele zeigen kleine Rechnungen, mit denen Bewertungsmechanik validiert werden kann. Sie sind vereinfacht und dienen der Interpretation, nicht der Reproduktion produktiver Läufe.

Bond DCF Beispiel

InputWert
Notional1.000.000
Jährlicher Coupon3,00%
Discount Factor zum Coupondatum0,9800
Discount Factor zur Endfälligkeit0,9400

Cashflows werden einzeln diskontiert. Ein finaler Coupon von 30.000 und die Rückzahlung von 1.000.000 zur Endfälligkeit tragen bei:

$$ 1{.}030{.}000 \times 0{,}9400 $$

Swap Par-Rate Beispiel

LegInterpretation
Floating LegProjizierte Index-Coupons, diskontiert auf heute.
Fixed LegFixe Coupons, diskontiert auf heute.
Fair RateFester Zinssatz, bei dem beide Legs denselben Barwert haben.

Option Black-Style Beispiel

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QLNet Beispielrechnungen

InputBedeutung
ForwardErwarteter Underlying-Level unter dem Bewertungsmaß.
StrikeAusübungslevel.
VolatilitätAnnualisierter Unsicherheitsinput.
ExpiryZeit bis zur Optionsausübung.

Höhere Volatilität erhöht üblicherweise den Optionswert, besonders bei Optionen nahe am Strike.

Kurvenbeispiel

Eine Kurve wandelt Marktquotes in Discount oder Projection Factors um. Ein einjähriger Zero Rate von 3% mit jährlicher Verzinsung impliziert ungefähr:

$$ \frac{1}{1{,}03} = 0{,}970873786 $$

$$ DF(t) = \frac{1}{(1+r)^t} $$

$$ ForwardRate(t_1,t_2) = \frac{\frac{DF(t_1)}{DF(t_2)} - 1}{yearFraction(t_1,t_2)} $$

Empfohlene Praxis

Nutzen Sie diese Beispiele zur Prüfung von Richtung und Größenordnung. Produktive Ergebnisse hängen zusätzlich von Kalendern, Day Counts, Interpolation, Settlement, Fixings und Modellkonventionen ab.

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Instruments

Bonds und Swaps

Wichtige Felder und Ergebnisse für Rates-Instrumente

Zweck

Bonds und Swaps sind Rates-Instrumente. Ihre Ergebnisse werden vor allem durch Cashflows, Discount Curves und Projection Curves bestimmt.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
NotionalKapitalbetrag für Coupons und Rückzahlung.
Coupon oder Fixed RateZinssatz auf das Notional.
Payment ScheduleDaten, an denen Cashflows entstehen.
Curve MappingDiscount- und Projection-Kurven für die Bewertung.

Ergebnisinterpretation

Bei Bonds vergleichen Sie Clean Price, Dirty Price, Accrued Interest und Present Value. Bei Swaps vergleichen Sie Leg NPVs, Gesamt-NPV, Fair Rate und Sensitivitäten.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
PV ist nullInstrument ist abgelaufen, Quantity ist null oder Bewertungsobjekt fehlt.Maturity, Positionsgröße und Instrumentunterstützung prüfen.
Accrued wirkt falschDay Count oder Settlement-Konvention unterscheidet sich.Coupon Schedule und Settlement Date prüfen.
Kurve fehltCurve Mapping ist unvollständig.Marktdaten und Instrument-Stammdaten prüfen.
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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Voraussetzungen und Beispielkonfigurationen nach Assetklasse

Zweck

Dieser Artikel erklärt die Instrumenttypen, die aktuell in den Portal-Validation-Packs und produktionsnahen Validierungssamples vertreten sind. Die Instrumente sind nach Assetklasse gruppiert. Jede Gruppe nennt Voraussetzungen, wichtige Konfigurationsfelder und Beispielkonfigurationen.

Die Beispiele sind bewusst kompakt. Produktive Positionen benötigen zusätzlich Portfolio-, Book-, Legal-Entity-, Counterparty- und Source-System-Metadaten.

Gemeinsame Voraussetzungen

Jedes Instrument benötigt genug Stammdaten, Marktdaten und Model Mapping, damit der richtige Bewertungs- und Simulationspfad gewählt werden kann.

VoraussetzungBedeutung
Instrument typeKanonischer Typ wie FixedRateBond, InterestRateSwap, EuropeanVanillaOption oder HICPYYCap.
Trade id / nameStabile ID und lesbarer Name für Evidenz und Dashboards.
Asset classRates, Equity, FX, Commodity, Inflation oder Hybrid.
CurrencyBewertungs- oder Reportingwährung.
Notional oder QuantityÖkonomische Größe. Große Quantities können PV und Szenario-PnL dominieren.
Issue / start dateSchedule-Start oder Trade-Start.
MaturityEndfälligkeit, Expiry oder Lieferdatum.
Day countAccrual-Konvention, falls relevant.
Business day conventionDatumsanpassung, falls relevant.
Market-data mappingKurven, Quotes, Volatilitätsflächen, Fixings oder Indexstände.
Model mappingProduktiver Builder-/Modellpfad für Bewertung und Simulation.

Validierungskapazitäten

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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument-Validation-Packs prüfen typischerweise diese Fähigkeiten, soweit verfügbar:

CapabilityBedeutung
PricingBasisbewertung / PV / Preis.
CashflowsExtrahierter Schedule oder Zahlungsansicht.
SensisShifted Valuation und finite-difference Sensitivität.
ScenariosDeterministische Szenariobewertung.
VaRHistorischer Simulationsvektor und Tail-Kennzahl.
DQData-Quality-Prüfungen auf Stammdaten und Marktdaten.

Nicht jedes Instrument hat dieselbe Abdeckung. Nicht unterstützte oder teilweise angebundene Instrumente müssen Amber, Red oder Unknown zeigen, nicht Green.

Rates: Bonds

Implementierte bond-ähnliche Instrumente:

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
FixedRateBondVanilla Fixed-Coupon Bond.Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.
FloatingRateBondFloating Rate Note.Basic Bond Portfolio Coverage und Readiness.
ZeroBondZero-Coupon Bond.Basic Bond Portfolio Coverage und Readiness.
CallableBondBond mit Issuer Call Optionalität.Readiness Section; Coverage Gaps dokumentiert.
ConvertibleBondBond mit Equity Conversion Feature.Hybrid/Readiness Section; Coverage Gaps dokumentiert.

Instrumentbeschreibungen

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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeBeschreibung
FixedRateBondEin Fixed-Rate Bond zahlt einen bekannten Couponplan und Tilgung bei Fälligkeit. Damit adressiert man deterministische Rates-Bewertung, Accrued Interest, Cashflow-Validierung, Kurvendiskontierung und Bond-PV01/VaR.
FloatingRateBondEin Floating-Rate Bond bindet Coupons an einen Referenzindex oder eine Forwardkurve. Damit adressiert man Projection Curve Setup, Reset/Fixing-Behandlung und Floating-Cashflow-Readiness.
ZeroBondEin Zero-Coupon Bond hat keine laufenden Coupons und wird im Wesentlichen über Diskontierung bis Maturity bewertet. Damit adressiert man reine Discount-Factor-Validierung und einfache Kurvensensitivität.
CallableBondEin Callable Bond gibt dem Emittenten das Recht, vor Endfälligkeit zurückzuzahlen. Damit adressiert man Optionalität in Rates-Produkten, benötigt aber Call Schedule und Optionality-Model-Evidenz für uneingeschränkte Nutzung.
ConvertibleBondEin Convertible Bond kombiniert Bond-Cashflows mit einem Equity Conversion Feature. Damit adressiert man hybrides Rates/Equity-Risiko und benötigt sowohl Bond-Inputs als auch equity-option-ähnliche Inputs.

Voraussetzungen

DatenBenötigt für
Discount curvePricing, PV01, Szenariobewertung und VaR.
Cashflow schedule fieldsCoupon Dates, Maturity, Day Count und Frequency.
Settlement conventionClean/dirty Price und Accrued Interest.
Credit/spread curveWenn Spread Discounting oder Credit Valuation aktiv ist.
Optionality dataCallable und Convertible Features.
Equity dataConvertible Conversion Feature.

Fixed-rate bond Beispielfelder

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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-BOND-FIXED-001
InstrumentFixedRateBond
AssetklasseRates
WährungEUR
Notional1.000.000
Coupon3,00%
Issue date2026-01-01
Maturity2031-01-01
Coupon frequencyAnnual
Day countActual360
Business day conventionModifiedFollowing
Model hintQLNet FixedRateBond + DiscountingBondEngine

Data Quality

Typische Bond-DQ-Prüfungen sind positive Notional, Maturity nach Issue Date, gültiger Coupon, Discount-Curve-Mapping und benötigte Marktdatenreferenzen.

Rates: Interest Rate Swaps

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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
InterestRateSwapVanilla fixed-vs-floating IRS.Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.
NonMaturingDepositEinlage ohne vertragliche Endfälligkeit.IRRBB, Pricing, Cashflows, Sensis, VaR, DQ mit Verhaltensannahmen.

Instrumentbeschreibung

Instrument typeBeschreibung
InterestRateSwapEin Interest Rate Swap tauscht feste und variable Zinscashflows. Damit adressiert man Hedge-Bewertung, Fixed/Floating Curve Setup, Swap-PV01, Key-Rate-Sensitivität und IR Historical Simulation.
NonMaturingDepositEin Non-Maturity Deposit modelliert stabile und nicht stabile Einlagenbestände ohne vertragliche Fälligkeit. Damit adressiert man IRRBB-EVE, Behavioral Maturity, Core-Balance-Caps, Runoff-Cashflows und optionalen Zero-Floor-Vega. Details stehen im Artikel Non-Maturity Deposits.

Voraussetzungen

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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

DatenBenötigt für
Discount curveDiskontierung beider Legs.
Forward curveFloating Leg Projection.
Fixed leg frequencyFixed Coupon Schedule.
Floating leg frequencyReset- und Payment-Schedule.
Fixed rate und spreadCoupon Economics.
Swap directionPayer- oder Receiver-Interpretation.
NMD segment und runoff profileFür NMDs: Segment-Cap, Core Balance, gewichtete Laufzeit und Cashflow-Verteilung.
Normal-volatility surfaceFür NMDs mit aktivem Floor: gemappte Normal-Volatilitätsfläche, kein instrument-lokaler Ersatz.

IRS Beispielfelder

cenaryx.euSeite 104© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-IRS-PAYER-ANNUAL-001
Trade nameIRS/EUR/PAYER/5Y/ANN-3M
InstrumentInterestRateSwap
WährungEUR
Notional1.000.000
Swap typePayer
Fixed frequencyAnnual
Floating frequencyQuarterly
Fixed rate2,25%
Spread0,10%
Issue date2026-02-15
Maturity2031-01-15
Day count30E/360 fixed; Actual/360 floating

Rates: Caps, Floors und Collars

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
VanillaCapFloorZins-Cap oder Floor.Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.
VanillaCollarCollar-Struktur.Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.
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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrumentbeschreibungen

Instrument typeBeschreibung
VanillaCapFloorEin Cap oder Floor ist ein Strip von Optionlets auf einen variablen Zinsindex. Damit adressiert man Zinsoptionalität, Optionlet-Volatilität, vega-sensitive Bewertung und nichtlineares IR-Szenariorisiko.
VanillaCollarEin Collar kombiniert Cap und Floor, um Floating-Rate-Exposure in einem Korridor zu begrenzen. Damit adressiert man Hedging-Strukturen, in denen Aufwärts- und Abwärtsbewegungen durch zwei Strikes begrenzt sind.

Voraussetzungen

DatenBenötigt für
Discount curvePV-Diskontierung.
Forward curveFloating Index Projection.
Cap/floor volatilityOptionlet-Bewertung.
StrikeCap/Floor Strike.
Floating frequencyOptionlet Schedule.
Low/high barrierCollar-Unter- und Obergrenze.

Cap Beispielfelder

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-CAP-3Y-ATM-001
Trade nameCAP/EUR/3Y/ATM
InstrumentVanillaCapFloor
WährungEUR
Notional1.000.000
Cap/floor typeCap
Strike2,00%
Floating frequencyQuarterly
Issue date2026-02-15
Maturity2029-02-15
Day countActual360
Volatility25,00%

Rates: Bond Futures

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
BondFutureRates Future mit Deliverable Basket.CTD Basket, Pricing, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.

Instrumentbeschreibung

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeBeschreibung
BondFutureEin Bond Future ist ein standardisierter Futures-Kontrakt mit lieferbarem Anleihekorb. Damit adressiert man Futures Pricing, Cheapest-to-Deliver Auswahl, Conversion Factors und Rates-Szenarioexposure.

Bond Future Beispielfelder

FeldWert
Trade idVAL-FUT-BUND-SEP26-001
Trade nameFUT/BOND/BUND/202609
InstrumentBondFuture
WährungEUR
Notional100.000
Futures price112,50
Strike/reference price112,50
Maturity2026-09-18
Model hintCTD basket bond future validation model

Equity: Stocks, Indices, Options und Futures

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
StockListed Equity Position.Quote Pricing und Scenario Readiness.
EquityIndexEquity Index Exposure.Quote Pricing und Scenario Readiness.
EuropeanVanillaOptionEuropäische Calls/Puts.Pricing, Cashflows, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.
EquityFutureCost-of-carry Equity Future.Pricing, Sensis, Scenarios, VaR, DQ.

Instrumentbeschreibungen

Instrument typeBeschreibung
StockEine Stock-Position ist direktes Exposure auf einen Equity-Spotpreis. Damit adressiert man einfache Quote-Bewertung, Quantity Scaling, Equity-Schocks und Equity-PnL-Vektoren.
EquityIndexEine Equity-Index-Position referenziert einen Indexstand statt eines einzelnen Emittenten. Damit adressiert man Index-Quote-Bewertung, breite Marktschocks und indexbasiertes Szenarioexposure.
EuropeanVanillaOptionEine europäische Vanilla Option gibt das Recht, den Underlying bei Fälligkeit zu kaufen oder zu verkaufen. Damit adressiert man Option Pricing, Delta/Gamma/Vega-Risiko, Vol-Surface-Mapping und nichtlineare Szenariobewertung.
EquityFutureEin Equity Future ist ein forward-ähnliches Exposure auf einen Equity-Underlying mit standardisierter Fälligkeit. Damit adressiert man Cost-of-Carry Pricing, Forward-Level-Checks und Equity-Szenario-PnL.

Voraussetzungen

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

DatenBenötigt für
Underlying spotBewertung, Delta/Gamma-Risiko.
Strike und expiryPayoff-Definition.
Volatility surface oder flat volPricing und Vega-Risiko.
Risk-free curveDiskontierung und Forward.
Dividend yield oder Forward AdjustmentEquity Option Forward.
Equity, IR und Vol ShocksVollständige Scenario/VaR-Abdeckung.

European option Beispielfelder

cenaryx.euSeite 110© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-OPT-CALL-ATM-001
Trade nameOPT/EUR/CALL/ATM
InstrumentEuropeanVanillaOption
WährungEUR
Notional10.000
Option typeCall
MoneynessATM
Spot100,00
Strike100,00
Volatility20,00%
Dividend yield0,00%
Risk-free rate2,00%
Maturity2027-01-15

Exotic Options

Readiness Coverage umfasst BarrierOption, DoubleBarrierOption, AsianOption, DigitalOption, FixedLookbackOption, LookbackOption, PartialFixedLookbackOption, PartialFloatingLookbackOption, HolderExtensibleOption, MagrabeOption, SimpleChooserOption und ComplexChooserOption.

Instrumentbeschreibungen

cenaryx.euSeite 111© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeBeschreibung
BarrierOptionEine Barrier Option wird aktiviert oder gelöscht, wenn der Underlying eine Barriere erreicht. Damit adressiert man pfadabhängige Optionalität und Barrier-Level-Daten.
DoubleBarrierOptionEine Double-Barrier Option hat untere und obere Barrier-Bedingungen. Damit adressiert man begrenzte pfadabhängige Payoffs und Sensitivität zur Barrier-Platzierung.
AsianOptionEine Asian Option nutzt einen Durchschnittskurs statt nur den Terminalpreis. Damit adressiert man Averaging-Period-Konfiguration und geringere Abhängigkeit von einer einzelnen Endbeobachtung.
DigitalOptionEine Digital Option zahlt einen festen Betrag, wenn eine Bedingung erfüllt ist. Damit adressiert man diskontinuierliches Payoff-Verhalten und hohe Sensitivität um den Strike.
FixedLookbackOptionEine Fixed-Strike Lookback Option hängt vom besten oder schlechtesten beobachteten Underlying-Level ab. Damit adressiert man Observation-Window Setup und pfadabhängige Extrema.
LookbackOptionEine Floating-Strike Lookback Option setzt den effektiven Strike aus den beobachteten Pfadextrema. Damit adressiert man Floating-Payoff-Definition und historische Pfaderfassung.
PartialFixedLookbackOptionEine Partial Fixed Lookback beobachtet Extrema nur in einer definierten Teilperiode. Damit adressiert man Produkte, bei denen Pfadabhängigkeit vor Endfälligkeit beginnt oder endet.
PartialFloatingLookbackOptionEine Partial Floating Lookback kombiniert Floating-Strike-Verhalten mit begrenztem Beobachtungsfenster. Damit adressiert man spezialisierte pfadabhängige Payoff-Validierung.
HolderExtensibleOptionEine Holder Extensible Option erlaubt dem Holder, die Option unter definierten Bedingungen zu verlängern. Damit adressiert man Extension Rights und bedingtes Maturity-Verhalten.
MagrabeOptionEine Margrabe Option tauscht ein Asset gegen ein anderes. Damit adressiert man Zwei-Underlying-Exposure, relative Volatilität und korrelationssensitives Payoff-Verhalten.
SimpleChooserOptionEine Simple Chooser Option erlaubt die Wahl, ob das Produkt Call oder Put wird. Damit adressiert man Choice-Date-Konfiguration und kombinierte Call/Put-Optionalität.
ComplexChooserOptionEine Complex Chooser Option erlaubt reichere Call/Put-Wahlbedingungen, etwa unterschiedliche Strikes oder Expiries. Damit adressiert man Multi-Parameter-Chooser-Payoff-Validierung.

Exotic Options benötigen zusätzlich produktspezifische Felder wie Barrier Levels, Averaging Period, Observation Dates, Extension Terms oder zweiten Underlying. Wenn diese Felder nicht produktiv angebunden sind, muss die Validierung Einschränkungen zeigen.

Exotic Option Beispielkonfigurationen

Diese Exotic Option Types sind aktuell im Validation Portfolio vertreten.

cenaryx.euSeite 112© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Trade idTrade nameInstrument typeOptionMoneynessStrikeVolatilityWas adressiert wird
VAL-EXOTIC-BARRIER-001OPT/EUR/BARRIER/DOWN-OUT-CALLBarrierOptionCallOTM110.00.24Single-Barrier Aktivierung oder Knock-out.
VAL-EXOTIC-DOUBLE-BARRIER-001OPT/EUR/DOUBLE-BARRIER/KNOCK-OUT-CALLDoubleBarrierOptionCallATM100.00.24Untere und obere Barrier-Bedingung.
VAL-EXOTIC-ASIAN-001OPT/EUR/ASIAN/AVG-PRICE-CALLAsianOptionCallATM100.00.22Average-Price Payoff und Averaging Period.
VAL-EXOTIC-DIGITAL-001OPT/EUR/DIGITAL/CASH-OR-NOTHINGDigitalOptionCallATM100.00.20Binärer Payoff um den Strike.
VAL-EXOTIC-LOOKBACK-FIXED-001OPT/EUR/LOOKBACK/FIXED-STRIKEFixedLookbackOptionCallATM100.00.26Fixed-Strike Pfadextrema.
VAL-EXOTIC-LOOKBACK-FLOATING-001OPT/EUR/LOOKBACK/FLOATING-STRIKELookbackOptionCallATM100.00.26Floating-Strike Pfadextrema.
VAL-EXOTIC-LOOKBACK-PARTIAL-FIXED-001OPT/EUR/LOOKBACK/PARTIAL-FIXEDPartialFixedLookbackOptionCallATM100.00.27Fixed Lookback mit begrenztem Beobachtungsfenster.
VAL-EXOTIC-LOOKBACK-PARTIAL-FLOATING-001OPT/EUR/LOOKBACK/PARTIAL-FLOATINGPartialFloatingLookbackOptionCallATM100.00.27Floating Lookback mit begrenztem Beobachtungsfenster.
VAL-EXOTIC-HOLDER-EXTENSIBLE-001OPT/EUR/HOLDER-EXTENSIBLE/CALLHolderExtensibleOptionCallATM100.00.23Verlängerungsrecht des Holders.
VAL-EXOTIC-MAGRABE-001OPT/EUR/MAGRABE/EXCHANGEMagrabeOptionCallATM100.00.25Exchange Option auf zwei Assets.
VAL-EXOTIC-CHOOSER-SIMPLE-001OPT/EUR/CHOOSER/SIMPLESimpleChooserOptionCallATM100.00.21Wahl zwischen Call und Put am Decision Date.
VAL-EXOTIC-CHOOSER-COMPLEX-001OPT/EUR/CHOOSER/COMPLEXComplexChooserOptionCallATM100.00.21Erweiterte Chooser-Bedingungen mit mehreren Payoff-Parametern.

Gemeinsame Konfigurationsfelder dieser Beispiele:

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldGemeinsamer Wert
AssetklasseEquity
WährungEUR
Notional10.000
Spot100,00
Risk-free rate2,00%
Dividend yield0,00%
Issue date2026-01-15
Maturity2027-01-15
Day countActual360
Business day conventionModifiedFollowing

Produktspezifische Felder wie Barriers, Observation Windows, Averaging Dates, Extension Terms, zweiter Underlying und Chooser Decision Dates müssen in produktiven Stammdaten vorhanden sein, wenn das Produktionsmodell sie benötigt.

FX

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
CurrencyPairSpot FX Quote Exposure.Quote Pricing und Scenario Readiness.
FxForwardFX Forward.Domestic/foreign Discounting, Scenarios, VaR.

Instrumentbeschreibungen

cenaryx.euSeite 114© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeBeschreibung
CurrencyPairEin Currency Pair repräsentiert Spot-FX-Exposure zwischen zwei Währungen. Damit adressiert man FX-Quote-Validierung, Umrechnungskurse und FX-Schockwirkung.
FxForwardEin FX Forward fixiert einen Wechselkurs für einen zukünftigen Settlement-Termin. Damit adressiert man Domestic/Foreign Discounting, Forward Points und FX-Szenarioexposure.

FX Forward Beispielfelder

FeldWert
Trade idVAL-FWD-FX-EURUSD-6M-001
Trade nameFWD/FX/EURUSD/6M
InstrumentFxForward
WährungEUR
Notional1.000.000
Spot1,0825
Forward/strike1,0900
Domestic rate2,25%
Foreign rate4,75%
Maturity2026-09-18

Commodity

cenaryx.euSeite 115© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeUse caseAktueller Validierungsfokus
CommodityCommodity Quote Exposure, z. B. Brent.Quote Pricing und Scenario Readiness.

Instrumentbeschreibung

Instrument typeBeschreibung
CommodityEine Commodity-Position referenziert einen Commodity Spot oder Marktquote, z. B. Brent. Damit adressiert man Commodity-Quote-Bewertung, Quantity Scaling und Commodity-Szenarioschocks.

Commodity Beispielfelder

FeldWert
Trade idVAL-BASIC-CMDTY-BRENT-001
Trade nameCMDTY/BRENT
InstrumentCommodity
WährungUSD
Quantity1.000
Spot82,35

Inflation

Implementierte Inflationsinstrumente umfassen CPI, HICP Zero-Coupon und HICP Year-on-Year Produkte.

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CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeFamilieUse case
CPIBondCPICPI-linked Bond.
CPISwapCPICPI Swap.
HICPZCBondHICP Zero-CouponHICP Zero-Coupon Bond.
HICPZCCapFloorHICP Zero-CouponZero-Coupon Inflation Cap/Floor.
HICPYYBondHICP Year-on-YearYear-on-Year Inflation Bond-like Position.
HICPYYCapHICP Year-on-YearYear-on-Year Inflation Cap.
HICPYYFloorHICP Year-on-YearYear-on-Year Inflation Floor.

Instrumentbeschreibungen

Instrument typeBeschreibung
CPIBondEin CPI Bond bindet Bond-Cashflows oder Principal an einen Verbraucherpreisindex. Damit adressiert man CPI-Fixing-Nutzung, Base-Index-Behandlung und inflationsgebundene Bond-Bewertung.
CPISwapEin CPI Swap tauscht feste oder nominale Zahlungen gegen CPI-gebundene Inflationszahlungen. Damit adressiert man Inflation-Swap-Kurven, Indexprojektion und CPI-Payoff-Validierung.
HICPZCBondEin HICP Zero-Coupon Bond nutzt kumulierte HICP-Inflation von Base Date bis Maturity. Damit adressiert man Zero-Inflation-Curve Construction und finalen Inflations-Uplift.
HICPZCCapFloorEin HICP Zero-Coupon Cap/Floor legt Optionalität auf kumulierte Inflation über die Laufzeit. Damit adressiert man Inflationsoptionalität, Zero-Coupon-Inflationsvolatilität und Strike-Validierung.
HICPYYBondEine HICP Year-on-Year bond-like Position referenziert jährliche Inflationsänderungen. Damit adressiert man YoY-Indexbehandlung und wiederkehrende inflation-linked Cashflows.
HICPYYCapEin HICP Year-on-Year Cap begrenzt jährliches Inflations-Exposure oberhalb eines Strikes. Damit adressiert man YoY-Inflationsoptionalität und caplet-artige Inflationsvolatilität.
HICPYYFloorEin HICP Year-on-Year Floor schützt gegen jährliche Inflation unterhalb eines Strikes. Damit adressiert man Downside-Inflationsoptionalität und floorlet-artige Payoff-Validierung.

CPI vs Zero-Coupon vs Year-on-Year

cenaryx.euSeite 117© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FamilieIndexinterpretation
CPINutzt CPI Index Levels und Base CPI für index-linked Payments.
HICP Zero-CouponNutzt kumulierte Inflationsratio zwischen Base und Maturity Observation.
HICP Year-on-YearNutzt jährliche Inflationsraten zwischen aufeinanderfolgenden Beobachtungsperioden.

Zero-Coupon- und Year-on-Year-Inflationsindizes nicht mischen. Curve Construction, Fixings und Payoff-Konventionen unterscheiden sich.

Voraussetzungen

DatenBenötigt für
Inflation index idBeispiel EUR_CPI oder EUR_HICPXT.
Base CPIStart-Indexlevel.
Observation lagTypischer Lag, z. B. drei Monate.
Inflation fixingsHistorische Indexstände.
Zero inflation curveZero-Coupon-Produkte.
YoY inflation curveYear-on-Year-Produkte.
Nominal discount curveDiskontierung.
Inflation volatilityInflation Cap/Floor Optionalität.

HICP zero-coupon cap/floor Beispielfelder

cenaryx.euSeite 118© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-INF-HICPZC-CAPFLOOR-001
Trade nameINF/HICPZC/CAPFLOOR/5Y
InstrumentHICPZCCapFloor
WährungEUR
Notional1.000.000
Inflation indexEUR_HICPXT
Base CPI100,00
Observation lag3 Monate
Cap/floor typeCap
Strike2,00%
Issue date2026-02-15
Maturity2031-02-15
Day countActual365Fixed
Volatility1,00%

HICP year-on-year cap Beispielfelder

cenaryx.euSeite 119© 2026 CENARYX
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Instruments

Implementierte Instrumenttypen

FeldWert
Trade idVAL-INF-HICPYY-CAP-001
Trade nameINF/HICPYY/CAP/5Y
InstrumentHICPYYCap
WährungEUR
Notional1.000.000
Inflation indexEUR_HICPXT
Base CPI100,00
Observation lag3 Monate
Cap/floor typeCap
Strike2,50%
Fixed frequencyAnnual
Floating frequencyAnnual
Maturity2031-02-15

Hybrid und Convertibles

Instrument typeAsset classUse case
ConvertibleBondHybridBond mit Equity Conversion Feature.

Instrumentbeschreibung

cenaryx.euSeite 120© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Implementierte Instrumenttypen

Instrument typeBeschreibung
ConvertibleBondEin Convertible Bond ist ein Schuldinstrument mit eingebettetem Recht zur Umwandlung in Equity. Damit adressiert man Credit/Rates-Cashflows und Equity-Optionalität in einem Produkt, daher müssen Bond- und Optiondaten valide sein.

Convertible Bonds benötigen Rates-/Bond-Daten und Equity-Option-Daten. Dazu gehören Discount Curve, Bond Schedule, Conversion Ratio oder Strike, Underlying Equity, Volatility und optionale Call/Put Features. Aktuelle Validierung ist als Readiness Coverage zu lesen, sofern keine explizite ausführbare Evidenz gezeigt wird.

Empfohlene Praxis

Beim Anlegen oder Prüfen einer Position:

  • Kanonischen Instrument Type bestätigen.
  • Assetklasse gegen die Risikotreiber prüfen.
  • Erforderliche Marktdaten-Mappings prüfen.
  • DQ Findings vor Nutzung der Bewertung prüfen.
  • Im Validation Dashboard prüfen, ob Evidenz für die benötigte Capability existiert.
  • Readiness-only oder inventory-only Instrumente als eingeschränkt behandeln, bis Produktionsevidenz angebunden ist.
cenaryx.euSeite 121© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Non-Maturity Deposits

NMD-Annahmen, Runoff, Floor-Volatilität, Sensitivitäten und Validierungschecks

Zweck

Non-Maturity Deposits (NMDs) modellieren Einlagen ohne vertragliche Endfälligkeit. Das Portal verwendet sie für IRRBB-nahe Bankbuchsicht, Sensitivitäten und historische Simulationen, wenn der wirtschaftliche Repricing-Zeitpunkt nicht aus einem vertraglichen Maturity Date abgeleitet werden kann.

NMDs sind keine normalen Term Deposits. Der Wert hängt von Verhaltensannahmen, Core-Balance-Caps, Runoff-Profil, Kundensatz, Marktzins und optionaler Zero-Floor-Komponente ab.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
SegmentKundensegment wie Retail Transactional, Retail Non-Transactional oder Wholesale. Steuert Core-Balance- und Laufzeit-Caps.
CurrentBalanceAktueller Einlagenbestand. Das ist die ökonomische Ausgangsgröße.
StableBalanceRatioAnteil des Bestands, der als stabil modelliert werden kann, bevor regulatorische Caps angewendet werden.
PassThroughRateAnteil der Marktzinsbewegung, der an den Kundensatz weitergegeben wird. Niedriger Pass-through erhöht typischerweise die ökonomische Stabilität.
DepositRateAktueller Kundensatz der Einlage.
FloorStrikeStrike der optionalen Kundensatz-Floor-Komponente. Für Zero-Floor-NMDs ist der Strike typischerweise 0.0.
IncludeFloorValueAktiviert die optionale Floor-Bewertung. Dafür ist eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche erforderlich.
RunoffProfileZeitgewichtete Abflussannahmen für den stabilen Anteil. Daraus ergeben sich Cashflows und gewichtete durchschnittliche Laufzeit.

Segment-Caps

cenaryx.euSeite 122© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Non-Maturity Deposits

SegmentMaximaler Core-AnteilMaximale durchschnittliche Laufzeit
Retail transactional90%5.0Y
Retail non-transactional70%4.5Y
Wholesale50%4.0Y

Die tatsächliche Core Balance ist der kleinere Wert aus angenommener stabiler Balance und Segment-Cap. Nicht-Core-Bestände werden ökonomisch kurzlaufend beziehungsweise overnight interpretiert.

Bewertungslogik

Die deterministic NMD-Komponente bewertet die modellierten Runoff-Cashflows über die relevante Diskontkurve. Optional wird eine Kundensatz-Floor-Komponente als Normal-/Bachelier-Option berücksichtigt.

KomponenteInterpretation
Core runoff PVBarwert der stabilen Einlagen-Cashflows entlang des Runoff-Profils.
Non-core treatmentKurzfristiges oder overnight Repricing des nicht stabilen Anteils.
Floor valueWert des eingebetteten Floors, wenn IncludeFloorValue aktiv ist.
Total PVSumme aus deterministischer Einlagenkomponente und optionalem Floor-Beitrag gemäß Modellkonvention.

Für die Floor-Komponente wird eine gemappte Normal-Volatilitätsfläche verwendet. Ein lokaler Skalar im Instrument ersetzt diese Fläche nicht. Wenn IncludeFloorValue aktiv ist und keine passende Fläche vorhanden ist, ist das ein Data-Quality- oder Mapping-Problem und kein valider Null-Vega-Fall.

Marktdaten und Risikofaktoren

cenaryx.euSeite 123© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Non-Maturity Deposits

MarktdatumBenötigt für
Discount curvePV, IR-Sensitivität, IRRBB-EVE und historische Simulation.
Normal-volatility point surfaceFloor-Wert, Vega, volatilitätsgetriebene VaR-Beiträge.
Surface node quotesHistorische Shock-Vektoren und Szenariobewertung.
Risk-factor mappingVerbindung zwischen Oberfläche, Benchmarks und Sensitivitäts-/VaR-Faktoren.

Für NMD-Floor-Vega sollte ein gemappter Volatilitätsfaktor wie EUR/IR/NORMALVOL.Shift.1Y erscheinen. Instrument-lokale synthetische Faktoren wie .../NMD_NORMAL_VOL... sind kein erwarteter Produktionspfad.

Sensitivitäten und VaR

ErgebnisRichtige Interpretation
PV01 / IR DeltaWertänderung aus Diskontkurve und Repricing-Duration des Runoff-Profils.
IrVegaWertänderung aus der Normal-Volatilitätsfläche für die Floor-Komponente.
VaRHistorische Revaluation über Kurven- und Volatilitätsfaktoren, wenn die Oberfläche in der Szenariohistorie vorhanden ist.
Zero VegaNur plausibel, wenn Floor deaktiviert ist, die Option wertlos ist oder das Exposure tatsächlich außerhalb der gemappten Surface-Nodes liegt. Bei aktivem Floor zuerst Surface Mapping prüfen.

NMD-Vega verwendet den Floor Strike, nicht einen generischen ATM-Strike. Für Zero-Floor-NMDs ist das normalerweise 0.0. Wenn Sensitivität und Pricing unterschiedliche Strikes verwenden, kann das Ergebnis fälschlich null erscheinen.

Validierungschecks

cenaryx.euSeite 124© 2026 CENARYX
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Instruments

Non-Maturity Deposits

CheckBedeutung
Positive balanceBestand muss positiv und wirtschaftlich sinnvoll sein.
Segment capCore Balance darf das Segment-Cap nicht überschreiten.
Average maturity capRunoff-Profil darf die zulässige durchschnittliche Laufzeit nicht überschreiten.
Runoff profileGewichte, Termine und Restbestand müssen konsistent sein.
Curve mappingWährung und Diskontkurve müssen zur Position passen.
Vol surface mappingBei aktivem Floor muss eine Normal-Volatilitätsfläche vorhanden sein.
Scenario coverageVaR und Sensitivitäten benötigen historische Werte für die verwendeten Risikofaktoren.

Häufige Probleme

ProblemWahrscheinliche UrsacheAktion
NMD fehlt in Instrument ValidationInstrumenttyp, Feature-Mapping oder Seed-Daten fehlen.Instrumenttyp und Feature-Daten prüfen.
PV vorhanden, Vega nullFloor deaktiviert, fehlende Vol-Fläche oder falscher Strike im Risikofaktorpfad.IncludeFloorValue, Surface Mapping und FloorStrike prüfen.
VaR bricht mit fehlendem Faktor abOberfläche oder Risk-Factor-Group ist nicht konsistent gemappt.Quotable Factor, Surface Name und Scenario History vergleichen.
EVE wird von NMD dominiertCore-Anteil oder WAL ist hoch.Segment-Cap, Stable Balance Ratio und Runoff-Profil prüfen.
Ergebnisse springen nach Marktdaten-ReloadSurface Nodes oder historische Quotes haben sich geändert.verwendete Benchmarks und Valuation Date vergleichen.
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Instruments

Optionen und Volatilität

Wie Optionsergebnisse von Volatilität und Modellinputs abhängen

Zweck

Optionswerte hängen von Underlying-Level, Strike, Zeit bis Expiry, Zinsen, Dividenden oder Forwards und Volatilität ab.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
StrikeAusübungspreis oder Ausübungslevel.
ExpiryDatum der Ausübung oder Beobachtung.
VolatilitätMarktdateninput für das Optionsmodell.
Delta, Vega, GammaSensitivitäten auf Underlying, Volatilität und Krümmung.

Ergebnisinterpretation

Optionen nahe am Strike reagieren häufig besonders stark auf Volatilität und Underlying-Bewegungen. Deep-in-the-money Optionen können sich ähnlich wie das Underlying verhalten.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Vol fehltErforderlicher Expiry/Strike-Punkt fehlt.Abdeckung der Volatilitätsfläche prüfen.
Sehr hohe VegaExpiry, Quantity oder Vol-Konvention kann falsch sein.Input-Einheiten und Positionsgröße prüfen.
Intrinsic Value wirkt falschOptionstyp oder Buy/Sell-Richtung kann falsch sein.Call/Put und Richtung prüfen.
cenaryx.euSeite 126© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Inflationsprodukte

Konventionen für YoY- und Zero-Coupon-Inflationsprodukte

Zweck

Inflationsprodukte hängen von Indexkonventionen, Observation Lag, Fixings und Inflationskurven ab. YoY- und Zero-Coupon-Inflation dürfen nicht als identische Indexexponierung interpretiert werden.

YoY versus Zero-Coupon

ProdukttypInterpretation
Year-on-year InflationCoupon hängt von Inflation über eine einjährige Beobachtungsperiode ab.
Zero-coupon InflationPayoff hängt von kumulierter Inflation zwischen Base Date und Maturity ab.
Inflation Cap/FloorOptionaler Payoff auf Inflationsrate oder Indexratio.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
IndexCPI, HICP oder andere Inflationsindexfamilie.
Observation LagVerzögerung zwischen Valuation/Payment Date und beobachtetem Indexdatum.
Base CPIStartwert für ratio-basierte Payoffs.
FixingsHistorisch beobachtete Indexwerte.

Häufige Probleme

cenaryx.euSeite 127© 2026 CENARYX
CENARYX
Instruments

Inflationsprodukte

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Falsche GrößenordnungYoY- und Zero-Coupon-Konvention können vermischt sein.Produktfamilie und Indexkurve prüfen.
Fixing fehltBeobachtungsdatum hat keinen Indexwert.Fixing-Kalender und Lag prüfen.
Options-PV ist nullVolatilität oder Modellinput für Inflation Optionality fehlt.Inflation Vol und Kurvensetup prüfen.
cenaryx.euSeite 128© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Report Framework

Definitions, Sections, Exposure Selections, Subscriptions und Artifacts

Zweck

Das Report Framework fasst Portfolio-, Marktrisiko-, PnL-, Cashflow-, Sensitivitäts-, Limit- und Provision-Informationen in einem kontrollierten Fachreport zusammen. Es unterstützt tägliche Reviews, Sign-off-Vorbereitung und Verteilung an Desks, Books oder Portfolios. Der Report ersetzt keine Bewertungs- oder Risikoworkflows; er liest persistierte Ergebnisse und stellt sie in einer einheitlichen Reporting-Struktur dar.

Zentrale Konzepte

KonzeptBedeutung
Report DefinitionWiederverwendbare Report-Vorlage, zum Beispiel Daily Market Risk Report.
Report SectionBenannter Block im Report, zum Beispiel PnL Summary, VaR Table, Sensitivities oder Provisions.
Exposure SelectionGespeicherter Filter, der definiert, welche fachliche Scope oder Ergebnisquelle verwendet wird.
Report ArtifactErzeugte Ausgabedatei, typischerweise ein PDF oder ein anderer gespeicherter Report-Artefakt.
Recipient GroupGepflegte Empfängerliste für To, Cc und Bcc.
SubscriptionRegel, die Report, Scope, Empfänger, Delivery Format und Schedule verbindet.
CommentFachlicher Kommentar zu einem erzeugten Report oder Review-Zyklus.

Typischer Ablauf

  • Report-Vorlage und benötigte Sections definieren.
  • Fachlichen Scope konfigurieren: Group, Desk, Book, Portfolio oder Instrument.
  • Reference Date, Reporting Currency und Model auswählen.
  • Report View erzeugen oder öffnen.
  • PnL Summary, VaR/ES-Ergebnisse, Sensitivitäten, Cashflow Buckets und Provisions prüfen.
  • Kommentare für Erklärungen, Breaches, fehlende Daten oder manuelle Anpassungen ergänzen.
  • Artifact speichern und über die konfigurierte Subscription verteilen, wenn der Report freigegeben ist.
cenaryx.euSeite 129© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Report Framework

Report Definitions

Report Definitions beschreiben Identität und Standardverhalten eines Reports. Die Definition sollte stabil und fachlich lesbar sein. Typische Felder sind Display Name, Report Type, Default Currency, Active Flag und Description.

FeldBedeutung
NameTechnischer Identifier zur Report-Anforderung. Stabil halten.
Display NameSichtbarer Report-Titel.
Report TypeFachliche Familie, zum Beispiel MarketRisk.
Default CurrencyWährung, falls keine Reporting Currency explizit gewählt ist.
Is ActiveSteuert, ob die Definition operativ verwendet werden soll.
DescriptionFachliche Erklärung von Scope und Zweck.

Report Sections

Sections definieren, was im Report erscheint und in welcher Reihenfolge. Eine Section kann Tabelle, Summary, Chart, Textblock oder query-basierter Ergebnisblock sein. Sections sollten klein genug sein, um unabhängig geprüft werden zu können.

cenaryx.euSeite 130© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Report Framework

FeldBedeutung
KeyStabiler Section-Identifier innerhalb der Report Definition.
TitleAngezeigter Titel.
Sort OrderReihenfolge im Report.
Section TypeDarstellungsart, zum Beispiel Table, Summary oder Text.
Query TargetErgebnisquelle, die abgefragt wird.
DimensionsGruppierungsfelder wie Desk, Book, Portfolio oder Risk Factor Group.
MeasuresKennzahlen wie PnL, VaR, ES oder PV.
Filter BodyOptionaler Filterausdruck für die Section.
Having BodyOptionaler Filter nach Aggregation.
Display OptionsJSON-basierte Anzeigehinweise wie Formatierung oder Tabellenoptionen.

Häufige Report Sections

cenaryx.euSeite 131© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Report Framework

SectionWas geprüft werden sollte
Executive SummaryGesamtstatus, Schlüsselzahlen und Kommentare.
PnL SummaryGross PnL, MtD, YtD, Provision-Bewegungen und Net PnL after Provisions.
Value at RiskVaR, ES sowie Worst/Best Scenario Measures nach Assetklasse und Total.
SensitivitiesRisk-Factor-Exposure, Tenor-Struktur, Veränderungen und Limit Usage.
Cashflow BucketsZukünftige Cashflows und Present Value nach Laufzeitbucket.
ProvisionsManuelle oder kontrollierte Adjustments und deren diskontierte Present Values.
Limit UtilizationExposure gegen Limit, Usage Percentage und Breach Status.

Exposure Selections

Exposure Selections machen Report-Filter wiederverwendbar und auditierbar. Sie sollten fachliche Absicht ausdrücken, nicht temporäre Screen-Filter. Eine Selection kann beispielsweise alle Positionen eines Desks, eine Produktfamilie, ein Reporting-Portfolio oder Ergebnisse aus einer bestimmten Data Source beschreiben.

FeldBedeutung
NameStabiler Selection-Name.
DescriptionWarum die Selection existiert und wer sie verantwortet.
Filter BodyFilterlogik auf der Report-Quelle.
Applies To Data SourcesData Sources, für die die Selection sinnvoll ist.
Is ActiveOb die Selection für neue Reports genutzt werden darf.

Subscriptions und Recipients

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Reporting

Report Framework

Subscriptions verbinden Reports mit Delivery-Verhalten. Recipient Groups sollten zentral gepflegt werden, damit dieselbe Gruppe über Desks und Books wiederverwendet werden kann. Direct Recipients sollten nur für Ausnahmen genutzt werden.

FeldBedeutung
LevelScope Level, zum Beispiel Group, Desk oder Book.
Group / Desk / BookScope-Werte der Subscription.
Recipient GroupsBenannte Empfängergruppen für Distribution.
Direct RecipientsZusätzliche direkte Empfänger.
Send WhenManuelles oder geplantes Senden.
Delivery FormatLink, Attachment oder anderes konfiguriertes Delivery-Format.
Attach PDFOb ein PDF Artifact angehängt wird, wenn es verfügbar ist.
Schedule CronOptionaler Schedule-Ausdruck für automatische Verteilung.

Artifacts und Kommentare

Artifacts sind gespeicherte Report-Ausgaben. Ein Report Artifact ist eine Point-in-Time-Sicht auf Report Context, Reference Date und verfügbare Daten zum Erzeugungszeitpunkt. Kommentare sollten klarstellen, ob ein Effekt aus Marktbewegung, Datenproblem, Modelllimitation, operativer Ausnahme oder manueller Anpassung stammt.

Ergebnisinterpretation

Reports kombinieren Daten aus mehreren Workflow-Ergebnissen. Eine fehlende Section bedeutet meist, dass die zugrunde liegende Quelle für Reference Date, Model oder Scope nicht verfügbar war. Ein Nullwert ist nicht automatisch fehlende Datenqualität; prüfen Sie Section Status, Kommentare, DQ Findings und den Simulation State.

Häufige Probleme

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Reporting

Report Framework

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Leere Report SectionQuelldaten fehlen für Scope oder Datum.Workflow Completion und Model prüfen.
Unerwartete WährungReporting Currency weicht von Source Currency ab.Currency-Auswahl und FX-Marktdaten prüfen.
PDF Artifact fehltReport View existiert, aber Rendering hat kein Artifact erzeugt.Neu erzeugen oder Artifact Status prüfen.
Empfänger fehltSubscription nutzt Recipient Groups, nicht beliebige Screen-User.Recipient Group prüfen.
Section-Reihenfolge falschSort Order oder Active-Flag der Section ist falsch.Report Sections in der Definition prüfen.
Zahlen weichen vom Dashboard abDashboard und Report verwenden unterschiedliche Filter.Reference Date, Level, Model und Currency vergleichen.

Empfohlene Praxis

Report Definitions stabil halten und Änderungen über Description und Kommentare nachvollziehbar machen. Subscriptions für regelmäßige Verteilung nutzen, nicht für einmalige Reviews. Vor Distribution Reference Date, Scope, Model, Currency, Workflow Completion, Data Quality Findings und Provision Status prüfen.

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Reporting

VaR Models Dashboard

Selektoren, KPI-Karten, Modelldiagnostik und Limit-Review fuer VaR und ES

Zweck

Das VaR Models Dashboard zeigt Value-at-Risk, Expected Shortfall, Market Risk Capital und Modelldiagnostik fuer den ausgewaehlten Stichtag, die Waehrung, das Modell und die Business-Ebene. Es dient zur taeglichen Pruefung von Risikobewegungen, Limitdruck und Modellqualitaet.

Selektoren

SelektorBedeutung
Reference DateStichtag der angezeigten Ergebnisse.
CurrencyReporting-Waehrung der Werte.
ModelVaR- oder Stressed-VaR-Modell fuer KPIs, Charts und Tabellen.
Dashboard LevelBusiness-Hierarchie fuer Breakdowns, typischerweise Desk im Tagesreview.

Wichtige Widgets

WidgetReview-Fokus
VaRAktueller VaR und Bewegungen gegen Vorperioden.
ESExpected Shortfall und Veraenderungen gegen Vorperioden.
MRCMarket Risk Capital, Multiplikator und VaR/SVaR-Kapitalanteile.
BacktestingBest/Worst-Kalibrierung und Exception-Kontext.
LimitAuslastung, Breaches und relevante Limitzeilen.
HistoryYear-to-date Verlauf von VaR und ES je Modell.
Szenario- und Portfolio-TabellenKonzentrationen, Ratios und Szenariotreiber auf der ausgewaehlten Ebene.
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Reporting

VaR Models Dashboard

Review-Ablauf

  • Modell, Datum und Waehrung pruefen.
  • KPI-Karten auf Richtung, Groessenordnung und Limitdruck pruefen.
  • Desk fuer den Tagesreview nutzen und bei Auffaelligkeiten auf Book oder Portfolio wechseln.
  • History, Best/Worst-Ratios und Szenariotabellen vergleichen, bevor eine Bewegung eskaliert wird.

Typische Probleme

ProblemMoegliche UrsacheAktion
Leere WidgetsKein Aggregationsergebnis fuer Modell oder Datum.Workflow-Abschluss und Modellauswahl pruefen.
Limitdaten fehlenLimitresultat fehlt oder ist nicht auf die Hierarchie gemappt.Limit-Workflow und Scope pruefen.
Unerwartete ModellunterschiedeAbweichendes Szenarioset, Konfidenzniveau, Haltedauer oder Stressfenster.Modellkonfiguration und Selektoren vergleichen.
Grosse BewegungPortfolioaenderung, Marktdatenbewegung oder Szenarioverteilungswechsel.Szenario-, Faktor- und Portfolio-Breakdowns pruefen.
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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

Limit-Exception-Review, Case Handling und Next-Gen-Limit-Konfiguration

Zweck

Das Limits Dashboard ist die taegliche Kontrollsicht fuer das neue Limit-Monitoring. Es zeigt offene und genehmigte Limit Exceptions, den Severity-Split, maximale Auslastung und Approvals mit Handlungsbedarf. Die Tabelle unter den KPIs ist die Arbeitsliste fuer Analyse, Acknowledgement, Eskalation, temporaere Genehmigung und Schliessung.

Das Dashboard nutzt generierte LimitObservation-Zeilen und aktive LimitBreach-Cases. Observations werden fuer Stichtag und Simulation Run berechnet. Breach Cases bleiben ueber mehrere Tage offen, bis sie geschlossen oder abgelehnt werden; der Manage Dialog zeigt deshalb den aktuellen Case-Status und die Observation-Historie.

Selektoren

SelektorBedeutung
Reference DateBusiness Date fuer Observations und Historie.
CurrencyObservation-Waehrung, meist Limit-Waehrung oder Waehrung des Aggregationsergebnisses.
Dashboard LevelBusiness-Hierarchie: Group, Book, Desk oder Portfolio.
StatusCase-Status, zum Beispiel Open, Acknowledged, Escalated, Approved oder TemporarilyApproved.
SeverityManuelle Case-Severity: Critical, High, Medium oder Low.
CategoryLimit-Kategorie aus Definition und Source.
SourceDatenquelle oder Modell, zum Beispiel Sensitivity, VaR99, VaR95 oder StressScenario.
OwnerZugewiesener Owner des Breach Case.

KPI-Karten

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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

KarteBedeutung
BreachesGroup-Level Exception Count oberhalb der Linie, Book-, Desk- und Portfolio-Counts darunter.
SeverityGroup-Level Critical Count oberhalb der Linie, High, Medium und Low darunter.
Max UtilizationHoechste Auslastung im gefilterten Exception-Set, letzter Maximalwert, Durchschnitts-Maximum und Zeilen ueber 100%.
ApprovalsExceptions mit bald auslaufender temporaerer Genehmigung und Counts nach Approval-Ergebnis.

Exception Handling

Eine Zeile oeffnet den Manage Dialog. Dort sieht man letzte Auslastung, first/last seen, Observation-Historie, Kommentare und Approvals.

AktionVerwendung
AcknowledgeRisk Control hat die Exception gesehen und uebernimmt die Pruefung.
EscalateDie Exception braucht Aufmerksamkeit von Management oder Model Owner.
AcceptDer Breach wird mit dokumentiertem Grund akzeptiert.
Temp ApproveDer Breach wird temporaer bis zu einem Valid-Until-Datum erlaubt.
RejectDie beantragte Genehmigung wird abgelehnt.
CloseDer Case ist nicht mehr aktiv und wird mit Grund geschlossen.

Kommentare koennen intern, Risk-Control- oder Report-Kommentare sein. Die Visibility steuert, ob ein Kommentar nur operativ sichtbar ist, an Management geht oder fuer Reporting gedacht ist.

Wie Limits bewertet werden

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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

Der Evaluator laedt aktive LimitDefinition-Datensaetze fuer Datenquelle und Stichtag. SourceMode = Legacy wird ignoriert; New und Shadow werden bewertet. Die aktive LimitDefinitionVersion liefert Limitwert und Warning-/Breach-Schwellen fuer den Stichtag.

Fuer jedes Limit liest der Evaluator passende Aggregation Rows ueber:

FeldAnforderung
DataSourceMuss zum Modell oder zur Source des Workflows passen.
AggregationWaehlt den Measure-Namen aus den Aggregation Result Values.
AggregationProfileDefiniert Result Set und Dimension Key.
Reference DateMuss dem Simulation-Stichtag entsprechen.
SimulationIdMuss der Analyzer Run Id entsprechen.

Actual Values werden als Absolutwerte bewertet. Die Auslastung ist abs(actual) / limit value * 100. Unterhalb der Warning-Schwelle ist der Status Clean, ab WarningThresholdPercent Warning und ab BreachThresholdPercent Breach.

Limit konfigurieren

Die Pflege liegt unter Analyzer Configuration > Limit Definitions. Ein vollstaendiges Limit besteht aus einer Definition, mindestens einer aktiven Version und optionalen Constraints.

Definition

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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

FeldEmpfehlung
NameStabiler fachlicher Name. Sinnvoll sind Namen mit Measure, Scope und Level, zum Beispiel DeltaAbs/ALL/Default/Desk/STD.
DataSourceSource oder Modell des Workflows, zum Beispiel Sensitivity, VaR99, VaR95, SVaR99 oder StressScenario.
AggregationMeasure aus den Aggregation Result Values, zum Beispiel LIMIT_NG_SENSI_ABS oder LIMIT_NG_VAR_IR.
AggregationProfileBestimmt Result Set und Dimensionen, zum Beispiel Desk-, Book-, Portfolio-, FactorType- oder Risk-Factor-Group-Profile.
LimitLevelReporting-Hierarchie fuer Dashboard-Filter und KPI-Counts.
LimitValueAktueller Headline-Wert. Mit der aktiven Version synchron halten.
WarningThresholdPercentTypisch 80. Ab dieser Auslastung entsteht eine Warning Observation.
BreachThresholdPercentTypisch 100. Ab dieser Auslastung entsteht oder aktualisiert sich ein Breach Case.
Unit und CurrencyAnzeige- und Filterwerte, typischerweise EUR.
ValidFrom und ValidToGueltigkeit der Definition. Der Evaluator laedt nur Definitionen, die am Stichtag gueltig sind.
IsActiveMuss fuer Bewertung aktiv sein.
SourceModeNew fuer produktive Next-Gen-Limits oder Shadow fuer migrierte/parallele Limits. Legacy wird uebersprungen.

Versions

Versions enthalten die wirksamen Limitwerte. Lege eine neue Version an, wenn Betrag oder Schwellen geaendert werden. ValidFrom und ValidTo sollten so gesetzt sein, dass fuer einen Stichtag genau die gewuenschte Version aktiv ist. Wenn mehrere Versionen gueltig sind, wird die hoechste VersionNumber verwendet.

Definition Value und neueste Version sollten synchron bleiben. Fuer die Berechnung nutzt der Evaluator die aktive Version.

Constraints

Constraints begrenzen, welche Aggregation Rows bewertet werden.

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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

RolleBedeutung
EvaluationScopeSchraenkt den fachlichen Scope ein, zum Beispiel Desk = STD. Der Scope hilft auch, Observations ueber Zeit zu einem Breach Case zu gruppieren.
PopulationFilterSchraenkt die Population innerhalb des Scopes ein, zum Beispiel FactorType Contains Vega oder FactorType = IrDelta.

Unterstuetzte Operatoren sind Equals, NotEquals, In, NotIn, Contains, GreaterThan, LessThan, GreaterOrEqual und LessOrEqual. Fuer In und NotIn koennen komma-separierte Werte in Value oder ein JSON-String-Array in ValueListJson verwendet werden.

Dimension Names muessen exakt zu den Dimensionen des Aggregation Profile passen, zum Beispiel Desk, Book, Portfolio, FactorType oder FactorGroup. Wenn keine Aggregation Row matched, erzeugt der Evaluator eine MissingData Observation mit Diagnostic Message.

Konfigurations-Checkliste

  • Source oder Modell waehlen, das der Workflow berechnet.
  • Aggregation Measure waehlen, das den Risikowert enthaelt.
  • Aggregation Profile waehlen, dessen Dimensionen alle geplanten Constraints enthalten.
  • Level, Currency, Unit, Active Flag und Source Mode setzen.
  • Aktive Version mit Wert, Warning Threshold, Breach Threshold und Gueltigkeit anlegen.
  • EvaluationScope Constraints fuer den fachlichen Scope anlegen.
  • PopulationFilter Constraints fuer Faktor- oder Kategorie-Subsets anlegen.
  • Workflow laufen lassen und im Limits Dashboard Clean, Warning, Breach, MissingData oder EvaluationError pruefen.

Typische Probleme

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Reporting

Limit Exceptions Dashboard

ProblemMoegliche UrsacheAktion
Keine Exception sichtbarAuslastung liegt unter Breach Threshold oder Filter fuer Status, Level, Currency oder Datum schliessen den Case aus.Selektoren und Observation-Historie pruefen.
MissingData ObservationKeine Aggregation Row passt zu Source, Result Set, Dimension Key oder Constraints.Aggregation Profile Dimensions und Constraint-Namen vergleichen.
EvaluationError ObservationDas konfigurierte Measure fehlt oder der Limitwert ist nicht positiv.Aggregation Measure und aktive Version pruefen.
Breach erscheint auf spaeterem DatumBreach Cases halten die neueste Observation, die Historie enthaelt fruehere Observations.Zeile oeffnen und Development Tab pruefen.
Zeilen wirken doppeltScope oder Population Constraints unterscheiden sich; fachlich sind es andere Controls.Constraints und Source-Aggregation-Dimensionen vergleichen.
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Reporting

Sensitivities Dashboard

Sensitivitaets-Exposure, Faktor-Breakdowns, Limits und instrumentbezogener Review

Zweck

Das Sensitivities Dashboard zeigt Marktrisiko-Sensitivitaeten nach Faktortyp, Portfolio, Instrumenttyp und Limitkontext. Es hilft zu erkennen, wo Delta-, Vega- und verwandte Exposures konzentriert sind, wie sie sich bewegen und ob Limits belastet werden.

Selektoren

SelektorBedeutung
Reference DateStichtag der angezeigten Sensitivitaeten.
CurrencyReporting-Waehrung der Werte.
Dashboard LevelBusiness-Hierarchie fuer Breakdowns, typischerweise Desk im Tagesreview.

Wichtige Widgets

WidgetReview-Fokus
EQ, IR, FX, CS, CMNet, Gross und kurzfristige Bewegung je Risikoart.
Group LimitWichtigste Sensitivitaets-Limitauslastungen und Breaches.
Sensitivities by PortfolioFaktortyp-Verteilung ueber Portfolios.
Faktor- und Instrument-BreakdownsKonzentrationen nach Faktorgruppe, Instrumenttyp, Rating und Valuation Group.
Instrument detailInstrumentbezogene Sensitivitaetszeilen fuer Detailpruefung und Filterung.

Review-Ablauf

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CENARYX
Reporting

Sensitivities Dashboard

  • KPI-Zeile pruefen und dominante Risikoart identifizieren.
  • Portfolio- und Faktorcharts zur Konzentrationsanalyse nutzen.
  • Limitauslastung pruefen, wenn eine Risikoart gross ist oder schnell steigt.
  • Instrumentdetails nach groesstem Portfolio, Faktortyp oder Instrumenttyp filtern.

Typische Probleme

ProblemMoegliche UrsacheAktion
Leeres DashboardSensitivitaets-Workflow hat fuer das Datum keine Ergebnisse erzeugt.Workflow-Abschluss und Data Provider pruefen.
Limit-Widget leerLimitresultate fehlen oder sind nicht auf das Sensitivitaetsmodell gemappt.Limitkonfiguration und Ergebnisgenerierung pruefen.
Gross hoch, Net kleinGegenlaeufige Positionen ueber Instrumente oder Portfolios.Gross Exposure und Instrumentzeilen pruefen.
Unerwarteter FaktortypInstrumentmapping, Marktdatenkurve oder Valuation Group geaendert.Instrumentsetup und Faktorzuordnung pruefen.
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Reporting

Provisions

Provision Lifecycle, Entries, Diskontierung, PnL-Wirkung und Review-Kontrollen

Zweck

Provisions sind kontrollierte fachliche Anpassungen, die in Reporting und PnL-Erklärungen einfließen. Sie können Reserven, Bewertungsanpassungen, operative Korrekturen, Releases oder andere dokumentierte Adjustments abbilden. Jede Provision sollte transparent, verantwortet, datiert und prüfbar sein.

Zentrale Konzepte

KonzeptBedeutung
ProvisionKopfsatz mit Scope, Type, Amount, Status, Owner und Reason.
Provision EntryZahlungsdatumsbezogene Zeile mit Future Value, Discount Factor und Present Value.
Scope LevelFachliche Ebene: Group, Desk, Book, Portfolio oder Instrument.
Provision TypeFachliche Klassifikation wie Valuation Adjustment, Reserve, Release oder Other.
StatusLifecycle State wie Draft, Approved oder Released.
Discount CurveKurve zur Diskontierung zukünftiger Provision Entries.
Release ReasonErklärung bei Release oder Reduktion einer Provision.

Typischer Ablauf

  • Fachlichen Grund für die Provision identifizieren.
  • Reference Date und fachlichen Scope auswählen.
  • Provision Type, Currency, Amount und Owner erfassen.
  • Provision Entries anlegen, wenn der Betrag eine Payment-Date-Struktur hat.
  • Discount Curve, Day Counter und Discount Point Type prüfen.
  • Present Value und Day-to-Day Change prüfen.
  • Provision gemäß Governance approven oder releasen.
  • Im Report Framework prüfen, ob die Provision in PnL- und Provision-Sections sichtbar ist.
cenaryx.euSeite 145© 2026 CENARYX
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Reporting

Provisions

Provision Header

FeldBedeutung
Reference DateDatum, für das die Provision im Reporting gilt.
Scope LevelEbene, auf der die Provision gilt.
Group / Desk / Book / Portfolio / InstrumentFachliche Schlüssel für den genauen Scope.
CurrencyWährung des Provision Amount.
Provision TypeFachliche Klassifikation.
AmountAktueller Provision-Betrag.
Previous AmountVorheriger Betrag für Change Analysis.
Change DtDDay-to-Day-Bewegung.
Discount CurveKurve zur PV-Berechnung.
Day CounterDay-Count-Konvention für Diskontierung.
Discount Point TypeInterpretation des Discount Points, zum Beispiel DiscountFactor.
ReasonFachlicher Grund für die Provision.
OwnerVerantwortliche Person oder Team.
Effective From / ToGültigkeitsfenster, falls relevant.
StatusDraft, Approved, Released oder anderer konfigurierter Status.
CommentZusätzliche Erklärung für Reviewer.

Provision Entries

Provision Entries zerlegen die Provision in datierte Future Values. Dadurch kann der Report Laufzeit-Buckets und diskontierte Present Values zeigen, statt nur einen flachen Betrag.

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CENARYX
Reporting

Provisions

FeldBedeutung
Payment DateDatum des Provision-Cashflows oder Adjustments.
Future ValueUndiskontierter Betrag zum Payment Date.
Discount FactorDiscount Factor aus der gewählten Kurve.
Present ValueDiskontierter Wert im Reporting.
CommentErklärung auf Entry-Ebene.

Die einfache Present-Value-Beziehung lautet:

$$ PV_i = FV_i \times DF(t_i) $$

Für eine Provision mit mehreren Entries:

$$ PV_{provision} = \sum_i FV_i \times DF(t_i) $$

PnL-Wirkung

Provision-Bewegungen werden getrennt von Gross PnL gezeigt, damit Reviewer Marktbewegungen von fachlichen Adjustments unterscheiden können. Typisch ist:

$$ NetPnL = GrossPnL + ProvisionIncrease - ProvisionRelease $$

Die genaue Sign Convention muss in der Report Section geprüft werden. Eine Provision Increase reduziert wirtschaftlich häufig das Ergebnis, während ein Release es verbessert; Reports können Increases und Releases aber als separate signed Columns darstellen.

Statusinterpretation

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Reporting

Provisions

StatusBedeutungAktion
DraftErfasst, aber nicht für Reporting freigegeben.Inputs und Reason prüfen.
ApprovedFür Reference Date und Scope akzeptiert.Sichtbarkeit im Report prüfen.
ReleasedNicht mehr aktiv oder aus dokumentiertem Grund reduziert.Release Reason und Release Date prüfen.
RejectedNicht für Reporting akzeptiert.Korrigieren oder aus operativem Scope entfernen.

Data-Quality-Prüfungen

CheckWarum wichtig
Scope-VollständigkeitFehlende Desk-, Book- oder Portfolio-Werte können den Report falsch zuordnen.
Currency-KonsistenzFalsche Währung verzerrt Net PnL nach FX-Umrechnung.
Discount Curve AvailabilityFehlende Kurvendaten verhindern zuverlässige PV-Berechnung.
Payment Date ValidityVergangene oder inkonsistente Payment Dates erzeugen falsche Buckets.
Amount und SignFalsches Vorzeichen dreht Provision Increase/Release um.
Status GovernanceDraft Provisions sollten nicht ungeprüft final berichtet werden.

Häufige Probleme

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Reporting

Provisions

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Provision fehlt im ReportScope, Status oder Reference Date passt nicht zum Report Request.Provision Keys mit Report Level und Datum vergleichen.
Present Value ist nullKeine Entries, Nullbetrag, fehlender Discount Factor oder Kurvensetup.Entries und Marktdaten prüfen.
Unerwarteter DtD ChangePrevious Amount weicht ab oder Release wurde angewendet.Previous Amount, Change DtD und Release Details prüfen.
Falscher BucketPayment Dates oder Scope Keys sind falsch.Entry Dates und Scope Level korrigieren.
Provision wirkt doppeltÄhnliche Scope-Werte können unterschiedliche Type, Owner oder Reason haben.Nur nach fachlichem Review konsolidieren.

Empfohlene Praxis

Jede Provision braucht einen klaren Reason und Owner. Payment-Date Entries sollten zur erwarteten wirtschaftlichen Fälligkeit passen. Provisions dürfen fehlende Marktdaten oder fehlgeschlagene Valuation Workflows nicht verdecken; solche Fälle gehören in Data Quality oder Workflow-Diagnose. Vor Distribution Gross PnL, Provision Movements und Net PnL after Provisions abstimmen.

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Reporting

Audit und Änderungshistorie

Konfigurationsänderungen, Felddifferenzen, Benutzer, Quellen und verknüpfte Entitäten nachvollziehen

Zweck

Audit- und Änderungshistorien helfen Anwendern zu verstehen, wer Fach- oder Konfigurationsdaten geändert hat, wann die Änderung passiert ist, welche Felder betroffen waren und ob die Änderung ein übergeordnetes Geschäftsobjekt wie Instrument, Trade, Portfolio, Kurve, Risikomodell oder Report Definition betrifft. Die Funktion unterstützt tägliche Prüfung, operativen Support, Modellgovernance und Ursachenanalyse.

Auditdaten ersetzen keinen Freigabeprozess. Sie liefern die Evidenz, wie der aktuelle Zustand entstanden ist und welche Änderungen Review, Neuberechnung oder Nachverfolgung benötigen können.

Was erfasst wird

Jeder Audit-Eintrag speichert die geänderte Entität, die Operation, den Akteur, den Zeitstempel und die Quelle der Änderung. Soweit verfügbar werden zusätzlich Felddifferenzen sowie Snapshots vor und nach der Änderung gespeichert.

BereichBedeutung
Geänderte EntitätDie Zeile, die direkt angelegt, geändert oder gelöscht wurde.
Root-EntitätDas übergeordnete Objekt für den fachlichen Review, zum Beispiel ein Instrument mit Legs oder Underlying Mappings.
Geänderte FelderAlte und neue Werte auf Feldebene.
BenutzerUser Id oder Benutzername aus dem Command-Kontext.
QuelleUI, API, Import, Batch, Migration oder System, soweit verfügbar.
CommandCommand Handler oder Operation, die die Änderung erzeugt hat.
MaterialitätKennzeichen für Felder mit Relevanz für Bewertung, Risiko, Reporting oder operativen Review.

History Tab

Konfigurationsseiten enthalten einen History Tab. Die obere Tabelle zeigt aktuelle Audit-Einträge für das ausgewählte Objekt und bei übergeordneten Objekten auch Änderungen an verknüpften Kindobjekten. Eine Instrumentenhistorie kann zum Beispiel Änderungen an Legs, Underlying Mappings oder anderen instrumentbezogenen Zeilen enthalten, wenn die Änderung das Instrument als Root-Entität trägt.

cenaryx.euSeite 150© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Audit und Änderungshistorie

Wählen Sie eine Zeile aus, um die Felddetails unterhalb der Tabelle zu sehen. Die Detailtabelle zeigt Feldname, alten Wert, neuen Wert und Materialität. Nutzen Sie diese Ansicht, wenn ein Instrument, Trade, eine Kurve oder Report Definition vom erwarteten Zustand abweicht.

Audit Dashboard

Das Audit Dashboard fasst Änderungen über einen Datumsbereich zusammen. Im Filterpanel können Benutzer, Änderungsart, Quelle und Entitätstyp eingeschränkt werden. Das Dashboard zeigt Gesamtänderungen, materielle Änderungen, geänderte Entitäten, aktive Benutzer, Tagestrend, Buckets nach Entitätstyp, Änderungsart, Quelle und Benutzer, aktuelle Änderungen sowie die am häufigsten geänderten Entitäten.

Top Changed Entities werden nach Root-Entität gruppiert. Dadurch können Änderungen an Kindobjekten unter dem fachlich zugehörigen Objekt geprüft werden, während die Recent Changes Tabelle weiterhin die direkt geänderte Entität zeigt.

Eine Änderung untersuchen

  • Starten Sie beim fachlichen Objekt, das auffällig ist, zum Beispiel Instrument oder Report Definition.
  • Öffnen Sie History und prüfen Sie die neuesten Einträge.
  • Wählen Sie einen Eintrag aus und lesen Sie alte und neue Werte auf Feldebene.
  • Prüfen Sie Benutzer, Quelle, Command und Zeitstempel.
  • Wenn die Änderung materiell ist, klären Sie, ob Bewertung, Sensitivitäten, PnL Explain, Reports oder Datenqualitätsprüfungen erneut laufen müssen.
  • Nutzen Sie das Audit Dashboard für breitere Fragen wie "was wurde heute geändert" oder "welcher Benutzer hat viele Instrumente geändert".

Änderungen an verknüpften Entitäten

Das Auditmodell trennt direkte Änderung und Root-Kontext. Eine Leg-Änderung bleibt eine Leg-Änderung, kann aber für Historie und Dashboard-Gruppierung zum Instrument hochgerollt werden. So bleibt die technische Präzision erhalten und Fachanwender erhalten gleichzeitig die objektbezogene Sicht.

Wenn ein Kindobjekt nur ein anderes Kindobjekt referenziert und keine Top-Level-Id trägt, kann der Audit-Eintrag nur bis zum unmittelbaren Parent hochgerollt werden. Nutzen Sie dann die direkt geänderte Entität und den Command-Kontext für die Nachverfolgung.

Empfohlene Praxis

cenaryx.euSeite 151© 2026 CENARYX
CENARYX
Reporting

Audit und Änderungshistorie

Prüfen Sie materielle Änderungen vor Reportverteilung oder Risiko-Sign-off. Bei bewertungsrelevanten Feldern sollten betroffene Workflows erneut ausgeführt werden, statt alte Ergebnisse weiterzuverwenden. Verwenden Sie klare Kommentare und Änderungsgründe, wenn Commands diese Informationen unterstützen, und bevorzugen Sie stabile Business Keys wie Trade Number, Instrument Code, ISIN oder Reportname.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Keine Historie gefundenFür die ausgewählte Entität oder den Root-Kontext existiert kein Audit-Eintrag.Objekt-Id, Datumsbereich und Aktivierungszeitpunkt des Audits prüfen.
Kindänderung erscheint beim ParentDie geänderte Zeile trägt Root-Kontext, zum Beispiel ein Leg unter einem Instrument.Spalte der direkt geänderten Entität für die genaue Zeile prüfen.
Benutzer ist systemÄnderung wurde durch Batch, Migration oder Command ohne Benutzerkontext erzeugt.Quelle, Command Name und Zeitstempel prüfen.
Feldliste ist leerDer Command hat ein Entity-Level Event ohne Felddifferenzen gespeichert.Snapshots, Command Name und Quelle verwenden.
Dashboard-Zahl weicht von Entity History abDas Dashboard gruppiert Top Entities nach Root-Kontext und nutzt Datumsfilter.Filter, Datumsbereich und Entitätstyp vergleichen.
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CENARYX
Validation

Readiness Status

Bedeutung von Green, Amber, Red und Unknown

Zweck

Readiness Status fasst zusammen, ob ein Modell, Instrument oder Validierungseintrag für den dokumentierten Scope nutzbar ist.

Statuswerte

StatusBedeutung
GreenPrüfungen für den dokumentierten Scope bestanden.
AmberEvidenz ist vorhanden, aber teilweise, eingeschränkt oder mit wichtigen Limitationen.
RedEine kritische Prüfung ist fehlgeschlagen.
UnknownKeine ausführbare Evidenz vorhanden oder nur Inventareintrag.

Empfohlene Praxis

Lesen Sie Limitationen immer, bevor Sie Green- oder Amber-Ergebnisse verwenden. Status ersetzt nicht Scope, Evidenz und fachliche Modellprüfung.

cenaryx.euSeite 153© 2026 CENARYX
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Validation

Evidenzen und Toleranzen

Expected, Actual und Tolerance richtig lesen

Zweck

Evidenzen dokumentieren Expected Values, Actual Values, Toleranzen und Referenzen, die einen Validierungsstatus unterstützen.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
ExpectedBenchmark oder Referenzwert.
ActualVom System erzeugter Wert.
ToleranceMaximal akzeptierte Abweichung.
Evidence ReferenceLink oder Referenz auf Detailnachweise.
Dataset ReferenceEingabedaten für die Validierungsprüfung.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Abweichung innerhalb ToleranzErgebnis ist für diese Prüfung akzeptabel.Scope und Limitation prüfen.
Abweichung außerhalb ToleranzValidierung ist fehlgeschlagen oder braucht Analyse.Inputdaten und Benchmark-Annahmen vergleichen.
Evidenz fehltEs wurde keine Prüfung generiert.Readiness für diesen Scope als Unknown behandeln.
cenaryx.euSeite 154© 2026 CENARYX
CENARYX
Validation

Model Validation

Annahmen und Einschränkungen von Modellen dokumentieren

Zweck

Model Validation fokussiert auf die Methode, die ein Ergebnis erzeugt hat: Annahmen, Inputs, Outputs, Benchmarks, Evidenz und Limitationen.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
Model IDStabile Kennung für Modell oder Methode.
FamilyGruppierung wie Pricing, VaR, ES, FRTB, Volatility oder Data Quality.
Validation MethodWie das Modell geprüft wurde.
Benchmark SourceReferenz für den Vergleich mit Actual Results.
DQ ChecksData-Quality-Prüfungen, die für das Modellpack oder seine Validierungsinputs gelten.
LimitationScope-Einschränkung, die auch bei bestandener Evidenz sichtbar bleibt.

Verbindung zu Data Quality

Model Validation beantwortet, ob eine Methode für den dokumentierten Scope bereit ist. Data Quality beantwortet, ob die von dieser Methode verwendeten Inputs vollständig und zuverlässig genug sind, um die Evidenz zu interpretieren.

Das Model Validation Dashboard kann deshalb DQ-Links neben Pack-Aktionen wie Shocks, Scenario, Portfolio, Results und Status anzeigen. Diese Links sollten Teil des normalen Validierungsablaufs sein und nicht erst nach einem Fehler genutzt werden.

Beispiele:

cenaryx.euSeite 155© 2026 CENARYX
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Validation

Model Validation

ModellpackDQ-Evidenz kann erklären
VaR / ESFehlende Szenarioinputs, unvollständige Shock-Vektoren, stale Referenzdaten oder inkonsistente Portfolio-Szenariovektoren.
DCF / PricingFehlende Cashflow-Inputs, Curve Mappings, Datums-Konventionen oder Stammdatenprobleme.
SensitivitiesFehlende Base- oder Shifted-Prices, inkonsistentes Bump-Setup oder nicht verfügbare Risikofaktoren.
FRTBFehlende Sensitivity-Inputs, Bucket-Mappings, Risk-Class-Inputs oder unvollständige Testportfoliodaten.
VolatilityFehlende Surface Nodes, ungültige Vol Quotes, nicht unterstützte Interpolationspunkte oder Konventionsabweichungen.

NMD-Validierung

Non-Maturity Deposits verbinden Instrument Validation, IRRBB-Methodik, Sensitivitäten und Marktdatenvalidierung. Ein Green-Status ist nur aussagekräftig, wenn die Verhaltensannahmen und Marktdaten zum getesteten Scope passen.

PrüffeldWas zu lesen ist
Segment und Core BalanceSegment-Cap, Stable Balance Ratio und berechneter Core-Anteil müssen konsistent sein.
Runoff und WALCashflow-Profil und gewichtete durchschnittliche Laufzeit müssen innerhalb der Cap liegen.
Floor-KomponenteBei IncludeFloorValue muss die Normal-Volatilitätsfläche vorhanden und zum FloorStrike passend sein.
SensitivitätenPV01 kommt aus Kurvenexposure; IrVega kommt aus dem NMD-Floor und darf nicht mit IR Delta verwechselt werden.
VaRHistorische Szenarien benötigen dieselben gemappten Kurven- und Volatilitätsfaktoren wie die Bewertung.

Typische Red- oder Amber-Ursachen sind fehlende Surface Nodes, fehlende historische Vol-Quotes, ein zu langes Runoff-Profil, ein überschrittenes Core-Balance-Cap oder ein Sensitivitätslauf, der einen anderen Strike als die Bewertung verwendet.

Nutzung des Links

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Validation

Model Validation

  • Modellpack auswählen.
  • Die Action-Spalte öffnen, die fehlgeschlagen ist oder auffällig wirkt.
  • DQ-Ansicht oder DQ-Referenz öffnen.
  • Zuerst Critical Findings prüfen.
  • Betroffenen Input mit der Modellevidenz vergleichen.
  • Entscheiden, ob es ein Daten-Readiness-, Modell-Readiness- oder Benchmark-/Toleranzproblem ist.

Wenn DQ unvollständig oder für ein Pack nicht anwendbar ist, kann das Dashboard einen Platzhalter anzeigen. Daraus darf nicht abgeleitet werden, dass Data Quality bestanden wurde; es bedeutet nur, dass aktuell keine dedizierte DQ-Evidenz an dieses Pack angebunden ist.

Accepted DQ Exceptions

Einige Modellpacks können DQ-Ergebnisse mit Status Accepted zeigen. Das bedeutet, dass eine aktive Data-Quality-Exception-Rule auf das Finding gepasst hat. Der wichtigste aktuelle Fall ist RfValue: Fehlende Risk-Factor Values in nicht-null Sensitivity-Vector-Einträgen können akzeptiert werden, wenn die konfigurierte Regel auf Instrument- oder Risk-Factor-Fakten passt.

Accepted DQ ist als dokumentierte Ausnahme zu lesen:

ReviewpunktWas zu prüfen ist
Rule NameBeschreibt der Name die konkrete Ausnahme?
PriorityWurde bei mehreren passenden Regeln die gewünschte Regel gezogen? Kleinere Priority-Werte werden zuerst angewendet.
OwnerIst eine Person oder Gruppe verantwortlich?
ReasonIst der fachliche oder modellvalidierungsbezogene Grund klar?
GültigkeitIst ValidTo gesetzt, wenn die Exception auslaufen soll?
ScopeSind die Bedingungen eng genug, damit keine unabhängigen DQ-Probleme verdeckt werden?

Die angewendete Regel steht im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule. Accepted Findings werden getrennt von Pass und Fail gezählt; ein Green-Modell mit Accepted DQ muss deshalb weiterhin mit seinen Limitationen geprüft werden.

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CENARYX
Validation

Model Validation

Empfohlene Praxis

Nutzen Sie Model Validation für die Frage, welche Methode ein Ergebnis erzeugt hat und wie sie geprüft wurde. Nutzen Sie Instrument Validation für die Frage, ob ein Instrument für eine Capability verwendet werden kann.

Dokumentieren Sie in Reviews sowohl den Modellstatus als auch den DQ-Status. Ein Green-Modell mit offenen Critical DQ Findings sollte nicht als uneingeschränkt bereit interpretiert werden.

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Data Quality

Marktdatenvollständigkeit

Benötigte Kurven, Quotes, Volatilitäten und Fixings

Zweck

Marktdatenvollständigkeit prüft, ob die erforderlichen Inputs für einen Bewertungs- oder Risikolauf vorhanden sind.

Benötigte Daten

InputTypische Nutzung
Discount CurveBarwert und Diskontierung von Cashflows.
Projection CurveFloating Coupons und Forward Rates.
FX RateUmrechnung in Reporting-Währung.
Volatility SurfaceOptionsbewertung und Vega.
FixingsHistorische indexgebundene Cashflows.

Empfohlene Praxis

Prüfen Sie Vollständigkeit nach Bewertungsdatum und Produkttyp. Ein Lauf kann fehlschlagen, obwohl die meisten Marktdaten vorhanden sind, wenn genau ein benötigtes Fixing, ein Kurvenpunkt oder ein Vol-Punkt fehlt.

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Data Quality

Instrument-Stammdaten

Felder, die Modellwahl und Bewertung steuern

Zweck

Instrument-Stammdaten bestimmen, welches Modell ausgewählt wird und welche Marktdaten benötigt werden.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
Instrument TypeProduktklassifikation für Modellwahl.
CurrencySteuert Diskontierung und Reporting-Verhalten.
IndexFloating-Rate- oder Inflationsindexfamilie.
MaturityEnddatum für Eligibility und Cashflow-Generierung.
QuantityPositionsmenge, die auf Unit Valuation angewendet wird.

Häufige Probleme

ProblemBedeutungMögliche Aktion
Maturity fehltCashflows können nicht zuverlässig generiert werden.Instrument-Stammdaten korrigieren.
Negative oder extreme QuantityErgebnisse können unplausibel groß wirken.Positionsgröße und Vorzeichen bestätigen.
Curve Mapping fehltModell kann benötigte Kurve nicht auflösen.Marktdatenmapping aktualisieren.
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Data Quality

Gegenparteien

Party-Stammdaten, Typ, Country of Risk, Ratings und Exposure-Verwendung

Zweck

Gegenparteien, in der Konfiguration als Parties geführt, beschreiben juristische oder operative Einheiten für Trades, Positionen, Exposure Views und Reporting. Sie können Banken, Kunden, Emittenten, Clearingparteien oder interne Einheiten darstellen.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
NameStabiler fachlicher Name für Auswahl und Audit Trail.
Party TypeKlassifikation, zum Beispiel Counterparty, Issuer oder interne Partei.
Country of RiskJurisdiktion für Risikoreporting und Aggregation.
RatingsExterne oder interne Bonitätsindikatoren.
AddressRechtliche oder operative Adresse, sofern verfügbar.

Verwendung

Trades können eine Partei direkt oder über verbundene Stammdaten referenzieren. Gegenparteidaten fließen in Exposure Views, Reporting-Dimensionen, Trade Filters und operative Kontrollen ein.

Data-Quality-Hinweise

Namen sollten stabil bleiben, Dubletten vermieden und Änderungen an Land oder Rating bewusst geprüft werden. Dubletten erschweren Exposure-Aggregation und Filterausdrücke.

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Data Quality

Kalender

Geschäftstage, Feiertage, Fixing- und Zahlungsdatumslogik

Zweck

Kalender definieren Geschäftstage, Feiertage und den Kontext für Datumsanpassungen. Sie werden für Schedules, Fixings, Zahlungen und Settlement-Logik verwendet und können direkt über Instrumente oder indirekt über Bewertungsgruppen wirken.

Wichtige Felder

FeldBedeutung
NameStabiler Kalendername für Mappings und Audit Trail.
Calendar TypeFachliche Kalenderart, zum Beispiel generisch, Fixing oder Payment.
Ex CouponKennzeichnet Kalender für Ex-Coupon-Logik.
FixingKennzeichnet Kalender für gültige Fixing-Beobachtungstage.
PaymentKennzeichnet Kalender für Zahlungsdatumsanpassungen.
HolidaysNicht-Geschäftstage im Detailbereich.

Verwendung

Kalender beeinflussen Coupon Schedules, Settlement Dates, Fixing Dates, Payment Dates, Ex-Coupon-Fenster und Business-Day Adjustment. Ein fehlender oder unvollständiger Kalender kann Cashflow-Daten verändern, obwohl die Instrumentfelder korrekt aussehen.

Praktische Prüfungen

Prüfen Sie Währung und Marktkonvention, bevor ein Kalender einer Bewertungsgruppe zugeordnet wird. Feiertage sollten für Jahreswechsel, TARGET, lokale Bankfeiertage und produktspezifische Fixing-Kalender aktuell gehalten werden.

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Data Quality

Bewertungsgruppen

Wie ValGroups Kurven, Kalender, Dividenden und Volatilitätsflächen routen

Zweck

Eine Bewertungsgruppe, in Konfigurationsmasken als ValGroup bezeichnet, ist das Marktdaten-Routingprofil eines Instruments. Sie wird für Bewertung, Sensitivitäten, Cashflow-Erzeugung und Szenariosimulation verwendet. Die Bewertungsgruppe enthält keine Quotes. Sie verknüpft ein Instrument mit den Kurven, Kalendern, Dividendenströmen und Volatilitätsflächen, die die Pricing Engine benötigt.

Das Instrument beschreibt den Vertrag. Die Bewertungsgruppe beschreibt die Marktdatenumgebung für diesen Vertrag. Dasselbe Instrument kann mit einer anderen Bewertungsgruppe andere Ergebnisse liefern, weil Diskontierung, Projektion, Inflation, Volatilität oder Kalenderauflösung anders sind.

Wo sie verwendet wird

Die Instrumentkonfiguration enthält die zugewiesene ValGroup. Bei der Bewertung einer Position löst die Engine zuerst das Instrument auf, liest dessen Bewertungsgruppe und verwendet dann die typisierten Mappings innerhalb dieser Gruppe.

Typische Verbraucher sind:

VerbraucherWarum die Bewertungsgruppe wichtig ist
BewertungWählt Discount-, Projection-, Inflation-, Repo-, FX- und Volatilitätsinputs.
SensitivitätenDefiniert, welche gemappten Kurven oder Flächen geschockt und berichtet werden.
VaR und SzenariobewertungBestimmt, welche Szenario-Risikofaktoren das Instrument beeinflussen können.
CashflowsLiefert Kalender und Projektionskurven für Schedule- und Fixinglogik.
Data QualityPrüft, ob die erforderlichen Mappings vorhanden sind, bevor Ergebnisse belastbar sind.

Konfigurationsstruktur

Die Seite Val Groups besteht aus einem Parent Record und vier Mapping-Tabs.

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Data Quality

Bewertungsgruppen

TabMapping-ZielHauptzweck
Yield CurvesYieldCurve-RecordsDiskontierung, Forward-Projektion, Money Market, FX, Repo, Dividend und Inflation Curves.
DividendsDividendStream-RecordsDividendenannahmen für Equity-Produkte und Optionen.
CalendarsCalendar-RecordsBusiness-Day Adjustment, Payment Dates, Fixing Dates und währungsspezifische Feiertage.
Vola SurfacesVolaSurface-RecordsZins-, FX-, Equity- und Commodity-Volatilitätsinputs.

Die Parent-ValGroup hat Name, Version und Historienmetadaten. Die fachliche Bedeutung entsteht durch die Child-Mappings. Eine Bewertungsgruppe ohne Mappings kann gespeichert werden, ist aber für produktive Bewertung nur nutzbar, wenn der Instrumenttyp wirklich keine Marktdaten benötigt.

Namenskonventionen

Verwenden Sie stabile, fachlich lesbare Namen. Gute Namen kodieren häufig Währung, Desk, Modellfamilie oder regulatorischen Zweck, zum Beispiel EUR-GIRR, EUR_VALIDATION, USD_OIS oder EQ_EUROPE.

Vermeiden Sie Namen, die temporäre Implementierungsdetails beschreiben. Eine spätere Umbenennung erschwert Support und Audit, weil ältere Ergebnisse, Logs und Evidenzen noch den alten Namen enthalten können.

Das Portal validiert Namen mit begrenzter Zeichenmenge und Länge. Namen sollten fachlich eindeutig bleiben, auch wenn die technische Identität über die Record Id läuft.

Yield-Curve-Mappings

Jedes Yield-Curve-Mapping verknüpft eine YieldCurve mit einer ValGroup und markiert die Rolle dieser Kurve. Ein einzelnes Mapping kann mehrere Rollen tragen, sollte das aber nur tun, wenn dieselbe Kurve bewusst für mehrere Zwecke verwendet wird.

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Data Quality

Bewertungsgruppen

FlagBedeutungTypische Instrumente
DiscountCurveKurve zur Diskontierung zukünftiger Cashflows auf den Barwert.Bonds, Swaps, Loans, Optionen, Forwards.
ForwardCurveKurve zur Projektion variabler Coupons oder Forward Rates.Floating-Rate Bonds, Swaps, FRAs, Caps/Floors.
MoneyMarketCurveShort-End- oder Cash-Kurve für Money-Market-Produkte.Deposits, kurzlaufende Cash-Instrumente.
FxCurveKurve für FX-bezogene Bewertung oder Currency-Pair-Setup.FX Forwards, FX Swaps, Cross-Currency Trades.
RepoCurveFunding- oder Repo-Kurve für Securities-Financing-Logik.Repos, Bond Forwards, Teile von Futures-Logik.
DividendCurveKurvenartige Dividendenannahme, wenn Dividenden als Yield Curve modelliert werden.Equity-Derivate mit Dividend Yield Curve.
ZeroInflationCurveZero-Coupon-Inflationskurve.CPI Bonds, Zero-Coupon Inflation Swaps, Inflation Caps/Floors.
YoYInflationCurveYear-on-Year-Inflationskurve.YoY Inflation Swaps und YoY Caps/Floors.

Wichtige Besonderheiten bei Kurven

Discount und Forward sind getrennte Rollen. Manche einfache Instrumente verwenden dieselbe Kurve für beide Rollen, aber das muss eine bewusste Konfigurationsentscheidung sein. Wenn ein Floating-Produkt eine Forward Curve erwartet und keine gemappt ist, kann die Bewertung fehlschlagen oder unvollständige Sensitivitäten liefern.

Inflationskurven sind nicht austauschbar. Ein Zero-Coupon-Inflationsprodukt benötigt die Zero-Inflation-Rolle; ein Year-on-Year-Produkt benötigt die YoY-Rolle. Ein falscher Kurventyp kann so aussehen, als sei das Instrument konfiguriert, obwohl das Modell den richtigen Projektionsinput nicht findet.

Repo- und FX-Kurven sind spezialisierte Rollen. Markieren Sie eine generische Discount Curve nur dann als Repo oder FX, wenn genau das die gewünschte Modellkonvention ist. Sonst können Risk Factors und Szenarioattribution irreführend werden.

Wenn mehrere Kurven in derselben Bewertungsgruppe dieselbe Rolle tragen, wird die Auflösung mehrdeutig, sofern die nachgelagerte Instrumentlogik keine zusätzliche Auswahlregel besitzt. Halten Sie Rollen pro Gruppe möglichst eindeutig.

Dividend-Mappings

Dividend-Mappings verknüpfen einen DividendStream mit der Bewertungsgruppe. Sie sind vor allem für Equity-Produkte und Optionen auf Aktien oder Indizes relevant.

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Data Quality

Bewertungsgruppen

IsGroupDefault markiert einen Dividendenstrom als Standard für die Gruppe. Nutzen Sie diese Einstellung, wenn das Produkt keine spezifischere Dividendenquelle vorgibt. Ein Default ist bequem, aber breit wirksam: Eine Änderung kann viele Produkte gleichzeitig beeinflussen.

Häufige Fehler:

FehlerWirkung
Kein Dividend-Mapping für eine Equity OptionOptionswert und Greeks können die erwartete Dividendenannahme verfehlen.
Mehr als ein Default-DividendenstromDie ausgewählte Quelle kann mehrdeutig oder implementationsabhängig werden.
Dividend Stream ist gemappt, aber enthält keine PunkteDas Mapping existiert, aber die Bewertung hat weiterhin keine nutzbaren Marktdaten.
Breiter Gruppen-Default für einen einzelnen IssuerAndere Instrumente in der Gruppe können eine ungeeignete Dividendenannahme erben.

Kalender-Mappings

Kalender-Mappings verknüpfen einen Calendar mit einer Bewertungsgruppe und einer Currency. Kalender werden für Schedule Generation, Business-Day Adjustment, Fixing Dates, Settlement Dates und Payment Dates verwendet.

Die Währung im Mapping ist relevant. Ein Multi-Currency-Portfolio kann mehrere Kalender in derselben Bewertungsgruppe benötigen. Ein EUR-Cross-Currency-Trade mit USD-Cashflows kann zum Beispiel EUR- und USD-Kalender benötigen.

Kalender können je nach Kalenderrecord auch Spezialverhalten wie Fixing, Payment oder Ex-Coupon tragen. Das ValGroup-Mapping wählt den Kalender; der Kalenderrecord selbst definiert Feiertage und Zweck.

Häufige Fehler:

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Data Quality

Bewertungsgruppen

FehlerWirkung
Fehlender Kalender für die InstrumentwährungSchedule Generation oder Date Adjustment kann fehlschlagen.
Falsche Währung im MappingDie Engine findet den beabsichtigten Kalender nicht, obwohl er existiert.
Kalender existiert, aber Feiertage sind unvollständigCashflow-Daten können falsch verschoben werden.
Generischer Kalender für produktspezifische FixinglogikFixing- oder Settlementdaten können von der erwarteten Marktkonvention abweichen.

Volatilitätsflächen-Mappings

Volatilitätsmappings verknüpfen eine VolaSurface mit der Bewertungsgruppe und markieren, für welche Volatilitätsfamilie sie verwendet wird.

FlagBedeutungTypische Instrumente
InterestrateVolatityZinsvolatilitätsfläche. Der Datenmodellname verwendet aktuell diese Schreibweise.Caps, Floors, Swaptions, IR-Optionalität.
FxVolatilityFX-Volatilitätsfläche.FX-Optionen und optionsartige FX-Produkte.
EquityVolatilityEquity-Volatilitätsfläche.Aktienoptionen, Indexoptionen, strukturierte Equity-Produkte.
CommodityVolatilityCommodity-Volatilitätsfläche.Commodity-Optionen und commoditygebundene Optionalität.
IsGroupDefaultDefault-Fläche der Bewertungsgruppe, wenn keine spezifischere Auswahl greift.Breiter Fallback für eine Volatilitätsfamilie.

Besonderheiten bei Volatilität

Volatilitätstyp und Surface-Inhalt müssen passen. EquityVolatility macht eine Fläche nur für Equity-Volatilitätsauflösung zulässig; die Fläche benötigt weiterhin passende Expiry-, Tenor-, Strike- oder Moneyness-Punkte.

IsGroupDefault ist ein Fallback, keine präzise Produktzuordnung. Es ist nützlich für Validierungsportfolios und breite Produktfamilien, sollte aber fehlende produktspezifische Flächen nicht verdecken.

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Data Quality

Bewertungsgruppen

Die Zinsvolatilitätsrolle heißt im Datenmodell aktuell InterestrateVolatity. Behandeln Sie sie fachlich als Interest-Rate-Volatility-Rolle, auch wenn die Schreibweise ungewöhnlich ist.

Vermeiden Sie es, dieselbe Fläche mehreren Volatilitätsfamilien zuzuordnen, außer das ist ausdrücklich beabsichtigt und getestet. FX-, Equity-, Commodity- und IR-Flächen haben meist unterschiedliche Achsen, Quoting-Konventionen und Szenariohistorien.

Defaults und Mehrdeutigkeit

Defaults reduzieren Setup-Aufwand, erhöhen aber den Wirkungsbereich. Ein Default-Dividendenstrom oder eine Default-Volatilitätsfläche kann jedes Instrument beeinflussen, das die Bewertungsgruppe verwendet. Vor einer Änderung sollte geprüft werden, welche Instrumente und Portfolios die Gruppe referenzieren.

Mehrdeutigkeit ist als Data-Quality-Problem zu behandeln. Mehrere Default-Dividendenströme, mehrere Default-Volatilitätsflächen oder mehrere Kurven mit derselben Rolle können zu implementationsabhängiger Auswahl führen. Pro Gruppe sollte es möglichst genau einen klaren Rolleninhaber geben.

Beziehung zu Instrumenten und Portfolios

Positionen erben das Bewertungsverhalten normalerweise aus der ValGroup ihres Instruments. Portfolios und Trade Filters wählen Positionen aus; sie überschreiben üblicherweise nicht das Marktdatenrouting im Instrument.

Diese Trennung ist wichtig:

ObjektVerantwortung
PortfolioGruppiert Positionen für Bewertung, Risiko oder Reporting.
Trade FilterSelektiert eine Positionsmenge per Expression.
InstrumentDefiniert Vertragsdaten und referenziert eine Bewertungsgruppe.
ValGroupLöst die Marktdatenumgebung für das Instrument auf.

Wenn ein Trade im richtigen Portfolio liegt, aber die Bewertung wegen fehlender Kurven, Kalender oder Volatilität fehlschlägt, liegt die Ursache meist im Instrument- oder ValGroup-Setup, nicht in der Portfolioauswahl.

Data-Quality-Interpretation

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Data Quality

Bewertungsgruppen

Die DQ-Regel Val group mapping prüft, ob die erforderlichen Marktdatenrouten für das getestete Instrument und die getestete Capability vorhanden sind. Ein bestandener Check bedeutet, dass der getestete Setup für diesen Evidenzlauf die erwarteten Mappings hatte. Er beweist nicht, dass jedes Instrument mit derselben Gruppe korrekt konfiguriert ist.

Typische ValGroup-Findings bedeuten:

Finding-MusterWahrscheinliche Ursache
Missing discount curveKein DiscountCurve-Mapping in der zugewiesenen Bewertungsgruppe.
Missing forward or projection curveFloating-, Inflation- oder Forward-Produkt ohne erwartetes Rollenmapping.
Missing volatility surfaceOptionalität ist aktiv, aber keine zulässige Volatilitätsfläche ist gemappt.
Missing calendarKalender-Mapping für die erforderliche Währung fehlt oder ist falsch geschlüsselt.
Scenario vector has no exposureMapping reicht für Bewertung, aber Risk-Factor-Historie oder Szenariomapping ist unvollständig.

Change Management

ValGroup-Änderungen sind hochwirksame Konfigurationsänderungen. Behandeln Sie sie wie Modell- oder Marktdatenrouting-Änderungen, nicht wie reine Labeländerungen.

Vor einer Änderung:

  • Prüfen, welche Instrumente die Gruppe verwenden.
  • Prüfen, ob Produktionsportfolios, Validation Packs oder Reports betroffen sind.
  • Für methodisch andere Setups bevorzugt eine neue ValGroup anlegen.
  • Alte Gruppen verfügbar halten, solange historische Evidenzen und Reports sie benötigen.
  • Nach Änderungen an Kurven, Kalendern, Dividenden oder Volatilitäten Bewertung, Sensitivitäten und DQ erneut laufen lassen.

Troubleshooting-Checkliste

Wenn Bewertung oder Risikoergebnisse falsch wirken, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

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Data Quality

Bewertungsgruppen

  • Referenziert das Instrument die erwartete ValGroup?
  • Enthält die Gruppe genau eine beabsichtigte DiscountCurve?
  • Ist für Floating-Produkte eine ForwardCurve gemappt und mit Quotes befüllt?
  • Ist für Inflationsprodukte die korrekte Zero- oder YoY-Inflationsrolle gemappt?
  • Ist für Optionen die richtige Volatilitätsfamilie gemappt und enthält die Surface Punkte für Expiry und Strike-Konvention?
  • Ist für Equity-Produkte die Dividendenannahme entsprechend der Modellkonvention über Dividend Stream oder Dividend Curve abgebildet?
  • Gibt es Kalender-Mappings für alle benötigten Währungen?
  • Haben die gemappten Kurven und Flächen Marktdaten für das Bewertungsdatum und Szenariohistorie für Risk Runs?
  • Gibt es doppelte Rollen oder Defaults, die die Auswahl mehrdeutig machen?
  • Hat eine aktuelle Default-Änderung mehr Instrumente betroffen als erwartet?
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Data Quality

Trade Filters

Expression-Syntax, unterstützte Felder, Preview-Verhalten und Governance

Zweck

Trade Filters definieren wiederverwendbare Regeln zur Positionsauswahl. Sie können Trades nach Portfoliohierarchie, Instrumenteigenschaften, Gegenpartei, Bewertungsgruppe oder anderen filterbaren Feldern ein- oder ausschließen.

Ein Trade Filter ist kein Portfolio. Ein Portfolio ist eine gespeicherte fachliche Hierarchie. Ein Trade Filter ist eine Expression, die gegen Positionen ausgewertet wird. Häufig arbeiten beide zusammen: Das Portfolio bestimmt die Grundmenge, der Trade Filter schränkt sie weiter ein.

Filter-Records

Jeder Trade Filter hat:

FeldBedeutung
NameFachlicher Name des Filters. Stabil halten, da Workflows darauf referenzieren können.
ActiveGibt an, ob der Filter nutzbar sein soll. Inaktive Filter können für Historie oder Entwurf erhalten bleiben.
DescriptionFachliche Erklärung des Zwecks.
ExpressionAusführbare Filterlogik.

Die Beschreibung sollte erklären, warum der Filter existiert, nicht nur die Syntax wiederholen. Nennen Sie zum Beispiel Report, Risk Run oder Desk-Kontrolle.

Filter Designer

Der Tab Filter Designer enthält Rule Builder, Expression Editor, Validierungsmeldung, verfügbare Felder, Operatoren und eine Result Preview.

Der Rule Builder hängt einfache Regeln an die Expression an. Er verhindert nicht jede fachliche Fehlinterpretation. Die Syntaxvalidierung prüft, ob die Expression geparst werden kann. Sie beweist nicht, dass die gewünschte fachliche Population selektiert wird.

Unterstützte Felder

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Data Quality

Trade Filters

FeldBedeutung
TradeNameTrade- oder Positionsname. Preview-Aliase: Trade oder Name.
InstrumentInstrumentname des Trades.
PartyGegenpartei.
PortfolioPortfolio-Knoten direkt an der Position.
BookBook-Knoten in der Portfoliohierarchie.
DeskDesk-Knoten in der Portfoliohierarchie.
GroupRoot- oder Gruppen-Knoten. Preview-Aliase: Root oder RootPortfolio.
InstrumentTypeInstrumenttyp-Enum, zum Beispiel CurrencyPair, Commodity, InterestRateSwap.
CurrencyInstrumentwährung oder Trade-Währung, falls am Instrument keine Währung verfügbar ist.
RatingInstrumentrating, sofern vorhanden.
ValGroupName der Bewertungsgruppe des Instruments.
TradeDateTrade Date im Format yyyy-MM-dd.
QuantityTrade Quantity als Zahlenstring.
MaturityDateMaturity Date, wenn das Instrument Feature dieses Feld bereitstellt.
IssuerFür Issuer-Filter vorgesehen. In der Preview leer, wenn das Modell Issuer nicht direkt bereitstellt.
SectorFür Sector-Filter vorgesehen. In der Preview leer, wenn das Modell Sector nicht direkt bereitstellt.

Die Preview unterstützt zusätzlich Path als Kombination aus Group/Desk/Book/Portfolio.

Operatoren

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Data Quality

Trade Filters

OperatorBedeutungBeispiel
= oder ==Exakter Match, case-insensitive.Currency = EUR
!=Exakter Non-Match, case-insensitive.Book != TEST
~, LIKE, MATCHESWildcard Match mit * und ?.Instrument ~ IRS/EUR/*
CONTAINSText enthält Wert.Portfolio CONTAINS TRADING
STARTSWITHText beginnt mit Wert.Desk STARTSWITH Rates
ENDSWITHText endet mit Wert.Instrument ENDSWITH 5Y
INExakter Match gegen Werteliste.InstrumentType IN (CurrencyPair, Commodity)
NOT INExakter Ausschluss gegen Werteliste.Currency NOT IN (EUR, USD)
ANDBeide Bedingungen müssen gelten.Currency = EUR AND Book = TRADING
ORMindestens eine Bedingung muss gelten.Desk = Rates OR Desk = Credit
NOTNegiert folgende Bedingung oder Gruppe.NOT (Book = TEST)

Operatoren und Feldnamen werden in der Preview case-insensitive ausgewertet. Ein konsistenter Uppercase-Stil ist lesbarer.

Werte und Quotes

Einfache Werte können ohne Quotes geschrieben werden, wenn sie Buchstaben, Ziffern, _, ., -, /, :, * oder ? enthalten.

Werte mit Leerzeichen sollten gequotet werden:

text Party = "Example Bank AG" Portfolio CONTAINS "Internal Trading"

Datumswerte verwenden yyyy-MM-dd:

text TradeDate = 2026-04-24 MaturityDate IN (2028-06-30, 2030-12-31)

Enum-Werte müssen den gespeicherten Enum-Namen entsprechen, nicht übersetzten UI-Labels.

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Data Quality

Trade Filters

Priorität und Klammern

Die Auswertung erfolgt in dieser Reihenfolge:

  • Klammern.
  • NOT.
  • AND.
  • OR.

Diese Expression:

text Portfolio = TRADING OR Group = BANKING AND Currency = EUR

wird interpretiert als:

text Portfolio = TRADING OR (Group = BANKING AND Currency = EUR)

Wenn etwas anderes gemeint ist, Klammern setzen:

text (Portfolio = TRADING OR Group = BANKING) AND Currency = EUR

Wildcards

Wildcard Matching ist mit ~, LIKE und MATCHES verfügbar.

WildcardBedeutung
*Beliebig viele Zeichen.
?Genau ein Zeichen.

Beispiele:

text Instrument ~ IRS/EUR/* TradeName LIKE *HEDGE* Book MATCHES RATES-?

Für reines Enthalten ist CONTAINS meist klarer als beidseitige *.

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Data Quality

Trade Filters

Result Preview

Die Result Preview zeigt passende Positionen in einer pageable Tabelle und enthält die Felder, die auch für Filterlogik genutzt werden können.

VerhaltenBedeutung
RefreshLädt die Vorschau nach Expression- oder Datenänderungen neu.
Erste 1000 PositionenDie Preview ist aus Performancegründen auf die ersten 1000 geladenen Trades begrenzt.
Clientseitige AuswertungDie Preview wertet im Portal aus. Produktive Workflows können Backendlogik verwenden.
Leere Issuer/Sector-FelderDiese Felder bleiben leer, wenn das Instrumentmodell sie nicht direkt bereitstellt.
SyntaxfehlerTabelle wird geleert und Parserfehler wird angezeigt.

Die Preview ist ein Designwerkzeug, keine vollständige Audit-Evidenz für große Bücher.

Beispiele

text Portfolio = TRADING Book = RATES AND Currency = EUR InstrumentType IN (InterestRateSwap, VanillaBond, CurrencyPair) NOT (Book CONTAINS TEST OR Book CONTAINS INACTIVE) Currency = EUR AND ValGroup = EUR-GIRR AND InstrumentType != Commodity Path LIKE BANKING/RATES/*

Häufige Fehler

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Data Quality

Trade Filters

FehlerWirkungLösung
Fehlende Klammern bei gemischtem AND/ORZu viele oder zu wenige Trades.Fachliche Blöcke explizit klammern.
Übersetzte Enum-LabelsKein Match.Gespeicherte Enum-Namen verwenden.
= mit TeilwertKein Match außer bei exakt gleichem Wert.CONTAINS oder Wildcards nutzen.
Issuer/Sector genutzt, bevor Daten verfügbar sindPreview bleibt leer.Prüfen, ob das Modell das Feld liefert.
Portfolio statt Book oder Desk gefiltertFalscher Hierarchieausschnitt.Portfolio, Book, Desk, Group oder Path bewusst wählen.
Unklare FilternamenFachlicher Zweck später nicht nachvollziehbar.Klaren Namen und Description pflegen.

Governance

Trade Filters können berichtete Populationen ändern. Behandeln Sie Änderungen als fachlich relevante Konfigurationsänderungen.

  • Zielpopulation nach Portfolio, Desk, Book oder Produkt bestätigen.
  • Mit Preview testen und False Positives/False Negatives prüfen.
  • Bei gemischter Logik immer explizite Klammern setzen.
  • Zweck in der Description dokumentieren.
  • Alte Filter lieber deaktivieren als löschen, wenn sie für Audit oder Vergleich relevant bleiben.
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Data Quality

Data Quality Findings

Severity und Handlungshinweise interpretieren

Zweck

Data Quality Findings erklären, warum eine Position, ein Instrument oder ein Marktdatenpunkt unsicher für eine Berechnung sein kann.

Severity

SeverityBedeutung
InfoNützlicher Kontext, normalerweise nicht blockierend.
WarningBerechnung kann laufen, sollte aber geprüft werden.
CriticalBerechnung ist nicht vertrauenswürdig oder kann fehlschlagen.

Links aus Validierungsdashboards

Data Quality Findings können direkt aus Instrument Validation und Model Validation geöffnet werden. Der Link soll den Analyseweg verkürzen, wenn ein Validierungseintrag Amber, Red, Unknown oder unerwartet leer ist.

Nutzen Sie verlinkte DQ-Evidenz, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Waren die Stammdaten der Position vollständig?
  • Waren alle benötigten Marktdateninputs verfügbar?
  • Waren Curve-, Volatility-, FX- oder Szenarioreferenzen korrekt gemappt?
  • War das Validierungsportfolio für das ausgewählte Modellpack vollständig?
  • Betrifft ein DQ Finding nur ein Instrument, einen Modellinput oder das gesamte Validierungspack?

Instrumenten- und Modellkontext

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Data Quality

Data Quality Findings

LinkquelleTypischer DQ-Scope
Instrument-Matrix-ZelleProduktstammdaten, erforderliche Quotes, Curve Mappings und capability-spezifische Checks für Instrument und Capability.
Model-Matrix-ZeileModellpack-Inputs, Benchmark-Datasets, Szenariovektoren, Validierungsportfolio und modellspezifische Annahmen.
EvidenzdetailDataset oder Evidenzeintrag, der von einer bestimmten Validierungsprüfung verwendet wurde.

Dieselbe Ursache kann an mehreren Stellen sichtbar werden. Ein fehlender Curve Quote kann zum Beispiel Bond Pricing, PV01, Szenarioerzeugung und VaR betreffen. In diesem Fall sollte die Datenursache einmal korrigiert und danach die betroffenen Validierungspacks neu erzeugt werden.

Häufige DQ-verknüpfte Situationen

FindingAuswirkung auf ValidierungMögliche Aktion
Fehlender Market QuotePricing-, Sensitivity- oder Szenariovalidierung kann fehlen oder unzuverlässig sein.Quote ergänzen oder korrigieren und Evidenz neu erzeugen.
Fehlendes Curve MappingInstrument existiert, kann aber nicht konsistent bewertet werden.Curve-Zuordnung und Bewertungsdatum prüfen.
Stale QuoteValidierung kann mit veralteten Inputs laufen.Prüfen, ob stale Data für den Testscope akzeptabel ist.
Ungültige StammdatenInstrumentenvalidierung kann fehlschlagen, bevor Modellevidenz sinnvoll ist.Maturity, Coupon, Notional, Index, Currency oder Konvention korrigieren.
Unvollständiger SzenariovektorVaR-, ES- oder Hybrid-Ergebnisse können fehlen oder nicht vergleichbar sein.Szenarioinput-Abdeckung prüfen, bevor Quantile analysiert werden.

Data Quality Profiles bearbeiten

Data Quality Profiles definieren, welche Checks für einen Modellscope aktiv sind und wie deren Ergebnisse persistiert werden. Ein Profil sollte normalerweise einen stabilen Betriebskontext abbilden, zum Beispiel ein Modell, eine Currency, ein Portfolio, ein Book oder eine Group. Das Profil wird dann von einem Data-Quality-Workflow verwendet und seine Checks werden für den passenden Run Context ausgeführt.

Öffnen Sie die Pflege unter Analyzer / Config / Data Quality Profiles. Wählen Sie ein bestehendes Profil oder erstellen Sie ein neues Profil. Danach pflegen Sie im Editor das Profil, die zugehörigen Checks und die Exception Rules.

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Data Quality

Data Quality Findings

ProfilfeldBedeutung
NameStabiler Profilname für Operatoren und Workflow-Konfiguration. Kurz und spezifisch halten.
ActiveAktiviert das Profil für die Nutzung. Alte Profile besser deaktivieren als löschen, wenn historische Nachvollziehbarkeit wichtig ist.
ModelHaupt-Modellscope des Profils. Dies ist der primäre Selektor für Workflows, die DQ Checks für ein Modell ausführen.
Book / Portfolio / Group / CurrencyOptionale Scope-Einschränkungen. Ein Feld nur leer lassen, wenn das Profil bewusst breiter als diese Dimension gelten soll.
Persist Passing ChecksSteuert, ob erfolgreiche Check-Zeilen gespeichert werden. Aktivieren, wenn Reviewer vollständige Evidenz inklusive Pass-Ergebnissen benötigen; deaktivieren, wenn nur Warnings, Failures und Accepted Findings persistiert werden sollen.

Die am Profil hängenden Checks definieren den eigentlichen Kontrollsatz. Jeder Check hat CheckType, Active Flag, Severity Mapping und optionale Scope Overrides.

CheckfeldBedeutung
CheckTypeArt des DQ Controls, zum Beispiel Konfiguration, stale Data, Coverage oder Risk-Factor-Value Checks.
ActiveAktiviert oder deaktiviert einen einzelnen Check, ohne das gesamte Profil zu ändern.
FailureSeverity / WarningSeveritySeverity, die in DQ Results geschrieben wird, wenn der Check einen harten Fehler oder eine Warnung erkennt.
HistoryDays / StaleAfterDaysLookback- und Staleness-Schwellen für Checks, die aktuelle Daten mit Historie oder Quote-Alter vergleichen.
RequireCobValueVerlangt einen Close-of-Business Value, wenn der Check diese Unterscheidung unterstützt.
AllowBackfillErlaubt Backfilled Data als akzeptabel, wenn Backfill-Semantik vom Check unterstützt wird.
DetectOrphansAktiviert Checks auf Daten, die existieren, aber nicht mit dem erwarteten Modell-, Instrumenten- oder Hierarchiescope verbunden sind.
Persist Passing Checks OverrideÜberschreibt die Profilvorgabe zur Pass-Persistierung für diesen einzelnen Check.
Model / Book / Portfolio / Group / Currency OverrideVerengt oder verschiebt den Run Scope nur für diesen Check. Overrides sparsam nutzen; ein breites Profil mit vielen versteckten Overrides ist schwer zu reviewen.

Der praktische Ablauf ist:

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Data Quality

Data Quality Findings

  • Profil für den gewünschten Modell- und Business-Scope anlegen oder auswählen.
  • Profil nur aktiv halten, wenn es für aktuelle Runs gültig ist.
  • Pro DQ Control, das im Profil laufen soll, eine Check-Zeile anlegen.
  • Severities nach operativer Auswirkung setzen. Critical für Findings verwenden, die Downstream-Ergebnisse unsicher machen.
  • Overrides nur nutzen, wenn ein Check einen anderen Scope als die Profilvorgabe benötigt.
  • Exception Rules erst anlegen, wenn das Check-Verhalten verstanden ist und der akzeptierte Fall Owner und Ablaufstrategie hat.

DQ Exception Rules

Data Quality Profiles enthalten jetzt einen Exceptions Tab für kontrollierte Exception Rules. Nutzen Sie diese Regeln für bekannte und dokumentierte Fälle, in denen ein DQ Finding fachlich verstanden und temporär akzeptiert ist, nicht zum Verstecken ungelöster Datenprobleme.

Öffnen Sie die Konfiguration unter Analyzer / Config / Data Quality Profiles oder /app/analyzer/config/dataqualityprofiles, wählen Sie das relevante Profil und öffnen Sie danach Exceptions.

FeldBedeutung
NameKurzer, eindeutiger Regelname innerhalb des Data Quality Profile.
CheckTypeDQ Check, auf den sich die Exception bezieht. Der aktuelle operative Schwerpunkt ist RfValue.
PriorityDeterministische Auswertungsreihenfolge. Kleinere Werte werden zuerst geprüft; Standardwert ist 100.
IsActiveAktiviert oder deaktiviert die Regel, ohne sie zu löschen.
OwnerVerantwortliche Person oder Gruppe.
ReasonFachlicher oder modellvalidierungsbezogener Grund für die Akzeptanz.
Valid From / Valid ToZeitraum, in dem die Exception gelten darf. Offene Regeln sollten nur bewusst dauerhaft verwendet werden.
Exception conditionsStrukturierte Match-Bedingungen gegen DQ-Fakten wie Instrument, Book, Portfolio, Currency, RiskFactor, FactorType, Tenor und Werte. Der Editor speichert diese Bedingungen als ConditionJson.
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Data Quality

Data Quality Findings

Für RfValue prüft der Check Sensitivitätsvektoren. Wenn ein Sensitivity-Eintrag einen nicht-null Value, aber einen leeren oder nullnahen RfValue hat, schlägt der Check normalerweise fehl. Wenn eine aktive und datumsvalide Exception Rule alle Bedingungen trifft, wird das Ergebnis als Accepted ausgewiesen.

Accepted bedeutet, dass das Finding dokumentiert und unter der Regel akzeptiert wurde. Es bedeutet nicht, dass die ursprünglichen Daten sauber sind.

Wenn mehrere aktive Regeln auf dasselbe Finding passen, wird die Regel mit der niedrigsten Priority angewendet. Bei gleicher Priorität nutzt das System Rule Name und Rule Id als deterministische Tie-Breaker. Die angewendete Regel wird im DQ-Result-Metadata-Feld AcceptedByExceptionRule dokumentiert, inklusive Rule Id, Name, Owner, Reason, Priority und Gültigkeitsdaten.

Ein Accepted Result wird im DQ Run Summary weder als Pass noch als Fail gezählt. Es wird separat als akzeptierte Evidenz gezählt, damit Reviewer saubere Daten von dokumentierten Ausnahmen unterscheiden können.

Nutzen Sie den Condition Editor, um pro benötigter Bedingung eine Zeile anzulegen. Die Zeilen werden mit AND-Logik kombiniert: Jede Zeile muss passen, bevor die Exception das Finding akzeptiert. Beispiel: Eine Regel mit RiskFactor StartsWith EQU/QIA_FR/DIV.Shift. und FactorType Equals IrDelta gilt nur, wenn beide Aussagen wahr sind. Für eine alternative OR-Variante sollte eine zweite Exception Rule angelegt werden.

Conditions sollten auf Fakten matchen, die der fehlgeschlagene DQ Check tatsächlich produziert. Häufige Felder sind Instrument, Book, Portfolio, Group, Currency, RiskFactor, FactorType, Tenor, Value, RfValue, ExpectedValue, ActualValue und Message. Wo möglich stabile Identifier statt Display-Text verwenden.

Operatoren für Exception Conditions

Exception Conditions unterstützen einfache Field/Operator/Value-Prüfungen.

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Data Quality

Data Quality Findings

OperatorTypische Nutzung
EqualsExaktes Instrument, Book, Currency, FactorType oder Tenor treffen.
NotEqualsEinen bekannten Wert ausschließen.
ContainsTeil eines Risk-Factor-Namens treffen.
StartsWithEine Risk-Factor-Familie treffen, zum Beispiel ein Dividend-Shift-Präfix.
RegexEin kontrolliertes Namensmuster treffen.
IsZeroNumerische Werte nahe null treffen.
IsNullOrEmptyFehlende Textfelder treffen.

Beispiel für eine Regelabsicht:

RegelteilBeispiel
CheckTypeRfValue
OwnerModel Validation
ReasonBekannter Dividend-Shift Risk Factor trägt im aktuellen Sensitivitätsvektorformat keinen RF Value.
ConditionsRiskFactor beginnt mit EQU/QIA_FR/DIV.Shift. und FactorType ist IrDelta.
Erwartetes ErgebnisPassende fehlende RF Values erscheinen als Accepted; nicht passende fehlende RF Values schlagen weiter fehl.

Governance-Erwartungen

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Data Quality

Data Quality Findings

PraxisGrund
Exception-Namen spezifisch halten.Reviewer müssen verstehen, was akzeptiert wurde, ohne jedes Detail zu öffnen.
Möglichst ValidTo setzen.Exceptions sollen auslaufen, wenn Daten, Model Mapping oder Vektorformat korrigiert sind.
Priority bewusst nutzen.Normale Exceptions bei 100 belassen; kleinere Werte nur für engere oder fachlich vorrangige Regeln verwenden.
Bedingungen eng halten.Breite Exceptions können unabhängige DQ-Probleme verdecken.
Accepted Findings zusammen mit Validierungsevidenz prüfen.Accepted DQ kann Model- oder Instrument-Readiness weiterhin einschränken.
Exceptions nicht für fehlende Marktdaten verwenden, die vorhanden sein müssen.Fehlende Quotes, Curves, Vols oder Fixings sollten normalerweise korrigiert und nicht akzeptiert werden.

Empfohlene Praxis

Beginnen Sie mit Critical Findings und prüfen Sie danach wiederholte Warnings. Wenn ein Ergebnis fehlt, vergleichen Sie fehlgeschlagene Instrumente mit Data Quality Findings, bevor Sie erneut laufen lassen.

Behandeln Sie einen fehlenden DQ-Link nicht als Nachweis, dass Data Quality bestanden wurde. Es kann auch bedeuten, dass aktuell keine DQ-Evidenz an dieses Pack oder diesen Workflow angebunden ist.

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Zinskurven

Yield Curve Setup and Capabilities

Base Curves, Pillars, Spread Maps, Attribute Spreads, Instrument Spreads und Shift Buckets konfigurieren

Zweck

Zinskurven definieren Discounting-, Projection-, Spread- und Inflationsinputs für Pricing- und Simulationsworkflows. Ein Kurvensetup ist nicht nur eine Liste von Marktkursen. Es legt auch Layering, Pillar-Instrumente, Spread-Auswahl und Shift Buckets für Sensitivitäten und Szenarien fest.

Verwenden Sie die Yield-Curves-Konfiguration, um Kurvendefinitionen zu pflegen, generierte Kurvenstände zu prüfen, Pillars mit Marktinstrumenten zu verbinden oder Spread Overlays zu kalibrieren.

Kernsetup

BereichBedeutung
NameStabiler Kurvenbezeichner. Scenario Risk Factors verwenden diesen Namen, z. B. EUR_SWAP_3M.Shift.5Y.
Curve TypeBestimmt Benchmark-, Market-Spread-, Attribute-Spread- oder Instrument-Spread-Kurve.
CurrencyMarkt- und Berichtswährung der Kurve.
Base CurveOptionale Basiskurve. Spread- und Layer-Kurven starten von dieser Kurve.
CalendarGeschäftskalender für Settlement, Pillar-Daten und Zeitumrechnung.
Day CounterYear-Fraction-Konvention für Discount Factors, Zero Rates und Spreads.
Compounding und FrequencyRate-Konvention für Umrechnung zwischen Quote, Zero Rate und Discount.
Settlement DaysSpot Lag für Rate Helpers und Shift-Bucket-Konstruktion.

Pillars

Pillars verbinden eine Kurve mit Instrumenten oder Helpers, die zu ihrer Konstruktion verwendet werden. Typische Pillars sind Deposits, FRAs, Swaps, Bonds, Inflation Helpers oder andere unterstützte Marktinstrumente.

Der Pillar-Satz bestimmt:

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Zinskurven

Yield Curve Setup and Capabilities

  • Welche Marktkurse für einen Valuation Date benötigt werden.
  • Welche Laufzeitpunkte direkt durch beobachtbare Daten verankert sind.
  • Wo Interpolation oder Extrapolation beginnt.
  • Welche Quote-Fehler bei Kalibrierung oder Bootstrapping auftreten.

Eine Kurve kann konfiguriert, aber trotzdem nicht verwendbar sein, wenn Pillar Quotes fehlen, stale sind oder nicht zu den Konventionen passen.

Layering-Logik

Kurven können hierarchisch aufgebaut werden. Der Runtime Builder löst zuerst die Basiskurve auf und wendet danach den konfigurierten Layer an.

LayerLaufzeitverhalten
Benchmark curveBaut eine Kurve aus eigenen Pillars. In Multi-Curve-Setups kann eine Base Curve genutzt werden.
Market spread curveAddiert eine Market-Spread-Funktion zur Base Curve.
Attribute spread curveWählt einen Spread aus der Spread Map anhand eines Instrumentattributs oder nutzt Market Spread Nodes als Fallback.
Instrument spread curveWählt einen Spread anhand des Instrumentnamens oder nutzt Market Spread Nodes als Fallback.

Spread Layers wirken auf das Discounting, indem der Spread über die Zeit angewendet wird. Bei flachen statischen Spreads entspricht das einem Base Discount Factor multipliziert mit einer exponentiellen Spread-Anpassung.

Spread Map

Der Tab Spread Map speichert statische Spread-Einträge für Spread-Kurven.

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Zinskurven

Yield Curve Setup and Capabilities

FeldBedeutung
KeyLookup-Schlüssel. * ist der Fallback.
SpreadFlacher Spread als Dezimalrate; 0.0010 entspricht 10 Basispunkten.
MarketPriceBeobachteter Preis bei impliziertem Instrument Spread.
ModelPriceModellpreis nach Anwendung des implizierten Spreads.
AbsoluteErrorAbsoluter Kalibrierungsfehler.
ConvergedOb die Spread-Implied-Kalibrierung konvergiert ist.
FailureReasonDiagnose bei Fehlschlag.

Ist auf einer Attribute- oder Instrument-Spread-Kurve eine statische Spread Map vorhanden, verwendet die Runtime die Map statt Market Spread Nodes. Fehlt ein exakter Key, wird * verwendet. Fehlt auch der Fallback, ist der Spread 0.

Attribute Spreads

Attribute-Spread-Kurven wählen einen statischen Spread aus der Spread Map anhand eines Felds aus dem Instrumentkontext.

Lookup-Reihenfolge:

  • Ist SpreadLookupField leer, wird das Instrument Rating verwendet.
  • Bei SpreadLookupField = Rating wird das Instrument Rating verwendet.
  • Bei SpreadLookupField = InstrumentName wird der Instrumentname verwendet.
  • Andernfalls wird der Wert aus dem Attributdictionary des Instruments gelesen.
  • Wenn kein Key aufgelöst oder kein Eintrag gefunden wird, wird * verwendet.
  • Fehlt *, wird 0 verwendet.

Attribute Spreads eignen sich für gemeinsame Anpassungen nach Rating, Sektor, Land, Liquiditätsbucket oder kundenspezifischem Static-Data-Attribut.

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Zinskurven

Yield Curve Setup and Capabilities

Instrument Spreads

Instrument-Spread-Kurven wählen einen statischen Spread direkt per Instrumentname. Sie sind der spezifischste Spread Layer und eignen sich für Bonds, Loans oder strukturierte Trades mit eigener Kalibrierung.

Typischer Aufbau:

  • Instrument-Spread-Kurve mit passender Base Curve anlegen.
  • Spread-Map-Einträge mit Key gleich Instrumentname pflegen.
  • Optional einen *-Fallback pflegen.
  • Spread-Imply-Lauf verwenden, um Spread, MarketPrice, ModelPrice, AbsoluteError, Converged und FailureReason zu befüllen.

Nutzen Sie Instrument Spreads für idiosynkratische Kredit-, Liquiditäts- oder Bewertungsanpassungen. Nutzen Sie Attribute Spreads, wenn die Anpassung für Gruppen gelten soll.

Shift Buckets

Shift Buckets definieren die Kurven-Risikofaktoren für Sensitivitäten, Szenariosimulationen und persistierte Shifted Results. Jeder Bucket hat Key, Name, Tenor, Currency und Settlement-Day-Konvention.

Zur Laufzeit wird daraus ein Risk-Factor-Name:

text <CurveName>.Shift.<BucketKey>

Beispiele:

text EUR_SWAP_3M.Shift.1Y EUR_SWAP_3M.Shift.5Y USD_OIS.Shift.6M

Der Tenor bestimmt den Punkt auf der Kurve, an dem der Shift verankert wird. Die Scenario Engine kann diesen Knoten nach oben oder unten bumpen und Instrumente gegen die verschobene Kurve bewerten. Ergebnisse werden je nach Workflow als PV01, KR01, Curvature oder Scenario PnL interpretiert.

Zu wenige Buckets verbergen Kurvenformrisiko. Zu viele Buckets erzeugen Rauschen und erhöhen Quote-Anforderungen. Verwenden Sie Buckets passend zum Zweck, z. B. Money-Market-Punkte, Swap-Tenors, regulatorische Buckets oder interne Risk-Tenor-Grids.

Fähigkeiten

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Yield Curve Setup and Capabilities

FähigkeitHinweise
Discount- und Projection-KurvenValuation Groups routen Instrumente auf Discount-, Money-Market-, Forward- und weitere Rollen.
Multi-Curve DependenciesKurven können eine Base Curve referenzieren und eigene Benchmark- oder Spread-Layer anwenden.
Market Spread CurvesSpread-Term-Strukturen können aus Market Spread Nodes gebaut werden.
Statische Attribute SpreadsSpread Map nach Rating, Instrumentname oder Custom Attributes.
Statische Instrument SpreadsSpread Map direkt nach Instrumentname.
Spread-Imply-DiagnostikPersistiert Market Price, Model Price, Absolute Error und Convergence State.
Shift-Bucket-RisikofaktorenBuckets erzeugen benannte Shift-Risikofaktoren für Sensitivitäts- und Szenarioworkflows.
KurvenvisualisierungDer Curve Tab zeigt generierte Kurvenwerte und Layer-Vergleiche.

Empfohlene Praxis

Kurvennamen sollten stabil bleiben, weil Scenario Names und Risk Factor Names davon abhängen. Pflegen Sie einen *-Fallback in Spread Maps, wenn ein Nullspread irreführend wäre. Prüfen Sie Konvergenzdiagnosen nach Spread-Imply-Läufen, besonders nach Marktpreisänderungen oder Rebuilds der Base Curve. Halten Sie Shift-Bucket-Keys kurz und konsistent, z. B. 1M, 3M, 6M, 1Y, 2Y, 5Y, 10Y, 30Y.

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Release Notes

Aktueller Release

Wichtigste Änderungen für Portal-Anwender

Highlights

BereichÄnderung
HelpIn-Portal Hilfe mit bilingualem Drawer und geschütztem Markdown-Content.
ValidationDashboard-orientierte Hinweise zu Evidenz und Readiness.
Data QualityZusätzliche Anwenderbeschreibungen für häufige Findings.
InstrumentsErste Produkthinweise für Rates, Optionen und Inflation.

Aktuelle Änderungen

BereichÄnderung
Data Quality ExceptionsData Quality Profiles enthalten jetzt einen Exceptions Tab. Exception Rules können passende Findings als Accepted markieren, inklusive Owner, Reason, Gültigkeitszeitraum und Condition-Konfiguration.
Exception PriorityDQ Exception Rules haben jetzt eine deterministische Priority. Kleinere Werte matchen zuerst; angewendete Regeln werden in AcceptedByExceptionRule dokumentiert.
Dashboard QueriesAnalyzer-Dashboard-Paging nutzt jetzt eine deterministische Default-Sortierung, wenn die UI keine explizite Sort-Spalte sendet.
RfValue CheckFehlende Risk-Factor Values in nicht-null Sensitivity-Vector-Einträgen werden vor einem Fail gegen Exception Rules geprüft.
Validation DashboardsDie Hilfe unterscheidet jetzt Accepted DQ klar von sauberem Pass-Status und erklärt die Auswirkung auf Model- und Instrument-Readiness.
Model ValidationDie Model-Validation-Hilfe beschreibt DQ-Links, Accepted DQ Exceptions und Reviewpunkte für Exception Governance.
InstrumentendokumentationImplementierte Instrumentbeispiele werden als zentrierte Field/Value-Tabellen statt als raw JSON angezeigt, inklusive Rates, Equity, FX, Commodity, Inflation und Exotic Options.
Help LayoutMarkdown-Tabellen im Help Drawer werden, wo sinnvoll, als kompakte zentrierte Dokumentationstabellen dargestellt.

Empfohlene Praxis

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Release Notes

Aktueller Release

Nutzen Sie die Hilfe, während Sie auf der aktuellen Fachansicht bleiben. Die Inhalte sind bewusst kompakt und werden mit reiferen Workflows erweitert.

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Release Notes

Bekannte Einschränkungen

Wichtige Limitationen und erwartetes Anwenderverhalten

Wichtige Einschränkungen

BereichLimitation
Help SearchSuche läuft aktuell clientseitig über Artikel-Metadaten.
MethodologyBeispiele sind vereinfacht und ersetzen keine Modelldokumentation.
ValidationStatus gilt nur für den Scope des generierten Evidenzpakets.
InflationYoY- und Zero-Coupon-Konventionen müssen explizit geprüft werden.

Empfohlene Praxis

Behandeln Sie diese Hinweise als operative Orientierung. Für formale Modellfreigaben verwenden Sie Model-Validation-Evidenz und den Governance-Prozess.